• Hallo =)

    Ich habe folgende(s) Problem(e) mit meinem 14 Monate alten Labradorrüden:

    Er hört irgendwie nur wenn er es will, ob zu Hause oder draußen. Am schlimmsten ist es, wenn er andere Hunde sieht. Ich hatte mir schon eine Hochfrequenzpfeife zugelegt, es klappt auch sehr gut, bis ein anderer Hund kommt oder er aber meint, dass er andere Dinge im Kopf hat. Auch "Superleckerlies" klappen da wenig.

    Gestern habe ich ne Krise bekommen. Er hat nicht auf mein Abrufen reagiert (es waren andere Hunde in der Nähe) und ist dann einem Trecker hinterher. Ich habe Glück gehabt, dass der Bauer vorsichtig bis gar nicht gefahren ist. Und zu guter Letzt hat er sich dann auch noch in der Gülle gewältzt, die der Bauer gerade aufs Feld gebracht hat.

    Würde ich ihn gar nicht mehr von der Leine lassen habe ich das Problem, dass er nicht ausgeglichen ist, er braucht das Rennen. Wenn ich ihn nicht laufen lasse habe ich das Problem, dass er zu Hause nur Mist macht.

    Dann zieht er sehr stark an der Leine. Das schönste Gassigehen habe ich nur, wenn es dunkel ist, da geht er schön brav neben mir her.

    Meine Tierärztin hatte zu mir gesagt, als ich sie mal nach einer Kastration fragte, dass man das machen sollte, wenn er zu dominant ist. Ist dies ein Dominanzverhalten von ihm? Sollte ich ihn kastrieren lassen? Wird es dann auch wirklich besser? Ich weiss ja, dass er kann, wenn er denn nur will.

  • schau mal hier:
    Kastration???

  • Hallo Dani-Ela,
    Kastration ist keine Erziehungshilfe !
    Ich kann bei deinem beschriebenen Problem keinerlei Grund für eine Kastration erkennen und finde es schlimm, dass dein Tierarzt einfach so dazu rät.
    Das was du hier beschrieben hast, wirst du -mit Kastra-spätestens nach dem Fädenziehen und bei dem ersten schönen Freilauf in gleicherweise wieder erleben....
    Soweit man erkennen kann, interessiert er sich draußen einfach mehr für andere Hunde etc als für dich. Jedoch scheint dies ja generell draußen so zu sein und ist kein hormonellbedingter Zustand. Im Gegenteil, ist er nicht abgelenkt (im Dunkeln wie du sagst) klappt es ja gut.
    Da heißt es einfach nur trainieren, trainieren.... Grundgehorsam, Impulskontrolle, Aufmerksamkeit.

  • Hallo Dani-Ela!
    Es hört sich für mich nicht nach einem Dominanzproblem an. Er scheint einfach noch nicht das Herankommen unter Ablenkung richtig zu beherrschen. Du solltest das vielleicht in der nächsten Zeit einfach üben. Ich empfehle dir dabei eine Schleppleine zu benutzen, damit du dann im Notfall (Hund reagiert nicht auf ruf/pfiff) noch eingreifen kannst. Deinen Hund könntest du in dieser Zeit auch super mit einer Reitzangel und anderen Teamspielen auslasten. Das würde Ihn auch noch mehr an dich binden. Habe das auch schon erfolgreich mit meiner Dalmi-Maus probiert und es funktioniert wunderbar. Von einer Kastration ohne Medizinischen Grund würde ich dir abraten, denn
    1. Ist es kein Allheilmittel für Erziehungsprobleme
    2. dein Hund könnte durch diesen Eingriff besonders anziehend für andere Rüden werden und dadurch sehr verunsichern
    und 3. ist es laut Tierschutzegesetz verboten ohne medizinischen Grund Eingriffe an Tieren vorzunehmen.

  • Zitat

    Hallo =)

    Ich habe folgende(s) Problem(e) mit meinem 14 Monate alten Labradorrüden:

    Mitten in der Pubertät - hast du da stets auf deine Eltern gehört?
    Oder doch lieber die Bravo gelesen?

    Zitat

    Er hört irgendwie nur wenn er es will, ob zu Hause oder draußen. Am schlimmsten ist es, wenn er andere Hunde sieht. Ich hatte mir schon eine Hochfrequenzpfeife zugelegt, es klappt auch sehr gut, bis ein anderer Hund kommt oder er aber meint, dass er andere Dinge im Kopf hat. Auch "Superleckerlies" klappen da wenig.

    In diesem Alter wird ein Hund laaangsam erwachsen, die Hormone schießen ein, der Radius wird größer, das Interesse an anderen Dingen steigt, er wird eigenständig. Das ist normal und gehört zur Entwicklung aller Lebewesen.
    Gegen all das bist du langweilig... :D
    Ist nicht böse gemeint, durch die Phase mussten wir alle.

    Zitat

    Gestern habe ich ne Krise bekommen. Er hat nicht auf mein Abrufen reagiert (es waren andere Hunde in der Nähe) und ist dann einem Trecker hinterher. Ich habe Glück gehabt, dass der Bauer vorsichtig bis gar nicht gefahren ist. Und zu guter Letzt hat er sich dann auch noch in der Gülle gewältzt, die der Bauer gerade aufs Feld gebracht hat.

