Fremde (böse) Hund fernhalten?

  • Erstmal gute Besserung für deine Maus ! :sad2:


    Zitat

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    Wenn ein Hund auf Euch zustürmt, würde ich mich breitbeinig und voll aufgerichtet vor den eigenen Hund stimmen. Noch wenn der Hund im Ansturm ist, kannst Du ein lautes STOP rufen - Körperhaltung entsprechend anpassen. Die wenigsten Hunde gehen auf Konfrontationskurs mit dem Menschen. Du knanst auch mit dem Fuß aufstampfen, wenn der Hund heran ist, nochmals NEIN, HAU AB, WEG rufen.
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    Wir haben genau das sogar in der Hundeschule geübt und das hat sich schon diverse male bezahlt gemacht. Ich würd noch drauf achten über den Hund drüber zu schauen und ihn nicht direkt anzustarren um ihn nicht zusätzlich zu provozieren. Das kann nämlich böse ins Auge gehen.

    Ich weis jetzt auch nicht wie groß eure Hunde sind. Meiner ist nicht grad einer der freiwillig hinter mir bleibt. Er ist aber einerseits klein genug damit ich ihn ganz gut hinter mir halten kann mit der Leine. Andererseits hatte ich noch keine Probleme das er nach vorne schießen wollte wenn ich nen fremden Hund geblockt habe der nicht grad nett unterwegs war (und das obwohl er an der Leine gerne pöbelt). Im Freilauf hätte ich da allerdings keine Chance.
    Vielleicht nutzt es in der Hinsicht was dem Hund ein "hinter einem bleiben" beizubringen. Meiner kennt das aus Situationen wo ich Menschen begrüße und er an der Leine ist, damit er sich nicht vordrängelt.

  • Zitat

    Bitte nicht falsch verstehen, ich schlage keine Tiere,
    aber wenn sämtliches abdrängen, anschreien etc. zwecklos war, der fremde Hund sich einfach nicht vertreiben lässt und meinen Hund aggressiv angeht, dann bekommt er meinen Fuss ins Gesicht!
    Bis jetzt zum Glück nur ein einziges Mal vorgekommen. Man sollte, wenn möglich, an die Stelle hinter dem Kiefer zielen, also kurz vor dem Halsansatz (man, blöd zu beschreiben...)
    Das tut dem anderen Hund zwar weh, aber man läuft nicht Gefahr, dem Hund was zu brechen.
    Bei mir hat´s in diesem einen Fall funktioniert. Der "Angreifer" ist abgehauen, bevor mein Hund Löcher hatte.

    Sei froh, daß Du keine Löcher hast. Hunde sind dermaßen reaktionsschnell, daß es nur mit Glück und durch Zufall überhaupt möglich ist, den Hund zu treffen.
    Und ich weiß mit Sicherheit, würdest Du einen meiner Hunde treten, hättest Du einen Fuß weniger.
    Nein, meine Hunde sind nicht bissig oder aggressiv, aber von Fremden lassen sie sich mit Sicherheit nicht treten.
    Wenn mir sowas passiert, lasse ich sofort alle Leinen fallen. Dann kommt es zur kurzen Konfrontation, die fast immer unblutig ausgehen. Der Mensch sieht sowas immer viel dramatischer als es ist.
    In der Regel ist kein Hund auf eine ernsthafte Beißerei aus, denn jeder Hund weiß, daß der andere auch Zähne hat. Was wir als üble Beißerei empfinden, ist meist nichts anderes als "Geplänkel", um die eigene Stellung zu festigen.
    Es ist natürlich schwer für Kleinhundebesitzer die Leine loszulassen, wenn da so ein Monstrum auf einen zustürmt, aber für den Hund sind die Chancen, nicht gebissen zu werden, viel größer, als wenn man die Leine krampfhaft festhält und den Hund dadurch in seiner Bewegungsfreiheit so zu behindern, daß er nicht ausweichen kann. Kleine Hunde sind auf Kurzstrecken viel, viel schneller als große, schwere Hunde. Ohne Leine können sie ausweichen, flüchten etc.
    Noch ein kleiner Tipp, wenn´s tatsächlich zu einer ernsthaften Beißerei kommt: Ruhig bleiben, versuchen den Hund, der sich verbissen hat, an den Hinterbeinen packen und hochheben. Durch den Verlust der "Bodenhaftung" lassen 9 von 10 Hunden sofort los, und nein, sie können einen nicht beißen, wenn man sie an den Hinterbeinen hat. Den einen Hund, der nicht sofort losläßt, kann man durch eine Drehung(rechte Hand nach links, linke Hand nach rechts) auf den Rücken schmeißen, dann läßt er mit Sicherheit los, kann aber unter Umständen zu schlimmen Verlletzungen bei dem Gebissenen führen. Aber allemal besser als tot.

