Mein Hund und Kinder

  • Hallo,

    ich wollte heute nun doch mal eine Frage stellen, die ich mir seit Jahren stelle und das nun aktuell wird (bin schwanger, aber noch ganz am Anfang).

    Mein Hund hat Probleme mit Kindern. Er muss mal schlechte Erfahrungen gemacht haben, denn er war immer total kinderlieb und von einem Tag auf den anderen ging er gegen sie. Leider kann ich das nun nicht nachvollziehen was vorgefallen ist denn er war damals tagsüber bei meinem damaligen Freund und lief auf dem Hof frei rum.

    In den letzten 3 Jahren habe ich immer wieder diverse Trainer dazu befragt, was ich denn dagegen machen könnte da ich selbst irgendwann Kinder haben möchte. Ich habe sicherlich 7-8 befragt (2 erst vor kurzem wieder) und ausnahmslos jeder hat mir gesagt das ich abwarten müsse wie er auf eigene Kinder reagiert. Das wäre meist völlig anders und man könne da jetzt noch nix zu sagen.

    Das mag ja sicher sein, dass das völlig anders ist. Aber was ist wenn er aggressiv drauf reagiert? Was dann? Hund weggeben kommt für mich nicht in Frage. Aber dann haben wir ein ernsthaftes Problem. Das man Kind und Hund immer beaufsichtigen muss ist mir klar, aber wenn er wirklich agressiv aufs Kind reagieren sollte dann wäre es trotzdem ein großes Problem.

    Er ist grundsätzlich sehr unsicher und bei den Kindern hat man das Gefühl sie verunsichern ihn zusätzlich.

    Was mache ich nun am besten?

    Kann mir jemand Tips geben? Auch wie man Kind und Hund am besten "zusammenführt"? Ist zwar noch ne ganze weile bis dahin, aber nun mache ich mir natürlich wieder größere Sorgen darüber.

  • also einfach abwarten würd ich nicht . . .

    hast du nicht die Möglichkeit, dass du mit Kindern aus der Verwandtschaft oder Nachbarschaft erst mal ein bisschen übst . . .

    dass die Kinder erst mal ganz ruhig sind und ihm dann vll einfach die Hand mit einem Leckerlie hinhalten . . .. oder dass du öfters mit ihm in der Nähe von Spielplätzen vorbeiläufst und da mit ihm übst, dass er lernt, das Kinder normal sind und er keine Angst haben muss . . .

    weiß nicht ob das was bringt :???: aber so würde ich glaub ich anfangen . . . kommt aber natürlich auch n bissl an, wie schnell/stark er auf Kinder reagiert

    EDIT: ansonsten würd ich auch einfach mal noch nach nem anderen Hundetrainer suchen . . vll kann dir jemand einen empfehlen, wenn du deine PLZ hier reinschreibst . . einfach abwarten find ich wirklich ziemlich riskant beim Thema Kind und Hund

  • An Kindern vorbeilaufen, auch wenn sie laut sind, geht mittlerweile sehr gut. Es darf nur keins versuchen anzufassen. Und das zu üben finde ich auch recht schwierig da wir grundsätzlich Probleme mit Fremden Menschen haben (auch daran arbeiten wir schon lange und man kann mittlerweile ruhig an ihnen vorbei gehen und sie ignorieren).

    Kinder gibts in der Verwandschaft/Bekanntenkreis leider keine. Und ich trau mich nun auch nicht wirklich fremde Kinder meinen Hund füttern zu lassen eben aus oben genannter Problematik.

    Hundetrainer habe ich hier schon mehrmals gesucht, bisher erfolglos.

  • Hey Angelsfire,

    mann, ich glaube unsere Hunde haben sich abgesprochen. ;)

    Meiner ist genauso mit Kindern wie du es von deinem beschreibst.
    Allerdings ist meiner erst 14 Monate alt und kennt es auch einfach nicht. Von daher habe ich es dann evtl. doch noch ein bissel leichter. Also er hat keine schlechten Erfahrungen gemacht, oder zumindest keine die ich als solche erkennen würde.

    Aber auch ich habe das Problem das man sich zwangsläufig iwann mit dem Thema auseinandersetzen muss, denn auch ich möchte Kinder und das wird er (sollte er ganz "normal" alt werden) definitiv miterleben.

