Verunsichert im Züchtervereins-Wald
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Hallo Ihr Lieben,
hier ist wieder Euer Eurasier-habenwollendes Mitglied mit den vielen Fragen
. Da gibt's was hinsichtlich der Züchter, das ich verstehen möchte.
Ich habe gelesen, man soll bei einem der drei dem VDH eingegliederten Eurasierzuchtvereine kaufen, nur da sei der Eurasier "echt".
Nun gibt's bei uns im Raum einen Züchter mit einer unheimlich sympathischen HP; die Leute legen offenbar sehr großen Wert darauf, den Weg ihrer Welpen und deren Käufern freundschaftlich und dauerhaft verfolgen zu können. Wie ich beim Surfen zufällig bemerkt habe, stammen zumindest die Zuchthündinnen aus einer Zucht mit VDH-Logo, bei den Deckrüden weiß ich nicht.
Besagter Züchter selbst hat jedoch kein VDH-Logo, da steht nur, von Jahr X bis Y (8 Jahre) Züchter bei VDH/FCI und seit März 2010 Züchter im EZV. Nun rufe ich also selbige EurasierZucht-Vereinigung auf und finde dort, daß man sich dort ebenfalls allen hehren Zielen wie Gesundheit, Reinhaltung der Rasse, Tierschutz etc. verschrieben habe und "um Aufnahme beim VDH" bemüht sei. Letzteres ist aber offenbar bislang gescheitert. Diesem EZV sind jedenfalls wieder mehrere Züchter unterordnet.
Wie muß ich das jetzt einschätzen? Im Eurasier-Buch war ja andeutungsweise zu lesen, daß einige Züchter Gründe zum Ausscheren aus dem VDH haben. Muß ich davon ausgehen, daß die es sich in jedem Fall nur "leichter" machen wollen? Mein Bauch sagt, nicht notwendigerweise ....
Ich vermute, das ist eine komplizierte Materie, oder?
Liebe Grüße
Iris - Vor einem Moment
- Neu
Hi,
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Hallo
ich treffe am Samstag vermutlich wieder einen Zuchtwart der Eurasier im VDH,wenn du möchtest kann ich deine Fragen mit ihm durchkauen.
Sag bitte Bescheidgruß Claudia
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Hallo Claudia,
das wäre riesig nett von Dir, danke, denn das interessiert mich nun wirklich sehr. Ich hätte natürlich auch bei dem Züchter selbst anrufen und ihn einfach so fragen können, aber ich würde seine Antwort ja doch nie richtig bewerten können, so ganz ohne fachlichen Hintergrund.
Ich dachte mir schon, daß es ein schwieriges Feld ist und war mir nicht sicher, ob jemand hier ist, der mir etwas dazu sagen kann, aber ich hab's halt mal versucht.
Liebe Grüße
Iris -
Hallo,
ich halte es für am Besten, man schaut sich die Tiere beim Züchter an und macht sich ein eigenes Bild, ganz unabhängig von welchem Verband.
Da auch die größten Verbände in der Vergangenheit durchaus an der Krankzüchtung einiger Rassen nicht ganz unschuldig waren sollte die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Verband nicht den Ausschlag geben.
Gruß
Jörg -
Zitat
Hallo,
ich halte es für am Besten, man schaut sich die Tiere beim Züchter an und macht sich ein eigenes Bild, ganz unabhängig von welchem Verband.
Da auch die größten Verbände in der Vergangenheit durchaus an der Krankzüchtung einiger Rassen nicht ganz unschuldig waren sollte die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Verband nicht den Ausschlag geben.Sehe ich genauso. Und wenn du es dir alleine nicht zutraust, nimm einen erfahrenen Hundehalter mit, am besten einen Jäger oder so, einen, der mit seinen Hunden arbeitet.
Wichtig ist, dass der Welpe, den du dir aussuchst, aufgeschlossen und gesund ist. Würmer erkennst du an einem dicken Bauch und dass du Klavier auf den Rippen spielen kannst. Hier ist Vorsicht angesagt. Solche Welpen kauft man eigentlich nicht. Eigentlich. Wenn du sofort zum Viehdoc gehst und den Welpen entwurmst, wenn du ihn aufpäppelst und sein Futter mit Ei und Fett aufpeppst, kann auch daraus ein hervorragender Hund werden. Ist aber nichts für Jedermann.
Klar, du bist nicht Jedermann. Stelle dir aber dennoch die Frage, ob du wirklich nicht nahe an Jedermenn dran bist. Ob du es dir zutraust auch aus einem Welpen, der nicht optimal an den Start gebracht wurde, einen tollen Hund zu machen. Wenn nicht, lasse die Finger von solchen Welpen.
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Zitat
Sehe ich genauso. Und wenn du es dir alleine nicht zutraust, nimm einen erfahrenen Hundehalter mit, am besten einen Jäger oder so, einen, der mit seinen Hunden arbeitet.
Tut mir Leid, aber warum ausgerechnet ein Jäger?
Ich meine wäre es jetzt ein Jagdhund- dann könnte ich es nachvollziehen, aber bei allen anderen Rassen würde ich mir lieber Rat von anderen, dennoch erfahrenen Haltern holen.
Es ist eben so, dass viele Jäger, die Hunde halten, eine ziemlich andere Einstellung zur Hundehaltung haben, als wir/die meisten hier es tun.
