12 Jahre alt und immer noch nicht stubenrein

  • Hallo, ich verzweifele langsam an meinem Hund. Ich brauche ganz dringend eure Hilfe.

    Seit einigen Monaten lebt der Zwergpudel meiner Tante bei mir. Sie ist schon etwas älter und kann sich nicht mehr um den Hund kümmern. Und dieser Hund raubt mit den letzten Nerv. Luis wird bald 12 und er pinkelt immer noch in die Wohnung. Beim TA war ich schon. Er hat zwar einen Herzfehler, aber sonst nix. D.h. eigentlich kann er es "aufhalten" er will es aus irgendwelchen Gründen nicht. Am Anfang dachte ich es sei die Umstellung. Ihr wisst schon: neuer Mensch, neues Haus, neue Hundefreunde...Aber es ging nicht weg. Dann hab ich angefangen ihn so zu behandeln wie einen Welpen: dickes Lob wenn er draußen macht, alle paar Stunden raus (auch nachts, deswegen bin ich jetzt noch wach :D ). Das mach ich schon seit 6 Monaten so und es ist nur unwesentlich besser geworden.

    Versteht mich nicht falsch. Ich hab ihn richtig lieb gewonnen, aber manchmal treibt er mich eben in den Wahnsinn. Es ist ja nicht nur das Pinkeln. Wenns nur das wäre, wäre ich schon fast zufrieden. Luis scheint im Dauerstress zu sein. Er winselt und fiept bei jeder JEDER Gelegenheit. Er findet so gut wie nie Ruhe (außer wenn ich ihn nach einem langen Spaziergang in seine "Höhle" schicke). Ich habe nicht den Eindruck, dass er dabei ängstlich ist. Rute ist normal und die Ohren meisten aufgerichtet. Er tut mir so sehr leid, wenn er gestresst ist. Diese Dauernervösität kann doch einfach nicht gesund sein, schon gar nicht für einen Hund mit Herzfehler. Das schlimme ist, dass ich ihn kaum streicheln kann. Immer wenn ich ihn anfasse ist er wieder auf 180, versucht mir das Gesicht abzuschlecken und will einfach mehr.

    Er kriegt eine Menge Auslauf. Spazieren gehen, Fahrrad fahren, Bällchenspiele und das jeden Tag mehrere Stunden. Daran kann es eigentlich nicht liegen. Ich würde ihn gerne auch geistig beschäftigen, aber er kann sich wegen seiner Nervösität einfach nicht konzentrieren. Obwohl es ein Pudel ist, und die sind ja eigentlich super schlau und gelehrig, kann er bisher nicht viel. Als er zu mir kam, konnte er nur "Sitz" und seinen Namen.

    Nix gegen meine Tante,aber ich glaube, dass sie Luis eigentlich nie erzogen hat. Er verhält sich in jeder Beziehung wie ein Welpe.

    Tut mir leid, dass ich euch so zuquatsche, aber ich musste mal den ganzen Frust loswerden und ich brauche wirklich unbedingt eure Hilfe!!! :hilfe:

    Habt ihr irgendwelche Tipps wie ich das Pinkeln in den Griff kriege? (Bitte! ich hab keine Lust mehr zu putzen!)

    Was soll ich bloß gegen die Nervösität unternehmen? Was glaubt ihr, könnte es so etwas wie ADHS sein?

    Hab ihr vllt Erfahrung mit kaum erzogenen Hunden aus zweiter Hand? Falls ja, meint ihr Luis hat noch eine Chance?????

    Hier noch ein Smiley, der meinen Luis perfekt beschreibt: :rollsmile:

    Gute Nacht und Danke schon mal für euren Rat

  • Zitat


    Er kriegt eine Menge Auslauf. Spazieren gehen, Fahrrad fahren, Bällchenspiele und das jeden Tag mehrere Stunden. Daran kann es eigentlich nicht liegen. Ich würde ihn gerne auch geistig beschäftigen, aber er kann sich wegen seiner Nervösität einfach nicht konzentrieren. Obwohl es ein Pudel ist, und die sind ja eigentlich super schlau und gelehrig, kann er bisher nicht viel. Als er zu mir kam, konnte er nur "Sitz" und seinen Namen.

    Nix gegen meine Tante,aber ich glaube, dass sie Luis eigentlich nie erzogen hat. Er verhält sich in jeder Beziehung wie ein Welpe.

    Kann es sein, dass der Hund mit der ganzen Situation völlig überfordert ist? Wenn Luis bei deiner Tante so gut wie nix kennengelernt hat und nun täglich mehrere Stunden "bespaßt" wird, dann ist das etwas, wo man schonmal völlig nervös werden kann. Bei mehreren Stunden am Tag würden auch andere Hunde, die mehr Auslastung gewöhnt sind, ggf. nervös werden.

    Dazu kommen noch die veränderten Lebensumstände, seine gewöhnte Bezugsperson fehlt. Gebt dem Hund doch mal ein Chance, anzukommen bei euch und auch zur Ruhe zu kommen. Der Knabe ist 12 Jahre alt ;) In dem Alter verpacken viele Hunde solche Veränderungen nicht mehr so wahnsinnig gut.

    LG Henrike

  • Ein 12 Jahre alter Hund...........und du machst jeden Tag mehrere Stunden action mit ihm. Das Programm würde sogar einen jungen Aussie hochputschen......Das ist der Grund für seine Hippeligkeit. Im Grunde ist er einfach überdreht weil du ihn überforderst. Du ziehst ein Programm für einen jungen gesunden Hund durch. Das ist dein Alterchen aber nicht.

