Leinenführigkeit - ein ganz vertracktes Problem...

  • Zitat

    Ich hatte das jetzt so verstanden, dass das Problem (oder eines der Probleme) sich darauf bezog, dass der Hund sich an der kurzen Leine nicht lösen kann, weil er eben leinenführig läuft und wenn er sozusagen die "Freigabe" bekommt, ins ziehen verfällt.
    Mein Rat bezog sich darauf, für den Hund einen erkennbaren Unterschied zu schaffen zwischen "an der kurzen Leine aufmerksam und führig zu laufen" und "an Geschirr und Flexi (oder langer Leine) darf er schnüffeln und wennś mal zum ziehen kommt, isses nicht so schlimm."

    Ja. So wie sie es beschreibt läuft der Hund im Fuss neben ihr und wenn sie ihn freigibt zieht er. Er hat Fuss gelernt, ob mit oder ohne Kommando "Fuss". Aber er ist nicht in der Lage locker an einer 2 oder 3 Meter zu laufen. Also hat er Fuss gelernt aber nicht Leinenführigkeit.

    Edit:
    Leinenführigkeit ist übrigens eigentlich was dauerhaftes, ständiges wenn es einmal geübt ist. Bei mir gibts jedenfalls kein "an der langen Leine ist nicht so schlimm wenn gezogen wird". Ich hab max. 3 Meter Leine am Hund, meistens aber eher so 1,5m und ich erwarte, dass ich da nix "in der Hand hab" gewichtsmäßig, außer der Leine.
    Wer mit Flexi geht, kann das eher nicht nachvollziehen, durch den Rolleffekt spannt die ja eigentlich immer, ich hab für die Dinger nix über.

  • Zitat


    Leinenführigkeit ist übrigens eigentlich was dauerhaftes, ständiges wenn es einmal geübt ist. Bei mir gibts jedenfalls kein "an der langen Leine ist nicht so schlimm wenn gezogen wird". Ich hab max. 3 Meter Leine am Hund, meistens aber eher so 1,5m und ich erwarte, dass ich da nix "in der Hand hab" gewichtsmäßig, außer der Leine.
    Wer mit Flexi geht, kann das eher nicht nachvollziehen, durch den Rolleffekt spannt die ja eigentlich immer, ich hab für die Dinger nix über.

    Ich lauf auch nicht mit Flexi. Kurze Leine oder frei.
    Nur abends bei der letzten Runde gibt's die Flexi dran, denn da ist es entweder schon dunkel und dann kann ich nicht rechtzeitig erkennen, wenn da irgendwas kommt oder /und dann sind hier massig Karnickel unterwegs.

    Nur an der kurzen Leine ist es eben schwierig mit dem Lösen, weil Hund ja gelernt hat nicht zu ziehen, ich aber auch andererseits keine Lust hab, mich mit dem Hund zusammen ins Gebüsch zu schlagen.

    Henry zieht auch an der Flexi nicht.
    Der läuft da genauso neben mir, wie an der kurzen Leine, geht nur zum Lösen an die Seite und kommt dann wieder neben mich.
    Für uns die perfekte Lösung :smile:

  • susanne hat schon recht, find ich.

    ich seh das öfters, dass viele hunde wirklich gut "im fuss" neben dem halter gehen - aber sobald die leine "länger" wird bzw. das auflösekommando kommt, ins ziehen kommen.

    eine gassi-freundin hat das problem auch, genauso.

    sie hat dann wirklich die leinenführigkeit nochmals komplett neu aufgebaut - für ein "fuss-an-der-leine" ein kommando/auflösewort eingeführt und für das einfache "locker an der leine laufen" anfangs (für sich selber als "gedächtnisstütze" sozusagen) immer eine andere, längere leine genommen.

    sie lief tatsächlich mit 2 leinen durch die gegend - aber für sie selber war das eine gute hilfe.

    sie hatte es anfangs auch in einer hundeschule so gelernt, dass leinenführigkeit gleich fuss an der leine ist und musste komplett umdenken.

    wenn man das ganze mal aus einem anderen blickwinkel betrachtet, nämlich dem freilauf wird der unterschied schnell klar:

    sagt man zu einem hund im freilauf "fuss" dann ist er neben einem (je nach ausbildung im strengen fuss oder eben "nur" nah am menschen) und gibt man ihn frei, dann sollte er einfach nur in einem bestimmten radius um einem rum bleiben, ohne zu "verschwinden" :smile: und er sollte (im besten fall) sich schicht "von selber" am menschen orientieren.

