*Zeigen und Benennen*
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Ich habe mich jetzt mehrere Tage durch den Thread gewühlt, und auch (so denke ich) verstanden wie ich das ganze umsetzten könnte!
Könnte, ganz genau wenn ich folgende Hürden noch gemeistert habe:
1) ein Hund den der Clicker völlig kalt läßtLäßt es ihn kalt - oder meidet er ihn (Geräuschangst??)
In welchen Situationen verwendest Du den Clicker - nur in solchen?
Welche Bestärker sind damit verknüpft?2) ein Fraule das im Timing mit einem Wort (statt Klick) einfach zu lahm ist
Welches Wort nimmst Du - und wie oft übst du ;D (also dein Timing?)
3) immer zwei Hunde an der Leine
Ja, doof! Zugegeben. Ich würde anfangs unbedingt alleine mit DEM Hund gehen - denn sonst hast du zu viele "Fehlversuche" - Situatione wo einfach durch den Kontext nicht das gewünschte gelernt werden kann. Das würde ich ganz besonders am Anfang, bis die Basis gelegt ist, vermeiden. Es dauert sonst nicht nur länger - unter Umständen gehts sonst einfach gar nicht vorwärts, weil der Hund eben nicht erkennen kann, was er denn nun machen soll, weil es einfach jedesmal anders ist.
Ich habe mit dem Gandhi alleine angefangen - mit noch einem Hund dabei war das einfach völlig unmöglich zu händeln. WENN ich den Crispel dabei hatte, dann nur, wenn wir irgendwo in der Budnik unterwegs waren, wo ich auf mehr oder weniger GAR NICHT achten mußte UND wo es auch für den Gandhi möglichst nur fliegende Vögel gab - die haben ja anfangs für aussetzen des Gehirns gereicht...
Ich habe erst vor ein paar Wochen damit angefangen, mit den beiden zusammen an Orten zu gehen, wo es etwas verausfordernder für den Gandhi ist und ich trotzdem was mit dem Crispel mache, während der Gandhi rumsaust.
4) Hund zwei fühlt sich bei jedem Klick des (fremden) Clickers bestätigt und ist langsam völlig gaga!
Wenn Hund zwei auf den Click reagiert, bekommt der eben auch eine Belohnung! Der kann ja grade nichts schlimmes angestellt haben, sonst hätte er ja nicht drauf reagiert!
Wenn ich mal wirklich speziell nur einen Hund bestärken will, nehme ich den entsprechenden Namen des Hundes als Markersignal ;DWie habt ihr solche Herausforderungen gelöst?[/quote]
mit Übung ;D
Nicht nur der Hund braucht Übung, um ein Verhalten zu meistern - "mit richtigem Timing markern (egal ob mit Clicker oder Wort) ist halt auch zu erlernendes Verhalten.
Gut geeignet zum timing-Training sind Sportsendungen: Versuch zu markern, wenn der Tennisschläger den Ball trifft, oder der Ball auf den Boden ditscht, oder der Fußballer den Ball tritt, oder der den Schuß beim Biathlon - Tischtennis ist für Fortgeschrittene ;D - Vor einem Moment
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Hi,
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Dort wird jeder fündig!-
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Zitat
Haben ich meine Hund in letzter zeit gelobt ? Das hätte ich nicht tun sollen :/ heut wurde ein Hund angebellt... Grr
Hey, sie hat EINEN Hund angebelllt?!? Wieviel Prozent Verbesserung ist das zu früher?
Hunde klappen bei uns schon ziemlich gut. Trotzdem laufen wir noch lange nicht auf einem Bürgersteig an lockerer Leine an einem anderen Hund vorbei
Aber zur Not gibts den Geschirrgriff verbunden mit "Wir gehen!" und dann gehen wir auch tatsächlich. Der erste Schritt, den sie freiwillig mitmacht, wird gemarkert... Wenn sie sich "nur" irgendwo festgeguckt hat, reicht auch die verbale Ankündigung und sie kommt mit *freu*
Ich habe immer mehr Werkzeuge
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große Klasse
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Also ich muss mal schreiben was wir für Verbesserungen erzielt haben. Ausgangssituation war so "Oh ein Hund *hinwill* *zieh* *aufbäum (also nur auf den hinterbeinen stehen* *nichtmehrlösenkann* *abschalt und hinwill*"
Zeigen und Benennen seit ein paar Wochen ... Situation jetzt:
Wenn ein Hund gesehen wird wird er angezeigt. Kommt der Hund näher wird sich gesetzt. Mein Hund zittert zwar noch vor Aufregung aber mittlerweile deutlich weniger. Dauert es zu lange legt sie sich hin. Heute war es zum ersten Mal, dass sie erst aufsprang als der andere Hund direkt vor ihr war (war ein bekannter Hund mit dem sie spielen wollte). Mein Hund ist viel beherrschter im Anblick von anderen Hunden und ich muss mich nicht mehr drauf ein stellen, dass sie los zischen will. Heute beim zweiten mal hat sie allerdings gebellt. Das war auch das erste mal, dass sie einen Hund anbellte. Allerdings war sie sofort danach mit einem Handtouch abrufbar. Sie ist mittlerweile deutlich ruhiger in Bezug auf andere Hunde geworden und löst sich viel besser von anderen Hunden.