    Er muss lernen zu entspannen. Ruhe in der Wohnung: da wird nicht geistig beschäftigt sondern ignorieren, auf den Platz schicken und dort was zum Kauen anbieten, (Kong) und einfach nicht beachten.
    Sobald du eine Zeitlang weniger machst und Ruhe einführst wird das dauernde Fiepen und die unruhe vorbei sein.

    Das Fahrrad fahren solltest du lassen, das ist in seinem Alter und mit seinem Herzfehler wirklich nicht gut.

    Die pinkelei:
    könnte am Futter liegen. Was fütterst du? Manchmal regt ein Futter zum Pinkeln an...
    Die Futterzeiten.....liegen diese ungünstig pinkelt der Hund wenn du es nicht erwartest.

    War er bei der Tante stubenrein? Wenn ja, dann versteht ihr zwei euch nicht.....er gibt Signale die du nicht bemerkst. Manch Hunde blicken nur mal zur Tür, andere hecheln nur, manche bellen einfach....frag die Tante woran sie gemerkt hat das er raus muss.

    Und: er ist 12. Da gibt es gesundheitliche Probleme die möglich sind. In dem Alter würde ich dringend zu einer Untersuchung raten die mehr als nur abhören und anschauen beinhaltet. Evtl. Tierklinik....
    Blutwerte sind ganz wichtig, wurden die schon gecheckt? Herzfehler.......bekommt er Medis? Wenn nicht, warum? Wie schlimm ist der Herzfehler?

    Es besteht auch die Möglichkeit das der Kleine etwas senil ist. Da gibt es Medikamente die etwas helfen können....

    Es kann auch einfach sein das er so unruhig ist das er nicht richtig schlafen kann und immer wenn er aufsteht pinkeln muss. Und kann sich nicht verständlich machen.

    Wichtig: kein Hund macht in die Wohnung weil einfach so........es gibt immer einen Grund. Finde ihn und du kannst es ändern.

    Ich finde es schön das du dem Kleinen ein Zuhause gegeben hast und das er es so gut bei dir hat. Aber überfordere ihn nicht mehr........dann geht es euch beiden besser.

    Birgit

  • Zitat

    Er kriegt eine Menge Auslauf. Spazieren gehen, Fahrrad fahren, Bällchenspiele und das jeden Tag mehrere Stunden. Daran kann es eigentlich nicht liegen. Ich würde ihn gerne auch geistig beschäftigen, aber er kann sich wegen seiner Nervösität einfach nicht konzentrieren.

    hallo,

    vielleicht liegt hier die lösung des problems. ich denke, dein programm ist viel zu viel für den alten hund. dadurch ist er im dauerstreß.

    laß ihm mal mehr ruhe, fahr dein programm runter, laß das bällchen weg. ;)

    gruß marion

  • Dauerstress regt die Blase ungemein an :-)

    Ich denke, Du hast perfekt erkannt, dass der Hund im Stress ist,
    nur die Lösung aus diesem Stress hast Du noch nicht erkannt:
    Programm radikal runterfahren.

    Statt dem Opi tägliches Training für die Leichtathletik-Olympiade
    zuzumuten, würde ich ihm eher zwei ruhige und ausgedehnte
    Schnüffelspaziergänge von je ca. 1 Stunde OHNE Bällchen und Bespassung anbieten.

    Und zuhause solltest Du ihm nicht viel Aufmerksamkeit geben.
    Eventuell mal eine ruhige Streicheleinheit, und ansonsten sollte er viel ruhen.

    Dann sollte das mit dem Pinkeln auch deutlich besser werden :-)

  • Ich kann mich da den anderen an schließen, ich finde auch das das programm viel zu viel ist.
    Das bekommen ja nichtmal meine und die sind 2 und 3 jahre (fast).

    Wenn du das programm runter fährst, vielleicht wird dann die pinkelei auch besser?

    Ich mein der hund ist alt, hatte diese aktion vorher nicht und nun gehst du mit ihm radfahren ect.
    Das könnte ich zb mit dem hund meiner eltern garnicht (der ist schon 2 jahre älter, aber selbst als er 12 war konnte man es nicht mehr)

    Würde aber auch nicht auf die idee kommen mit so einem alten hund noch rad zu fahren

  • Ich schließe mich den anderen an.

    Dazu würde ich noch die Tante, wenn das geht, fragen, ob er bei ihr auch bisweilen "undicht" war. Damit du den Zeitpunkt eruierst, seit wann er das macht bzw. hat.
    Denn es macht ja einen Unterschied, ob er evt. nie richtig stubenrein war, evt. auch Balkon oder Katzenklo genutzt hat zum Lösen - oder ob es als neues Symptom dazu kam, evt eine Erkrankung vorliegt.
    - By the way: Ist sie kastriert? (Das kann auch im Alter Inkontinenz fördern)

    Weitere Frage: Bekommt der Hund Medikamente fürs Herz? Die könnten auch harntreibend wirken.

    Und abschließend: Nicht verzagen! Jetzt hast du schon so lange durchgehalten, jetzt ist schon alles angepisst (mal auf deutsch), jetzt schaffst du den Rest bis zur Diagnose bzw Symptombekämpfung auch noch!
    Wenn es sich um eine organische bzw. altersbedingte Inkontinenz handelt, gibt es zB dagegen auch Medikamente.

  • Zitat

    (...)Seit einigen Monaten lebt der Zwergpudel meiner Tante bei mir. Sie ist schon etwas älter (...)


    - ups, hatte ich auf den Hund bezogen - aber gemeint war hier das Frauchen :roll:

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!