Ängstlicher und streßgeplagter Hund - brauche dringend Hilfe

  • Hallo an alle! Ich habe einen Labbi-Mix (8 1/2 Monate), der von Anfang an ein extremer Angsthase war. Spazieren gehen war z.B. anfangs überhaupt nicht mgl.: mehr als 3m vom Haus weg - Schwanz einziehen und zwischen meine Beine oder direkt zurück ins Haus, Fahrradfahrer, Autos, andere Menschen oder auch nur eine Mülltonnen, die vorher dort nicht stand - das gleiche Ergebnis. Aus größerer Entfernung: lautes Bellen bei allem und jedem. Sobald kein Sichtkontakt mehr zu mir bestand - lautes Fiepen, Jammern, Streßhecheln. Das Ganze steigert sich beim Alleinebleiben: er bellt und jault das Haus zusammen und zerlegt alles in seiner Reichweite, sogar die Gardienenstange hat der Gute schon runtergeholt und zu Kleinholz verarbeitet. Komme ich wieder, habe ich einen maximal gestreßten Hund, alles schwimmt von seiner Hechelei, überall Hundehaare und er ist durstig und fix und fertig!
    Natürlich habe ich geübt, versucht zu desensibilisieren. Spaziergänge sind soweit kein Problem mehr, auch (kurze) Besuche in Einkaufszentren usw. toleriert er gut, Gaststättenbesuche sind ebenfalls kein Problem. Hier bellt er höchstens mal jemand an, wenn er sich erschrocken hat.
    ABER: In der Nähe unseres Hause wird alles und jeder verbellt und angeknurrt (am liebsten vom Balkon aus), solange es weiter als 2m weg ist. Kommt derjenige näher, liegt Hundi mit eingeklemmten Schwanz flach auf dem Boden oder haut ab. Wie bringe ich ihn dazu, entfernte Fremde einfach zu ignorieren? Und vom Balkon aus nicht alles anzubellen?
    Dazu ist er ein extremes Sensibelchen, das nichts als Unfug im Kopf hat. Eine schwierige Mischung: Fehlverhalten kann ja nicht immer ignoriertwerden. Schimpfe ich leise, passiert nichts. Schimpfe ich laut, geht Kopf und Schwanz und meist auch Bauch Richtung Boden. Ich will aber nur, das Hund sein Verhalten einstellt und nicht immer gleich verängstigt flach liegt. Danach geht es oft nur Sekunden später aber auch häufig mit dem gleichem unerwünschtem Verhalten weiter: Wieder schimpfen, wieder Angst und Streß.
    Und das größte Problem: Alleine bleiben!!!! Im Auto geht es mittlerweile recht gut. Er ist zwar am Hecheln, wenn ich wieder komme (also doch Streß), aber er hat nichts zerstört.
    Aber zu Hause: Selbst wenn mein Partner noch da ist: Fiepen, Jaulen, Zerstören. Wenn Hundi ganz alleine bleiben muß, packen wir ihn mittlerweile in einen großen Stahlkäfig (3-4x so groß wie der Hund). So bleibt zwar unsere Einrichtung heil, aber ich kann ihm nicht einmal eine Matte reinlegen, da ich die bei meiner Rückkehr jedesmal zerfetzt vorfinde. Und vor allem hat der Hund massiven Streß: alles ist nass gehechelt, er schwitzt zwischen den Pfoten und ist einfach fertig.
    Immer mitnehmen geht nicht, immer Streß für Hundi geht auch nicht. Brauch dringen Hilfe!!!
    Clownina

  • Huhu,

    bin nun wirklich kein Experte, aber wie verhält sich der Hund denn, wenn Du zu Hause bist? Verfolgt er Dich überall hin oder hat Dich wenigstens immer im Blick?
    Dann würde ich genau da ansetzen: er muss lernen, dass Du Dich auch mal kurz aus einem Blickfeld entfernen darfst bzw. dass er Dir nicht überall hin folgen darf, sondern dass er ruhig auf seinem Platz liegen bleiben muss. Und wenn es anfangs nur ein paar Sekunden sind.

    Auf medizinischer Seite würde ich mal die Schilddrüsenwerte prüfen lassen. Wenn die nicht in Ordnung sind, kann sich das auch in extremer Nervosität/Ängstlichkeit des Hundes bemerkbar machen.

