Unterwegs im "Großen Unbekannten" - sie zieht wie verrückt
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Komischerweise sind bei uns weder die lange Schlepp noch der Freilauf ein Problem - meine Hündin fängt erst dann regelmäßig an, sich aufzuspulen, wenn sie in fremder Umgebung an der kurzen Leine hängt. Also genau dann, wenn sie all das aufregende Unbekannte nicht in ihrer Weise und ihrem Tempo erkunden kann, sondern weiß, daß sie an jedem Ausweichmanöver, jedem Hüpfer und jedem neugierigen Hinrennen total gehindert ist. Wenn sie dann auch noch Druck von mir bekommt (und etwas anderes ist ständiges Zwangs-Stehenbleiben ja nun mal nicht) scheint ihr Streßlevel einfach zu hoch zu werden, sie schaltet auf kopfloses Nichts-wie-weg und zerrt wie ein Verrückte. Wenn ich ihr Gehampel erstmal ignoriere und einfach ruhig weitergehe, bleibt sie ansprechbar und regt sich viel leichter ab. Also tatsächlich sehr wie ein nervöses junges Pferd.
Ist aber alles mit dem Heranwachsen schon auffallend besser geworden - und insofern hoffen wir einfach auf noch ein bißchen mehr Verstand, bis sie erwachsen ist.
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28. Juni 2011 um 16:33
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Hallo zusammen,
ich hab hier auch so ein Terrier-Tier, das in ungewohntem Terrain die bisher gute Leinenführigkeit gerne mal vergisst
Ich habe dabei auch festgestellt, dass sie extrem aufgedreht ist, wenn auch noch andere Personen mit unterwegs sind. Mit ihr alleine - auch in fremdem Gebiet - läuft sie schön an der Leine, allerdings nicht länger als 15-20 Minuten (dann ist die Konzentration futsch
)
Wenn man allerdings mit mehreren Leuten unterwegs ist, kann man das "Stehenbleiben, sobald die Leine auf Spannung ist" ohne sich den Zorn der anderen zuzuziehen nicht unbedingt durchziehen.
Ich habe jetzt angefangen, die Leinenführigkeit zu clickern... und zwar wird nicht das "zu-mir-zurückkommen, sobald die Leine auf Spannung ist" belohnt, sondern genau der Moment, in dem sie locker und halbwegs entspannt neben mir läuft. Und siehe da: es ist schon viel besser geworden! Allerdings muss ich die Zeitspanne noch ausbauen und die Häufigkeit der C&B natürlich irgendwann wieder abbauen... aber irgendwann wird's schon werden
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Hi! :)
Ich habe mir jetzt nur die erste Seite durchgelesen, möchte trotzdem meinen Senf dazu geben

1.) Für uns ist die kurze Leine auch besser. Ich hab sie überhaupt nur auf einer 1m-Welpenleine (an der sie aber höchst selten ist).
2.) Stehenbleiben und warten ist gut. So haben wirs erfolgreich gemeistert. Erfordert aber ein bisschen gute Laune find ich - wenn du dann grummelnd stehen bleibst und die Pulsader schlägt ist das eine denkbar schlechte Trainingslaune. Da hilft vllt. ein bisschen Musik.
3.) Ich finde es hilfreich mich mit Hund einfach mitten in der Situation hin zu setzen. Hund lernt alles anzuschauen, wahrzunehmen und trotzdem nicht aktiv ins Geschehen einzugreifen.
Nimm dir ein Buch, lehn dich gegen einen Baumstamm und lass den Hund erst mal tun. Wenn er sich beruhigt oder gar dir zuwendet (z.B. aus Fadesse nach einiger Zeit :P) gibts schöne Zuwendung (Spiel, etc.), ganz unabhängig von der Umgebung. Das kann man ja erst in der bekannten Umgebung "üben" und dann den Fremdheitsgrad steigern - direkt das Enten-Hunde-Teich-Ufer ist am Anfang wohl nicht die beste Wahl ; )4.) Ich hab Kiwi ganz nebenbei das Signal "laaaangsam" (und parallel dazu "schnellschnellschnell") beigebracht, eigentlich "Trab" und "Galopp", indem ichs einfach immer dazu gesagt hab wenn sie die Gangart wechselt und tlw. dann belohnt.
Auch z.B. wenn sie konzentriert Fuß geht und angepasster Weise verlangsamt.Ich hatte das ohne viel Denken gemacht und dann mehr oder weniger zufällig im Freilauf angewendet - wurde sofort umgesetzt.
Ich würd das also genauso machen, ohne viel an einen bestimmten Erfolg zu denken einfach dazu sagen und hoffen, dass sies irgendwann so intus hat, dass sies macht.
5.) Hast dus mit Entspannungssignalen versucht?
