Die Verantwortungslosigkeit ist einfach nur furchtbar

  • Hoppla, was geht denn hier plötzlich?

    Ilse, bist Du sicher, dass Du im selben Forum denselben Fred liest wie alle anderen auch?

    Maunela, :gut: und ähnlich würde ich wohl auch schauen, einschließlich finanziellem Hintergrund.

    Birgit

  • Jimmy123

    Auch, wenn ich den Vergleich Hundezucht und Fortpflanzung unter Menschen völlig absurd finde und es zeigt, daß Du zu mindest von einer Materie keinen Schimmer hast, werde ich antworten.

    Ich sehe die PID eher positiv als negativ. Hätte es in meiner oder der Familie meines Mannes, für die geistige oder körperliche Intaktheit Anzeichen relevanter Erbkrankheiten gegeben, wären wir kinderlos geblieben. Ich hätte mir Zeit meines Lebens Vorwürfe gemacht, hätte ich mit diesem Wissen ein schwerbehindertes Kind auf die Welt gebracht.


    Zitat

    Das sollte so sein. Und ist bei den gegehrten Züchtern auch so. Ich stand auch 1 Jahr vorm Wurf auf der Warteliste. Aber nicht längst bei allen ist das so.

    Nein, es ist wirklich nicht bei allen so. Bei den "gängigen" Rassen findet man immer Welpen. Schwierig wird es mit seltenen. Ich habe 1 1/2 Jahre auf meinen ersten Neufundländer gewartet.

    Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs

  • Ich weiß schon warum der Vergleich Mensch und Hund so unbeliebt ist, einfach weil die Ideale die scheinbar beim Hund hinken beim Menschen nicht mehr gesellschaftsfähig sind.

    Zum : Mensch bleibt Mensch, ja auch ein Hund bleibt ein Hund.
    Und Morrigan, wenn du mal mit Menschen sprichst die zwei Kulturen kennen und mehr oder weniger mit 2 Kulturen aufwachsen, so gibt es die einen die damit gut klarkommen und auch solche die zwischen den Kulturen nicht so den rechten Ausgleich finden. Gibt auch aber auch reinrassige oder besser einkulturMenschen die nicht klarkommen.

    Ich hätte ehrlich gesagt trotz PID und Genforschung kein schlechtes Gewissen ein behindertes Kind zu haben, ich würde auch niemanden ein schlechtes Gewissen machen, warum er sich denn fortgepflanzt hat. Genausowenig wie ich der HH die zufällig "unseren" Welpen mit großgezogen hat Vorwürfe macht dass sie es zugelassen hat. Warum? Weil es Leben ist. Und jedes Leben einen Sinn hat. Und weil es zum Leben eben auch dazugehört sich fortzupflanzen.

    Solange wir es uns erlauben "unkontrolliert" fortzupflanzen, woher nehmen wir uns das Recht die Fortpflanzung von Hunden nach Stockmaß etc. zu kontrollieren? Dass ich als Halter entscheide, meinem Hund die Fortpflanzung ganz oder nach Situation zu verwehren, ok, dass ein Züchter sich entscheidet einen gewissen Rüden zu bevorzugen ja, meinetwegen. Aber das ganze mit den Vorschriften (ich meine nicht unbedingt die Gesundheitschecks), Papieren pipapo....und vor allem mit den Vorwürfen und Beschimpfungen an die, die es nicht machen.

    Sorry für OT....wenn ich mal mehr Zeit habe suche ich einen entsprechenden Thread und diskutiere da weiter.

  • @ Morrigan: :gut:
    Ich tu mich immer sehr schwer damit, das auszudrücken, was ich meine, aber du nimmst mir gewissermaßen die Worte aus dem Mund.

    Jimmy
    Wüsste ich von einer Behinderung oder Erbkrankheit bei mir, würde ich keine Kinder bekommen. Dann lieber ein einsames kleines Wesen aus einem Heim holen, als von meinem Kind zu erwarten, dass es sein Leben später, wenn es vor sich hin vegetiert als genauso sinnvoll ansieht, wie ich das tue.
    Ich persönlich und auch einige meiner Vorschreiber halte nichts von unkontrollierter Fortpflanzung des Menschen. Deshalb erlaube ich mir frech auch die Meinung, dass es richtig und wichtig ist, die Fortpflanzung von uns geschaffener Haustiere zu kontrollieren (da Hunde ja nicht auf natürliche Weise entstanden sind, sondern durch die Kontrolle der Vermehrung ihrer Vorfahren, aber das weißt du ja bestimmt ;) ).

