Nur Kontra beim Thema kastrieren?

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    Das Netz ist voller Pro- und Kontraargumente. Ich hab ja nur mal gefragt. Sorry. :muede:

  • Zitat

    Das kommt darauf an wie stark die Symptome sind - aber wenn du es so stark eingrenzen kannst, dann werden sie wohl heftiger sein.

    Eine 2,5 Monate scheinschwangere Hündin mit Symptomen ist gesundheitlich beeinträchtigt.

    Was genau wären für dich diese "Symptome"?

    Ich frage, weil ich zurzeit auch über Kastration meiner Hündin nachdenke...

    Die letzten beiden Scheinschwangerschaften dauerten ca. 2 Monate. Bei der letzten hat sie dann hömöopathische Kügelchen bekommen (Lachesis) die aber nicht so toll geholfen haben. Sie hatte am Ende auch Milch und hat sich die ganzen Zitzen wund/blutig geleckt und gebissen.

    In der dritten Scheinschwangerschaft sind wir grade. Sie war Anfang Mai läufig und sie bekommt Tropfen (die ersten Wochen Solunat Nr. 9 und dann Solunat Nr. 17). Sie frisst schlechter, ist auch sehr ruhig, teilweise lustlos, schläft viel. Außerdem kommt hinzu, dass sie gereizter reagiert. Teilweise gegenüber anderen Hunden aber auch gegenüber Menschen. Wir hatten jetzt eine Familienfeier am WE im Garten und ich muss dann immer aufpassen, dass sie keiner zuviel streichelt, dass ich immer wieder sage, dass der Hund zurzeit ein angespanntes Nervenkostüm hat aufgrund der Scheinschwangerschaft usw.
    Bei der letzten Scheinschwangerschaft hat sie nämlich mal geschnappt auf einer Familienfeier. Also war nur ein Luftschnapper.
    Naja, das Problem was halt hinzu kommt ist, dass meine Verwandten dann manchmal nicht verstehen, dass sie sie einfach mal in Ruhe lassen sollen und nicht rufen sollen usw.

    Meine Hündin ist ja ein Terrier-Mix und hat echt ordentlich Pfeffer im Hintern, mit tut es dann halt auch leid, wenn ich sie dann sehe wie sie so lustlos (kommt mir auch manchmal traurig vor, aber vielleicht ist das zu menschlich gedacht) ist und viel schläft, beim Spazieren gehen nur so rumdamelt, teilweise spüre ich ihre Pfötchen auf meinen Schuhen hinten, weil sie hinter mir herläuft so dicht. Ich finde sie wirkt teilweise depressiv.
    Heute ist der erste Tag an dem sie mal etwas besser drauf ist.

    Ich wollte sie eigentlich nicht kastrieren lassen... Habe auch Angst, dass sie dann rüpeliger wird. So in der Art, wie hier auf Seiten zuvor von dem Gansloßer schrieb. Ich hatte sowas auch schon mal gelesen und meine Hündin ist halt auch so schon etwas rüpelig. Markiert mit Bein hoch, teilweise muss man bei Hundebegegnungen aufpassen...
    Also meine Hundetrainerin sagte, dass ihre Zurechtweisungen anderen Hunden gegenüber zwar etwas heftig ausfallen, aber nicht dramatisch sind. Dabei kann sie auch weniger heftig zurechtweisen, es kommt immer ganz drauf an.
    Also ich muss dazu sagen, dass ich sie nicht auf jeden Hund loslasse... Gestern haben wir seit langem mal wieder einen neuen Hund kennengelernt und die Beiden auch laufen lassen, nachdem sie sich erstmal ein bisschen aus der Ferne beobachten konnten. Die Halterin des Hundes hatte mich gefragt und ich habe dann gesagt, geht wahrscheinlich in Ordnung, aber ich muss erstmal gucken, wie Shanti auf ihren Rüden reagiert und sie muss ihn erstmal ein bisschen von weiter weg beobachten... Also was heißt beobachten, nicht anstarren sondern erstmal in seiner Gegenwart noch ein bisschen hier und da schnüffeln usw...

