Ängstlicher und streßgeplagter Hund - brauche dringend Hilfe
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Vielen Dank für die Antworten!
Birgit: "Gut möglich das du das Wort "nein" bei ihm nicht als Abbruchsignal (nicht machen) konditioniert hast sondern als " böser Bube böser "" - so habe ich das noch gar nicht gesehen, denke aber, dass Du Recht hast. Zumal Antares auf JEDES laut gesprochene Wort so reagiert. Ich werde ab sofort versuchen in Situationen, die ich beenden kann (ihm etwas wegnehmen, ihn wegführen etc.) ein emotionsloses "lass das" zu verwenden.
"Besonders die Ruhe, da scheint es zu fehlen." - das denke ich auch. Weniger das gemeinsame Entspannen, das praktizieren wir schon (Hundi liegt dann oft auf dem Rücken oder der Seite, alle Viere von sich gestreckt und scharcht) als vielmehr Antares innere Ruhe. Leider habe ich außer Auslastung sonst keine Idee, wie ich die ihm vermitteln kann.
"Mehr ignorieren. Nicht ständig um den Hund kreisen." - mach ich im Haus und im Garten eigentlich. Meine Aufmerksamkeit hat er v.a. beim Gassi gehen (will ja spannend bleiben) und bei Spiel- u. Trainingseinheiten. Wenn ich zu Hause beschäftigt bin, hat Antares Sendepause. Er liegt dann dösend in seinem Korb oder spielt mit sich selbst ohne von mir ständig angesprochen / angefasst zu werden. Was kann ich noch tun bzw. lassen?
Cerridwen: "Nicht der Hund soll mit dem Trainer können, du musst mit dem Trainer können. " - wahrscheinlich sollten wir beide den Trainer mögen. Wenn ich mit ihm kann, Hundi aber Angst vor ihm hat (ist bei Männern oft so), klappt es sicher auch nicht. Ich wohne in Kleinpösna / Leipzig, PLZ 04319. Falls jemand einen entsprechenden Vorschlag hat, her damit!
Sinaline: "was für ein Labbimix ist Dein Hund?" - das wüßte ich auch gern!
Nein im Ernst, Vater ist ein Labrador, die Mutter wurde mir als Cane Corso vorgestellt (deshalb bin ich überhaupt auf die Welpen gekommen). Ich würde jedoch sagen, die Mutter ist ein Mix in 2. Generation, als ein Mix aus einem Mix. Papiere gab es jedenfalls keine. Rein optisch hat sicher irgendwann mal ein Stafford mitgemischt."ich hab nicht ganz verstanden wie Du das alleinebleiben aufgebaut hast." - unser Haus erstreckt sich über 3 Etagen. Da ist oft etwas von unten nach oben, von oben nach unten oder von der Mitte nach unten / oben zu befördern. Wenn ich eine "Aufräumattacke" habe, ist das mit ziemlich viel Bewegung verbunden. Die Türen lasse ich dabei meist offen. Anfangs folgte mir Hundi auf Schritt und Tritt, irgendwann stellte er aber fest, dass a) nichts Spannendes passiert, ich b) sowieso wiederkomme und c) mir hinterherzulaufen Zeit- u. Kraftverschwendung ist. Inzwischen schaut er nur noch nach, ob ich zur Haustür (Gassi?) oder zu seinem Napf (Futter?) gehe. Ist das nicht der Fall, legt er sich in seinen Korb und beachtet das Treiben nicht mehr. Wenn ich außer Haus gehe, schließe ich die Tür hinter mir. Hundi wird dann weder beim Rausgehen noch beim Wiederkommen besonders beachtet. Angefangen habe ich mit wenigen Sekunden (Müll rausbringen) und dann versucht, die Zeit langsam zu steigern.
Als ich heute früh Laufen war, habe ich Hundi zu meinem LG ins Schlafzimmer gepackt. Er war also nicht allein, hat auch nicht wesentlich gejault, aber trotzdem seine Matte komplett zerlegt, bis mein LG aufgestanden ist (ca. 20min später!). Ist das nun Trotz, Wut, Verzweiflung oder was? Ich weiß nicht weiter! Es ist beileibe nicht mein erster Hund, aber solche Probleme hatte ich noch nie!