  • Zitat

    Hat keiner Vorschläge wie man sich verhält, wenn der eigene Hund nicht hinter einem bleibt in solchen Situationen?

    *nochmal sachte nachfrag*

    Ich habe das drinnen über den Clicker mit dem Kommando "hinter" aufgebaut. Jetzt wo es im Haus sitzt bin ich dabei, es draußen (ohne Clicker) bei ganz normalen Begegnungen zu üben.
    Den Ernstfall hatten wir GsD schon lange nicht mehr.

  • Zitat

    Wenn mir sowas passiert, lasse ich sofort alle Leinen fallen. Dann kommt es zur kurzen Konfrontation, die fast immer unblutig ausgehen. Der Mensch sieht sowas immer viel dramatischer als es ist.
    In der Regel ist kein Hund auf eine ernsthafte Beißerei aus, denn jeder Hund weiß, daß der andere auch Zähne hat. Was wir als üble Beißerei empfinden, ist meist nichts anderes als "Geplänkel", um die eigene Stellung zu festigen.
    Es ist natürlich schwer für Kleinhundebesitzer die Leine loszulassen, wenn da so ein Monstrum auf einen zustürmt, aber für den Hund sind die Chancen, nicht gebissen zu werden, viel größer, als wenn man die Leine krampfhaft festhält und den Hund dadurch in seiner Bewegungsfreiheit so zu behindern, daß er nicht ausweichen kann.

    Wenn ich aber einen Hund an der Leine habe, der aufgrund solcher Situationen totale Panik entwickelt hat und ab über die nächste Straße rennen würde???

  • Zitat

    Wenn ich aber einen Hund an der Leine habe, der aufgrund solcher Situationen totale Panik entwickelt hat und ab über die nächste Straße rennen würde???

    Da gibt es noch ein paar andere "Ausnahmefälle" zu:

    Mich z. B. - die ich grundsätzlich meine Hunde nix mit fremden klären lasse.
    Wozu?

    Die läufige Hündin, die sich danach dann aus dem Staub macht.
    Der alte Hund, dessen Sozialverhalten, Wahrnehmung, etc. völlig anders sind.
    Den Jäger, den ich mitten in der Pampas vielleicht nicht einfach ableinen kann.
    Das herannahende Auto, die herannahende Kiga-Gruppe.
    Ein Hund dazwischen, der nicht ganz fit ist.
    Ein Hund dazwischen, von dem ich weiss, dass er große, braune, wuschelige Hunde zum Staatsfeind erklärt hat.
    Eine Umgebung - steiniger Boden, Gestrüpp - die ein Fallen-Lassen der Leine für den Leinen-Hund gefährlich macht.
    Den Hund, aus 12. Hand, der seit 3 Tagen bei mir ist.
    Den Quoten-Mini, der schon von einer freundlichen tut-nix-Pfote auf dem Rücken verletzt werden kann - Groß und Klein miteinander muss auch erst mal geübt sein.

    Die fünf Hunde, mit denen ich unterwegs sind, würden sich "frei gelassen" ausserhalb des Kommandos schon um den "Angreifer" kümmern - aber das will dann auch immer keiner.... :lol:

    Und noch und nöcher.