    Dazu kommt, dass meine Hundetrainerin auch sagt, dass Shanti auch teilweise unsicher ist...
    Hoffe das ist jetzt nicht allzu verwirrend geschrieben.

    Liebe Grüße Nadine

  • Grundsätzlich mal, wird ja nun jede Hündin scheinträchtig - also körperlich laufen einige Prozesse ab, wie wenn sie gedeckt worden wäre.
    Aber nicht bei allen Hündinnen ist dies gleich ausgeprägt. Bei manchen merkt man garnichts, bei manchen sind es wenige Tage Wesensveränderung, bei manchen sind es wirklich starke Änderungen über Wochen. Extremster Fall ist eigentlich, wenn wirklich die Milchdrüsen angeregt werden - denn meistens entzündet sich das ganze.

    Für mich wäre eine Wochenlang z.B. schlappe Hündin oder eine, bei der sich gar das Gesäuge entzündet durchaus eine Kandidatin für eine Kastration. Bei einigen Hündinnen kann man das ganze Medikamentös behandeln, aber nicht bei allen.

    natürlich muss man abwägen welches Risiko größer ist. Ist eine Hündin z.B. generell schon eher ängstlich, neigt zu übergewicht, etc würde ich mir das ganze schon überlegen.
    Allerdings, wird meine jüngere z.B. alle 4 Monate heiß - rechnen wir mal 2,5Monate Scheinträchtigkeit, wiehier beschrieben mit rein, in denen sie sehr schlapp ist und an deren Ende sich sogar das Gesäuge entzündet.. ich würde darüber nachdenken, denn das ist nunmal auch nicht unbedingt gesundheitsfördernd.

  • also erstmal kann man hier jawohl fragen stellen die grade zum thema passen ohne dumm angemacht zuwerden man solle doch bitte die suchfunktion benutzen....man man wird ja immer besser hier....
    allerdings würde ich wegen der hitzigen diskussion hier jetzt nicht reinschreiben ich lasse mein hund kastrieren,denn es wird kritik hageln und alles fängt von vorne an....

    und mal ehrlich am ende muss sich hier keiner dafür rechtfertigen das sein hund kastriert ist oder nicht schon gar nicht vor fremden.... denn das hier ist schon lange keine diskussion mehr wo es nur noch um pro und kontra geht sondern eine schlacht..... ihr werdet hier nie zu einem nenner kommen.... die gegner werden nie die befürworter verstehen und umgekehrt.... es ist eine ganz persönliche entscheidung die jeder für sich,sein hund und seine stituation treffen muss und gut ist....

    finde es sehr schön das die ts sich informiert und auch einige ratschläge wie der einfach mal abzuwarten beherzigt.... was wollt ihr mehr....? die ts scheint zufrieden zu sein oder verschreckt (man weiss es nicht so genau)...

  • Naja, Scheinschwangerschaft ist prolaktingesteuert und durch äußere Reize wie Baby im Haus oder ein Welpe im Umfeld genauso auslösbar.

    Ich würd da eher auf Futterreduktion, Wegnahme von Spielzeug, Homöopathie, viel Bewegung und Asulastung setzen als denn auf eine Kastration.

  • Eine Frage beschäftigt mich schon noch und zwar das Verhalten zwischen gleichgeschlechtlichen Hunden kastriert und unkastriert.

    Meine Freundin sagt z.B. bei Rüden mögen manchen kastrierte keine unkastrierten und umgekehrt.
    Bei den Hündinnen sei es genauso, allerdings ist das schwer zu erkennen von außen und nachfragen tut man auch nicht unbedingt.

    Ist es tatsächlich so, dass die einen die anderen "unsymphatischer" finden. Wie sind Eure Beobachtungen dazu und was ist der Grund Eurer Meinung nach?

  • Naja, mein intaktes Terriertier nimmt frühkastrierte Hündinnen als Welpen wahr und findet sie nur eines: nervig.

    Die spät kastrierte Amstaff Dame hingegen fand er bis zum Schluss einfach nur hinreißend- und nicht nur er... die ganzen Rüden hier auf der Ecke waren dieser Hundeoma verfallen.

