Welpe mit ins Büro!?

  • Hallo Ihr Lieben!

    Kennt Ihr den Spruch:
    1. Kommt es anders und
    2. als man denkt? ;)

    Bei uns scheint es jetzt so zu sein.

    Nachdem unsere Kiddies in Vorschule und Kindergarten vormittags untergebracht sind, habe ich Zeit, mich nun um unser (vielleicht Ende November einziehendes) neues Familienmitglied - eine Collie-Hündin zu kümmern - DACHTE ICH!

    Denn: Gestern habe ich einen Job angeboten bekommen! Es ist unglaublich, denn ich suche schon lange und nun scheint alles perfekt: 3x Woche, insgesamt 15 Std., vormittags (wenn die Kinder untergebracht sind); nur 7 Minuten mit dem Auto, ca. 17 mit dem Fahrrad. Anfangen soll ich allerdings schon zum 1.11.!

    Tja, und nun die Frage: Wie mache ich das mit der Maus??? Wie kriege ich sie stubenrein? Soll/te ich sie (wenn es denn geht) in dieser Zeit mit ins Büro nehmen oder wäre es besser, sie zu Hause zu lassen?

    Ob es ginge, müsste ich eh noch einmal erfragen, mich interessiert aber vor allem Eure Meinung und Eure Erfahrungen!? :gut:

    Bitte schreibt mir, wie Ihr das seht? :???: :hilfe:

    Die Maus wäre übrigens unser erster Hund. Ob wir sie aber überhaupt bekommen, ist noch nicht klar. Die Züchterin hat mehr Interessenten als Hunde und will/ wird es vom Charakter des Hundes und den Gegebenheiten der neuen Besitzer abhängig machen... :gott:

    Danke schon einmal für viele, viele Antworten!!!
    Svenja

  • Hallo Svenja!

    Ich gehöre ja zu den Glücklichen, die den Hund bei einem Vollzeitjob mit ins Büro nehmen können, und ich finde es gibt eine ganze Menge Dinge auf die man achten muss.

    Mit meiner Emma war es erstaunlich einfach, ich hatte ein paar Tage frei in denen wir uns erstmal aneinander gewöhnt haben bevor es zur Arbeit ging und glücklicherweise haben wir schnell eine sehr gute Bindung gehabt. Emma war aber auch schon acht Monate alt und fast stubenrein. Anfangs ging in der Firma zwei, dreimal was daneben, aber ich habe Gott sei Dank sehr tolerante Mitarbeiter und Kollegen - ich kann Dir aber schon mal raten (wenn es denn soweit sein sollte) - Sagrotan, Teppichreiniger, Handtücher, Textilbedufter (damit Hundi nicht auf die gleiche Stelle wieder macht), das war meine Standardausrüstung :D
    Nachdem das mit der Stubenreinheit geklärt war, ging es eigentlich eine ganze Weile problemlos, aber nach der ersten Läufigkeit hat Emma ein ziemliches Territorialverhalten entwickelt, und bis heute sind wir dabei das Abzuerziehen, weil die Maus meint es sei ihre Firma und sie müsste sie verteidigen :gott:

    Wichtig finde ich, dass man den Hund in der Freizeit auspowert, damit man ihm nicht zuviel abverlangt wenn er im Büro auch mal brav daliegen muss. Das wird bei Dir sicher nicht so ein Problem, da es ja nur ein Teilzeitjob ist. Für mich mit einem Vollzeitjob (was eher 55 - 60 Stunden pro Woche bedeutet als 40) ist das manchmal nicht so einfach.
    Weiterhin finde ich wichtig, dass Hundi im Büro einen eigenen Platz hat, wo ihn niemand stört, damit er sich zurückziehen kann. Und der Rest ist natürlich auch abhängig von den Kollegen. Meine spielen viel mit Emma und sie ist allgemein beliebt, auf der anderen Seite werde ich ihr das Betteln nie abgewöhnen können, weil sie mit ihrem "ich sterbe sofort, niemand füttert mich, ruft den Tierschutz an"-Blick natürlich viel zu oft Erfolg hat... =)

