züchter, auf was achten?
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hallo zusammen
eine gute freundin von mir möchte sich gerne einen jack russel "zulegen".
sie hat sich schon sehr intensiv mit den züchtern in D auseinander gesetzt und wohl auch schon einige angeschrieben.aber auf was muss man genau achten?
wenn sie sich für eine zucht entschieden haben werden sie selbstverständlich dort hin fahren und sich alles ansehen.
aber ich habe auch schon so einige geschichten gehört, dass man auf den ersten blick häufig nicht merkt das da was im argen ist!?kann es z.b. auch vorkommen das ein welpe keine papiere bekommt (warum auch immer) und die anderen welche haben?
wie alt sollte der welpe mindestens sein bei der abgabe?
gibt es "tests" die man mit dem welpen vor ort machen sollte?
sorry für die doofen fragen, aber ich kenne mich mit welpen garnicht aus, da ich immer TH-hunde hatte/habe die schon immer etwas älter waren.
wäre super wenn ihr mir ein paar tipps geben könntet die ich dann weiter geben kann.
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Hi,
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nun, für mich persönlich wären folgende dinge wichtig:
der züchter muss in einem zuchtverband züchten - und dieser sollte dem VDH angeschlossen sein. (letzteres gilt vorallem dann, wenn die "käufer" mit der materie noch unvertraut sind!!!!!)
ich möchte die zuchtordnung und die rassestandarts nachlesen können.
entsprechende papiere müssen vorhanden sein. auf irgendwelche ausnahmen würde ich persönlich mich - vorallem als neuling - überhaupt nicht einlassen.
die mutter der welpen muss ich sehen dürfen. am besten ist sie einfach immer bei den welpen dabei - ich kann sehen, wie sie mit den welpen umgeht, ich darf sie und die welpen eine zeitlang beobachten, ich kann sehen, wie die mama so drauf ist.
ein guter züchter (so wie ich ihn präferieren würde) erzählt mir mit einem gewissen "feuer" von SEINER rasse, er erzählt mir, warum seine hündin gerade von diesem rüden gedeckt wurde und was er sich davon verspricht.
er wird mir begeistert die geschichte der rasse runterbeten - und mich mitbegeistern.
wenn der hund später bei mir als ganz normaler "haushund" leben soll, lege ich wert drauf, dass die welpen auch im haus des züchters aufwachsen, mit familienanschluss und dass sie auch entsprechend sozialisiert werden, mit allem, was in einem normalen haushalt und drumrum so los ist: autofahren, garten, staubsauger....ganz normale dinge.
ich würde nachfragen, wie oft der züchter würfe hat/hatte, wie er sie plant und wie oft eine hündin wirft. und - mir auch sehr wichtig - was passiert mit der hündin, die nicht mehr belegt werden kann/darf?
selbstverständlich ist für die gesundheit der welpen alles getan worden: untersuchungen,impfungen und wurmkuren sind sinnvoll und nachvollziehbar.
umgekehrt erwarte und begrüsse ich es, wenn der züchter wiederum mir ein loch in den bauch fragt!
abgegeben dürfen welpen erst mit der 8ten woche werden - ich habe kein problem mit züchtern, die die welpen erst mit der 9ten oder 10ten woche abgeben.
ein guter züchter kann mir sehr viel über die einzelnen welpen erzählen. ich darf öfter vorbeikommen - und er wird mir ungefähr sagen können, welcher welpe zu mir passen könnte - vorallem bei "anfängern" nicht ganz unwichtig.
der züchter sollte - mindestens die nächsten monate! - immer mit rat und tat zur seite stehen - im optimalsten falle entwickelt sich ein netter, lockerer kontakt, der lange bestehen bleibt. gar nicht schlecht finde ich, wenn ein züchter ab und an wurftreffen organisiert - mir zeigt das, dass er am werdegang "seiner" hunde interessiert ist.
irgendwelche "tests" - nö, also da fällt mir überhaupt nix ein, was allgemeingültig sein könnte. "mein" welpe muss zu mir passen - die chemie muss stimmen.
ist man sich irgendwie beim züchter unsicher, kann man auch immer beim zuchtwart oder beim zuchtverband nachfragen.
jap, ich weiss, ich hab da recht hohe ansprüche.
dafür bin ich aber auch gern bereit, für meinen wunschwelpen viele kilometer zu fahren, einen angemessenen preis zu zahlen und auch mal etwas länger zu suchen oder zu warten.

