Hund schnappt nach Kindern

  • Hallo,
    ich fürchte fast, dass Ihr da nur mit "sanfter Nötigung" weiterkommt.

    Nach dem Motto - wenn Ihr Großeltern nicht an der Schnapperei des Hundes arbeitet (mit professioneller Hilfe!), können wir leider, leider nicht mehr zu Besuch kommen. Punkt.
    Enkelkontakt gibts dann per Chat... ;)

    Das Schnappen anzugehen ist und bleibt Sache des Hundehalters. Da führt kein Weg dran vorbei. Sicher, solche Probleme anzugehen ist ein wenig anstrengend - kann aber auch Spaß machen, wenn man erst mal den inneren Schweinehund überwunden hat und die ersten Erfolge sich abzeichnen.
    Die Halter des Hundes sollten sich nicht mit dem "der ist nun mal schwierig" abfinden, sondern sich klar machen, dass solche Aktionen auch für den Hund nicht schön sind, denn das ist Streß pur für ihn.

    LG, Chris

  • Hallo,

    so ein Hund hat überhaupt nichts unter einem Tisch zu suchen. Das würde ich schon mal abstellen.
    Zudem sollte er auf seinen Platz und den Kindern nicht zu nahe kommen können. Gegebenenfalls würde ich ihn dort anbinden.

    So etwas geht überhaupt nicht und ich kann Dich gut verstehen, dass Du irgendwann die Lust verlierst zu den Großeltern zu fahren. Deine Kinder werden auch bald recht lustlos werden wenn es heißt: Wir fahren zu Oma und Opa.

    Ich sehe es so wie Chris:
    sag den Großeltern, dass es so nicht geht und sie etwas ändern sollen. Zur Not muss der Hund halt an die Leine.
    Das sollte es den Großeltern schon wert sein um ihre Enkel zu sehen.

    Liebe Grüße

    Steffi

  • Zitat

    Die Halter des Hundes sollten sich nicht mit dem "der ist nun mal schwierig" abfinden, sondern sich klar machen, dass solche Aktionen auch für den Hund nicht schön sind, denn das ist Streß pur für ihn.

    Das muss ich nochmal fett hervorheben - bevor es hier untergeht.

    Denn damit sollten die Großeltern doch zur Vernunft gebracht werden können.

    Ja, ich denke schon das ein Hund die unterschiedliche Autorität von Erwachsenen und großgewachsenen Neffen unterscheiden können.
    Diese Schnapperei könnte also eine dreiste Maßregelung vom Hund sein -
    es können aber auch ganz andere Ursachen dahinter stecken (Angst, Unsicherheit)
    - das kann nur ein Trainer vor Ort erkennen und bewerten
    (allerdings nicht indem er den Hund auf den Rücken wirft - damit haben die Großeltern vollkommen Recht ;) )

    Jenachdem sind dann entsprechende Maßnahmen sinnvoll - und ja, es macht Arbeit. Hunde machen Arbeit.
    Und Tierheimhunde mit evtl. schlimmer Vorgeschichte machen häufig noch mehr Arbeit.
    Aber was tut Mensch nicht alles für's liebe Vieh -
    hauptsache dem Hund gehts gut.
    Und das ist jetzt mit 100 % Sicherheit nicht der Fall!

  • Ich glaube es ging dem Trainer nicht so sehr darum "den Hund auf den Rücken zu werfen" sondern ehr so Dinge wie : Nicht aufstehen, wenn der Hund den Platz beansprucht, ein "NEIN" durchzuhalten und eben nicht alles durchgehen zu lassen (Buddeln von Löchern im Garten etc) . Mit vielen Dingen haben die Schwiegereltern allerdings gar kein Problem und der Hund tat ihnen halt so leid, wenn er was machen oder lassen soll was er vorher anders gemacht hat. Tenor: "Das kann er doch nicht verstehen..." Gemeint ist der Hund - ohne Worte.

    Ich denke aber ihr habt recht - ohne Druck gehts nicht, allerdings haben wir das schon hinter uns und die Entscheidung ist eigentlich schon gefallen - zu unseren Ungunsten.

    Schade - ich wollte nur nichts unversucht lassen.

    Danke und schöne Grüße
    Nagemann

  • Zitat


    Ich denke aber ihr habt recht - ohne Druck gehts nicht, allerdings haben wir das schon hinter uns und die Entscheidung ist eigentlich schon gefallen - zu unseren Ungunsten.

    Vielleicht braucht es da einfach seine Zeit und Konsequenz, bis die Großeltern merken, dass es Euch wirklich ernst damit ist?

    Ich wünsche es Euch auf jeden Fall, denn ich kann mir so etwas kaum vorstellen.

    Vielleicht wäre es hilfreich, wenn Du den ein oder anderen Beitrag aus diesem Thread ausdruckst und ihnen zum Lesen gibst?