  • Hallo,

    bei uns ist es ein unterschied ob er bei Fuss läuft oder Leinenführig. Wenn ich Fuss sage, dann läuft der Hund auf meiner Höhe und schaut mich an. Leinenführig ist bei uns - nicht ziehen.
    Im Fuss schnüffelt mein Hund auch nicht, wenn ich normal Leinenführig spazieren gehe dann geht er soweit wie ich ihn lasse.

  • ich hatte das problem in abgeschwächter form auch.immer wieder zug auf der leine.
    waren wir zu zweit unterwegs,dann benutzen wir eine 10 m. leine,war nichts los..
    da sam aber immer noch sehr unterscheidlich /tagesformabhängig,auf andere hunde reagiert,sind mir ,wenn ich allein bin,10 m. zu lang.

    wir haben eine kompromißleine gemacht,4m lang und damit hat sich das ziehen fast in luft aufgelöst.meist läßt sam die leine nicht einmal im ansatz stramm werden.es ist ,als braucht er die länge um in ruhe sein geschäft zu erledigen(dafür schlägt er sich immer recht weit in die büsche)
    zieht er doch mal,hat sich bei uns(zuerst nur an kurzer leine trainiert) stehenbleiben bewährt. hund bekommt kommando halt.dabei haben wir sam beigebracht das er sich setzt.dann ein warte ... bis ich auf gleicher höhe bin.dann erst ein weiter.
    das ganze habe ich variabel trainiert.
    mal bleibe ich selbst ne weile bei ihm stehen,bevor es weitergeht.so haben wir oft die möglichkeit wild aus nächster nähe zu beobachten.

    oder es gibt die variante "bei mir weiter",dann läuft er an meiner seite,minimale abweichung erlaubt

    oder aber "langsam weiter".. sehr hilfreich bei eis und schnee oder an steigung/gefälle.

    ich bin sehr glücklich mit dieser alternativlänge von 4 m.die normale kurze(2m) nutze ich nur noch im ort bzw strassenverkehr.

    ach ja, das ganze haben wir ohne leckerli trainiert da sam draussen oft nichts nimmt.


    lg kirsten

  • Meine Methode:
    Sita kennt "Langsam": Wenn ich das sage, ist die Leine zu ende. Das hat zwei Konsequenzen: Rennt sie wie ein Berserker da rein (hat sie am Anfang gern gemacht, darum NUR mit Geschirr!) legt sie sich zünftig auf die Gosch. Hängt sie sich rein um irgendwo hin zu ziehen (ein grad außer Reichweite befindliches gut riechendes Fleckchen oder so) dann bleib ich stehen und halt mit dem selben Druck gegen, bis sie auf irgendeine Weise Druck wegnimmt (alles komplett kommentarlos). Hängt die Leine wieder durch, gehts weiter. Das ist unabhängig von der Leinenlänge, und klappt sowohl mit ner 15-Meter-Schlepp als auch mit ner 2-Meter-Leine. Man muss nur genug Geduld mitbringen, auch mal 5 Minuten stehenzubleiben... Ziel ist: Hund merkt die gespannte Leine und korrigiert sich selber. Das Thema Ziehen war in 2 Tagen zumindest zu 80% durch (manchmal vergisst sie es noch, aber dauert nicht lange bis sie sich wieder erinnert...).

    Gruß
    Micha

  • das mit dem kommentarlosen stehenbeliben bei zu,habe ich auch zu anfang gemacht.hat schon mal ne weile gedauert bis die leine wieder durchhing, und es gab tage,da haben wir für unsere normalen weg fast doppelt so lang gebraucht,aber das mußten wir halt durch.

    heute brauche ich diese methode nur noch ganz selten mal,wenn sam gedankenlos durch die gegend läuft und nicht auf mich achtet so das die leine mal starmm wird.dann reicht das ganze 1x und er ist wieder aufmerksam.oft kommt er ,wenn er merkt ich bleibe stehen,zu mir zurück und setzt sich vor meine füße.

    das halt an der leine übe ich allerdings immer wieder.da schleift es ab und an mal,indem sam nicht sofort bei halt stehenbleibt und sich setzt.
    dabei halte ich dies für manchmal lebenswichtig.
    am bordstein klappt es ohne halt von ganz allein(an der leine,ohne konnte ich noch nicht testen),das haben wir aber auch von welpenzeit an geübt.


    lg kirsten

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