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danke für die ausführliche antwort LaBellaStella.
mir ist schon zu ohren gekommen, dass viele nach außen hin seriöse züchter häufig einen nicht eingetragenen wurf dazwischen haben wo sie dann die welpen ohne papiere verkaufen! aber erkennbar ist sowas nicht, oder?
wieviele hündinen sollte der züchter max. besitzen? muss man sich gedanken machen wenn er mehr als eine rasse züchtet?ist hier vielleicht jemand der einen jacky aus der zucht hat und diese weiter empfehlen kann?
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ein seriöser und von seiner rasse begeisterter züchter wird von "zwischendurchwürfen" absehen.
natürlich ist sowas erkennbar: eben dadurch dass die welpen dann keine papiere haben. zur not, wenn man den verdacht hat, beim zuchtwart fragen, ob der wurf gemeldet wurde und ob dieser papiere bekommt. bitte da grade als anfänger wirklich keine experimente machen!
zur frage wieviele hündinnen oder wieviele rassen:
wenn ich mir irgendwann mal "meinen" wunsch-gos hole, weiss ich im prinzip schon, bei welchem züchter.
dieser züchtet ausser Gos dAtura Catala auch Briards.
letztere jahrelang und mit begeisterung für die rasse. der Gos dAtura kam später dazu, die züchterin hat sich in die rasse "verliebt" und eine begründung war, dass die beiden rassen sich super ergänzen und der eine oder andere langjährige "kunde" langsam nach einer kleineren rasse ausschau hielt.
sie haben mehrere hündinnen - vorallem deswegen, weil sie die mädels, die nicht mehr belegt werden, behalten.
2 würfe auf einmal kommen nicht vor! es wird immer nur eine hündin belegt - sonst könnten sie dem wurf nicht gerecht werden.
die mädels, die keinen wurf haben, kümmern sich als "tanten" mit um die welpen. finde ich persönlich sehr gut.
sie haben höchstens 1x im jahr einen wurf und dann eben entweder von den briards oder von den gossos.
für mich persönlich ist es bei dieser zucht nachvollziehbar, warum sie 2 rassen züchten. (sie tuns mit sinn und verstand und mit liebe zur rasse).
(selbstverständlich sind sie in den entsprechenden zuchtverbänden und im VDH).
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Zitat
sie haben höchstens 1x im jahr einen wurf und dann eben entweder von den briards oder von den gossos.nur 1 mal im jahr? ach du meine güte...ein großonkel von mir züchtet schw. riesenschnautzer. er scheint auch einen guten ruf zu genießen, allerdings sind da die hündinen doch (wenn ich mich jetzt nicht irre) 2 mal im jahr trächtig!
da ich von zucht keine ahnung habe dachte ich das wäre so standart!
aber gut zu wissen das es eigentlich anders sein sollte!ich dank dir für die tipps, da sie genau das sind was ich brauche!
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Grüße,
wurde ja schon viel wichtiges gesagt.
Noch dazu: wenn man über Internet einen Züchter findet, ist es oft ganz interessant, wenn man mal Telefonnummern und/oder Mailadresse in google eingibt.