Die meisten Jäger, die ich kenne, was einfach unheimlich viele sind, da mein Vater Förster ist und auch mal auf Jagden dabei ist, haben die Hunde zur Arbeit, während der Arbeit gehorchen sie auch prima, doch wie diese Führigkeit bei fast allen trainiert wurde möchte ich eigentlich nicht wirklich erläutern- und zeigt meienr Meinung nach jetzt nicht unbedingt Sachverstand.
Ebenso hält auch ein großer Teil die Hunde außerhalb der Arbeit nur im Zwinger.Klar, nicht alle Jäger sind so, aber wirklich viele.
Betrachtet man das mal im Angesicht dessen, das Eurasierzüchter wirklich sehr, sehr streng ihre Käufer auswählen, ist das eine denkbar schlechte Wahl, da z.B. Zwingerhaltung da ein No-Go ist.
Meines Wissens nach, werden die Welpen nicht einfach so gezüchtet, sondern nur wenn beim Zentralverband genug ernsthafte Interessenten gelistet sind und somit auch Bedarf besteht.Da würde ich einen anderen Begleiter empfehlen, der trotzdem erfahren ist.;)
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Hallo Isegrimmchen
habe heute mit dem Zuchtwart geredet
er ist wie erwartet natürlich pro VDH
da wird alles vom Verband geregelt wie z.B. welcher Deckrüde für welche Hündin eingesetzt wird.
Auch erzählte er mir von Krankheiten die bei Hunden außerhalb des VDH vermehrt(auch beim VDH kann natürlich was vorkommen)auftreten.
Es wird eben alles ganz streng kontrolliert und die Hunde werden sehr sorgfältig ausgewählt um die gewünschten Eigenschaften zu festigen.
Das liest sich jetzt alles auf andere Rassen auch übertragbar... ich weiß hab vermutlich auch nicht alles behalten
am besten solltest du dich an die Welpenvemittlungsstelle wenden.gruß Claudia
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Ich würde persönlich nur Tiere mit FCI- Ahnentafel kaufen.
Bei den sog. Dissidenzvereinen mögen zwar die Gesundheitsuntersuchungen alle gemacht werden, aber sie haben aufgrund der Nichtanerkennung durch den FCI nicht dieMöglichkeiten an gute und umfangreiche Deckpartner zu kommen, da FCi-Züchter ihre Hunde für externe Vereine nicht zur Verfügung stellen( so jedenfalls bei uns).
Also ist der Genpool sehr begrenzt.
Du hast später mit FCI-Ahnentafel immer alle Möglichkeiten offen, sei es für Ausstellungen, für eine Zucht etc. oder auch schlimmsten Fall, wenn Du Dich von Deinem Hund trennen musst( was ich natürlich nicht hoffe und Dir auch nicht unterstelle), aber was ich sagen möchte, mit FCi-Papieren machst Du nichts falsch.
Preislich wird da vielleicht ein Unterschied von viell. 200€ sein, aber mir wäre es das nicht wert.
Und für einen guten Hund, würde ich auch mehrere 1000 km fahren, also der (örtlich)nächste Züchter sollte da nicht den Ausschlag geben.
MfG
John -
Achso, ja, habe ich ganz vergessen.
Ich würde auch nur einen dem FCI angeschlossenem Züchter wählen- die Vorteile sind ja schon genannt und nicht auszuschlagen.
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ICh finde den Ratschlag, sich den Züchter mal anzusehen immer herzlich.
Ich gehe jetzt also zu dem Züchter. Da macht mir eine ganz nette Frau die Türe auf, hat zwei Kinder, die offen und herzlich durchs Wohnzimmer tollen, mittendrinnen ein Wurf Welpen, später stößt noch der Mann dazu, der grad von der Arbeit kommt. Die Frau arbeitet halbtags, die Welpen sehen gut aus, man verabschiedet sich herzlich und ist fürs nächste Wochenende eingeladen, weil da Fest im Ort ist und man das doch schön verbinden könnte.
Ich fahre also nach Hause mit dem Gefühl, eine ganz nette Züchterin gefunden zu haben.
Ist sie auch. Keine Frage. Nett, offen, herzlich. Leider trägt ihre Hündin einen kleinen Gendefekt in sich, von dem aber keiner etwas weiss, denn es besteht kein Kontakt zu den zwei erkrankten Welpen ihrer Schwester, wodurch es hätte auffallen können.
Dass der ganz liebe ausgewählte Rüde in seinen Ahnen Vollblutjäger hatte, war dem Herrchen leider auch nicht bekannt. Auch nicht, dass er der einzige Rüde im Wurf ist, der sich als HD-frei betiteln darf, alle seine Geschwister, zu denen leider kein Kontakt besteht, haben mittlerweile die erste Behandlung/OP hinter sich.
Sie wird mir natürlich nicht aufs Butterbrot schmieren, dass die Elterntiere ihrer Hündin nicht auf HD untersucht waren. Oder dass die Eltern des Rüden unbekannt sind. Auch nicht, dass ihr Dorftierarzt seine Praxis schließen könnte, wenn es ihre Zucht nicht gäbe, der also sicherlich einen Teufel tut, ihr irgendetwas zu vermasseln und gerne mal ein, zwei, und wenn nötig noch Hühneraugen zudrückt.
So, und WAS genau habe ich nun von dem Besuch bei der Züchterin?? Was genau weiss ich jetzt mehr als vorher? In wie fern bringt mich das weiter?
- Vor einem Moment
- Neu
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