Ich bin nervlich am Ende !!

  • Zuhause läuft er mir meist hinterher,wenn ich in der Küche oder im Arbeitszimmer bin legt er sich so hin das er mich immer im Auge hat.
    Er bellt in der Wohnung wenn er andere Hunde draußen hört,wenn es klingelt und wenn er jemanden im Treppenhaus hört.Ich sage dann laut und deutlich Ruhe,funktioniert meistens.
    Meine Trainerin meint er muss noch sozialisiert werden,ansonsten sollte ich mir ein Buch über Körpersprache der Hunde holen und mit Leckerlies arbeiten,funtioniert draußen nur nicht.Er ignoriert die Leckerlies,habe es auch schon mit einem Ball versucht.
    Wenn wir essen bettelt er eigentlich nicht.Er hat ein Bettchen im Schlafzimmer und Wohnzimmer,Arbeitszimmer ist tabu,denn das ist das Refugium der Katzen.Spielzeug lässt er sich nur wegnehmen wenn ich scharf Aus sage,er meint nämlich mich dann anknurren zu müssen.Ich fange aber das Spiel an und höre auch wieder auf,wenn er spielen will ignoriere ich das.Wir üben auch viel,ich versuche ihn auch geistig auszulasten in dem ich Leckerlies verstecke und er sie suchen muss oder verstecke diese in Socken und er muss versuchen die herauszubekommen.Wenn wir unterwegs sind schnüffelt er an allem und jedem,zieht auch ordentlich an der leine,ich bleibe dann entweder stur stewhen oder wechsel die Richtung.
    als wir auch schon auf der Wiese waren kamen schon Hunde auf uns zugestürmt,Billy hatte kurz gebellt und dann war alles in Ordnung,habe ihn dann von der Leine gelassen und er hat schön gespielt.
    Wenn er so von der Leine ist und wir sehen Hundebesitzer dann tickt er auch aus,er geht bleibt auf Abstand,bellt wie ein Irrer und stellt sie Nackenhaare auf geht aber nicht hin,ich habe dann auch keine Chance ihn abzurufen.Nackenhaare aufstellen und bellen macht er auch wenn vor uns ein Hund gelaufen ist und er diesen noch riecht.

    Und ja ich bräuchte eine gute Adresse von einem Hundetrainer.
    Mein Mann ist der Meinung das würde sich schon von alleine bei mir legen und ich soll den Kurs im Hundesportverin in Viernheim besuchen,aber die machen auch kein Einzeltraining,ist halt billiger als eine Hundeschule.Nur da sind ja noch mehr Hunde.Mir wurde auch das Angebot gemacht mit Billy hinzugehen wenn Training ist und er sich so an den Platz und die anderen Hunde gewöhnen kann.Ich weiß jetzt schon wie das abläuft.

  • Die Situation kenne ich, mein Großer hat mich vor allem und jedem beschützt, egal ob Mensch oder Hund (Der Grund weshalb ich sein 4ter Besitzer bin). Ich kann dir bloß sagen: Eines Tages wird das besser, aber das dauert. Ich habe meinen jetzt über ein Jahr und wir können jetzt meistens entspannt laufen und trotzdem muß ich aber immer noch aufpassen weil er manchmal noch austickt. Nicht die Geduld verlieren, immer ruhig und konsequent bleiben (hört sich blöd an, ich weiß). Ich habe meinen bei jeder Begegnung zur Seite genommen ins "Sitz" gebracht und ihn ruhig gehalten.
    Das Wichtigste ist, daß ihr beiden eure Rangordnung klärt, denn nur dann kann dein Hund die Position finden in der er ruhig auf andere Kontakte reagiert.
    Sehr gute Erziehungstipps gibt es übrigens auch hier: http://www.hovawart-info.de/

  • Ich würde Dir spontan den Clicker empfehlen. Kennst Du den? Sobald Billy darauf konditioniert ist (bitte gewissenhaft aufbauen) könntest Du versuchen, ihn in so aufregenden Situationen "durchzuclicken". Vielleicht spricht er gut drauf an und Du hättest dann wieder mehr Sicherheit, weil Du weisst, wie Du in solchen Situationen reagieren kannst, damit er ruhiger bleibt... Du könntest den Clicker auch in der HuSchu anwenden...

    Abgesehen davon würde ich viiiiel Ruhe reinbringen, fordere ihn nicht zu sehr. Vielleicht hat er noch nicht soviel erlebt und all die Reize auf den Spaziergängen überfordern ihn schon – wer weiss. Jedenfalls würde ich auch momentan Konfrontationen vermeiden, damit er mal zur Ruhe kommt. Weiche andern Hunden und deren Halter aus, bis er sich auf Dich konzentrieren kann. Vielleicht findest Du ein Spaziergebiet, wo nix los ist und ihr ungestört seid. Danach kannst Du die Ablenkung immer noch langsam steigern.

