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Wann und wieviel dürfen Welpen von der Welt kennenlernen?

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    Angeregt durch einen anderen Thread haben sich viele Fragen für mich aufgestaut die ich loswerden will! ;)


    1. Am Anfang wollen Welpen ja meistens nicht Gassi gehen und dürfen eh nicht lange Gassi. Soll man sie dann mit dem Auto direkt in den Wald oder aufs Feld fahren oder erstmal kleinere Grünflächen zu Fuß aufsuchen? (Wir haben es etwas länger zu Feld und Wald, ich schätze es mal so ein, dass Welpen das nicht schaffen. Und wenn dann sind sie schon platt wenn man ankommt)


    2. Ab der 16. Woche sollen sie für eine Woche besonders Stressempfindlich sein, in wie fern soll man das Programm dann runterdrehen? Keine Welpenspielstunde? Keine Hundekontakte? Viel Ruhe? Aber ich will ja später keinen Hund der bei jedem Geräusch auf 180 ist.


    3. Normaler Weise wird ja die letzte Impfung mit 12 Wochen gemacht und vor dieser Zeit soll man mit dem Hund auch nicht viel machen. Heißt das für diese Zeit ebenfalls: Keine Welpenspielstunde? Keine Hundekontakte? Viel Ruhe?

    Es ist ihr alltägiges Leben, dass
    sie quält & der Tag wird
    intressanter, wenn man Märchen
    erzählt!


    Und am Ende kommt es garnicht so
    sehr darauf an wie weit wir es
    gebracht haben... sondern darauf das
    wir unsern Weg gegangen sind.

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  • Hallo. Meine Welpen waren von Anfang an überall dabei. Wenn sie müde waren habe ich sie getragen. Auf besonders viel Ruhe habe ich nie geachtet, mein Leben ist nun mal nicht ruhig. Mfg

  • Zitat von "Lobezno"

    Hallo. Meine Welpen waren von Anfang an überall dabei. Wenn sie müde waren habe ich sie getragen. Auf besonders viel Ruhe habe ich nie geachtet, mein Leben ist nun mal nicht ruhig. Mfg


    Danke für den Post!


    Wie hast du denn erkannt dass der Welpe müde war?
    Ich hab gehört dass Welpen es an der Leine nicht zeigen wenn sie müde sind und bei mir müsste er eben bis zur nächsten Wiese an der Leine laufen. Die Wiese ist grob geschätzt 10 Minuten von hier.
    Zwar haben wir einen Garten aber meine Eltern wollen nicht dass der Hund dahin sein großes Geschäfft macht, zumindest nicht jeden Tag.

    Es ist ihr alltägiges Leben, dass
    sie quält & der Tag wird
    intressanter, wenn man Märchen
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    Und am Ende kommt es garnicht so
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    gebracht haben... sondern darauf das
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  • Hallo Blümchen94,


    bei uns lebt ein fast 15 Wochen alter Mischlingswelpe, wir haben ihn seit der 8. Woche, hier also ein paar Erfahrungsberichte und Antworten auf deine Fragen:


    zu 1)
    Wir sind mit unserm Kleinen erst nur in den Hof und auf eine kleine Grünfläche bei uns gegenüber gegangen, ab der 12. Woche dann auf eine große Wiese, die etwa 5 Minuten entfernt ist; der Weg hat anfangs richtig lange gedauert :smile: , weil ja alles so neu und aufregend für ihn war - wenn er müde war nicht mehr gehen wollte, hat er sich hingesetzt und gemeckert oder hat sich einfach hingelegt, dann habe ich ihn getragen; jetzt mit 14 Wochen gehen wir fast täglich zu einer größeren Wiese, die etwa 10 Minuten entfernt ist, dort spielen und üben wir und er trifft andere Hunde und Welpen.


    zu 2)
    Ich gehe mit ihm in eine Hundeschule, derzeit sind wir noch in einer Welpengruppe, ab der 16. Woche geht es etwa zweimal in der Woche in den Junghundekurs; und auch auf die Hundewiese werde ich einfach weiter hingehen - wenn mein Kleiner plötzlich gestresst sein sollte, bekomme ich dies ja mit und bin für ihn da.


