Hund von "Hundefreund" gebissen

  • Hey hey,
    Erst einmal...ich hab keine Ahnung ob ich in dem richtigen Teil des Forums bin. Ich hoffe ja. Wenn nich tuts mir leid.
    Also...
    Mein Hund wurde am Sonntag von seinem "Hundefreund" gebissen!!! :(
    Mein Grey, fast 6 Monate alter Aussie, ist seit seinem ersten Tag mit unserem Nachbars Hund Bolle (2 Wochen älterer Irish Setter), befreundet. Die beiden haben immer zusammen gespielt auch wenn sie oft auf einem kneul hingen und sicht geknappt haben, aber alles ganz normal. Öfters wenn sie schon eine weile spielten bekamen sie sich in die Haare. Aber das war auch nicht so wild, wir habens unterbunden und gut wars wieder.

    Als wir am Sonntag vorbei kamen hatte Bolle ein Schweineohr im Maul. Schon öfters kappelten sich die beiden, wenn es etwas gab um das sie streiten konnten, doch wenn wirs weg genommen haben wars wieder ok. Grey, das verfressenste Wesen auf dieser Erde, wollte zu meiner Verwunderung das Schweineohr garnicht haben. Er begrüßte jeden freudig und wollte dann mit Bolle spielen. Aber der dachte Grey wollte ihm sein Schweineohr wegnehmen, bzw provozierte er es richtig. Er rannte Grey bellend hinterher. Am Anfang war das noch ok, wir waren froh das die beiden mal durch den Garten flitzten und nicht wie immer auf einem Kneul hingen.
    Plötzlich bekamen sie sich wieder in die Wolle, wir unterbanden es, sammelten alle Spielsachen und das Schweineohr ein und ließen sie wieder zueinander. Doch beide rannten sofort aufeinanderlos und fetzten sich wieder. Grey heulte wie verrückt und es dauerte einen Moment bis wir sie außeinander hatten. Leider hatte ich da noch garnicht gesehn gehabt wie verletzt Grey war. Ich hatte vorher nur einen kleinen Kratzer auf der Pfote entdeckt der nur kurz blutete und nicht ganz so schlimm war. Aber trotzdem ließen wir sie nicht mehr zusammen und ich ging. Erst als wir zuhause waren und er auf dem Rücken lag und seine Pfoten von sich streckte, sah ich die Wunde. Es fehlte ein ganzes Stück Haut an seinem rechten Bein. Als wir beim Tierartzt waren und er seine Haare wegschnitt sahen wir erst was für eine Tiefe Wunde es war. Er bekommt jetzt Antibiotika und andere Tabletten und muss einen Verband tragen wenn wir rausgehen :( Mein armer Schatzt das alles tut mir so leid.

    Nun zu meinen eigentlichen Fragen:

    Ich hab tierische Angst wieder auf Bolle zu treffen.
    Wie soll ich mich nun verhalten?
    Können die zwei nie wieder zusammen spielen?
    Einige Tage vorher haben wir uns zum Gassigehen verabredet gehabt und da lief alles noch super, obwohl wir Spielzeug mithatten.
    Hat Bolle vllt so reagiert, weil er seinen Garten verteidigen wollte?
    Oder würdet ihr sowas schon als Aggresiven Hund abtuen?
    Muss meine Nachbarin jetzt einfach mit ihrem Hund daran arbeiten oder kann ich da auch was tun?

    Bolle hat sosnt noch nie einen anderen Hund was getan. Die meisten anderen Hunde die wir kennen sind älter und da is gleich klar wer der Chef ist. Aber die beiden kämpfen anscheinend noch aus wer das sagen hat. Ich hab Angst das Grey jetzt einen seelischen schaden davon trägt, aber Angst hat er zum Glück keine. Er hatte noch nie Angst vor größeren Hunden und auch nachdem Bolle ihn verletzt hatte wollte er eigentlich gleich wieder zu ihm spielen.
    Ich möchte natürlich nicht das sowas nochmal passiert, aber ich fände es schade wenn wir nicht mehr gemeinsam Gassi gehen könnten. Außerdem will ich keine Angst haben, wenn wir uns außversehn auf einem Spaziergang treffen. Aber außprobieren ob Bolle Grey nicht wieder beißt will ich natürlich auch nicht.