Weiß noch jemand einen Rat?
vg, c. -
4. Mai 2011 um 09:51
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Mh...ich denke mal das es erstens am Alter liegt und 2.warum hast Du ihn nicht mit zum laufen genommen?...mit Laufpausen wäre das doch sicher gut gegangen
Morgens haben die Jungspunde besonders viel Energie, ich denke das war einfach nur langeweile...
Tja Dein Hund wird wohl in Zukunft körperlich mehr fordern(ich würde diese Einheit einmal täglich durchziehen)...später solltest Du Dir einen routineplan zurecht gelegt haben...wenn Du Dich einigermaßen daran hälst, kann sich Dein Hund darauf einstellen und wird geduldiger auf seine Zeit warten können.
Ach ja, wenn Du genug Türen in der Wohnung hast, würde ich auch die immer wieder kurzzeitig hinter mir schließen und nicht offen lassen...oft sind es die Türen die den Unterschied machen.
Auch wenn die Intervalle zunächst nur kurz sind. -
Hallo Sinaline! Ich habe nach laaanger Sportpause (und 25kg Gewichtszunahme) erst diese Woche mit Laufen angefangen. D.h. ich bin noch so mit mir selbst beschäftigt, dass ich Hundi noch nicht mitnehmen kann. Ziel ist natürlich, mit ihm gemeinsam zu laufen, wenn ich mir soviel Kondition antrainiert habe, dass ich wieder auf Hundi achten kann. Vorher war ich natürlich mit Antares draußen, damit er seinen morgendlichen Energieüberschuß loswird. Vermutlich war das Matte zerlegen eineMischung aus sauer sein und Langerweile?!
Das mit dem Türen schließen werde i9ch ab sofort mit einbauen.
Nur mit einer Tagesroutine wird es schwierig, da ich freiberuflich bin und extrem unregelmäßige Arbeitszeiten habe.
Bei Antares ist es glaube ich v.a. die Mischeung: Angst und großes Bewegungsbedürfnis, die es so schwierig macht. Ein Beispiel: Ich bin mit Hundi gestern erstmals Rad gefahren. (Nach entsprechendem Aufbau- Rad kennenlernen, erstmal nur schieben usw.). Ich habe eine Springervorrichtung am Rahmen an die Hund über sein Geschirr eingehakt ist. Zusätzlich Leine am Halsband, die ich locker in der Hand habe. Anfangs ging alles gut. Wir fuhren eine stille Straße bis zur Tobewiese(ca. 600m), Antares lief prima und recht erfreut nebenher. An der Wiese kurzes Abmachen, Toben lassen. Dann der Rückweg. Anfangs alles gut. Dann ein Erschrecken beim Hund. Er reagierte darauf wie immer mit Ducken und sich zusammenziehen. Der folgende Ruck am Halsband (da Hund abrupt stehenblieb, ich aber nur zeitverzögert) löste dann endgültig Panik mit wildem Rumhüpfen aus. Ich ließ die Leine los und löste den Sicherheitsmechanismus aus, damit Hundi freikam. Inzwischen hatte er mir schon das Hinterrad weggezogen. Ich überschlug mich zweimal seitwärts samt Rad die Böschung zum Straßengraben hinunter. Glücklicherweise ist abgesehen von ein paar Blessuren an mir nichts passiert. Als ich im Straßengraben lag, kam Hundi tiefergelegt zu mir und schleckte mich ab...
So konnte ich die Übung natürlich nicht beenden. Nachdem ich mein Rad hochgehievt hatte, wurde Hundi also beruhigt, wieder befestigt. Erst schieben, dann fahren. Er lief zwar gut mit, schrak aber immer wieder zusammen.Ich werde es morgen erneut versuchen, hoffe Hundi hat kein Trauma davongetragen. Was ist wenn mir das auch beim Laufen oder auf belebteren Strecken passiert? Und wie Hundis bewegungsdrang ohne Ausdauersportarten befriedigen?
lg, c. -
Auf die Gesundheit aufpassen:
Dein Hund ist 8 MONATE alt. Ein Labbi Mix.
Da ist es fürs Radfahren noch viel zu früh. Genauso das joggen.........in diesem Alter sollte er noch nicht mitlaufen.
Üben, ja, aber am Rad laufen heist in dem Alter wirklich LAUFEN. (der Hund!) So langsam kannst du nur mit Mühe fahren..........Langsam, langsam..........um mit dir Audauersport zu betreiben fehlen noch einige Monate beim Hundekind. Du willst zu viel.