  • Öhm, ja... Du würdest es also toll finden, Dein Kind im Rolli von a nach b zu schieben, damit leben, dass Dein Kind aufgrund seiner Behinderung keine normale Schule besuchen kann und demzufolge eine Schule besucht, die zwar für ihre Behinderung geeignet ist aber leider, leider keinen Schulabschluss bietet?

    Krankenhausaufenthalte und OPs sind fein?

    Ach ja, wo war nur gleich mein Handtäschen? Im Himmel ist doch schon wieder Jahrmarkt und die letzte Polka ist meine.

    Ach ja, ich weiß nicht, wovon ich rede?

    Doch, denn meine Tochter ist dank Frühgeburt schwerbehindert.

    Birgit

  • Zitat


    Jimmy
    Wüsste ich von einer Behinderung oder Erbkrankheit bei mir, würde ich keine Kinder bekommen. Dann lieber ein einsames kleines Wesen aus einem Heim holen, als von meinem Kind zu erwarten, dass es sein Leben später, wenn es vor sich hin vegetiert als genauso sinnvoll ansieht, wie ich das tue.
    Ich persönlich und auch einige meiner Vorschreiber halte nichts von unkontrollierter Fortpflanzung des Menschen. Deshalb erlaube ich mir frech auch die Meinung, dass es richtig und wichtig ist, die Fortpflanzung von uns geschaffener Haustiere zu kontrollieren (da Hunde ja nicht auf natürliche Weise entstanden sind, sondern durch die Kontrolle der Vermehrung ihrer Vorfahren, aber das weißt du ja bestimmt ;) ).

    Lass mich raten. Du hast keine solche. Und selbst wenn, solange es deine Entscheidung oder die deines Partners ist, müsst ihr damit klarkommen und ist legitim. Das Recht nehme ich niemanden, verurteile dies nicht oder sonstwie. Ob ich es machen würde oder nicht, wüsste ich nicht, aber ist zweitrangig :
    Aber wie wäre es wenn du eine Krankheit hättest und dir würde verboten, dich fortzupflanzen? Wären also Gesetze (oder gesellschaftliche Meidung, Ächtung also die ungeschriebenen Gesetze) diesbezüglich in Ordnung?

  • Zitat

    Und du willst deine Tochter nicht? Es wäre besser gewesen sie wäre niemals geboren worden?


    Oh, sie ist bei der letzten OP an der Hüfte aufgewacht, hat seit der OP eine Beinlängendifferenz von ungefähr 3 cm, eine verdrehte Körperachse, kann sich nicht aufrichten da die Bauchmuskeln verkürzt sind.

    Neben dem ganzen Kleinkram wie Tetraparese, Tetraspastik, extremer Kurzsichtigkeit und geistiger Reteardierungen.

    Hätte ich gewußt, was da auf mein Kind zukommt und was sie aushalten muss: Nein, ich hätte sie nicht bekommen.

    Das hätte ich ihr nur allzu gern erspart!

    Birgit

  • Zitat

    Und du willst deine Tochter nicht? Es wäre besser gewesen sie wäre niemals geboren worden?

    Klingt alleine schärfer als es gemeint ist, aber da ich vermutlich/hoffentlich die Antwort kenne ist es eigentlich nicht als Angriff gemeint.

  • Zitat

    Und du willst deine Tochter nicht? Es wäre besser gewesen sie wäre niemals geboren worden?

    Das glaube ich von Birgit nicht.

    Wenn das Schicksal so zu schlägt nimmt man es an, versucht das Bestmögliche für sein Kind zu erreichen.

    Wenn ich aber eine Behinderung auf Grund genetischer Disposition nicht ausschließen kann, vermehre ich mich nicht.

    Wohlwissend ein Kind, um den Preis der lebenslangen Behinderung, in die Welt zu setzen, ist für mich in höchstem Grade verantwortungslos.

    Gaby, Idefix und ihre schweren Jungs

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