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Lästiges Anspringen

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    Guten Morgen,


    ich brauche mal euren Rat.
    Seit ca. einem halben Jahr hat Fiete eine unangenehme Marotte:
    Er versucht, Fußgänger auf der Straße anzuspringen. Nicht Alle, ich kann da auch kein wirkliches Muster erkennen, mal sind´s Frauen, mal Männer, mal Kinder.


    Was ich aber sagen kann ist, dass er das nur in seiner "Straße" macht. Also nur auf Wegen, die wir fast jeden Tag gehen. Ich kann problemlos mit ihm durch Menschenmassen in der Innenstadt laufen, da ignoriert er alle, die ihn ignorieren.


    Das fing ungefähr zur selben Zeit an, als er begann, im Dunkeln Leute anzuknurren, die er unheimlich fand. Das habe ich mittlerweile gut unter Kontrolle, in 90% der Fälle reicht ein "ist gut" von meiner Seite, sobald er sie mir anzeigt.


    Nun weiß ich auch nicht, was er damit bezwecken will, denn er hat damit bei mir noch keinen Erfolg gehabt. Es ist bei meinem Vater ein Mal passiert und seitdem habe ich aufgepasst.
    Ehrlich gesagt kann ich auch keine Signale in der Körpersprache erkennen, er läuft neben mir, soll Blickkontakt halten und dann plötzlich, kurz bevor derjenige vorbei ist, setzt er zum Sprung an. Geht wahrscheinlich zu schnell für mich.
    Aber er hat es nun seit Monaten nicht mehr geschafft.


    Deshalb verstehe ich auch nicht, warum er damit nicht aufhört; läuft er, ohne etwas zu machen, vorbei, lobe ich, versucht er hinzukommen, unterbinde ich das und maßregel ihn kurz.


    Zuerst dachte ich, ich sei zu nervös, aber ich bin mittlerweile wirklich entspannt, mache da kein Theater draus. Er kommt zwar ins Fuß, aber ich lasse die Leine locker, bin fröhlich und lasse das Fußlaufen auch einfließen, wenn es keinen ersichtlichen Grund gibt, damit er da kein Muster erkennt.
    Wir trainieren das nun schon so lange, ohne großartigen Erfolg.


    Das Anspringen an sich kann ich ihm nicht abtrainieren, da ich leider, neben meinem Freund, die einzige bin, die das durchsetzt.
    Habe da schon stundenlang mit meinen Eltern geredet, es bringt nichts.
    Damit muss ich mich wohl abfinden :/


    Hat jemand eine Idee, warum er das macht und wie ich es ihm abgewöhnen kann?


    Wäre sehr dankbar für jeden Vorschlag.


    Liebe Grüße

    Lisa und Fiete
    __


    I´m an ordinary guy burning down the house.

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  • Ich kann Dir sagen, warum er das macht - ich habe nämlich auch so einen "Anspringer".


    Die Menschen befinden sich in direkter Umgebung zu Eurem Heim. Folglich sind sie in Eurem Revier. Aus Hundesicht gibt es nur zwei Gründe, warum ein Wesen im eigenen Revier auftaucht: Entweder ist es ein Feind (das war die Phase des Anbellens) oder es ist jemand, der auch im Revier leben möchte - also ins Rudel will. Da Dein Hund rangniedrig ist, gehört es sich für ihn, den Neuling auf Hundeart zu begrüßen, so wie es ein Rangniedriger macht, wenn ein Ranghöhrer heimkommt. Sprich: Soziales Begrüßen, wie man es von jungen Hunden gegenüber Erwachsenen sehen kann. Das ist das "Um die Schnauze gehen, wedeln, dann abducken etc.". Also all das, was der Mensch gemeinhin als Freude beim Hund interpretiert, wenn er nach Hause kommt.


    Meine Chill versteht bis heute noch nicht, warum man nicht höflich sein darf (7 Jahre alt). Ich lasse sie bei Bekannten auf Freigabe begrüßen, bei fremden lege ich sie ab oder setze sie hin. Einfach nicht begrüßen fällt ihr seeeeeeeeeeehr schwer.


    Viele Grüße
    Corinna

  • Das ist sehr interessant, danke für die tolle Erklärung.


    Dann werde ich wohl verfahren wie gehabt und hoffen, dass der Knirps mit steigender Dauer lernt, sich ein wenig zu beherrschen.
    Da mangelt es sowieso.