Ich glaub, dass das ein heißer Tip wär - habs selber aber noch nie mit Hunden gemacht (dafür erfolgreich mit anderen Tieren).glg
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Schon mal danke für die vielen Antworten und Anregungen:
ZitatIch denke auch das du dir eine 3m-5m Schleppleine holen solltest
Ich hab ja alles an Leinenlängen da
2-Meter-Leine, Drei-Meter-Leine, 3-Meter-Schlepp, 10-Meter-Schlepp...
In neuen Gebieten wieder ein Geschirr und die lange Schleppleine dranzumachen, hatte ich auch schon überlegt. Aber das ist dann doch mehr ein kontrollierter Freilauf als Leinenführigkeit, oder?ZitatUnd wenn sie immer eine gleichlange Leine hat, wird sie den Radius lernen und irgendwann nicht mehr in die Leine preschen, denn es geht ja eh nicht weiter.
Das denke ich doch auch: Daher nehme ich ja seit Monaten die kurze Leine - damit sie an der Leine lernt, immer einen Radius von ca. 1,50m (Leine plus lockerer Arm
) um mich herum einhalten.Es ist bei ihr ja nicht nur ein popeliges nach-vorn-ziehen, sie springt und sprintet ja auch plötzlich los, wenn sie sich aufregt... Und ab einem gewissen Erregungslevel ist ein 22kg-Hund mit 5 Metern Anlauf eben nicht mehr gut zu halten. Besonders beim Training an der Umweltsicherheit in etwas belebteren Gegenden geht das gar nicht mit langer Leine.
Die Schwierigkeit ist bei uns: Was gehen wir zuerst an - die Leinenführigkeit oder die Umweltsicherheit?
Wegen dieser Probleme hatte ich auch schon einen Trainer (der meinte, Umweltsicherheit zuerst) und eben seine Hundeschule konsultiert, leider wussten die auch nicht mehr weiter, als der Hund im Park immer und immer wieder in die Leine sprang - obwohl sie dort nicht ängstlich oder in Panik war.Allerdings hat es beim Stadttraining in den letzten 4 Monaten geholfen, auf Rat dieses Trainers eben nicht mehr blöd rumzustehen, sondern immer in Bewegung zu bleiben. Eben weil Bewegung Stress löst. Ich gehe daher auch oft vor roten Ampeln auf und ab. Da wir inzwischen relativ unauffällig (der Hund zieht streckenweise, rastet aber nicht dauernd aus) durch die Stadt laufen können, dachte ich, jetzt wäre mal wieder ernsthaft Leinelaufen üben dran - vielleicht nicht gerade in der Stadt, sondern erstmal in freiem Gelände.
Und die Sache mit der Konsequenz: Man versucht's, nicht wahr? Es geht halt nicht immer, manchmal wird man von Situationen überrascht. Ich bastele mir ansonsten eine Unterscheidung mit Geschirr und Halsband und hoffe, dass der Hund es schnallt. Meint ihr, es wäre kontraproduktiv, Richtungswechsel und die beschriebene Stop-and-Go Methode parallel zu nutzen? In jedem Fall heißt es für den Hund doch, "mit Ziehen komme ich nicht zum Ziel."
In der Stadt würde ich nämlich gern mit Geschirr und kurzer Leine weitermachen. Wie einige hier schon anmerkten, mit Übungen und Forderungen mache ich da gar nichts, wir marschieren einfach rum, sie muss mit und ich sehe dafür zu, dass wir ein bestimmtes Stresslevel nicht überschreiten.
ZitatDrum hänge ich auch noch die Balanceleine um als Bremse
Was ist denn eine Balanceleine?Ein Entspannungssignal zu konditionieren, ist bei unserer Umweltbaustelle sicher einen Versuch wert. Ich kann mir nur noch nicht vorstellen, wie ich das aufbaue. Wenn der Hund sich zu Hause hinlegt und ich dann mit irgendwas ankomme, steht sie ja sofort wieder auf. Und wenn ich stattdessen einfach nur unspektakulär ein Markerwort sage, dauert das doch bestimmt ewig, bis sie das verknüpft hat?
So lange sie ansprechbar ist, habe ich gute Chancen mit "Guck mal" ihre kurzfristige Aufmerksamkeit zu kriegen. Aber das ist ja nicht das Gleiche... -
Wie waers mit einer bestimmten Beruehrung als Marker (vmtl zusammen mit einem Markerwort)?
Beruehrung ist ja an sich schon beruhigend und es laesst sich super konditionieren: mit einer bestimmten Beruehrung bringst du sie nicht aus der Entspannung raus und sie kommt vmtl staerker im Aufregezustand an als ein blosses Wort weil der Hund einer Einwirkung auf seinen Koerper nun mal Aufmerksamkeit zuwendet um ab zu klaeren, ob sie freundlich oder gefaehrlich ist. Sollte halt etwas sein, das nicht grad das normale Streicheln ist und auch nicht irgendwas ganz Ungewoehnloches das sie aufschreckt. Aber da Hunde nicht gernz Generalisieren koennen sie vmtl umso besser differenzieren und sie wird das sicher lernen.Vllt erkundigst du dich im Forum nach geeigneten Beruehrungen, die zusaetzlich an sich besonders entspannend sind (Akkupressur, Tellingtontouch, was weiss ich).