Ich fasse mal zusammen: Hundekindegarten, Radfahren, Einkaufszentrum, Gaststätten,.........kann man machen, klar, aber wenn der Hund nicht klarkommt (Angstverhalten, Verlustangst) dann musst du da deutlich runterfahren.
Mach weniger. Warum willst du einen Angsthund Radfahren beibringen?? Das kann unglaublich gefährlich sein für beide.
Ich will es mal deutlich sagen. Dein Hund hat Angst. Er sieht in dir nicht das souveräne Frauchen von dem er Schutz erwarten kann. Das ist deine Hauptbaustelle, und alles andere wird sich erst bessern wenn da eine Änderung eintritt.
ERST mal diesem Hund Grundvertrauen in dir geben. Überfordere ihn nicht mit immer neuen Sachen die er noch nicht leisten kann. Irgenwo ist was schiefgelaufen zwischen euch...........denn anscheinend habt ihr ihn von Welpenbeinen an.
Hole dir Hilfe, damit ein Profi dir aufzeigen kann wo der Knackpunt liegt.
Birgit
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Ich würde an deiner Stelle viiiel weniger mit dem Hund machen. Keine Reize schaffen, die er in der Summe nicht verarbeiten kann. Auch wenn eure Waldspaziergänge so keine Probleme mehr machen glaube ich, dass die Reize die er dort hat zuviel sind. Hinterher tickt er dann regelmässig aus. Wenn man jetzt nur immer weiter Bewegung anbietet und meint, den Hund immer weiter beschäftigen zu müssen erreicht man glaube ich eher das Gegenteil. - Er kommt gar nicht mehr zur Ruhe. Wie ein überdrehtes Kind, das nicht mehr weiß, wann einfach genug ist. Erst wenn der Stress reduziert ist kann man anständig lernen - das ist beim Hund nicht anders als bei uns Menschen.
Ich habe auch den total bewegungsfreudigen obergestressten Hibbel hier und konnte mir überhaupt nicht vorstellen, wie es funktionieren soll wenn er draußen nicht mehr toben und rennen darf. Wir haben es trotzdem durchgezogen und wir haben es geschafft. Inzwischen ist er ausgeglichen und ruhig - gibt aber Gas auf der Wiese wenn ich ihn lasse. Und kommt vorallem zurück wenn ich ihn rufe (das war vorher trotz konsequentem Übem nicht so).
Wir haben die erste Zeit jegliche vermeidbaren Reize weggelassen. 3 x 15 min Gassi am Tag in möglichst reizarmer Umgebung. Das war bei uns ein wenig bebautes Industriegebiet in der Nähe. Bei unseren Spaziergängen bin ich gaaanz langsam gelaufen, damit er lernt ruhig und entspannt zu gehen, in Ruhe zu registrieren, wo wir überhaupt sind und einfach mal nicht hoch zu drehen. Für uns war das für die ersten Wochen ein fast unschaffbares Ziel. Aber es wurde besser. Zuhause gab es für ihn ÜBERHAUPT GAR NICHTS außer ein paar ruhige Streicheleinheiten. Während der ganzen Stressabbauzeit haben wir keine Tricks und keine Spielchen gemacht, keine Kommandos geübt, kein toben oder rennen zugelassen sondern nur Ruhe verlangt. Wir haben draußen eine kürzere (max. 3 m) Leine genommen haben. So war der Kontakt zu mir näher, er war nicht so auf sich gestellt, er konnte nicht so leicht aufdrehen und hektisch an der Leine rumspringen. Zuhause waren feste Ruhezeiten bei uns wichtig - Pedro schlief eine Weile viel zu wenig weil er immer auf Stand by war. Ich habe ihn dann immer nachmittags für 1 Stunde auf seinen Schlafplatz gebracht, Ochsenziemer dazu und habe Ruhe verordnet. Ob er da wirklich geschlafen hat weiß ich nicht. Aber nach einigen Tagen hat er sich selbst auf diesen Schlafplatz zurückgezogen und gepennt.
Das Wichtigste für uns war allerdings das Führen eines Tagebuchs. Hier habe ich alles vermerkt, was mir in Bezug auf Pedro wichtig erschien. Wie oft wir wie lange und wo draußen waren, wen wir getroffen haben, wie sich Pedro verhalten hat, ... . Bei euch wäre sicher auch wichtig, wie lange er allein zuhause bleiben musste, wie die Reaktion war usw. Hier sieht man dann nämlich ganz gut, welche Faktoren wahrscheinlich den Stress auslösen, und ist manchmal auch schon vorgewarnt.