    Ich weiß absolut nich was ich tun soll. Ich hoffe ihr könnt mir helfen!

    Und noch ne Frage:
    Bolle ist natürlich auch Versichert. Können wir die Artztrechnungen über die Versicherung meiner Nachbarin laufen lassen? Wäre es zu dreißt sie danach zu fragen?, bzw, ist es in dieser Situation denn möglich das zu machen, da wir ja sozusagen fahrlässig gehandelt haben?

    Vielen Dank schonmal für die Antworten

    Grüße von Gery und Grey

  • Hallo,

    eure Rüden werden langsam erwachsen und benehmen sich nicht wie mehr wie Sandkastenfreunde.
    Hier ging es ganz klar um einen Ressourenkonflikt.
    Auslöser: Schweineohr!
    Bei Menschen heißt es:
    Bei Geld hört die Freundschaft auf, bei Hunden ist es Futter oder andere Ressourcen, wie Spielzeug.
    Ein Schweineohr teilt man (Hund) auch mit dem besten Freund nicht - Hunde pflegen keine Freundschaften im menschlichen Sinne.
    Genausowenig haben sie auszufechten, wer Chef ist - sie leben in keinem Rudel zusammen.
    In Zukunft sollte Fressbares grundsätzlich vor dem Treffen verschwinden, möglicherweise gilt das auch für Spielzeug.
    Wie ein erneutes Treffen aussehen wird, kann man nicht sagen - alle Möglichkeiten sind offen.
    Definitiv sollte das auf neutralem Boden stattfinden, beobachtet sie aufmerksam dabei und bleibt in unmittelbarer Nähe.
    Als grundsätzlich aggressiven Hund würde ich den Rüden auf keinen Fall abstempeln - es ging um eine wichtige Ressource, die vorher hätte verschwinden sollen, dann wäre es nicht so eskaliert.
    Ich würde mir auch nicht kommentarlos von meiner Freundin, die in mein Haus stolziert, den Kuchen wegnehmen lassen...
    Die Tierarztkostenfrage hätte sich für mich erledigt, weil:

    1. Ist und bleibt sie deine Nachbarin.
    2. Seid ihr beide schuld.
    3. Hört beim Geld die Freundschaft auf.

    Wenn sie es freiwillig anbietet, wäre es etwas anderes, aber so würde ich es nicht ansprechen.
    Ob die Versicherung in diesem Fall zahlen würde, ist fraglich.
    Da gibt es ganz unterschiedliche Entscheidungen.

    Bedenke, dass du mitschuldig bist.
    Letztendlich ist es natürlich deine Entscheidung.

    Gruß
    Leo

  • Hallo Gery,

    sehr schade, was da passiert ist. Aber:ich würds nicht überbewerten!
    Zwei pubertierende Rüden, ein Schweineohr.
    Ich meine, das Hauptproblem war 1. das Schweineohr, 2.der Garten von Bolle und 3. sicher auch ein Rangproblem.

    Beim Fressen hört sich jede "Freundschaft" auf ! Auch meine Hündin wurde einmal von einer "befreundeten" Hündin verletzt, weil sie in die Nähe deren Futters ging. Ein Hund läßt niemanden an sein Futter ran, ganz normal, und dazu noch im eigenen Revier !!
    Auch Spielzeug ist sehr problematisch. Habe schon oft erlebt, dass Hunde ganz friedlich miteinander spielen... dann wirft ein ungeschickter HH einen Ball/Stock und schon eskaliert die Sache ! Jeder wills haben, keiner mags hergeben und schon gibt es Streit/ Zoff.