    Frühkastrierte Rüden werden gern mal mit Weibsen verwechselt, grad in der Läufigkeitswelle der Damenwelt und sie werden in ihren Ansagen nicht ernstgenommen. Da bin ich als Halterin doch oft mal gefragt um den anderen Hund zu schützen.

    Spät kastrierte Rüden- da zählt der Nasenfaktor. Kann gutgehen, kann aber auch gnadenlos in die Hose gehen.

  • Zitat

    Hast du hier mal die Suchfunktion benutzt? Hast du Lust, dich durch 2000 Seiten zu lesen? Nein? Siehst.

    Das Netz ist voller Pro- und Kontraargumente. Ich hab ja nur mal gefragt. Sorry.

    Zitat

    also erstmal kann man hier jawohl fragen stellen die grade zum thema passen ohne dumm angemacht zuwerden man solle doch bitte die suchfunktion benutzen....man man wird ja immer besser hier....
    allerdings würde ich wegen der hitzigen diskussion hier jetzt nicht reinschreiben ich lasse mein hund kastrieren,denn es wird kritik hageln und alles fängt von vorne an....

    Ich glaub, das Problem hier war nicht, dass sie ihren Hund kastrieren lassen will, sondern dass auf den 40 Seiten allein dieses threads schon soooo viele Pro und Kontra-Argumente aufs ausführlichste disktutiert wurden und es nicht so aussieht, als hätte sie diese gelesen (woher sonst die Frage, ob der Hund fett wird). Auch wenn man vor so ner wichtigen Entscheidung "keine Lust hat", sich selbstständig in das Thema einzulesen, weil es schon hunderte von threads mit wertvollen Informationen gibt (die Userin ist ja nicht zum ersten Mal im DF, und für das Grundlegende reicht es, einen Kastra-thread zu lesen, denn es steht eh irgendwo immer das Gleiche drin), dann kann ich schon verstehen, dass hier manche gereizt reagieren. Die Argumente "mein Kumpel sagt" und "ich will nicht, dass der Hund keine Lust mehr auf Sport hat" wirken in so ner Diskussion, wie sie hier stattfand, halt dann etwas uninformiert...

    Ich hätte auch keine Lust, alles zum 2000. Mal zu erklären, nur weil am Ende nochmal jemand ankommt und nach den Basics fragt. Klar kann man solche Fragen dann einfach ignorieren, aber was hat die Fragende davon? Von daher find ich Susannes Antwort hilfreicher und informativer, auch wenn der Ton vielleicht (verständlicherweise) gereizt klang - sie hat sich wenigstens die Mühe gemacht, zu reagieren.

  • Okay, tinks, da Du nicht lesen magst, die Kurzform: Durch die Kastra stelle ich den Stoffwechsel meines Hundes auf Senior um. Gewichtsprobleme, SD-Probs, Herz-Kreislaufprobs, Fellveränderungen, Knochenprobs, Verhaltensprobs, bei Frühkastra das Größenwachstum und die Reifung des Hundes ( grad ide Pubertät ist die Phase der Neuverknüpfung und Neuordnung der Verbindungen im Hundehirn) sind da Thema. Gut nachlesbar bei Dr. Gabriele Niepel als auch bei Ganßloser und Strodtbeck. Anfang des Jahres gab es da sehr schöne und ausführliche Artikel in der Sitz, Platz, Fuss, in der Partner Hund und ich glaube im Wuff.

  • Hallo, also ich bin der Meinung man sollte Hunde nur kastrieren wenn eine medizienische Notwendigkeit besteht.

    Alles andere wäre Blödsinn. Ich musste unsere Hündin kastrieren lassen da sie eine Gebährmuttervereiterung hatte. Da war sie 8Jahre alt.

    Unser Rüde ist jetzt fast 1 Jahr und nur weil er eventuell mal ausreist um seinen Trieben freien Lauf zu lassen soll ich ihn kastrieren ? Aufpassen ist da der richtige Weg.
    Bei uns im Hundesport gibt es nur einen Rüden der kastriert ist. UND !! Es kommen läufige Hündinen mit den Rüden zusammen. Da passiert überhaupt nix.

    Aber es sollte wirklich jeder für sich entscheiden. :lol:

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