    Das war meine Seite der Geschichte - mein Chef hat sich dann auch noch einen Labbi Welpen angeschafft, was für Emma natürlich super ist, und der kam von der neunten Woche an mit in die Firma, allerdings nicht so regelmäßig. Inzwischen ist er etwa sechs oder sieben Monate alt und immer noch nicht stubenrein :headbash: Ob das nun daran liegt, dass die Firma groß ist und er nicht versteht, dass das alles DRINNEN ist, oder ob er sonst nicht richtig erzogen wird, darüber bilde ich mir mal kein Urteil, ist ja der Hund vom Chef :roll:

    Ich finde es ist eine tolle Sache, gut für das Klima auf der Arbeit und für mich ein Geschenk, denn sonst hätte ich gar keinen Hund haben können, aber das Umfeld muss stimmen, die Kollegen müssen mitmachen und man muss lernen sich zwischen Hund und Arbeit aufzuteilen und allem gerecht zu werden. Natürlich ist aber auch jede Situation immer anders.

    So, das war jetzt ein langer Text...

    Ich drück Dir die Daumen, dass alles gut läuft wenn es denn dazu kommt, dass Du Hund und Job gleichzeitig kriegst!!

    Liebe Grüße,
    Kitti und Emma

  • Zitat

    Tja, und nun die Frage: Wie mache ich das mit der Maus??? Wie kriege ich sie stubenrein? Soll/te ich sie (wenn es denn geht) in dieser Zeit mit ins Büro nehmen oder wäre es besser, sie zu Hause zu lassen?

    Hallo Svenja,

    ich würde keinen Welpen im Büro haben wollen und schon gar nicht an einem neuen Arbeitsplatz.

    Zuhause lassen müsste der Welpe also ca. 5,5 Stunden pro Tag an 3 Tagen die Woche, oder? Bis ein Welpe das schafft, können Monate vergehen.

    Wie ist es bei Deinem Mann? Du schriebst, er kann den Hund mit ins Büro nehmen. Würde das gehen?

    Außerdem solltet Ihr Euch Plan B und vorsorglich auch Plan C für diese Zeit einfallen lassen.

    Viele Grüße

    Doris

  • Erstmal Glückwunsch zum Jobangebot :gut: .
    Wenn Dir der Job wichtig ist: Nimm ihn an und verzichtet auf die Anschaffung eines Hundes - zumindest im Moment. Es ist doch so: I. d. R. bleibt (trotz aller guten Vorsätze und anfänglicher Euphorie) die meiste Arbeit mit dem Hund an Mutti hängen. Und bis sich alles eingespielt hat (zuverlässige Stubenreinheit, Stundenweise allein bleiben, den Hund mal mitnehmen können zu Terminen oder ins Büro, etc.), kann es rd. 6 Monate dauern.

    Das Thema "Hund" ist ja nicht aus der Welt. Aber ich finde es muss schon irgendwie passen (zeitlich, finanziell, usw.). Und das tut es mit Welpe und Job für längere Zeit zumindest nicht. Entscheiden heißt verzichten.

  • Ich stelle mir gerade zwei Gezellen-Babys vor, die sich gegenseitig ihr Leid klagen. Eines ist im Zoo geboren, hat nur seine paar Quadratmeter Gehege und außer so komisch bunten Zweibeinern ist kaum was los. Die andere lebt in der Savanne und muss ein paar Mal am Tag vor Löwen und Geparden flüchten, die ihr nach dem Leben trachten.

    Die können beide klagen soviel sie wollen, wir können sie bedauern oder ihnen einen Vogel zeigen, egal, beide müssen in der Umwelt leben und zurechtkommen, in die sie hineingeboren wurden.