    Wäre es sinnvoll ein Kommando aufzubauen, dass ihm erlaubt, die Leute auf seine Art zu begrüßen, um das besser handhaben zu können, anstatt das grundsätzlich zu unterbinden?

    Lisa und Fiete
    __


    I´m an ordinary guy burning down the house.

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  • Zitat von "flying-paws"

    Die Menschen befinden sich in direkter Umgebung zu Eurem Heim. Folglich sind sie in Eurem Revier. Aus Hundesicht gibt es nur zwei Gründe, warum ein Wesen im eigenen Revier auftaucht: Entweder ist es ein Feind (das war die Phase des Anbellens) oder es ist jemand, der auch im Revier leben möchte - also ins Rudel will. Da Dein Hund rangniedrig ist, gehört es sich für ihn, den Neuling auf Hundeart zu begrüßen, so wie es ein Rangniedriger macht, wenn ein Ranghöhrer heimkommt. Sprich: Soziales Begrüßen, wie man es von jungen Hunden gegenüber Erwachsenen sehen kann. Das ist das "Um die Schnauze gehen, wedeln, dann abducken etc.". Also all das, was der Mensch gemeinhin als Freude beim Hund interpretiert, wenn er nach Hause kommt.


    Deine Erklärung finde ich sehr interessant.
    Für mich ein neuer Aspekt, den es zu überdenken gilt.
    Ich habe auch so ein Springteil zu Hause.


    Draußen ist es nicht mehr unser Thema. Da ich nie weiß, auch welche Menschen sie reagiert, nehme ich sie fast immer unter ein Kommando. So, dass sie physich und psychisch bei mir ist.


    Blue springt Besuch an, wenn ich es nicht verhindere.
    Aber sie bellt oft auch dabei. Deshalb denke ich ersteinmal, sie will den Besuch vertreiben. :???:
    Wenn jemand kommt den sie kennt, springt sie meistens auch.
    Ich schicke sie normalerweise auf ihren Platz. Dort winselt und jault sie ganz aufgeregt. Sobald sie etwas ruhiger wird lasse ich sie kommen.
    Eigentlich wäre es mir am liebsten, sie bliebe so lange am Platz, bis sie einigermaßen entspannt ist, aber es ist mir einfach zu anstrengend mit dieser Geräuschkulisse umzugehen, vor allem mit Rücksicht auf den Besucher. :/

    Wir brauchen viel Mut, wenn wir den Versuch machen, Veränderbares zu verändern, viel Gelassenheit, um zu akzeptieren, was nicht zu verändern ist, und viel Weisheit, um den Unterschied zwischen beidem zu erkennen.

  • Toller Beitrag Corinna. :gut:


    Dieses Begrüßungsszenario kenne ich von Atti, er ist bereits 5, auch. Es ist einfach die Art der hündischen Begrüßung, die ich persönlich gar nicht schlimm finde. Das heißt natürlich nicht, dass ich diese Begrüßung zulasse, denn nicht jeder Mensch ist ein Hundefreund.


    Wir haben damals, als wir Atti als 1 Jährigen bekamen, mit der langen Leine gearbeitet und ihn nicht zu jedem Menschen gelassen.


    Heute geht es, wie bei Corinna, entweder lassen wir ihn Sitz oder Platz machen und wenn Hund sich dann beruhigt hat, ist es gut, dann springt er auch nicht mehr.

    • Neu

    Manchmal hilft einfach das richtige Futter - aber wie findet Ihr es?

    Ich hatte schon viele Hunde und die Erfahrungen haben mich gelehrt, dass jeder andere Ansprüche an die Ernährung hat. Mal legen sich Verdauungsstörungen durch eine Futterumstellung, ebenso können Fellprobleme abklingen. Schlanke Windhunde leiden nicht selten unter nervösen Störungen, wenn der Proteingehalt zu hoch ist; sie benötigen eher Kohlehydrate zur sofortigen Energiefreisetzung. Andere Rassen wie sportliche Huskys brauchen stattdessen hochwertige Proteine, während Kohlehydrate nur ansetzen würden.


    Das Alter spielt ebenso wie die Konstitution eine Rolle für den individuellen Bedarf und einige Krankheiten erfordern eine spezielle Nährstoffzusammensetzung.


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    Liebe Grüße Tobi hugging-dog-face



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