    Ich habe auch das Problem das ich niemanden, oder kaum jemand mit "passenden "Übungs" Kindern kenne und mit fremden übe ich auch nicht einfach so, geht ja auch gar nicht.
    Und schon gar nicht mit nem DSH, die Eltern drehen ja durch, was ich auch iwie nachvollziehen kann.

    Ich habe mit meinem auch geübt in dem wir uns in der Nähe von Spielplätzen und/oder Kita's (vor allem wenn die draußen rumtoben) aufgehalten haben um ihm erstmal das gequietsche, geschreie, die bewegungen etc. näher zu bringen, also alles mit ausreichend Abstand. Und was war ? Gar nichts.

    Solange die Kinder keinen Kontakt zu uns aufbauen wollen ist es okay, aber wenn dann ohhh.....wird er arg unsicher, Kinder müssen in seinen Augen seltsame, gefährliche kleine Monster sein. Zumindest sind es auf keinen Fall "normale" kleine Menschen. :lol:

    Reagiert deiner denn auf Kinder aller Altersklassen so oder nur auf kleine oder bis zu einem bestimmten Alter ?
    Meiner scheint zu meinen ab Jugendalter sind die so wie Frauchen, ganz schlimm sind bei ihm Kleinkinder.

    Und gerade in der Altersklasse welche zum üben zu finden ist nicht leicht, das weiß ich.
    In unserer alten Huschu haben wir oft mit mehreren Spaziergänge gemacht und manchmal hatte eine Frau eine fünfjährige mit, die war komischerweise in ordnung. Allerdings wusste die kleine auch wie man sich zu verhalten hat, hat super mitgemacht und konnte meinen sogar mal das eine oder andere Leckerchen geben.

    Allerdings ist es auch wieder etwas anderes wenn man ein einziges kleines Kind dabei hat das normal mitläuft, anstatt mehrere Kinder die z.B rumtoben. Und ich denke auch das ihm die ganzen anderen Hunde Sicherheit gegeben haben.

    Hat deiner vll einen Hundefreund der mit Kindern super klar kommt ? Dann könnte er sich vll schon mal ein bisschen abschauen das Kinder gar nicht so gruselig sind wenn die seinen Kumpel auch nicht fressen.
    Natürlich auch alles mit Abstand angucken lassen.

    Und ich würde vll zuhause anfangen mit einer Babypuppe rumzuhantieren. Um ihn praktisch schon mal ein wenig dran zu gewöhnen das du iwann viel mit Baby auf dem Arm rumrennst etc. Natürlich sind Hunde nicht doof er wird natürlich merken das das eine ein Gegenstand ist und später ein Lebewesen, alleine der Geruich, aber als anfängliche Trockenübung vll erstmal sinnig.

    Zumindest haben Bekannte das so gemacht, der Hund von denen ist mit Kiddies auch nicht so und die hatten echt Angst um ihren Neuzugang und was ist nun ? Hund liebt ihr Kind heiß und innig, aber die Kindergartengefährten sind nach wie vor komische Kreaturen.

    Wir sind mit unseren Hunden jetzt bei Rütters Dogs im Training und von denen weiß ich das sie spezielle, ja wie soll ich sagen "Vorbereitungskurse" (?) anbieten in bezug auf das Thema "Kind und Hund". Rütters Dogs gibts ja nun echt überall, vll wäre das mal eine passende Anlaufstelle für dich ?

    Wir werden das mit unseren auch nochmal in Anspruch nehmen, aber erstmal sind bei unseren zwei andere Baustellen existenzieller. Kannst da ja mal anfragen oder wirklich auch mal alle Vereine, Huschus bei euch durchtelefonieren. In unserem alten Verein üben sie auch viel mit Hunden und Kindern, ist halt unter Anleitung und die Kids sind halt oft Söhne und Tlchter aller Altersklassen von den Trainern und wissen wie sie sich zu verhalten haben bei einem unsicheren Hund.

    Lg Tamaris

  • Danke für die Antwort.

    Dogs kommt für mich nicht mehr in Frage (zumindest nicht diese Trainerin hier). Die hatte ich gleich nach meinem Umzug ausprobiert. Sie hatte Angst vor Balu, fand das Bellen bei besuch nervig und war generell sehr unleidig. Ausserdem meinte sie das ich den Hund die ersten Wochen komplett vom Baby fernhalten müsse, das würden Mutterhündinnen schließlich auch so machen.