    So ist das auch beim Welpen. Und mal ehrlich, wenn (das würde ich aber auch vorher abklären) der Arbeitgeber nichts dagegen hat, ist es doch toll, wenn der Welpe mit ins Büro darf. Ich habe meine beiden von klein auf immer mal ins Büro mitgenommen (einzeln natürlich). Das tat und tut ihnen gut.

  • Zitat

    Und mal ehrlich, wenn (das würde ich aber auch vorher abklären) der Arbeitgeber nichts dagegen hat, ist es doch toll, wenn der Welpe mit ins Büro darf. Ich habe meine beiden von klein auf immer mal ins Büro mitgenommen (einzeln natürlich). Das tat und tut ihnen gut.

    Heute, wo ich meine Arbeit aus dem FF im Büro mache, wäre ein Welpe kein Problem. Aber wenn ich an neue Mitarbeiter denke, die nach der Auszeit durchs Kinderkriegen erst mal wieder ins Arbeitsleben zurückfinden, sich in der Firma überhaupt zurecht finden und die Arbeit an sich lernen müssen ... wie gesagt, ICH würde da keinen Welpen bei mir haben wollen.

  • schlaubi, das ist dann aber ein anderes Paar Schuhe. Da geht es doch um die Arbeit und um dich, um deine persönliche Entscheidung. Wenn von der Seite alles klar ist, bleibt eben noch die Seite mit dem Welpen. Und die sehe ich eher positiv.

    Der Welpe lernt den Kontakt zu vielen Menschen, lernt Ruhe zu halten, lernt das Alleinsein (zumindest bei mir, da ich zum Kaffeeholen ins Nachbarbüro gehe), ...

  • Zitat

    Der Welpe lernt den Kontakt zu vielen Menschen, lernt Ruhe zu halten, lernt das Alleinsein (zumindest bei mir, da ich zum Kaffeeholen ins Nachbarbüro gehe), ...

    Dem stimme ich gerne zu. Immer unter dem Aspekt, beidem gerecht werden kann: Arbeit und Welpen. Und das glaube ich eben nicht, bei neuem Job und erstem Welpen gleichzeitig.

  • Muss es denn genau dass Hundebaby sein?
    Wir haben bei ähnlicher Situation (aber Halbtagsjob meiner Frau) nach einem älteren Welpen, z.B. letzter aus einem Wurf, der gewünschten Rasse gesucht, mit ein paar Züchtern telefoniert, und uns dann für unsere Sera entschieden. War mit 4 Monaten praktisch stubenrein (ein paar mal Demuts-/Freude- oder wie auch immer Pieseln). Sie hatte schon in der Familie (allerdings im Rudel und mit offener Terrassentür) gelebt, die Züchterin hatte anfangs im Welpenhaus geschlafen!!!
    Dann hatten wir noch 1 Wo. Urlaub, die Kids dann 2 Wo Ferien, dann an der Arbeitsstelle eine Art Wohnwagen, in dem sie die ersten 11/2 Wo nach Arbeitsbeginn war, und es klappte proplemlos (sicher hatten wir schon Glück dabei).
    Es gibt auch Züchter, die den Hund an eine Box gewöhnen/gewöhnt haben etc.
    Also: Hund und Situation sollten meine ich schon zusammenpassen, und es sollte einen Plan B u. C geben (z.B. auch Hundesitter...). Aber direkt nach Arbeitsbeginn ein Hundebaby würde ich mir nicht zu trauen.

  • Ich würde euch auch raten erst mal abzuwarten.
    Es ist doch ein super Jobangebot - nimm es an, arbeite dich richtig ein. Da können leicht ein paar Monate ins Land streichen. Danach hast du auch den "Kopf" für einen Hund. Wenn du die kleine Wuschelmaus dann nicht in die Arbeit mitnehmen kannst würde ich dir zu einem erwachsenen Tier raten, denn für einen Welpen sind 5 Stunden am Stück einfach zu viel.

    Ich wünsch dir auf jeden Fall alles Gute :gut:

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