an der leine ziehen vermeiden

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    Warum sollte ich den Hund ziehen lassen, wenn ich zum Auto oder zum Pinkeln mit denen gehe?


    Weil ich dann möglicherweise keine 3 Stunden oder so Zeit habe, das Ziehen konsequent mit Nichterfolg zu quittieren.... Ideal wäre es schon, wenn man niemals eine Strecke von 200 m innert nützlicher Frist zurücklegen muss, aber manchmal habe ich einen Terminplan. :/

  • Zitat

    Wenn man 3 Stunden für 200 Meter braucht, dann hat man aber schon eine Weile beim Thema Leinenführigkeit üben geschlafen... :hust:

    Also ich brauche auch oft laaange für kurze Strecken. :hust:

    Ich bin immer stehen geblieben, wenn mein Hund (inzwischen 1 1/2J. )das Leinenende erreicht hatte. Mein Hund zieht absolut nicht, dass hat er gelernt....... dafür haben wir seit neuestem nun ein "Flummy-Problem" wenn er aufgeregt ist und unbedingt irgendwo hin will. Er springt dann in die Leine :sad2: , erreicht dann das Ende springt wieder zurück neben mich - er weiß ja, dass man nicht an der Leine ziehen darf - springt dann vor lauter Aufregeung wieder nach vorne usw. Dieses Losspringen gelingt ihm sogar schon an eine 1m Leine und ist viel schlimmer als Ziehen. Zum Glück hat er nur knapp 4 kg Kampfgewicht, aber für seinen Rücken kann das nicht gut sein.
    M it Richtungswechsel kann ich ihn dann auch einigermaßen wieder runterfahren. Ist nur doof, wenn man irgendwo in einer bestimmten Zeit hin muß oder wenn man nicht alleine unterwegs ist. ich hoffe, es ist nur eine pubertäre Phase :gott: .....

    LG
    Alex

  • Man sollte natürlich aufpassen, dass man dem Hund nicht beibringt, dass er sich aufregen soll und nach Korrektur belohnt wird - also für den Hund: Erst ziehen, dann aufhören, damit man belohnt wird.

    Bei einem hibbeligen Hund würde ich nicht mit Richtungswechsel arbeiten, weil dessen größtes Problem ja das nicht Stillhalten können ist. Da würde ich eher daran arbeiten, dass der Hund ruhiges Verhalten lernt.

    Wie anstrengend das ist weiß ich übrigens zu gut. Hab ich so einen kleinen roten Flummi, der bei Aufregung ordentlich herumzappelt.

    Viele Grüße
    Corinna

  • hm, meine dicke ist ja nun auch aus dem welpenalter heraus. wir haben seit ca einer woche eine gute leinenführigkeit erreicht. :smile:

    ich drehe auf der stelle um sobald lizzy an mir vorbeistürmen möchte. gedachte linie die sie nicht überschreiten darf sind meine beine. kommt sie da rüber, drehe ich um. wortlos! erst wenn sie dann wieder neben mir läuft bzw auf mich achtet gibt es dann ein lob.

    klappt prima. ich weiß aber nicht ob sich diese methode so mit einem welpen umsetzten läßt? die sind ja doch kleiner, schneller müde und vorallem in der reaktion langsamer - oder? (hatte noch nie nen welpen ;) )

  • Zitat

    Wenn man 3 Stunden für 200 Meter braucht, dann hat man aber schon eine Weile beim Thema Leinenführigkeit üben geschlafen... :hust:

    Viele Grüße
    Corinna


    Ob 3 Stunden oder 30 Minuten ist doch egal... Du verstehst schon, was ich meine. Diese Situationen sind der Hauptgrund, warum es oft so lang dauert mit der Leinenführigkeit. Man muss dringend wohin, ist vielleicht schon zu spät dran und lässt Fünf gerade sein - schon ist es passiert.

    Zum Welpen: Ich bezweifle, dass man bei jedem Hund nach Rezept XY vorbeugen kann. Ich fand es anfänglich traumhaft leicht mit meinem Welpen, und ich konnte tatsächlich super konsequent sein. Eine kleine Erinnerung, und er orientierte sich wieder an mir. Seit etwa 2 Wochen ist es schlagartig vorbei, und er zieht wie irre, sobald etwas seine Aufmerksamkeit fesselt - es liegt einfach am massiv gestiegenen Umweltinteresse. Trotzdem glaube ich nicht, dass die ganze Vorarbeit umsonst ist, das wird schon wieder. Aber es zeigt, dass Leinenführigkeit nicht unbedingt in einem linearen Verlauf trainiert werden kann.

  • Zitat


    Ob 3 Stunden oder 30 Minuten ist doch egal... Du verstehst schon, was ich meine. Diese Situationen sind der Hauptgrund, warum es oft so lang dauert mit der Leinenführigkeit. Man muss dringend wohin, ist vielleicht schon zu spät dran und lässt Fünf gerade sein - schon ist es passiert.

    Ist mir nie passiert. Gerade nicht beim Welpen. "Ausnahmen" sind der Killer der Leinenführigkeit. Sie sind gleichzusetzen mit sporadischem Belohnen und daher das effektivste Beohnungsystem überhaupt.

    Zitat

    Zum Welpen: Ich bezweifle, dass man bei jedem Hund nach Rezept XY vorbeugen kann.