    Eventuell werde ich nächste Woche nochmal eine Trainerin anrufen die ich bisher noch nicht ausprobiert habe. So viel Auswahl hat man hier allerdings nicht und ich hab ehrlich gesagt auch nicht das Geld da nun noch 10 Trainer auszuprobieren. Möchte aber natürlich an der Situation was änder.

  • Oh, hier klink ich mich ein..

    Wir haben genau das selbe Problem, nur bin ich nicht schwanger...

    Ich habe, weil man ja so viel liest und hört, Bailey immer von Kindern fern gehalten. Einfach aus Vorsicht. Außerdem hatte ich keine Kinder in der umgebung und bekanntenkreis zum Üben. Daraus entwickelte sich wohl diese aggressionen gegen Kinder.

    Ich merke: bin ich lockerer im Umgang mit den Kids, ist es Bailey auch.
    Unser Nachbarskind ist 7 und wächst mit 3 großen hunden auf (u.a. einem Rotti). Sie kennt sich wirklich aus und hat keine Berührungsängste. Und sie kann mit Bailey sehr gut umgehen. Genau wie meine Nichte. Sie kennt Bailey und ich habe keine angst, dass etwas passieren könnte.
    Aber bei fast allen Kindern reagiert sie mit Bellen und Knurren und geht zeitweise auch nach vorne :(

    Auch wir haben Trainer befragt und die Antwort war bislang: Meiden Sie Kinder, sonst ist Bailey doch verträglich... :roll:

  • Kinder und Hund(e) ist in der Tat ein sehr wichtiges Thema, das meiner Meinung nach immer noch viel zu wenig Beachtung findet.
    Auch ich habe eine 5-jährige Hündin gehabt, als meine Tochter geboren wurde und glücklicherweise ging damals alles prima; nicht zuletzt deshalb, weil unsere Hündin in jeder Beziehung sehr gelassen reagierte. Erst beim Kauf unserer jetzigen Hündin (da war unsere Tochter 7 jahre alt) habe ich mir verstärkt zu diesem Thema Gedanken gemacht und viele Aspekte des Themas auf meiner Homepage (http://www.mein-irish-terrier.de.tl/Kinder-und-Hunde.htm) gesammelt (u.a. Verhaltensregeln für Kinder und Literaturlisten mit ausführlicher Beschreibung). Auch in meinem Blog (http://mein-irish-terrier-blog.blogspot.com/search/label/Kinder%20und%20Hunde) habe ich dazu bereits einige Beiträge geschrieben. Wenn ein Hund schon Probleme mit Kindern zeigt, ist vielleicht noch Zeit genug, ihm vor der Geburt gezielt positive Erfahrungen zu vermitteln.
    Wenns klappt, ist die beziehung zwischen Kindern und Hunden jedenfalls in jeder Beziehung bereichernd, vor allem für Kinder! Alles Gute dafür!
    LG

  • Das Problem hat sich vorerst "erledigt", bzw. ist nun noch mehr wie 9 Monate Zeit mit ihm daran zu arbeiten.

    Ich habe eine neue Trainerin und wir werden mal sehen was man machen kann (erst mal in Bezug auf andere Probleme). Positiver Kontakt mit Kinder ist nicht möglich, solange man nicht sicher sagen kann das er nicht doch zubeißt statt zurückzuweichen. Kinder sind schließlich keine Versuchskaninchen. Und ich kenne eh keine Leute mit Kinder. An Kindergruppen vorbeilaufen geht mittlerweile ja ganz gut.

  • Auf eigene Kinder kann man Hunde im Prinzip schon in einigen Dingen vorbereiten. Aber auch fremde Kinder muss der Hund ja dann akzeptieren lernen, denn die eigenen werden irgendwann Freunde haben.

  • Wichtig ist meines Erachtens eine vernünftige Beziehung zu dem Hund .
    Scheinbar habt ihr ja noch andere Baustellen.

    Ein Säugling ist nicht zu vergleichen mit Kleinkindern oder Schulkindern, von daher kannst du es eh nicht "üben".

    Kommt das Baby werden dem Hund durch klare Regeln und Strukturen Orientierung und Sicherheit gegeben.
    Ich seh das ehrlich gesagt jetzt nicht so problematisch, solange du in der Lage bist, deinen Hund einzuschätzen und es nicht zu gefährlichen Situationen kommen lässt.

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