    LG

  • Hallo Pocke, vielen Dank für die Antwort. Genau das versuche ich ihm beizubringen. Am Anfang war großes Geschrei, wenn er mich nur nicht mehr sah (weil ich z.B. auf der anderen Seite das Schreibtisches stand). Sich ohne Hund auch nur 1/2m im Haus zu bewegen, war praktisch unmöglich. Mittlerweile bleibt er auch ohne Sichtkontakt entspannt auf seinem Platz liegen. Auch kurzes aus dem Zimmer gehen ist möglich, wenn jedoch sein "Zeitfenster" überschritten ist, kommt er hinterher. Wenn ich das Haus kurz verlasse (Müll rausbringen o.ä.) wartet er ohne zu Fiepen hinter der Tür. Aber eben immer nur kurz. Vielleicht brauche ich etwas mehr Geduld und Zeit?!
    Der Tip mit der Schilddrüse ist gut, werde ich nach Ostern gleich untersuchen lassen.
    LG clownina

  • Hallo,

    Zitat

    Fehlverhalten kann ja nicht immer ignoriertwerden. Schimpfe ich leise, passiert nichts. Schimpfe ich laut, geht Kopf und Schwanz und meist auch Bauch Richtung Boden. Ich will aber nur, das Hund sein Verhalten einstellt und nicht immer gleich verängstigt flach liegt. Danach geht es oft nur Sekunden später aber auch häufig mit dem gleichem unerwünschtem Verhalten weiter: Wieder schimpfen, wieder Angst und Streß.

    Das Schimpfen solltest du unbedingt sein lassen.
    Fehlverhalten nicht = Fehlverhalten.
    Aus Sicht des Hundes besteht nun mal Handlungsbedarf, weil er sich mit der Situation unsicher fühlt.
    Einen unsicheren, ängstlichen Hund bitte nicht ausschimpfen, weder leise noch laut.
    Zudem befindet sich dein Hund in einer erneuten Unsicherheitsphase, die jeder Hund mehr oder weniger ausgeprägt, in der Pubertät hat.

    Du solltest dir dringend einen guten Hundetrainer suchen, der sich mit Angsthunden auskennt und einen Therapieplan erstellen lassen.
    Das gesamte Verhalten sollte sich ein Profi ansehen, der ohne Hilfsmittel und Schimpfen arbeitet.
    Dir muss gezeigt werden, wie man einem Hund Sicherheit vermittelt, damit er keinen Handlungsbedarf haben muss.
    Auch das Alleinesein bedeutet richtig Stress für ihn, auch das muss sich ein Trainer ansehen.
    Alle Umstände müssen hinzugezogen und angesehen werden.

    Im Alleingang solltest du nichts mehr machen, zur falschen Zeit am falschen Ort, bestätigst du den Hund für sein Verhalten bzw. machst ihn noch unsicherer (Schimpfen).

    Gruß
    Leo

  • Zitat

    Auch kurzes aus dem Zimmer gehen ist möglich, wenn jedoch sein "Zeitfenster" überschritten ist, kommt er hinterher.


    Dann musst du reinkommen, eigentlich genau passend mit seinem "Zeitfenster", bzw. nur ein bisschen danach. Nur so kannst du es langsam steigern.


    Zitat

    Vielleicht brauche ich etwas mehr Geduld und Zeit?!


    Die Frage kannst du dir glaube ich selbst beantworten. Bei einem so ängstlichen Hund brauchst du sehr viel Geduld und vorallem sehr viel Zeit. Ich hoffe nicht, dass du ihn die letzten Monate immer schon allein gelassen hast nach dem Motto "ach, der gewöhnt sich schon dran". Das hat sicherlich seine Angst noch verstärkt, immerhin bedeutet alleine bleiben einen enormen Stress für ihn. Das würde ich keinem Hund zumuten. Lass ihn ab sofort nicht mehr alleine!! Wenn er sogar Stress hat obwohl du noch im Haus bist und nur den Raum verlässt, dann übe erst nur im Haus! Erst wenn er da gelassen bleiben kann, obwohl du einige Zeit den Raum verlässt, dann kannst du erst anfangen das auf draußen zu erweitern.
    Klar braucht das viel Zeit und sehr viel Geduld. Aber das liegt ja eigentlich auf der Hand, wenn man einen so ängstlichen Hund kauft und ich hoffe deshalb, dass du momentan überhaupt genügend Zeit hast bzw. nehmen kannst, um ihm das schrittweise beizubringen. :verzweifelt:

    Also: übe erstmal im Haus, nur wenige Sekunden bis Minuten, komme immer rein bevor er jaulen kann und am besten noch bevor er aufsteht um dir zu folgen. So lernt er, dass du ganz gesund und munter wieder reinkommen wirst, auch wenn er einfach liegen bleibt. Er muss nicht immer kontrollieren wie es dir geht.

