Wie lange noch diese "Ausraster-Phasen"?
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jUli&Nero -
17. Februar 2011 um 12:33
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Zitat
also ich war vorhin mit ihm draussen.
Er hatte sechs Ausraster wovon er sich bei zweien sehr schnell eingekriegt hatte.
Was ich noch dazu sagen möchte ist das wenn er einen Ausraster hat, er mich dann auch anknurrt.
Ignorieren fällt auch sehr schwer weil er dann in die Schuhe zwickt, hochspringt und an der Hose zerrt.
Zudem macht er dann erst recht was er will..
solche Zwischenfälle frustrieren schon manchmal
na das hört sich aber schon turbulent an...
finde aber dass dein trainer euch da doch schon ein paar tipps mehr geben können sollte

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Hi,
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Was ist dein Ziel mit deinem Samojeden? Du hast mal gesagt dass du mit ihm sport machen willst z.B. joggen. Hast du aber auch vor Zughundesport mit ihm zu machen oder willst du ihn nur einfach als bewegungsfreudigen normalen Familienhund ausbilden? Wenn es das zweite ist hast du dir eindeutig den falschen Hund geholt. Samojeden sind zwar schön zum anschauen, aber ihnen steckt alles andere als kuschelig und schön zu sein.
Einen nordischen Zughunderasse zu halten und ihm das ziehen und vorauslaufen zu verbieten, vor allem wenn er es noch von sich aus anbietet, ist wie ein Labrador zu kaufen und ihm das Apportieren zu verbieten. Dein Hund ist jetzt 5 Monate alt und fängt nun langsam an zu zeigen was in ihm steckt.
Ausserdem hast du einen Samojeden von einer Rennlinie/Arbeitszucht (of Whiteline). Schau einmal auf deren Züchterseite was sie schon alles mit ihren Hunden gemacht haben und was für Leistungsauszeichnungen die Mutterhündin hat, auch der Vater ist nicht ohne. Dein Hund ist also dazu geboren und gezüchtet Schlittenhund zu sein. Ich weiss von was ich rede, habe ja selber Samojeden aus der Rennlinienzucht und mein jüngster ist nun 9Monate alt.Um das Verhalten deinen Sämmys zu deuten müsste ich es sehen. Ich vermutte freude das etwas läuft, Undervorderung und Energiestau. Was ich dir empfehlen kann. Mach längere Spaziergänge, du kannst jetzt ruhig einmal pro Tag 1Stunde gehen, beobachte einfach deinen Hund gut. Zieh ihm ein Geschirr an und lass ihn vorrauslaufen, er wird noch nicht gross ziehen und dass muss er auch noch nicht. Verbiete es ihm aber nicht wenn er es trotzdem tut, vorallem wenn er geradaus dem Weg entlang läuft. Wenn er zu lange zieht und zu fest, kannst Du ihn wieder an das Halsband rumhängen und auf die Leinenführigkeit achten. Samojeden lernen schnell und verstehen den Unterschied zwischen Halsband nicht ziehen und Geschirr ziehen. Du wirst sehen dein Sämmy wird ruhiger wenn er seine drang ausleben kann. Die kurzen Zugphasen machen ihm körperlich nicht's, er baut dabei nur langsam seine Muskulatur auf, was auch gut ist für seine Gelenke.
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Zitat
Was ist dein Ziel mit deinem Samojeden? Du hast mal gesagt dass du mit ihm sport machen willst z.B. joggen. Hast du aber auch vor Zughundesport mit ihm zu machen oder willst du ihn nur einfach als bewegungsfreudigen normalen Familienhund ausbilden? Wenn es das zweite ist hast du dir eindeutig den falschen Hund geholt. Samojeden sind zwar schön zum anschauen, aber ihnen steckt alles andere als kuschelig und schön zu sein.
Einen nordischen Zughunderasse zu halten und ihm das ziehen und vorauslaufen zu verbieten, vor allem wenn er es noch von sich aus anbietet, ist wie ein Labrador zu kaufen und ihm das Apportieren zu verbieten. Dein Hund ist jetzt 5 Monate alt und fängt nun langsam an zu zeigen was in ihm steckt.