Ich wünsch dir viel Erfolg - und dass du vielleicht einen Trainer findest, der sich mit Stress bei Hunden auskennt.
Liebe Grüße
Conny
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Zitat
Allerdings tat sich hier ein neues Problem auf: Nachdem er keine Angst mehr vor Autos hatte, versuchte er diese zu jagen. Auch nicht toll und erneut Erziehung nötig.
So geht es mir ziemlich oft: Ist Hundi gelassen und angstfrei, schlägt sein Verhalten oft in das Gegenteil um. Beispiel: Anfangs waren alle anderen Mensche furchteinflößend. Jetzt geht es eher nach dem Motto: Wer bist´n Du? Was hast´n da in der Tüte? Oder bei Kindern: Komm spiel mit! Ebenso andere Hunde. Rannte anfangs vor den meisten weg, versucht er jetzt jeden anderen (auf Wiese und im Freilauf) solange zum Spielen zu animieren, bis der andere entnervt aufgibt oder eine Ansage macht.
"Ich will es mal deutlich sagen. Dein Hund hat Angst. Er sieht in dir nicht das souveräne Frauchen von dem er Schutz erwarten kann. Das ist deine Hauptbaustelle, und alles andere wird sich erst bessern wenn da eine Änderung eintritt. ERST mal diesem Hund Grundvertrauen in dir geben. Überfordere ihn nicht mit immer neuen Sachen die er noch nicht leisten kann. Irgenwo ist was schiefgelaufen zwischen euch...........denn anscheinend habt ihr ihn von Welpenbeinen an."Hallo!
Dein Hund entwickelt sich.
Reize mit denen er mitlerweile klar kommt und die vorher angsteinflößend waren sind für ihn jetzt ein Grund zu handeln. Er regelt die Situation für Dich mit.
Ich denke das Du und Dein Hund mit führen und geführt werden beschäftigt seit.
Dein Hund sieht Handlungsbedarf in Situationen die für Dich alltäglich sind wie z.B Autos, Hunde, Kinder. Für Dein Hund ist das nicht unbedingt nachvollziehbar.
Regel Du das für ihn. Du kannst Deinem Hund gut helfen wenn Du mit ihm beziehungsorientiert arbeitest.
Nimm Dir Deine Baustellen und überlege auf welche Art und Weise Du Deinen Hund da durchführen kannst. Z.B. an einer Verkehrsampel den Hund Sitz anbieten und mit Körpersprachen und so tun als ob man die Autos anhält oder andersrum beim anfahren diese wegjagt;). Man macht sich vielleicht lächerlich aber ich hab schon junge Hunde erlebt die schier erstaunt waren über die besonderen Fähigkeiten seines Menschen...Sressabbau durch Bewegung ist sehr gut. Aber wirklich auslastend ist das nicht. Er ist dann körperlich erschöpft aber nicht geistig ausgelastet.
Mein Tipp: erarbeitet Euch einen gemeinsamen Aufgabenbereich. Es hört sich so an das Dein Hund schon Potential hat auch mal die Initiative zu ergreifen. Nutze das für gemeinsame Aktivitäten.
Vielleicht könntest Du ja sein Fokus mehr zu Dir lenken wenn er zu sehr nach aussen orientiert ist.
Am Anfang würde ich viel mit ihm apportieren. Also das apportieren als gemeinsame jagdlich orientierte beschäftigung herausarbeiten wobei auch ordentlich Futter abfällt.
Bring ihm ein Kommando bei zum wiederholen, z.B. "Apport" und versuch dann dazu überzugehen den Gegenstand( Dummy, Futterbeutel) auf Kommando zu apportiern. Dabei die Zeitabstände langsam verlängern.
Ist das apportieren erstmal beim Hund etabliert kann man es hervorragend im Training einsetzen.
Hund jagen nun mal gerne, es ist selbstbelohnend und es gibt anschließend Futter,durch Bewegung wird Stress abgebaut. Es ist Beziehungsorientiert. Du zeigst letztendlich Deinen Hund eine gute Alternative zu einem von ihm ausgehende Initiative auf. Es ist universell einsetzbar und birgt vielerlei Variationen!
Bei einem gemeinsamen Ziel vor Augen fällt es leichter sich an seine Bezugsperson zu orientieren und die Aussenwelt zu ignorieren....
Viele Grüße!
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