    Ehm... die Sache mit dem Käfig.. Ich hoffe du weißt selbst, dass du damit alles nur noch schlimmer machst. Das Problem ist hier nicht die kaputte Einrichtung, die du vor deinem Hund schützen musst, sondern der enorme Stress, vor dem du deinen Hund bewahren musst. Bevor man einen ängstlichen Hund weiterhin alleine lässt muss man doch das Problem erst beheben... du fragst hier ja auch schon nach Tipps, was ich sehr gut finde, aber nimm dir unsere Tipps wirklich zu Herzen und nehme deinem Hund den ganzen Stress. Kein Käfig, kein alleine lassen. Zumindest bis er einigermaßen stressfrei alleine bleiben kann.

    edit: Die Idee mit dem Hundetrainer ist sehr gut! :gut:

    lg

  • Ich kann mir vorstellen in was für einer Schwierigen Situation ihr euch befindet.
    Meine Hündin zeigte am Anfang ähnliches Verhalten und ist mit nun fast zwölf Jahren richtig souverän geworden. Eine andere Hündin in der Nachbarschaft konnten wir dieses Jahr mit den gleichen Problemen dabei helfen die "Welt zu verstehen".
    Das geschilderte Verhalten ist nicht untypisch und es gibt Wege.
    Wie ich gelesen habe seid ihr schon auf einen guten Weg.
    -Schilddrüse?
    -Vermeide das hinterherdackeln (soziale Kontrolle)
    -Gitterbox, finde ich nicht problematisch wenn sie richtig eingesetzt wird.
    Sehe sie als Ruhe-und Sicherheitszone für Deinen Hund.Hier kann und darf er abschalten. Hunde nehmen diese Art der Höhle eigentlich grundsätzlich gerne an. Aber lass keinen Stress aufkommen. Wenn Du zu Hause bist kannst Du die Tür ja auflassen. Verwende sie nicht als Bestrafung!!! Sondern belege sie positiv für Deinen Hund z.b- mit Kauknochen.
    Falls dein Hund immer wieder rauskommen sollte, nimm ihndoch mal in der Wohnung an die Leine und mach einen Hausputz....
    -Lass Deinen Hund in deiner Anwesenheit, mit Dir zusammen abschalten, also nach Stresssituationen auch runterkommen lassen und nicht sofort ins nächste Unglück stürzen. Das bedeutet einen großen Zeitaufwand, dafür am Anfang nur wenig Reize, die der Hund auch bewältigen kann. Große Spaziergänge vermeiden!!
    - Nicht schimpfen, sei völlig Gewaltfrei. Dein Hund sucht Führung. Die findet er nicht wenn sein Mensch ihm signalisiert das auch er ein Problem hat.
    Bau eine gute Beziehung zu Deinem Hund auf . Nimm ihn wie er ist und entdecke seine Fähigkeiten. Habt viel Spass miteinander, führe ihn durch schwierige Situationen. Signalisiere ihm : "Entspann Dich! Ich regel das schon!"

    Wie war denn die Prägung Deines Hundes. Welche Reize hat er in den erste Wochen beim Züchter erlebt? Hatte er traumatische Erlebnisse während oder nach dieser Zeit?

    Alles gute für Euch!

  • Vielen Dank für Eure Tipps!
    AAAAber vieles davon läßt sich gut raten, aber kaum umsetzen:

    "Das Schimpfen solltest du unbedingt sein lassen." - Ich schimpfe nicht mit meinem Hund, weil er sich aus Angst falsch verhält (Handlungsbedarf), sondern wenn er beim Spielen mit seinem Ball plötzlich auch die Teppichecke als Kauspielzeug entdeckt, wenn er sich im Garten meine Pflanzen vornimmt oder die Blumentöpfe zerlegt, wenn er sich über Schuhe hermacht usw. Das meine ich mit "Fehlverhalten kann nicht immer ignoriert werden" - v.a. selbstbelohnendes nicht. Vielleicht sollte ich "Schimpfen" näher erläutern: Ich meine damit keine "Gardinepredigt" sondern ein ernstes "Nein"!

