Fixieren, bellen, beißen
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Licia -
17. Juni 2011 um 19:16
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Hi ihr,
ich weiß, dass es dieses Thema hier schon gefühlte 500 Mal gab. Aber ich komme einfach nicht weiter, was sich auch durch das Lesen dieser gefühlten 500 Themen nicht geändert hat
Mein Trainer ist da absolut nutzlos, auch wenn ich ihn vergöttere. Also...
Kari ist an der Leine immer schon ein Fall für sich gewesen. Es ist keine typische Leinenagression - die Leine hängt bei uns ständig locker durch, sie läuft auch perfekt bei Fuß. Sobald sie irgendetwas, egal ob Hund, Mensch, Auto etc. in der Ferne erblickt, fixiert sie es. Ist es ein Hund, der sie auch beachtet, sprich sie anstarrt oder selbst anfängt, Theater zu machen, wird sie beim Näherkommen immer langsamer, bis sie irgendwann geduckt halb hinter mir herschleicht. Ist der Hund auf gleicher Höhe, prescht sie los, reißt mich dabei fast um, und bellt, knurrt und zerrt wie wild. In diesem Moment würde sie sich vermutlich auf den anderen stürzen.
Reagiert der Hund freundlich/beschwichtigend, wedelt o.Ä., dann macht sie das auch, aber minus bellen und knurren. Hin will sie trotzdem.Nun habe ich gelernt, dass ich das Ganze schon unterbinden muss, bevor irgendetwas passiert. Also praktisch sobald sie etwas entdeckt und anfängt, es zu fixieren.
Nur... wie? Sie ist dann so gut wie gar nicht mehr ansprechbar! Und sie sieht alles immer vor mir, also kann ich da gar nicht eingreifen, bevor sie fixiert! Richtungswechsel ist auch sinnlos, weil sie sich dann so lange den Hals verrenkt, bis wir außer Sichtweite sind. Und es ist auch nicht so einfach, 30 Kilo Hund von der Stelle zu bekommen, wenn Hund nicht will
Beim Bogenlaufen habe ich das gleiche Dilemma. Ganz davon abgesehen, dass das ja wohl keine Lösung sein kann.Ein ähnliches Problem haben wir übrigens auch bei Joggern. Kari fixiert, lässt sie locker an sich vorbeilaufen, und will ihnen dann von hinten in die Hacken beißen. Ist zwar mehr "Oh cool, mein Spieli rennt ja schon weg vor mir!", aber auch da bekomme ich sie nicht in den Griff

Helft ihr mir noch ein letztes Mal? Bitte?

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Zitat
Es ist keine typische Leinenagression
Mich interessiert vorab mal, was für dich eine typische Leinenaggression ist, wenn nicht das Verhalten deines Hundes

Dann wüßte ich gerne, warum dein Trainer da nutzlos ist, was hat er dir empfohlen und was hast du bisher probiert?
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Leinenaggression = der Hund zerrt wie wild an der Leine sobald er einen Hund sieht, wodurch er sich natürlich noch mehr hochpuscht. Ist der Hund abgeleint, passiert gar nichts.
Gegenfrage: Was ist deine Definition?