  • Also, es liegt eindeutig an mir!!! Am Samstag waren wir in der Hundeschule,haben im Park trainiert,es waren insgesamt 5 Hunde und ich muss sagen ich war das erste mal seit Wochen wieder enspannt,da ich alle Hunde kenne und weiß wie die ticken habe ich mich auch von Anfang enspannt.Bevor das Training angefangen hat durften alle Hunde erst einmal toben,dann ab an die Leine und das Training hat angefangen,zwischendurch wurden Pausen gemacht zum toben.Am Ende der Stunde durften alle wieder von der Leine und ausgiebig toben,ich habe mich zwischendurch versteift,da Billy wie ich erkennen musste doch sehr rüpelhalft spielt,aber mir wurde das Verhalten von Billy und seiner Busenfreundin Lilly erklärt und alles war o.k.Gestern waren wir im Wald und sind einer Familie mit einem Ridgeback über den Weg gelaufen,ich natürlich erst mal Ach Du Sch...,aber die waren total nett,haben gefragt ob Billy ein Rüde ist und wenn ja ob kastriert,wir beides bejaht und dann wurden wir gebeten Billy von der Leine zu machen damit die 2 sich besser abchecken können.Ich habe irgendwann meine angst vor diesem Rüden verloren,hat auch an der Familie,an dem Umgang mit dem Hund und an den 2 Jungs die nicht älter als 10 waren gelegen.Da ist bei mir auf einmal der Knoten geplatzt und auch das ich mir eher Sorgen um andere Hunde machen muss wie um unseren "Rüpel" Billy.Ich glaube solche positiven Begegnungen helfen mir ungemein.
    Heute war ich auch total enspannt mit Billy im Wald und habe an der Schleppleine den Rückruf usw. trainiert und es hat funktioniert.Ich muss aber auch dazu sagen,Billy lernt am besten wenn noch nicht zuviele Ausereize da sind,sobald zu viel los ist funktioniert es noch nicht richtig.
    Aber ich habe die Spaziergänge jetzt umgelegt um in Ruhe zu üben.
    Ich mache es trotzdem weiter so,wenn irgendwo mehr Hunde unterwegs sind gehe ich diesen aus dem Weg,auch wenn mein Mann sauer deshalb ist,aber ich mache es in kleinen Schritten,das ist nicht nur wichtig für mich,sondern auch für Billy.Ich habe mit unserer Trainerin jetzt auch vereinbart das wir noch einmal eine Einzelstunde machen um zu sehen warum Billy gerade aus weiter Entfernung alle Hunde anbellen muss oder besser gesagt auch wenn wir nur daran vorbeilaufen(Bögen laufen funktioniert leider nicht immer) um daran zu arbeiten.
    Ich hoffe ich bin auf dem richtigen Weg.

  • ha, jemand hat dir schon die Esther von Caneami empfohlen - genau die häte ich dir auch vorgeschagen.

    Lies das mal: http://www.chico-rockt.de/2010-unser-jahr/
    und wenn dir das irgendwie bekannt vor kommt auch die folgebeiträge des Bloggs.
    Die Nadine ist bei Esther im Training, und breichtet derzeit quasi täglich von neuen Trainingserfolgen - entweder über den Blog oder im FB.
    Ich arbeite genauso - weil es irre effizient ist und noch viel mehr Spaß macht!

  • Ich würde auch unbedingt Einzelunterricht in eurem normalen Umfeld nehmen. Ein guter Trainer wird auf die Situation und vor allem auf dich eingehen und dir Tipps geben, wie du souverän mit Billys Allüren umgehst. Wenn du selbst wieder sicherer bist, kannst du auch deinem Hund wieder die Sicherheit vermitteln, die er braucht. Trotzdem würde ich in der HuSchu weiter üben. Kontakt mit anderen Hunden und Menschen sind immer gut - besonders, wenn die schwierige Übung dort klappt. Dann kannst du sie dort schonmal festigen und positiv verknüpfen. Ich wünsch dir viel Erfolg und starke Nerven!

  • hallo,

    kann das auch so gut nachempfinden, ich war auch nicht mehr mit unserem hund draußen nur noch mein mann und jeder spaziergang ist für mich der angsthorror.
    wir sind jetzt in ner hundeschule im einzeltraining, erfolge kanns keine geben da wir erst ein kennenlern gespräch hatten aber ich setze da große hoffnungen rein und der hund bekommts definitiv mit wenn du angst hast.
    das merke ich das unser hund bei meinem mann echt besser läuft wie bei mir..

    wünsch dir und deinem billy viel kraft und gutes gelingen!

  • Danke,

    wir hatten gestern auch Einzeltraining.Billy hat sich wunderbar verhalten,war sehr sozial anderen Hunden gegenüber,aber man merkt an ihm auch das er z.T. noch unsicher ist.Aus diesem Grund wird jetzt ein Trainingsplan erstellt und auch an meinem Problem gearbeitet.
    Die Stunde hat mir gestern sehr viel gebracht und ich werde jetzt die Gruppe wechseln,so wie es mir angeboten wurde.Einmal in der ursprünglichen Gruppe,also mit seinen Hundekumpels zusammen und dann mit den großen Hunden die auch den Hundefüherschein machen,so lerne ich mit großen Hunden besser zurecht zu kommen und auch meine angst endlich wieder abzulegen.Ich habe gestern deutlich gemerkt das auch sehr viel von mir abhängt,aber ich muss sagen meine Trainerin unterstützt mich wirklich toll und hat mir auch angeboten das ich auch Spaziergänge mit Ihr und Ihrer Labradorhündin unternehmen kann.
    Vor Ihrer Hündin hatte ich absolut keine angst,da ich meiner Trainerin vertraue und Sie hat mir gestern auch viel über die Körpersprache der anderen Hunde beigebracht.
    Sowohl Billy als auch ich müssen beide noch souveräner werden,aber ich bin sicher wir schaffen das.Der Wille ist da und ich glaube an Billy und mich.

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