Alles nur Ideen und Gedanken - aber wenn was davon hilft, freu ich mich :)
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Zitat
Wie waers mit einer bestimmten Beruehrung als Marker (vmtl zusammen mit einem Markerwort)?
Da mache ich mich mal schlau und gucke, was zu ihr passt. An sich ist sie kein Streichel- oder gar Kuschelhund. Wenn ich sie zwischendurch mal streichle, läuft sie ziemlich sofort los und holt ihr Spielzeug dazu - nach dem Motto "Wenn Du eh nichts zu tun hast, können wir auch was lustiges machen!"
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Zitat
Was ist denn eine Balanceleine?
Die (lang genuge) Leine wird quer über den Brustkorb gehängt; man kann sie durch das Geschirr ziehen, damit der Hund nicht drübersteigen kann:Externer Inhalt i208.photobucket.comInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.
Allerdings sollte sie noch tiefer liegen als auf dem Bild. Ich muss mal ein neues machen, ich führe sie nun nicht mehr zweihändig, sondern habe eine Schlaufe der passenden Grösse ins Leinenende geknotet. Hund zieht deutlich weniger, ich muss sie kaum je annehmen, ausser er ist völlig neben sich.Und zum Thema Management beim ausflippenden Hund an etwas längerer Leine: eine 5 m Leine mache ich an unbekannten Orten am Jogginggurt mit Expander fest. Solange ich nicht mit einem Fuss in einer Leinenschlaufe stehe, kriege ich so sogar einen Nachbrennturbostart gehalten innerhalb weniger Schritte. Nur auf steil abschüssigen Wegen würde ich die Methode nicht empfehlen.....
ZitatEin Entspannungssignal zu konditionieren, ist bei unserer Umweltbaustelle sicher einen Versuch wert. Ich kann mir nur noch nicht vorstellen, wie ich das aufbaue. Wenn der Hund sich zu Hause hinlegt und ich dann mit irgendwas ankomme, steht sie ja sofort wieder auf. Und wenn ich stattdessen einfach nur unspektakulär ein Markerwort sage, dauert das doch bestimmt ewig, bis sie das verknüpft hat?
So lange sie ansprechbar ist, habe ich gute Chancen mit "Guck mal" ihre kurzfristige Aufmerksamkeit zu kriegen. Aber das ist ja nicht das Gleiche...
Hier mal ein Link auf eine der besten Seiten zum Thema Entspannungssignal: http://www.cavecani.de/wissenswertes/…-hundetraining/ -
Zitat
Aber das ist dann doch mehr ein kontrollierter Freilauf als Leinenführigkeit, oder?
Hmmm... ich würde sagen, das der Hund erstmal lernt sich in einem Radius um mich rum zu bewegen ohne zu ziehen und für mich ansprechbar ist. An einem "bei Fuss" kann man ja immer noch gezielt arbeiten. Wenn du ihr 2-3m gibst und zum Beispiel eine enge Stelle kommt, kannst du sie ja immer noch kurz nehmen, absitzen lassen und dich neben sie stellen oder ähnliches.
ZitatBesonders beim Training an der Umweltsicherheit in etwas belebteren Gegenden geht das gar nicht mit langer Leine.
Ja da sollte man dann warscheinlich Unterschiede machen.
ZitatWas gehen wir zuerst an - die Leinenführigkeit oder die Umweltsicherheit?
Das ist schwierig, ich würde auch sagen, erst die Unsicherheiten, besonders wenn sie sehr stark sind.
Meine Familie meinte damals immer, wieso Sammy nicht perfekt hört und so... ich habe immer versucht zu erklären, das ich erstmal an seiner Angst vor Menschen arbeiten muss...ZitatUnd die Sache mit der Konsequenz: Man versucht's, nicht wahr? Es geht halt nicht immer, manchmal wird man von Situationen überrascht.
Stimmt schon, es ist nicht immer einfach. Es gab auch schon ein paar Situationen, wo ich abbrechen musste. Wenn mein Hund in die Leine rennt, weil er einen anderen Hund anbellt, dann gehe ich ohne Kommentar in eine andere Richtung, wenn ich in der Wohnsiedlung bin. Oder einmal stand ich in einer Seitenstraße und dann kam ein Auto.

Ich denke eine Kombination aus verschiedenen Methoden, kannst du sicherlich ausprobieren. Jeder Hund ist ja einfach anders. Und wenn du dir nochmal einen anderen Trainer suchst und der nochmal sein Kommentar abgibt?
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