Ausserdem hast du einen Samojeden von einer Rennlinie/Arbeitszucht (of Whiteline). Schau einmal auf deren Züchterseite was sie schon alles mit ihren Hunden gemacht haben und was für Leistungsauszeichnungen die Mutterhündin hat, auch der Vater ist nicht ohne. Dein Hund ist also dazu geboren und gezüchtet Schlittenhund zu sein. Ich weiss von was ich rede, habe ja selber Samojeden aus der Rennlinienzucht und mein jüngster ist nun 9Monate alt.Um das Verhalten deinen Sämmys zu deuten müsste ich es sehen. Ich vermutte freude das etwas läuft, Undervorderung und Energiestau. Was ich dir empfehlen kann. Mach längere Spaziergänge, du kannst jetzt ruhig einmal pro Tag 1Stunde gehen, beobachte einfach deinen Hund gut. Zieh ihm ein Geschirr an und lass ihn vorrauslaufen, er wird noch nicht gross ziehen und dass muss er auch noch nicht. Verbiete es ihm aber nicht wenn er es trotzdem tut, vorallem wenn er geradaus dem Weg entlang läuft. Wenn er zu lange zieht und zu fest, kannst Du ihn wieder an das Halsband rumhängen und auf die Leinenführigkeit achten. Samojeden lernen schnell und verstehen den Unterschied zwischen Halsband nicht ziehen und Geschirr ziehen. Du wirst sehen dein Sämmy wird ruhiger wenn er seine drang ausleben kann. Die kurzen Zugphasen machen ihm körperlich nicht's, er baut dabei nur langsam seine Muskulatur auf, was auch gut ist für seine Gelenke.
ich will ihn nicht nur als lauffreudigen Familienhund. Ich möchte dass er beim Joggen nebenher läuft, beim Radfahren und auch Zughundesport fände ich sehr interessant. Ich verbiete ihm auch nicht das Ziehen weil mir sehr wohl bekannt ist das ein Samojede ein Zughund ist. Er läuft von sich aus gerne neben mir her.
Ich habe auch mit der Züchterin regelmäßig Kontakt und schreibe ihr auch über Neros Entwicklung usw.
Ich mache mit ihm auch wirklich viel und laste ihn gut aus. Wir gehen sehr oft verschiedene Pfade, ich baue Spiel beim Gassi-gehen ein und er hat Kontakt zu anderen Junghunden.
Das mit dem Halsband und Geschirr ist eine gute Idee. Das werde ich auf jeden Fall mal ausprobieren. Danke.
Mir ist es natürlich sehr wichtig das es ihm an nichts fehlt. -
Das finde ich gut, dass du mit der Züchterin im Kontakt stehst.
Joggen nebenherlaufen würde ich gleich vergessen. Es ist besser wenn er vorrausläuft und das wird er auch selber einvordern, schau einmal unter Canicross. Radfahren ist dasselbe. Es gibt nur wenige die reinrassige haben und die nicht vorrauslaufen wollen.Ich kann dir noch von meinen Junghunden erzählen, vielleicht kanst du etwas daraus gebrauchen. Mein 2 Jähriger fing an zu ziehen mit ca 5/6 Monaten. Durch seinen Körperbau entwickelte er schon schnell sehr viel Kraft. Wenn es also nicht vorwärts ging und das ihm nicht passte zog er einfach umso stärker ,es war und ist ihm egal was hintendrann hing. Hauptsache es geht dorthin wo er will. Meine Aufgabe war nun ihm beizubringen, dass er ziehen darf, aber nur dorthin wo ich will und dann wann ich will. Also einfach seine Energie und Kraft in die richtigen Bahn zu bringen.
Der 9Monatige hat schon mit 10Wochen gezeigt, dass es für ihn nicht schöneres gibt als so schnell wie möglich von A nach B zu rennen. Wenn er das nicht konnte z.B. beim spazieren an der Leine, hat er mich angekläfft und ist an mir hochgesprungen. Das macht er auch jetzt noch ab und zu, wenn es für ihn zu wenig schnell vorwärtsgeht. Ich habe mit ihm dann oft jagtspiele gemacht, wie Hunde untereinander auch machen, dann war er schnell auch ruhiger. Er musste auch lernen dass es nicht immer nur schnell vorwärts geht, schon gar nicht bei so einem Verhalten. Jetzt ,seit wir kurze strecken joggen gehen ist es viel besser. Er weiss genau, wenn ich die Jogginghose anhabe und das entsprechende Geschirr anziehe was läuft und fängt an herumzukläffen und hüpfen. Nun sind wir fleissig am lernen, dass er ruhig sein muss und ruhig im Geschirr angeleint vor mir warten muss bis es los geht.