    zu 3)
    Zu den Impfungen: Unser Tierarzt hat uns geraten, erst ein paar Tage nach der Impfung mit 8 Wochen mit ihm auf Stellen zu gehen, wo viele andere Hund hinmachen und auch mit anderen Hunden in Kontakt zu kommen, was wir beherzigt haben; dann haben wir aber auch schon vor der Impfung mit 12 Wochen viel mit unserem Kleinen unternommen und ihn langsam mit der Welt vertraut gemacht: wir waren in der Stadt, sind Auto, Bahn und Bus gefahren, waren in Restaurants und Cafés, hatten Besuch von Freunden und sind auch schon in die Hundeschule gegangen.


    Etwa bis zur 16. Woche soll ja die Prägephase dauern und bis dahin soll unser Kleiner möglichst viel erleben - das Straßenbahn- und Autofahren macht ihm schon überhaupt nichts mehr aus, quietschenden elektrischen Garagentore und gröhlende Menschenmassen findet er interessant, hat aber keine Angst, in gut besuchten Restaurant schläft er seelenruhig unterm Tisch, im Theater war er schon (hat unter meinen Sitz geschlafen) und vor ein paar Tagen hat er die erste Familienfeier mit vielen Gästen ganz toll gemeistert.


    In der nächsten Woche stehen noch ein Besuch in der Innenstadt an, wir wollen in ein Kaufhaus gehen und in einem durchsichtigen Fahrstuhl fahren.


    Wir haben ihn immer langsam in die jeweiligen Situationen geführt und beobachtet, wie er reagiert - meistens war er interessiert und neugierig (das liegt aber wohl am jeweiligen Hundecharakter ;) ).


    Neben all dem Programm schläft er natürlich noch viel und wir stören ihn auf seinem Ruheplatz auch nicht.


    Wichtig ist uns auch der Bindungsaufbau, also dass der Kleine lernt, dass er sich auf mich verlassen kann - wenn ihm draußen etwas unheimlich vorkommt (etwa die vielen bunt kostümierten Leute zur Zeit hier in Kön :smile: ), schaut er mich kurz an, wie ich reagiere, ich zeige mich desinteressiert oder schaue ganz woanders hin, das scheint ihn darin zu versichern, dass alles okay ist.

  • Zitat von "Blümchen 94"

    Angeregt durch einen anderen Thread haben sich viele Fragen für mich aufgestaut die ich loswerden will! ;)


    1. Am Anfang wollen Welpen ja meistens nicht Gassi gehen und dürfen eh nicht lange Gassi. Soll man sie dann mit dem Auto direkt in den Wald oder aufs Feld fahren oder erstmal kleinere Grünflächen zu Fuß aufsuchen? (Wir haben es etwas länger zu Feld und Wald, ich schätze es mal so ein, dass Welpen das nicht schaffen. Und wenn dann sind sie schon platt wenn man ankommt)


    Ich habe beides gemacht. An manchen Tagen nur das, was zu Fuss in der Zeit erreichbar ist (wir haben einen bewaldeten Flusshang gleich hinter dem Haus), an andern mit dem Auto raus an einen Ort, wo Welpi dann die Welt gefahrlos erkunden kann. Trage den Welpen zum nächsten Grün, er soll anfangs nicht 10 Minuten laufen müssen, schon gar nicht an der Leine. Ich habe übrigens durchaus auch den Garten genutzt, wenn es ganz fix gehen musste. Splash ist auch manchmal auf dem Weg zum Gartentor ausgelaufen, obwohl er gleich danach hätte pinkeln können. Das hat sich ganz von selber gegeben, er macht jetzt auch keine grossen Geschäfte mehr in den Garten.

    Zitat

    2. Ab der 16. Woche sollen sie für eine Woche besonders Stressempfindlich sein, in wie fern soll man das Programm dann runterdrehen? Keine Welpenspielstunde? Keine Hundekontakte? Viel Ruhe? Aber ich will ja später keinen Hund der bei jedem Geräusch auf 180 ist.