    Rangproblem: die beiden müssen ihren Rang klären, es gibt keine Gleichberechtigung oder Partnerschaft. Normalerweise passiert da rein gar nichts, der Unterlegene unterwirft sich und fertig.

    Wie gehts weiter ?? Unbedingt wieder zusammenlassen, auf neutralem Boden, nicht im Garten, ohne Spielzeug. Genau beobachten, aber nicht sofort einschreiten, ruhig bleiben.
    Meiner Meinung nach wird zu 99 % nichts passieren.

    liebe Grüße......

  • Für mich liest sich diese Spielerei von vorneherein nach einem Konflikt.
    Man muss auch bedenken,dass Hunde nicht untereinander spielen,im Sinne von spielen.
    Es ist ein stetes austesten von Grenzen,und die Grenzen wurden mehrfach überschritten,alleine dieses in einen Knäuel verbunden zu sein,birgt ein hohes Risiko in eine Beisserei verwickelt zu werden.

    Ich bin mir sehr sicher,dass durch Unwissenheit oft viel zu spät eingegriffen worden ist,und schon vorher Fehler begangen worden sind

  • Was dir passiert ist, ist sogar mir meinen beiden Rüden passiert, obwohl sie immer zusammen gekuschelt haben.

    Ich konnte ihnen keine Knochen geben, dann war der Teufel los.

    Kein Spiel- oder Knabberzeug beim spazieren gehen. Ihr habt viel zu spät eingegriffen. Da muß man immer auf der Hut sein und sowie man merkt, daß es zu wild wird, unterbinden.
    Ich würde sie erst wieder auf neutralem Boden zusammen lassen, wenn dein Hund keinen Verband mehr hat.
    Rangordnung klären lassen ist dummes Zeug, wenn einer etwas klärt, sind das die Menschen, nicht die Hunde.

  • Hallo,

    ich kann mich nur anschließen.
    Knabbereien und Spielzeug führen ganz schnell zu solchen Auseinandersetzungen.

    Zusammentreffen nur auf neutralem Gebiet und dann aufpassen.

    Kann gut sein, dass gar nichts mehr passiert, aber wissen kann man es nicht.
    Vielleicht würde ich erstmal eine Weile nebeneinander herlaufen und dann gleichzeitig die Hunde los machen.

    Liebe Grüße

    Steffi

  • Kann mich den anderen nur anschließen. Gegenstände wie Spielzeug, Futter und Knabberzeugs einfach nicht ins Spiel bringen und für die Hunde unzugänglich aufbewahren. Dann kommt es zumindest nicht wegen Ressourcen zu Auseinandersetzungen.

    In das nächste Treffen würde ich völlig normal reingehen und beide Hunde gut beobachten. Mehr aber auch nicht

  • Zitat

    Rangproblem: die beiden müssen ihren Rang klären, es gibt keine Gleichberechtigung oder Partnerschaft. Normalerweise passiert da rein gar nichts, der Unterlegene unterwirft sich und fertig.

    Nein, die beiden Rüden haben keinen Rang zu klären.
    Es sind keine fest zusammenlebenden Rüden, auch bei meinen Zweien gibt es keinen Rang - es gibt eine Ordnung, aber keine Rangordnung.
    Es gibt nicht den Chef, das heißt, den Allesbestimmer (außer HH) und wenn es der Fall sein sollte, ist es der Ressourcenbestimmer.
    Weil ggf. der andere Hund kein Risiko eingehen würde, seine körperliche Unversehrtheit (auch eine wichtige Ressource) dafür zu riskieren oder die Ressourcen sind ihm schlichtweg unwichtig.
    Hunde haben körperlich (Kampf) nichts untereinander zu klären.
    Weder hier im Haus, noch mit Nachbars Rüden.

    Gruß
    Leo

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!