Mein ältester und mein jüngster laufen auch gerne neben mir am Halsband, aber auch nur weil sie auch das andere kennen und wissen wann was angesagt ist und auch regelmässig ihre Passion ausleben drüfen. Mein 2Jähriger ist da ganz anderst, er ist ein wenig grobmotorig und kennt nur langsam und schnell ziehen, mit viel Kraft oder weniger Kraft.Wahrscheinlich musst Du dich einfach noch ein bischen mehr in den Zughundebereich einlesen um es zu verstehen. Das musste ich auch und mache ich auch jetzt noch. Schau einmal unter IG-Samojeden, das gibt es viele Tips und Links, auch zur erziehung der Schlittenhundewelpen.
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Danke für die ausführliche Antwort

habe eben auf die IG Samojeden Seite geschaut.
Was ich sehr interessant finde ist das Dog-Cart und das Bike-Jöring.
Meine Frage an dich ist, mit welchem Alter man mit dem Bike-Jöring oder dem Canicross anfangen kann?
Also das Alters des Hundes natürlich
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Ab 8 Monate langsam im Canicross, 1/Woche ca. 1km. Ab 10 Monate steigern. Mit 12 Monaten so oft ihr wollt und mit Beikjöring anfangen. Kommandos kannst du ihm jetzt schon beibringen. Siehe auch noch im Zughundebereich, da wurde das Thema oft behandelt.
Mir kam noch in den sinn, vielleicht macht dein Hund die Ausraster auch bewusst.
Ich hatte einmal einen Jungspunn der nahm immer die Leine in den Mund. Also gab es Leckerli bei Nein und Leine loslasse. Hund sah das als Spiel und verstand es so: Leine in den Mund, warten auf Nein, loslassen und dann kam Essen. Das machte er dann immer wenn er etwas Essen wollte. Seit daher gebe ich meinen Hunden selten Leckerli, ein Nein ist bei mir ein Nein und die Belohnung kommt mit Worten. War danach auch besser mit der Leine.Übrigens hast du einen tollen Hund mit gute Vorrausstezungen hat als Zughund.
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also irgendwie kann ich dem ganzen nicht so wirklich folgen...
5 monate alter hund springt in die leine und zwickt ins hosenbein... laufen tut er an der leine bzw. an der schlepp. pro woche hat er 30min kontakt zu anderen hunden..
und der grund ist jetzt sein trieb zum ziehen? und mit dem verhalten beweist er, dass er gute anlagen als zughund hat?
ich bin ja wahrlich kein samojeden-experte, deswegen habe ich auch bisher meinen senf hier weg gelassen.. aber ich würde die situation ganz anders interpretieren.
für mich sieht das alles nach einer spielaufforderung deines hundes an dich aus, wenn auch nach einer ziemlich penetranten und frechen
gründe dafür gibts wahrscheinlich verschiedene.. einerseits ist das verhalten ziemlich normal bei einem 5-monatigen hund (was aber nicht heißt, dass man es einfach dulden sollte damit es sich schön etablieren kann..). 30min kontakt zu anderen hunden pro woche finde ich allerdings viel zu wenig. es geht auch gar nicht nur ums austoben bis zur erschöpfung, einfach alles, das spielen, die kommunikation, das miteinander-sein unter hunden. das ist SO wichtig, und ich finde, du solltest dazu übergehen, deinen hund mehr unter hunde zu bringen
von einem souveränen, erwachsenen hund wird er für dieses aufdringliche verhalten übrigens ziemlich sicher ziemlich schnell auch mal ne abreibung kassieren, und das ist auch gut so und wichtig!