    "Du solltest dir dringend einen guten Hundetrainer suchen, der sich mit Angsthunden auskennt" - gern, aber wie finde ich den? Andere Hundehalter hatten bis jetzt noch keine brauchbaren Vorschläge und das Internet auch nicht. Zudem dauert es ja immer etwas, ehe man sieht, ob Hund und Trainer miteinander können. Und häufiger Trainerwechsel sorgt m.E. für noch mehr Streß beim Hund.

    Erni: "Bevor man einen ängstlichen Hund weiterhin alleine lässt muss man doch das Problem erst beheben..." - Richtig, deshalb suche ich ja Rat und Hilfe. Aber bis ich das Problem gelöst habe, läuft mein Alltag nun mal leider weiter. Nein, ich habe ihn nicht allein gelassen, nach dem Motto "ach, der gewöhnt sich schon dran"! Wann immer es irgendwie geht, nehme ich ihn mit. Notfalls wartet er kurz alleine im Auto, damit hat er kein Problem mehr. Bin ich länger weg, bringe ich ihn in seinen "Hundekindergarten". Dort ist er wahnsinnig gern, auch mal für längere Zeit. Es gibt aber (wenn auch selten) Ausnahmefälle, in denen er kurz zu Hause allein bleiben muß! Was mache ich dann?

    Meikel76: Vielen Dank für Dein Verständnis und den Satz: "Das geschilderte Verhalten ist nicht untypisch und es gibt Wege." Das gibt mir etwas Mut und Hoffnung :)

    "Vermeide das hinterherdackeln (soziale Kontrolle)" - mach ich, indem ich in unserem Haus z.B. beim Aufräumen immer mal wieder so lange von einem Raum in den anderen, Treppe hoch, Treppe runter gehe, bis Hundi feststellt, es passiert a) nichts Spannendes und b) die kommt sowieso gleich wieder. So habe ich mir erwähntes "Zeitfenster" geschaffen und langsam ausgedehnt.

    "Gitterbox, finde ich nicht problematisch wenn sie richtig eingesetzt wird. Verwende sie nicht als Bestrafung!!!" - natürlich nicht!!! Sowohl an die Flug- als auch an die Gitterbox ist Hundi ausschließlich positiv gewöhnt wurden. Er sucht sie auch oft von selbst auf, um darin ein Nickerchen zu machen.

    "Lass Deinen Hund in deiner Anwesenheit, mit Dir zusammen abschalten" - Wir haben über den Tag verteilt immer mal wieder Ruhemomente, in denen Hund mit mir zusammen entspannen und Kuscheln kann. Er liegt dann meist auf der Seite oder dem Rücken, alle Viere von sich gestreckt.

    "nur wenig Reize, die der Hund auch bewältigen kann. - auf der einen Seite nicht alleine lassen, also immer mitnehmen, auf der anderen Seite kaum Reize - wie soll das gehen? Natürlich versuche ich zu dosieren: im EKZ Geld abheben und kurz durch die Mall schlendern. Vor der Kernöffnungszeit, damit nur wenig Leute da sind und Hundi sich alls in Ruhe beschnuppern kann (mittlerweile läuft er dort schwanzwedelnd und neugierig auf alles rum), auf einer Wiese nahe bei der Straße spielen - so lernte er, bei vorbeifahrenden Autos nicht mehr panisch zu werden. Allerdings tat sich hier ein neues Problem auf: Nachdem er keine Angst mehr vor Autos hatte, versuchte er diese zu jagen. Auch nicht toll und erneut Erziehung nötig.
    So geht es mir ziemlich oft: Ist Hundi gelassen und angstfrei, schlägt sein Verhalten oft in das Gegenteil um. Beispiel: Anfangs waren alle anderen Mensche furchteinflößend. Jetzt geht es eher nach dem Motto: Wer bist´n Du? Was hast´n da in der Tüte? Oder bei Kindern: Komm spiel mit! Ebenso andere Hunde. Rannte anfangs vor den meisten weg, versucht er jetzt jeden anderen (auf Wiese und im Freilauf) solange zum Spielen zu animieren, bis der andere entnervt aufgibt oder eine Ansage macht.
    Hinzu kommt ein großes Verteidigungsbedürfniss: Hundi hat bereits mit 8 Wochen (!!) angefangen, auf alles und jeden in der Nähe unseres Hause mit Knurren, Bellen und einem "Iro" zu reagieren - die nächste Baustelle!