Zeigen und Benennen ist ein super Werkzeug. :)
Danke für die Beschreibung im ersten Post :)
Olli -
*lesezeichen*
Ich möchte das auch mal ausprobieren. Meine Zicke ist auch Leinenaggressiv, wobei es schon deutlich besser geworden ist, als zu Beginn. Es wird schon lang nichtmehr jeder Hund angepöbelt, aber manchmal eben doch noch.
Sie ist inzwischen auch viel besser ansprechbar.Werde mich jetzt auf jeden Fall mal durch den Thread wühlen
Eine doofe Anfängerfrage hab ich allerdings trotzdem schonmal:Endziel ist es doch, das der Hund entspannt neben mir läuft ohne den anderen Hund groß zu beachten.
Durch Zeigen und Benennen lernt mein Hund aber doch erstmal nur, den anderen Hund anzugucken, oder?
Wie schafft man dann den Sprung zu: anderer Hund ist egal? -
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Endziel ist es doch, das der Hund entspannt neben mir läuft ohne den anderen Hund groß zu beachten.
Durch Zeigen und Benennen lernt mein Hund aber doch erstmal nur, den anderen Hund anzugucken, oder?
Wie schafft man dann den Sprung zu: anderer Hund ist egal?Indem Du ständig die Kriterien, die Du an den Hund stellst, seinem aktuellen Trainingsstand anpasst - oder einfach nur dem realen Leben. Das "passiert" einem ja einfach - und dann kommt halt irgend ein Hund um die Ecke und ist dichter dran, als man eigentlich gut finden würde...
Angenommen z.B. der Hund prollt derzeit alles an, was vier Beine hat, und zwar egal in welcher Entfernung.
Wenn Du anfängst zu üben, nimmst Du also einen möglichst großen Abstand. Da wirst Du dann vielleicht nach einigen Wiederholungen feststellen, dass der Hund Dir die anderen Hunde gar nicht mehr anzeigt = auf die Entfernung sind ihm diese Hunde jetzt egal
Natürlich bleibst Du dann nicht bei dieser Entfernung, sondern gehst näher ran...
Oder der andere Hund bewegt sich schneller...
Oder ihr übt an einem anderen Ort
oder mit anderen "Hundegegnern"
Oder Ihr bewegt Euch...
Und neben der Geschwindigkeit der Bewegung kann man noch deren Richtung variieren...Das einzige, was konstant ist, ist "Wo ist der Hund" und als Konsequenz eine Bestärkung - auch WAS man als Belohnung nimmt, ist ja variabel. Dadurch kann der Hund schnell generalisieren: "es sind andere Vierbeiner, die bewirken, dass wir dieses tolle Spiel spielen, bei denen viele Belohnungen für mich abfallen - ich will mehr Hunde treffen!!!"
Dann kann es hat auch passieren, dass das Treffen von anderen Hunden DESHALB aufregend ist, weil der Hund nun tolle Bestärker erwartet. Dann muß man halt wieder daran etwas drehen - vielleicht nicht mehr gar so tolle Bestärker verwenden, mal nur noch leise loben. Oder komplexeres Verhalten vom Hund als Gegenleistung erwarten. usw. -
Danke für die Antwort!
Hab mich jetzt auch schon bis Seite 22 durchgewühlt, das hat auch nochmal einiges klarer gemacht.
Ich bin schon gespannt wie das Training bei uns wirkt!
Ich les dann mal weiter :book: -
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Ich liebe den Geschirrgriff kann ich nur sagen. Damit krieg ich Lucky auch beim Anblick von nem Fremdhund (in diesem Fall der von Nachbarns, den er so gar nich leiden kann) ins Sitz und kann ihn dann total locker am Geschirr festhalten, brauch keine Panik schieben, dass ich ihn doch nicht halten kann und bin viel entspannter
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Schön, das gefällt mir :)
Besonders praktisch ist, wenn sich das Signal dazu irgendwann verselbstständigt und der Hund sich auf das Signal setzt und man gar nicht mehr reingreifen muß.
Beim Gandhi kann ich bei diesem Signal sehr gut sehen, dass es ihn aus dem "Hinterhirn-Modus" ins Vorderhirn umschaltet - und dann kann er halt selber denken und geplant handeln und ich brauche nicht zu griffeln. Wenn "Stopp" ihn nicht "umschaltet", greife ich halt tatsächlich ins Geschirr und DAS bringt ihn dann wieder auf die Erde.
Eigentlich passiert es nur noch wenn uns ein Auto praktisch überfährt (und zwar je langsamer desto schlimmer... warum auch immer...), oder VORHER viele andere sehr aufregende Dinge passiert sind, wo seine Impulskontrolle bei aufgebraucht wurde, dass ich noch richtig festhalten muß. Ansonsten geht es wirklich fast immer so. - Vor einem Moment
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