    Es ist vermutlich eine Frage der eigenen Mentalität und der Frage, inwieweit man auf "außerdörflche" Sozialkontakte angewiesen ist - aber wie erwähnt, meine Hunde klären nix mit anderen, sie haben sich gegenseitig und den beständigen Dorf-Hunde-Verband.

    Und seit ich einfach nur die Hunde hinter mich schicke und blocke - gabs den pöhsen Hund nicht mehr. Die drehen einfach bei.

    (Und Terrier können wohl beissen, wenn sie als hündische Salatschleuder an den Hinterbeinen gehalten werden - *nur mal so erwähn* :D )

    LG, Chris

  • Ich kann jetzt nur mal Bsp. aus meiner Erfahrung bringen:
    Meine Hündin ist recht aggro gegen andere Hunde-wie wir mittlrrweile wissen aber (fast) immer weil sie unsicher ist,nach dem Motto:Angriff ist die beste Verteidigung.
    Wegen ihrem Jagdtrieb läuft sie nur an der Schlepp und macht sofort Theater wenn ein anderer Hund uns entgegenkommt.
    Aber:Kommt uns ein unangeleinter Hund entgegen,enthält Susi sich total und ich kann mich vor sie stellen und den anderen Hund abblocken.Bin mir da aber nicht immer meiner Taten so sicher,gerade bei großen Hunden nicht.
    Ne Bekannte ist letztens beim blocken eines anderen Hundes gebissen worden :sad2:
    Wenn ich die Situation mal umdrehen würde,und davon ausgehe das Susi nen anderen Hund angehen würde,würde sie definitv auf eine Klapperdose gar nicht reagieren und beim Einsatz von Wasserflasche /-pistole aggresiv auf den HH losgehen-den mit Wasser"attaken" versteht sie gar keinen Spaß und wird richtig sauer.

    Unser Nachbar hat sich so einen "Dazzer" aus Amerika bestellt(da gibt es wohl auch Qualitätsunterschiede) und ist damit sehr zufrieden und "erfolgreich" was die "Hundeabwehr" angeht.

    Ich würde im Ernstfall,also wenn ich wie die TS von einem Hund "überfallen" werde,sofort die Leine loslassen damit mein ängstlicher Hund evtl. abhauen kann,oder,wenn ich etwas Zeit habe zum Vorbereiten,würde ich meinen Hund hinter mich postieren (muß halt geübt werden) und den anderen abblocken.

    PS: Einer/Eine hier hat geschrieben(sorry,habe den Nnamen vergessen),das er/sie den fremden Hund an-und seinen eigenen abgeleint hat- :gott: Hut ab,das erfordert aber auch viel Mut und Kenntniss und auch ein bisschen Wahnsinn)....Ich würde das nie machen,außer ich kenne den anderen Hund

  • Richtig, eine Frage der eigenen Mentalität.
    Ich bin in all den Jahren, in denen ich Hunde halte, immer am Besten damit gefahren, wie von mir beschrieben.
    (Was soll denn an einem Terrier anders sein, als an anderen Hunde? Die haben auch bloß 4 Beine, vorne den Kopf und hinten den Schwanz)
    Gehst Du jetzt mal von kleinen Rassen wie JRT aus, die brauchst Du doch auch nicht an den Beinen packen, die pack ich im Nacken wie ein Karnickel, dann hängt er da wie blöd. Bei größeren ist es nur ne Frage der Technik.
    Ich möchte natürlich niemanden dazu verleiten, sich selbst in Gefahr zu bringen, deshalb sollten das nur Leute mit genügend Selbstbewußtsein und knowhow machen.

  • Zitat

    deshalb sollten das nur Leute mit genügend Selbstbewußtsein und knowhow machen.

    Und DAS ist wohl der größte Knackpunkt - denn, egal welche Mentalität man hat und welche Methode man nun für sich selbst bevorzugt, das mit dem Selbstbewußtsein verbundene Auftreten ist das, was einen überzeugend werden läßt - und dann klappts auch mit den Fremd-Hunden.

    LG, Chris

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