    "Große Spaziergänge vermeiden!!" - Du ahnst ja nichst von dem Bewegungsdrang und der Agilität meines Vierbeiners! Zudem ist er auch deutlich gelassener allen möglichen Reizen gegnüber, wenn er ordentlich ausgetobt ist. Zudem sind Wanderungen in der Natur das einzige, was mittlerweile keine Probleme mehr macht und von uns beiden sehr genossen wird.

    An alle! Bitte fasst meine Kommentare nicht als Kritik auf! Ich hinterfrage Eure Tipps nur, damit ich sie auch umsetzen kann. Vielen Dank und liebe Grüße, c.

  • Nun, ich würde erstmal Einkaufszentrum, Gaststätten und ähnliches weglassen. Das sind immer große Reize, die da auf den Hund einprasseln. Momentan reicht es wenn er Grundvertrauen und Ruhe lernt. Besonders die Ruhe, da scheint es zu fehlen.

    Spaziergänge in der Natur sind gut, da kann man den Hund richtig auspowern. Da würde ich nicht knausern, aber bedenke, er ist erst 8 Monate, also nicht übertreiben. Mit etwas UO, Suchspielen, usw wird Hund dabei auch den Kopf anstrengen und die Bindung zu dir vertiefen.

    Dein Hund versteht dein Schimpfen/Nein nicht.

    Gut möglich das du das Wort "nein" bei ihm nicht als Abbruchsignal (nicht machen) konditioniert hast sondern als " böser Bube böser ".........denn er hat offensichtlich nicht verstanden was "nein" bedeutet. Er weiss nur das er Schimpfe bekommt und zeigt Angstverhalten. Ihm ist nicht klar warum er geschimpft wird. Deshalb erst seine Beschwichtigung und dann aber das gleiche Verhalten wieder.

    Wenn er etwas unerwünschtes macht: führe ein neues Signal ein, vielleicht als no, lass es, oder ähnliches.
    Nur ganz kurz sagen, Hund aus dem Verhalten rausnehmen, (Gegenstand weg nehmen, Hund wegführen) und das wars.
    Nicht zutexten, nicht böse anschauen, nicht böse ansagen, einfach kurz und sachlich: NO. Und Situation auflösen.
    Er soll lernen das er das gerade gezeigte Verhalten abbrechen soll........nicht das er böse ist!

    Mehr ignorieren. Nicht ständig um den Hund kreisen........geistig muss er öfter am Tag von deinem Radar verschwunden sein.

    Hundetrainer ......ja, wenn du einen gewaltlosen findest.

    Vielleicht kann man dir einen empfehlen, wenn du deine PLZ angibst.

    Birgit

  • Zitat

    "Du solltest dir dringend einen guten Hundetrainer suchen, der sich mit Angsthunden auskennt" - gern, aber wie finde ich den? Andere Hundehalter hatten bis jetzt noch keine brauchbaren Vorschläge und das Internet auch nicht. Zudem dauert es ja immer etwas, ehe man sieht, ob Hund und Trainer miteinander können. Und häufiger Trainerwechsel sorgt m.E. für noch mehr Streß beim Hund.

    Nicht der Hund soll mit dem Trainer können, du musst mit dem Trainer können.
    Von wo kommst du denn, vielleicht kann dir da jemand helfen und einen guten Trainer nennen.

  • @clownina...was für ein Labbimix ist Dein Hund?
    ...und wie lange gehst Du mit ihm in der freien Natur spazieren?

    ich hab nicht ganz verstanden wie Du das alleinebleiben aufgebaut hast...läufst Du nur die Treppen hoch und runter oder schließt Du auch kurz die Türen hinter Dir?...Treppen hoch und runter zu laufen animiert den Hund im Endefekt nur besser auf dich acht zu geben...

    Ich würde allgemein darauf achten einen sehr routinierten Tagesablauf zu schaffen...also immer um die gleiche Zeit Gassi gehen, spiele spielen und für die selben Ruhezeiten sorgen.

    Dein Hund scheint ein großes Temperamentsbündel zu sein...meine Hündin ist auch ein eher unsicherer Hund und sehr aktiv und hat ein unheimliches lauf (rase) Bedürfniss.
    Sie hat früher andere Hunde genauso penetrant zum Spielen aufgefordert...nur bei anderen Situationen hört es sich bei Euch so an (Autos; Radfahrer jagen ect.) als wenn ein Hütetrieb vorhanden wäre.

    Das Dein Hund zu Hause alles anbeißt ist indem Alter bis zu einem gewissen Grad normal...aber ich würde schon den hier gegebenen Tip befolgen und die Schilddrüse überprüfen lassen.

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