    Es tut mir übrigens auch leid für den Hund, denn durch die zwar nett gemeinte, aber doch sehr vermenschlichende Einstellung der Halter werden dem Hund soviele Chancen auf ein entspanntes und gelassenes Leben genommen!

    LG, Chris

  • Doch, ich fürchte das ist tatsächlich so.
    Eine Gesprächsbedarf über das Thema besteht nicht mehr - wurde mir per mail mitgeteilt. Das Angebot ihrerseits war, dass man einfach so zu einem normalen Verhältnis kommen soll. Wie aber, frage ich mich, wenn Thema Hund nicht geklärt ist....
    Also muß ich davon ausgehen das der Kontakt zu den Großeltern nun vorbei ist.
    Ganz schön hart das zu akzeptieren. Vor allem für die Kinder....

    Die Idee etwas zum Lesen aus dem Forum zur Verfügung zu stellen ist ganz gut - vielleicht mache ich das. Muß noch mal darüber nachdenken.

    Vielen Dank und schöne Grüße
    Nagemann

  • Zitat

    Ich glaube es ging dem Trainer nicht so sehr darum "den Hund auf den Rücken zu werfen" sondern ehr so Dinge wie : Nicht aufstehen, wenn der Hund den Platz beansprucht, ein "NEIN" durchzuhalten und eben nicht alles durchgehen zu lassen (Buddeln von Löchern im Garten etc) .

    Danke und schöne Grüße
    Nagemann

    Warst du dabei als der Trainer da war ? Und wie wurde das Maulkorb anziehen geübt ?

  • Hallo,
    ich finde das so traurig, dass mich das ganz schön beschäftigt!
    Dabei hab ich gar keine Kinder!

    Was ich auch noch wichtig finde, ist, dass man sich als Halter eines solchen Hundes, darüber im Klaren sein muss, dass sich diese Problematik, wenn man dem Hund nicht dabei hilft, immer weiter verschlimmern wird.

    Deshalb sind hier auch soviele dafür, dass IHR Euch absolut konsequent verhaltet und die Besuche solange einstellt, bis dem Hund geholfen wird.

    Denn es geht ja nicht darum, dem Hund irgendwas in die Schuhe zu schieben, sondern es geht darum, dass diesem Hund ein souveräner menschlicher Ansprechpartner fehlt, der ihm die Sicherheit vermittelt, dass er nicht schnappen muss.
    Seinen Hund in die Notlage zu bringen, dass dieser meint, sich nur noch durch "präventives" Schnappen zur Wehr setzen zu können, ist kein Empfehlungsschreiben für den Halter. Denn da läuft grundlegend in der Hund-Halter-Beziehung etwas schief.

    Ein Hund braucht klare Regeln, menschliche Führung, das Wissen, was er darf und was nicht, um sich wohl, sicher und geborgen fühlen zu können.

    Kein Hund möchte wirklich die Verantwortung für sich und den Hundehalter übernehmen müssen - aber einem Hund, dem nicht durch Regeln (die ja nix Schlimmes sind!) geholfen wird, bleibt ja gar nichts anderes übrig. Und dann macht er es auf seine Art und die ist nicht unbedingt menschenkompatibel.

    Irgendwo haben die Halter da einen Gedankenfehler, wenn sie diese für alle - Mensch und Hund - rundum unglückliche Situation so belassen wollen.
    Einen Hund auszubilden IST anstrengend und kostet Zeit, Nerven und Geld. Aber es macht ja auch Spaß, vielen jedenfalls.

    Wenn die momentane Situation noch so hingenommen wird - nun, dann ist vermutlich der Leidensdruck noch nicht groß genug. Das wird sich in absehbarer Zeit ändern, wenn der "grenzenlose" Hund, der ungewollt die Führung übernehmen musste, anfängt, die Großeltern zu maßregeln und SEINE Regeln auf Hunde-Art durchzusetzen.

    Ich wünsche mir für den Hund und auch für die Großeltern, dass sie spätestens DANN die Kurve kriegen und sich und dem Hund helfen lassen.

    Und EUCH wünsche ich die Gelassenheit, konsequent zu bleiben, denn eines muss klar sein: Wenn dem Hund nicht geholfen wird, lernt er mit jedem erfolgreichen Schnappen dazu und wird es immer öfter und verstärkter einsetzen. Bis es irgendwann kein Schnappen mehr ist, sondern ein Biß in Verletzungsabsicht.

    Und der Hund konnte dann nichts dafür.

    LG, Chris

  • Hallo,

    Ganz kurz: nein , beim Hundetrainer war ich nicht dabei - wir wohnen zu weit auseinander.
    Das Anziehen des Maulkorbs wurde, würde ich denken, nicht geübt. Ich nehme an der wurde einfach angezogen. Der Hund fühlt sich damit sichtlich unwohl.
    Und noch was: "Beißen" darf ich das nicht nennen. Ich darf nur von "Schnappen" sprechen.

    LG Nagemann

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