auch würde ich jeden tag eine zeit freilauf einräumen, richtigen, ohne jegliche form von leine. zur not auf irgendeiner eingezäunten fläche, wobei das finde ich auch nicht vergleichbar ist mit offline-feld-wald-und-wiesenspazierrunden... auch die schleppe schränkt deinen hund ja schon noch arg in spielraum und bewegung ein, richtig brausen und mal ausflippen kann er ja doch nicht.. keine angst, es ist doch normal, dass ein welpe/junger hund mal äste, gras, laub, dreck etc. mit seinen zähnen befühlt, damit vergiftet er sich ja nicht gleich. solange du aufpasst und immer noch die möglichkeit hast, einzugreifen, ist es doch ok.
um ihn körperlich noch ein bisschen zu fordern, würde ich ggfs. einfach noch eine dritte runde pro tag in ähnlichem umfang mit ihm los stiefeln..was du gegen die "attacken" unternehmen kannst, weiß ich auch nicht so wirklich.. vielleicht im moment des losstartens ihn auf irgendwas tolles aufmerksam machen, leckerlie oder spielzeug und dafür 3 sekunden konzentrierter sitz oder sowas. vielleicht fährt er sich damit ein bisschen runter.. könnte allerdings auch in dem sinne nach hinten los gehen, dass er sich damit in seinem ausrasten bestätigt fühlt..
ich glaube ich hätte schon längst instinktiv so gehandelt, dass ich mir den hund bei einer angehenden attacke auf mein hosenbein geschnappt und einfach mal festgehalten hätte
. hand schnell und beherzt ins halsband/geschirr/fell und einfach festhalten. sicherlich würde er weg wollen. dürfte er dann auch wieder, nach 5 oder 10 oder 30 sekunden, je nachdem, wann er sich wieder beruhigt hätte. vermutlich wär er dann irritiert und eingeschnappt, aber ruhig, und dafür gäbs dann gleich ein lob und alles-ist-jetzt-wieder-ok-getue. möglicherweise wäre er auch durchs "zupacken" gleich so "huch!?", dass er sich sofort wieder auf sein bewusstsein besinnen würde und "ansprechbar" wäre. das habe ich einmal bei einem hund gemacht, der gerade im begriff war, sich giftend auf meine hündin zu stürzen. zufällig kam er dabei an mir vorbei gesaust, ich hab sein halsband zu fassen bekommen, hab ihn aufgehalten, umgedreht, und nett zu seinem frauchen zurück geschickt. der war so perplex, dass er das auch sofort gemacht hat. -
Also auch ich finde 30 min. Hundekontakt zu wenig, vllt. hast du die Möglichkeit ihm Kontakte zu älteren Hunden zu verschaffen, das fänd ich Sinnvoller als Kontakte zu Junghunden. Die Puschen sich gegenseitig sehr auf.
Das was dein kleiner zeigt sind sicher rotzfreche Spieleaufforderungen, die du mit ignorieren oder umdrehen gut händeln kannst.
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ja das mit der Spielaufforderung kann ich mir gut vorstellen, zudem er manchmal auch so eine Körperhaltung zur Aufforderung zeigt.
Ich frage dann mal meinen Hundetrainer ob er in seinen anderen Kursen vllt HH mit älteren Hunden für einen gemeinsamen Gassi-gang fragt.
Zudem werde ich dann noch Zettel im Freßnapf u. a. andere Zoogeschäfte aufhängen, ob jemand Lust hätte gemeinsame Gassi-Runden zu drehen. -
Dass dein Trainer nicht mehr und auch sinnvollere Tipps geben kann wundert mich auch ein bisschen.
Ich würde evtl sogar so weit gehen dass ich den Hund im Moment des Ausrasters anbinden würde und ein Stück (nicht weit, aber so dass er dich nicht mehr erreichen kann) von ihm weggehe. Kein Blickkontakt oder Schimpfen. Wenn er sich dann beruhigt hat wartest du noch kurz (zähl im Geiste auf 3) und dann kann es weiter gehen.
So merkt er dass es keinen Sinn macht und eigentlich ganz schön doof ist ins Hosenbein zu beißen und so einen Terz zu veranstalten.Zur allgemeinen Auslastung: denke auch dass du etwas mehr mit ihm draußen machen kannst. Es muss nicht immer Action sein, du kannst dich auch mal auf ne Parkbank setzen und er darf in der Zeit die Umgebung erkunden (an der SL). Dann würde ich anfangen mit ihm Kopfarbeit wie Leckerchen suchen oder Tricks üben zu machen - das macht auch müde.
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