nach der Läufigkeit scheinschwanger, was tun?

  • Hallo zusammen,

    ich habe ein problem und hoffe ihr könnt mir vielleicht helfen!
    Also ich habe ein 15 monate junge chihuahua hündin. Sie ist gesund top fit und super lieb und mittlerweile auch stubenrein=)

    Ich habe vor nach meiner Ausbildung sie einmal werfen zu lassen.Von der größe und vom verhalten ist das kein problem für sie.
    Aber das problem ist, dass sie nach den ersten beiden Läufikkeiten scheinschwanger geworden ist.Ihr gesäuge schwillt an(aber ohne milch zum glück) und sie trägt ihre kuscheltiere also ihr spielzeug rum und versucht es zu säugen. Ich nehme ihr sie sachen immer direkt weg und versuche berührungen an Zitzen und bauch zu vermeiden. dann geht das alles auch immer wieder schnell weg.Aber so eine scheinschwangerschaft ist für sie nicht schön und körperlich anstrengend.

    Möglickeit wäre sie sterilisieren zu lassen,aber wie gesagt das möchte ich eigentlich nicht, da ich sie in 2 jahren einmal werfen lassen möchte. Natürlich werde ich sie sterilisieren lassen, wenn es nicht anders geht aber ich hoffe ja, das es eine andere möglichkeit gibt.

    Ich bedanke mich schon mal für alle antworten

    Liebe Grüße aus der Eifel

    Sabrina

  • Hallo,
    wenn die - laut Deiner Beschreibung im Rahmen verlaufende und völlig normale - Scheinschwangerschaft schon zu anstrengend ist, wie soll das dann erst mit Welpen im Bauch ablaufen?

    In der Regel kommt man als Hündinnen-Halter damit aus, während der Scheinträchtigkeit der Hündin vermehrt für deren Ablenkung zu sorgen, sie ein wenig mehr zu beschäftigen und zu bewegen und ihr alle "Bemutter-Objekte" zu konfiszieren.
    Wenn die Hündin wirklich leidet unter der Scheinträchtigkeit, kann entweder ein guter THP oder der TA helfen.

    Was Du bitte unbedingt tun solltest, wäre, Deinen Wunsch, aus Deiner Hündin einen Wurf zu ziehen, nochmals zu überdenken.
    Die geplante Reproduktion von Hunden sollten wir HH den Züchtern überlassen - die haben dazu das nötige Know-How in Sachen Genetik, Haltung, Aufzucht, Gesundheit und "züchten" ist mehr, als einen Rüden mit einer Hündin zusammenzulassen. Beide "Elterntiere" sollten gesundheitlich gründlichst untersucht sein, man muss sehr viel Wissen haben, um die passenden Elterntiere zu finden und es gibt schon so viele Hunde in den Tierheimen, so viele Hunde, die wegen ungünstiger Verpaarung an eigentlich vermeidbaren Erbkrankheiten und gesundheitlichen Problemen leiden - da muss man nicht unbedingt zu beitragen. Und gerade bei den Mini-Rassen verlaufen die Geburten häufig recht kompliziert mit Kaiserschnitt und allen möglichen Problemen.

    Informier Dich bitte vorher noch mal in aller Ruhe und überleg es Dir wirklich gut.

    LG, Chris

  • danke für deine antwort, also mit dem körperlich leiden meinte ich nicht das es ihr schlecht geht oder das sie sich sonst anders benimmt. Ich denke einfach das eine scheinschwangerschaft schon irendwie anstrengend ist z.b. das gesäuge schwillt an oder die milchprodution( was bei ihr ja zum glück nicht ist)

    Ich möcht selber ein züchter werden, habe alle Bücher die man haben kann und viel Kontakt zu erfahrenen Züchtern. Ich will ja nicht unkontrolliert züchten oder verpaaren. Also überlegt habe ich mir das schon sehr gut.Aber wie gesagt ich möchte in 2 Jahren erst mal einen Wurf haben und dann wenn alles gut geht vielleicht weiter züchten.

  • Wenn du richtig züchten willst, also mit Papieren und Vereinszugehörigkeit (und damit meine ich nicht so einen Billigverein sondern einen der Vereine, die dem VDH zugehören), dann sieht das mit dem Werfen natürlich anders aus.

    Allerdings gibt es mir schon zu denken, dass du dir ja wohl schon einiges an Wissen angeeignet hast, aber noch nicht über die normale biologischen Vorgänge bei deiner Dame bescheid weisst.

    Jede Hündin wird läufig und dann scheinschwanger. Der einzige Unterschied zwischen den Hündinnen ist, wie ausgeprägt diese nach Aussen sichtbar ist.

    In einem Wolfsrudel werden meist alle weiblichen Tiere läufig, nur die Alphahündin wird aber ja gedeckt und alle anderen helfen durch ihre natürliche Scheinschwangerschaft mit, den Wurf aufzuziehen. Im Falle, dass der Leitwölfin etwas passiert, können sie so nämlich auch säugen und damit das Überleben der Kleinen sichern.

    Deinen Wissensstand würde ich daher als noch sehr niedrig ansetzen. Wenn du wirklich züchten willst, dann geh auf Ausstellungen, setze dich mit anderen Züchtern zusammen, lerne die biologischen Abläufe, lese dir alles über Genetik, typische und untypische Krankheiten deiner Rasse an, und auch ganz wichtig, befasse dich mit den Risiken eines Wurfes. Wenn das Risiko von Komplikationen so gering wäre, wie es gerne angenommen wird, bräuchte das Wolfsrudel keinen Plan B - den sie aber nunmal haben. Das hat seinen Grund...

    PS: In meiner Nachbarschaft kam es zu einem Unfallwurf (irgendwie ist eines der Viecher als kastriert vermittelt worden und wars dann doch nicht) und zu bösen Komplikationen im Wurf. Tierarzt mitten in der Nacht, 2 Totgeburten, 2 Lebend und die Nummer 5 lebt heute noch behindert in der Familie, da den keiner will.

  • Zitat

    Also überlegt habe ich mir das schon sehr gut.Aber wie gesagt ich möchte in 2 Jahren erst mal einen Wurf haben und dann wenn alles gut geht vielleicht weiter züchten.

    Das war auch in keinster Weise bös gemeint - ich bekomme über den Tierschutz und natürlich auch hier im Forum nur leider sehr viel mit, was die recht unkontrollierte Vermehrung von Hunden angeht und da das ein Thema ist, was mir sehr am Herzen liegt und Deine Frage auf eine gewisse Unerfahrenheit mit der Biologie der Hündin schließen liess, wollte ich Dich nur noch einmal zum Nachdenken anregen. Mehr nicht.

    Deine Hündin ist noch jung und Du hast noch einige Zeit, Dich intensiv mit dem Thema zu beschäftigen.

    LG, Chris

  • Danke für die aufklärung, das war sehr hilfreich!
    Ich weiß das ich noch nicht alles weiß,aber ich habe ja nicht vor morgen mit dem züchten anzufangen;)
    Ich werde mich auf jeden Fall weiter informieren und lernen!=)

  • Zitat


    Ich werde mich auf jeden Fall weiter informieren und lernen!=)


    Du wirst wohl,
    wenn ich es richtig verstanden habe,
    sogar noch einige Seminare, Schulungen und ähnliches besuchen müssen, damit Du überhaupt züchten darfst.

    Hinzu kommen ja noch einige Untersuchungen, die nur von bestimmten Stellen ausgewertet werden dürfen und so weiter und so fort.
    Du hast also noch einen langen Weg vor Dir!


    Schöne Grüße noch
    SheltiePower

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!