    Ich habe keine besondere Stressempfindlichkeit bemerkt, aber ich habe eh kein Monster-Sozialisierungsprogramm gefahren - da wird meiner Meinung nach häufig übertrieben. Es ist weder möglich, noch nötig, dem Welpen ALLES zu zeigen, er wird dadurch nur überfordert.

    Zitat

    3. Normaler Weise wird ja die letzte Impfung mit 12 Wochen gemacht und vor dieser Zeit soll man mit dem Hund auch nicht viel machen. Heißt das für diese Zeit ebenfalls: Keine Welpenspielstunde? Keine Hundekontakte? Viel Ruhe?


    Wir wurden in der Hundeschule darauf aufmerksam gemacht, dass die Welpen nicht direkt nach dem Impfen zur Spielstunde kommen dürfen. Hundekontakte habe ich weder vermieden, noch gesucht, aber einfach für 2, 3 Tage keine Ausflüge geplant.

    Rhian - Welsh Springer Spaniel Hündin *24.6.2006

    Splash - Welsh Springer Spaniel Rüde *1.6.2010

    Emrys - Welshie-Zwärgli *27.6.2020

    Welsh Springer Spaniels Reloaded!

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    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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  • Hallöchen,


    ich besitze eine 12-wochen alte Hündin und versuche täglich ihr mehr von der Welt zu zeigen.
    Innerhalb weniger Tage ist sie auch für 6h stubenrein.


    Der Weg zum nahegelegenen Park dauert bei uns auch eine halbe ewigkeit, da die kleine, vorallem am Abend angst hat voran zu gehen:/


    Leider gottes bleibt die Kleine aber besonders auf Straßen stehen- locken hilft da leider nie viel-die Angst überwiegt leider. Wie kann ich ihr die Furcht vor fremden Autos nehmen?
    Wenn ein Auto dann kommt, muss ich sie leider gottes über die Straße tragen, auch wenn ich weiß das es der falsche Weg ist.


    Was ich nur festgestellt hab, wenn sie sich nicht weiter bewegen möchte (im Park), lass ich die Leine einfach los und dann läuft sie schon immer fein Fuß.
    Warum kann der Welpe das nicht auch mit Leine ?


    Liebe Grüße und viel Spaß mit euren kleinen Vierbeinern

    Everybody must have a fantasy *a. warhol*

  • hexe2:
    Du überfordest deinen Welpen. Die Erkundung der Welt sollte möglichst aus eigenem Antrieb (aber natürlich in Begleitung seines neuen Menschen und unter dessen Schutz) erfolgen, mit der zwangsweisen Konfrontierung mit Neuem sollte man sehr, sehr sparsam umgehen, gerade, wenn der Welpe eher ängstlich ist. Es ist für einen jungen Welpen keineswegs selbstverständlich, an der Leine durch Strassen von A nach B zu laufen, er will eher im Kreis seiner Familie die nähere Umgebung erkunden, mit abwechselnd vorwagen und Rückzug. Zug an der Leine bewirkt Gegenzug, drum laufen Welpen besser ohne Leine. Ausserdem könnte Mensch ihnen ja abhanden kommen ohne Leine, drum folgen sie ihrer Bezugsperson. Trage deine Hündin zum Park, lass sie nur dort selber laufen, wo sie nicht dermassen Angst hat. Für Gehorsamsübungen an und auf der Strasse ist sie noch nicht reif. Setz dich mal eine Weile hin in einer Distanz, in der sie die Autos noch nicht allzu bedrohlich findet. Lass es langsam angehen, der Hund gibt das Tempo vor, nicht ein Standard-Programm.

    Rhian - Welsh Springer Spaniel Hündin *24.6.2006

    Splash - Welsh Springer Spaniel Rüde *1.6.2010

    Emrys - Welshie-Zwärgli *27.6.2020

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  • Danke für eure Antworten! Hat mir recht gut geholfen. ;)

    Es ist ihr alltägiges Leben, dass
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    Und am Ende kommt es garnicht so
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    gebracht haben... sondern darauf das
    wir unsern Weg gegangen sind.

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