    Klar - richtiges Verhalten bestätigen und Selbstbelohnung für unerwünschtes Verhalten verhindern. Das ist immer das Rezept bei Leinenführigkeit.

    Zitat


    Ich fand es anfänglich traumhaft leicht mit meinem Welpen, und ich konnte tatsächlich super konsequent sein. Eine kleine Erinnerung, und er orientierte sich wieder an mir.

    Und da haben wir schon einen großen Unterschied zu meinem Vorgehen. Ich "erinnere" nicht.

    Zitat

    Aber es zeigt, dass Leinenführigkeit nicht unbedingt in einem linearen Verlauf trainiert werden kann.

    Habe ich das behauptet?

    Natürlich fällt es Hunden in bestimmten Entwicklungsphasen schwerer sich nicht in der Art mit der Umwelt auseinanderzusetzen, indem man sich in die Leine hängt. Aber hier ist Hunde, die niemals Erfolg hatten mit Zerren relativ schnell klar, dass es auch jetzt nicht geht.

    Viele Grüße
    Corinna

  • Zitat

    Ist mir nie passiert. Gerade nicht beim Welpen. "Ausnahmen" sind der Killer der Leinenführigkeit. Sie sind gleichzusetzen mit sporadischem Belohnen und daher das effektivste Beohnungsystem überhaupt.


    Da sind wir uns einig, nichts anderes habe ich gesagt. Aber die wenigsten Leute haben monatelang keinerlei terminliche Zwänge, und drum passieren ihnen eben die "Ausnahmen". Ich nehme mich da nicht aus; obwohl ich viel Zeit habe, wüsste ich nicht, wie ich mich organisieren sollte, damit es ausnahmslos IMMER egal ist, ob ich von A nach B 10 oder 100 Minuten brauche. Dass du das schaffst, :respekt:

    Zitat

    Klar - richtiges Verhalten bestätigen und Selbstbelohnung für unerwünschtes Verhalten verhindern. Das ist immer das Rezept bei Leinenführigkeit.


    Auch das ist richtig, aber banal. Die meisten HH sind nicht mal fähig, zu erkennen, DASS ihr Hund sich gerade selbst belohnt, geschweige denn, dies immer und ausnahmslos zu verhindern. Magst du mir verraten, wie du verhinderst, dass der Hund guckt und wittert? Ich wäre dir ehrlich dankbar, denn da habe ich noch keine befriedigende Lösung gefunden....

    Zitat

    Und da haben wir schon einen großen Unterschied zu meinem Vorgehen. Ich "erinnere" nicht.


    Was tust du dann, wenn der Welpe sich in seine Hundewelt verliert? Warten, bis er von selbst wieder auftaucht und Kontakt nimmt? Während er sich die ganze Zeit selbst belohnt? Alles andere ist doch "erinnern", ich habe das nicht spezifiziert.... ;)

    Zitat


    Natürlich fällt es Hunden in bestimmten Entwicklungsphasen schwerer sich nicht in der Art mit der Umwelt auseinanderzusetzen, indem man sich in die Leine hängt. Aber hier ist Hunde, die niemals Erfolg hatten mit Zerren relativ schnell klar, dass es auch jetzt nicht geht.

    Viele Grüße
    Corinna


    Ich erwarte auch nicht, dass es bei meinem Hund lange dauert, dafür ist es mir zu wichtig. Aber momentan ist es ätzend, und ich kann wie gesagt "Erfolge" des Hundes nicht vermeiden, auch wenn ich den Schaden durch Umhängen ans Geschirr begrenze. Aber mir geht es nicht um mein aktuelles Problem (das wird gelöst werden), sondern um die Aussage, dass Leinenführigkeit einfach sei. Ja, das Prinzip ist sehr einfach. Die Techniken meist auch, wobei es schon nützlich ist, die zu Alter und Veranlagung des jeweiligen Hundes passende zu wählen. Sehr schwierig ist aber oft die Organisation des Alltags, um das simple Rezept konsequent umsetzen zu können. Ich denke, viele Leute haben gerade am Morgen einen engen Zeitplan - manche Hunde können die Konsequenz des Halters seeeehr ausgiebig prüfen.

  • Zitat

    Aber die wenigsten Leute haben monatelang keinerlei terminliche Zwänge, und drum passieren ihnen eben die "Ausnahmen". Ich nehme mich da nicht aus; obwohl ich viel Zeit habe, wüsste ich nicht, wie ich mich organisieren sollte, damit es ausnahmslos IMMER egal ist, ob ich von A nach B 10 oder 100 Minuten brauche.

    genau das ist auch mein Problem. Ich gehe mit meinem kleinen Leinenrüpel darum z.Zt. auch nur, wenn ich mir alle Zeit der Welt nehmen kann. Schade daran ist natürlich, dass er dadurch momentan nicht überall mit hin kann und dass die Runden streckenmäßig auch häufig etwas kleiner werden, weil´s eben länger dauert. Aber was soll´s - es wird hoffentlich vorbei gehen und sol lange müssen wir da eben durch. Eigentlich dachte ich bei uns wäre das Thema Leinenführigkeit soweit gegessen, aber jetzt mit 1 1/2 J. fragt er plötzlich wieder an.

    LG
    Alex

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