    Würde ich ihn gar nicht mehr von der Leine lassen habe ich das Problem, dass er nicht ausgeglichen ist, er braucht das Rennen. Wenn ich ihn nicht laufen lasse habe ich das Problem, dass er zu Hause nur Mist macht.

    Dir wird nichts anderes übrig bleiben, als ihn an die Schleppleine zu nehmen (am Geschirr!), damit übst du den Rückruf, die Aufmerksamkeit und machst dich interessant.
    "Arbeite" mit ihm, beschäftige ihn.
    Rennen allein ist keine Beschäftigung.


    Zitat

    Meine Tierärztin hatte zu mir gesagt, als ich sie mal nach einer Kastration fragte, dass man das machen sollte, wenn er zu dominant ist. Ist dies ein Dominanzverhalten von ihm? Sollte ich ihn kastrieren lassen? Wird es dann auch wirklich besser? Ich weiss ja, dass er kann, wenn er denn nur will.

    Sorry, die Tierärztin erzählt dir viel Quatsch.
    1. Eine Kastration ersetzt keine Erziehung!
    2. Ist es ein ganz normales verhalten und hat nicht das geringste mit Dominanz zu tun - kein Hund wird dominant geboren, Dominanz ist keine Charaktereigenschaft - die alten Thesen dazu sind generalüberholt (das ist die Kurzfassung), also vergiss das bitte ganz, ganz schnell.
    Um deine Frage zur Kastration zu beantworten:
    Nein, es wird nichts besser, denn es ist reine Erziehungssache.
    Eine Kastration aus diesen Gründen ist keine Indikation!!!
    Abgesehen davon, ist dein Rüde auch noch viel zu jung dazu und es birgt auch jede Menge Risiken und auch Nachteile für deinen Hund.

    Gruß
    Leo

  • So ein armes Schwein hatte ich auch mal. Nicht ausgelastet (sorry, aber wenn ich halber Hering mit 2 Schäfis am Fahrrad gehen kann, dass schafft das jeder Mensch mit einem Hund), brachte sich das Türenoffnen bei, schulte um auf Biber, bettelte bei Tisch, Klötze weg, es wurde nicht besser, weg damit. Komisch nur, dass er bei mir ganz lieb war, keine Möbel anknabberte, nich bettelte, ...

    Da muss man am Ball bleiben, mehr Geduld und Penetranz aufbringen als eine gemeine Scheißhausfliege, den Hund ausbilden und auslasten, ... Dann klappt das auch, dann spuren die Bengels. Und K o n s e q u e n z!

    Ja, und dann gibt es auch bei Hunden schwierige Entwicklungsphasen. Aber die Tierchen sind ebenso wie Menschen lernfähig und werden mit der Zeit erwachsen.

    Finger weg vom Messer, das ist keine Erziehungshilfe!

  • Puuuuuuuuuuuuuuuuuuh dann bin ich jetzt erleichtert, kein Messer =)

    Klar ist mir bewusst, dass auch ein Hund in der Pubertät ist .... aber wie lange dauert die denn bei Hunden an, also mit welchem Alter spricht man von einem erwachsenen Hund?

    Das mit der Reizangel habe ich schon ein paar Mal versucht, mein Hund interessiert sich dafür nicht :( Wenn er jemandem hinterherrennt, dann nur hinter meinen beiden Katern und seinem Ball *g*

    Am Fahhrad klappt nicht mit ihm. Er ist zu stürmisch, will einfach immer nur rasen und ich habe Angst, dass er mich so vom Fahrrad zieht.

    Es bringt auch nichts, wenn ich mit ihm mit dem Ball am spielen bin, ihn also beschäftige, auch dann sind andere Hunde interessanter.

    Dann werde ich abwarten, viel Tee trinken und üben üben üben.

  • Zitat

    Klar ist mir bewusst, dass auch ein Hund in der Pubertät ist .... aber wie lange dauert die denn bei Hunden an, also mit welchem Alter spricht man von einem erwachsenen Hund?


    Mit Labradoren kenne ich mich nicht aus, aber unser Hund hat zum Erwachsen werden fast 3,5 Jahre gebraucht. Wir hatten auch solche Phasen, mehrere. Ich würde Dir auch zu Geschirr, Schleppleine, Geduld und Konsequenz raten. Uns hat in dieser Phase eine Hundetrainerin auch zur Kastration geraten, wir haben uns dann eingelesen und das nicht gemacht. Wir hatten noch kurz die Phase "Ich entdecke das man mit Hundemädels auch was anderes als spielen kann". Aber die haben wir auch hingekriegt, Schleppleine, Geschirr und ein paar klare Ansagen. Das hat einen Monat gedauert. Jetzt können wir auch locker an läufigen Hündinnen vorbeigehen.

    Jetzt wird er bald 5 Jahre ist noch immer intakt und das wird sich nur ändern wenn es medizinisch notwendig ist.

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