Findet man ständig Anzeigen mit Welpen, dann dürfte es sich nicht gerade um eine seriös
gruß
sabine -
Im entsprechenden VDH-Verein dürfen Riesen nicht 2 mal im Jahr trächtig sein. Ein Wurf pro Jahr und bei sehr großen Würfen wird durchaus eine Pause von mehr als 12 Monaten verhängt.
LG
das Schnauzermädel -
Der Jack Russell ist vom VDH Züchter nicht so leicht zu bekommen, wie man sich das als Laie vorstellt.
Der Überwiegende Teil der VDH Hunde sind rauhhaarig und nicht so, wie man den typischen Reiterjacky kennt. Diese krummbeinigen Reiterjackys findet man nur von unseriösen Züchtern.
Hier mal ein paar Links:
http://www.kft-online.de/mod_feature_se…%27%23%23%23%27
http://www.parson-jack-russell-terrier-club.de/html/club.html
http://www.british-jack-russell-terrier-verein.de/
Mir wäre außer den vom Verein geforderten Untersuchungen der Elterntiere auch noch der Gentest auf PLL (primäre Linsenluxation) wichtig.
Der Test ist noch sehr neu, aber gute Züchter lassen ihre Hunde darauf untersuchen. -
Hallöchen :)
In der Regel hat ja jeder Zuchtverband (dem der Züchter angeschlossen ist) auch genaue Regularien, wann eine Hündin frühestens belegt werden darf, in welchen Abständen und wie oft und bis zu welchem Alter sie maximal Welpen haben darf, ebenso wie die Gesundheitsuntersuchungen, die erfüllt sein müssen um überhaupt in´s Zuchtbuch eingetragen werden zu dürfen.
Das kann man eigentlich auch immer auf der Seite des jeweiligen Verbandes nachlesen, auch ohne selbst Mitglied sein zu müssen.
Kenne mich nun mit Jackys überhaupt nicht aus, aber ich denke das ist wohl bei allen Verbänden ähnlich oder? (Hoffe ich jedenfalls
)liebe Grüße
Stemi -
Bei Jack/Parson Russell würde ich nicht nur strengstens auf einen seriösen Verband achten, der genaue Gesundheitskontrollen für Zuchttiere vorschreibt (in diesem Fall vor allem Augen/Ohren/Patella), ich würde darüber hinaus auch nur zu einem Züchter gehen, der/die seit langem einen guten Ruf hat, sprich: mehrere Generationen Hunde gezogen hat, kennt und idealerweise arbeitet.
Das wäre mir bei so einer Moderasse extrem wichtig, um nicht an jemanden zu geraten, der gerade erst auf den Zug der niedlichen, lukrativen Kleinen aufgesprungen, gerade nett und begeistert ist, aber als Züchter eine Eintagsfliege, der morgen vielleicht lieber Möpse produziert.
Ich würde mich bei diesen Rassen also vor jeder Art von "liebevoller Hobbyzucht" hüten, sondern unbedingt nach einem erfahrenen Züchter suchen, bei dem ich davon ausgehen kann, daß er nicht nur mir, sondern auch "seinem" Hund notfalls lange zur Seite steht, falls mir etwas passiert und alle Stricke reißen - und da ist die Gewähr bei denen, die sich langfristig und seriös einer Rasse verschreiben, einfach eher gegeben.
Be Russells würde ich außerdem danach sehen, daß spätestens bei den Großeltern Leistungsprüfungen auftauchen. Das gibt wenigstens eine gewisse Gewähr, daß es sich auch bei den Nachkommen noch um "form to function" handelt, um wirklich fitte Hunde, die klar im Kopf und auch nervlich belastbar sind - also nicht den berüchtigen kleinen Hibbelkläffer.
Daß diese Leistungsprüfungen jagdlicher Natur sind, daß also ein guter PRT/JRT ein Hochtemperaments-Jäger ist, der zwar anpassungsfähig sein kann, aber richtig gut was geboten haben möchte, ist deinen Freunden ja sicher bewußt?
- Vor einem Moment
- Neu
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