Kari zeigt dieses Verhalten auch ohne Leine. Sogar meistens, wenn sie frei läuft. An der Leine habe ich oft noch das "Glück", dass sie generell mehr auf mich achtet und sich leichter ablenken lässt.
Mein Trainer kann unser Problem nicht ganz nachvollziehen. Auf dem Platz klappt alles, geht er mit uns raus, auch. Sie ist super aufmerksam bei ihm, sogar, wenn er sich mehrere Meter von uns entfernt befindet. Bei mir meistens nicht. Das Problem liegt ja in meinem Verhalten, nur kann mein Trainer mir nicht genau sagen, was genau ich denn falsch mache, außer dass ich generell viiiel zu unsicher bin, um Kari Sicherheit vermitteln zu können. Ist nicht so ganz sein Fachgebiet ^^
Bin gerade beim Herumstöbern im Forum über "Zeigen & Benennen" gestolpert. Ginge das vielleicht schon mal in die richtige Richtung, oder ist es eher eine "falsche" Herangehensweise bei uns? Ich bin mir nicht ganz sicher, ob ich dadurch nicht alles noch schlimmer mache...
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Hi,
dann mach doch mit Deinem Trainer mal einen "Treffpunkt" aus, Du gehst aber mit deinem Hund alleine los, so dass dein Hund dent Trainer gar nicht sieht und dein Trainer guckt sich das dann aus der Ferne an (evtl Fernglas mitnehmen) oder Du lässt Dich von jemandem filmen oder Du suchst dir einen anderen Trainer, wenn das eh nicht sein Fachgebiet ist.
Liebe Grüße
Kerstin -
Zitat
Kari zeigt dieses Verhalten auch ohne Leine. Sogar meistens, wenn sie frei läuft. An der Leine habe ich oft noch das "Glück", dass sie generell mehr auf mich achtet und sich leichter ablenken lässt.
Das hattest du überhaupt nicht geschrieben. Du hattest rein von seinem Verhalten an der Leine gesprochen und das nennt man dann Leinenaggression.
Ich würde mir einen Trainer suchen, der was davon versteht, vielleicht kannst du sagen wo du wohnst, dann kann man dir Trainerempfehlungen geben.
Das du generell zu unsicher bist ist schonmal ein guter Ansatz, d.h. du mußt diesbezüglich selbstsicherer werden und an dir arbeiten. Sinnvoll ist das durchaus mit einem Trainer, der dir Körpersprache erklärt, dich ggf. filmt und dir aufzeigt, wo deine Defizite liegen.
Das Thema "zeigen und benennen" kann für euch ein Thema sein oder auch nicht, dass kann ich nicht sagen. Ist auch eine Typfrage. Ich bin nicht der Typ der mit Clicker und Leckerliebeutel durch die Gegend rennt und meinem Hund alles anclickere was nicht niet und nagelfest ist
. Damit will ich das nicht schlecht machen aber natürlich muss es immer zu einem passen und man muss sich mit etwas identifizieren können und auch daran glauben. Das alles fällt bei mir bei dem Thema weg aber natürlich ist es gut möglich, dass es genau euer Ding ist.Wir haben die Leinenaggression seinerzeit mit einem guten Trainer gelöst ... schnell, zeitnah und effektiv. Es wurde aversiv gearbeitet, was auch nicht jedermanns Ding ist. Natürlich lief mein Hund dann nicht sofort fröhlich pfeifend an der Leine aber er hat den "Schei..." gelassen. Das lockere an der Leine bei Hundebegegnungen hat sich mit der Zeit ergeben. Heute schaut er andere Hund teilweise mitleidig an, wenn sie ihn anpöbeln.
Was will ich dir damit sagen. Du mußt für dich und deinen Hund einen Weg finden der auf euch paßt, ob das ohne gescheiten Trainer geht, wage ich zu bezweifeln aber wenn dir das Thema zeigen und benennen zusagt, dann schreib dort einfach mal und man wird dir bestimmt weiterhelfen. Vielleicht greift es bei euch .. viele scheinen da Erfolg zu haben.. in welchem Zeitraum und wie effektiv mag ich nicht zu beurteilen.
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Bitte jetzt nicht schlachten:
1. Um Dir sofort (an der Leine) zu helfen wäre mein Tipp: Wir haben sehr gute Erfahrung mit dem Halti gemacht. Lass Dir aber bitte unbedingt zeigen, wie man damit richtig umgeht! So kann man auch einen 30kg-Hund halten, da er dort hingeht, wohin der Kopf geht - "Halfterprinzip" (gut, festhalten musst Du trotzdem, schon klar;))
2. Such Dir einen Trainer, der sich auf diesen "Bereich" versteht!
*duck und wech* :escape:
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Hi Morticia,
also ich schlachte hier bestimmt keinen
Einen anderen Trainer zu finden ist im Moment etwas schwierig, weil ich noch kein Auto habe und auch nicht so wahnsinnig viel Geld, dass ich mir Einzelstunden bei uns zu Hause leisten könnte. Im Herbst sieht das anders aus, aber bis dahin... naja.Zu deinem ersten Tipp: Uff. Ich bin grundsätzlich kein Fan von Haltis, was aber auch daran liegen mag, dass ich hier bisher noch niemanden gesehen habe, der vernünftig damit umgegangen wäre. Und ehrlich gesagt traue ich es mir selbst auch nicht zu; da hätte ich ständig Panik, dass ich irgendetwas falsch mache. Gerade weil Kari total sensibel ist. Und irgendwie geht man damit dem eigentlichen Problem aus dem Weg.
Damit keine Missverständnisse aufkommen: Ich bekomme sie schon gehalten. So gerade
Aber es geht. Sonst würde ich mich nicht mehr mit ihr raus trauen, so wie sie manchmal tobt. -
Kari hat gerade eben einem Bekannten in den Knöchel gebissen :/ Sie kann ihn nicht ausstehen, hatte sich aber wieder beruhigt und saß ganz lieb neben mir. Als er sich vor ihr umgedreht hat, ist sie blitzschnell an ihn ran und hat zugepackt!
Soll ich ihr erst mal einen Maulkorb anziehen, damit nicht noch mehr passiert? Ich weiß ehrlich gesagt nicht was ich noch mit ihr machen soll. Sie saß ganz ruhig da, keine Spur von Angst oder Aggression. Und ehe irgendwer reagieren konnte, hatte sie schon zugebissen. Einfach so. Sie ist danach sofort zurückgehastet und hat sich so hin gesetzt wie zuvor, als hätte sie gar nichts gemacht. -
Hui sehr hinterhältig.
Ich würd ihr auf jeden Fall nen Maulkorb verpassen momentan. Und jetzt ohne wenn und aber einen geeigneten Trainer suchen. Es gibt auch mobile Trainer.
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Hast du sie mal bestraft fürs knurren?
Wende dich dringend an einen Trainer ... ich denke bei euch liegen grundsätzlich in der Erziehung ein paar Dinge im Argen, dass muss sich jemand vor Ort anschauen.
Es kann durchaus sein, dass sie schon vorher körpersprachlich signalisiert hat, dass sie sich unwohl fühlt und du hast sie nicht aus der Situation rausgenommen. Zur Sicherheit würde ich ihr einen Maulkorb ummachen, wobei du schauen solltest, dass du sie ein wenig dran gewöhnst... mit Leberwurst das ganze schmackhaft machen und dann immer mal kurz überziehen und dann wieder abnehmen.
Schau das du sie immer im Auge hast und lass sie im Zweifelsfall auf ihrem Platz abliegen, wenn Bekannte da sind.
ZitatHui sehr hinterhältig.
Sorry was ist das denn für ein Blödsinn ... "hinterhältig" ...

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