Das "alte Problem" Mein Hund kann nicht allein ble

  • Zitat

    Wenn sie offen wäre, würde er hinter mir her rennen, es sei denn er schläft :headbash: :headbash:

    Na dann ist das Problem ja ziemlich offensichtlich. Dein Hund möchte Dich scheinbar zu gerne kontrollieren. :D

    Dann fang wie schon gesagt doch ganz klein an, in dem Du Dich eben nicht mehr kontrollieren läßt. Wie gut kann er denn schon auf seinen Platz liegen bleiben? Das würde ich nun tagtäglich immer mal wieder in entspannten Situationen trainieren.

    Ein guter Trick ist auch die "Stille Ecke": Du richtest eine Ecke in einem Zimmer ein, wo er Dich durchaus auch noch sehen kann, und umstellst sie mit Gittern oder ähnlichem, so dass er nicht flüchten kann. Wenn er Dir ständig folgt, dann bringst Du ihn kommentarlos in die "Stille Ecke". Sämtliches Jaulen, Gejammer, Gekläffe wird ignoriert und dort bleibt er solange, bis er sich entspannt hingelegt hat, um ihn dann, wieder ohne jeglichen Kommentar, "frei zu lassen".

    Wenn er das kapiert hat, dann kannst Du ja mal die Türe für eine Sek. zu machen, um dann Schritt für Schritt das Alleinesein weiter auszubauen.

  • Hi Darkangel84,

    wir hatten auch zuerst den Kontrollwahn unserer Hündin "weggearbeitet" so wie oben schon beschrieben. Also kein hinterherlaufen in der Whg mehr, spielen und streicheln sowieso nur auf unsere Aufforderung, Bad, Toilette u mein SZ tabu für sie.

    Das Alleinbleiben (auch nur für Minuten) war dennoch erst möglich, als ich Leckerlis für sie in der Whg versteckt hab, sie sitzen musste und ich sie erst kurz vorm Türzumachen losschickte.

    Begeistert rennt sie dann und sucht, knabbert, liegt dann auch, das Beste: sie bellt nicht mehr und ist entspannt - tolle Erfindung die Fotokameras mit Filmfunktion :D

    Seither mach ich das so, lass auch immer wieder mal die Kamera mitlaufen und tatsächlich, sie ist entspannt und legt sich sogar auf ihren Platz, selbst wenn sie alle Leckerlis verputzt hat.
    Vielleicht ist das ein Tip für dich?

  • Splash ist im gleichen Alter und kann auch noch nicht gut allein bleiben, und dackelt mir in der Wohnung hinterher. Ich würde es nicht als Kontrollwahn bezeichnen, er ist noch sehr jung, sehr abhängig von mir, will einfach beim Rudel sein - ein Velcro-Hund eben, was auch rassetypisch ist. Ich arbeite ähnlich wie mollrops daran, die Bindung zu lockern - ich schliesse sehr oft die Türen hinter mir, auch wenn ich nach einer Sekunde schon wieder aus dem Zimmer komme, beachte den Hund gar nicht. Parallel machen wir auch Warten-Übungen, bei der der Hund eben per Kommando warten muss, während ich mich kurz entferne, ausser Sicht oder auch etwas scheinbar Interessantes rumfummle. Klappt immer besser, meist unternimmt er nun keine Türöffnungsversuche mehr, wenn ich kurz in den Keller gehe.

    Ihn einfach einzusperren und das Jaulen aussitzen mache ich nicht mehr - er ist kein Hund, der schnell aufgibt, und den Hund stundenlang auf maximalem Stresslevel zu haben kann auch keine Lösung sein. Die Schritte sollten so klein sein, dass der Hund sie meistern kann ohne in Panik zu verfallen - da setzt das Lernen nämlich aus. Ich bin oft kurz raus, er hat gejault, kurz rein, wieder raus - ich habe nicht darauf geachtet, dass der Hund ruhig ist, habe nicht auf einen günstigen Moment zum reinkommen gepasst, sondern habe mich vom Verhalten des Hundes überhaupt nicht beeinflussen lassen, er war quasi nicht da. Ob es das war, oder ob er einfach aus dem "Welpenkleben" langsam rauswächst, jedenfalls hat es sich deutlich entspannt.

    Manche Eigenheit muss man selber rausfinden. Viele Hunde sind offenbar entspannter, wenn ihr Raum stark begrenzt wird, eventuell sogar mit Kennel. Splash ist deutlich weniger gestresst, wenn er auch den Flur mit der Wohnungstür zur Verfügung hat, nicht nur das eigentlich vorgesehene Zimmer - also darf er halt hinter der Wohnungstür liegen.

    Ich hoffe, du findest deinen Weg mit dem Junior. Alle Übungen zur Erhöhung der Frustrationstoleranz sind nützlich, immer schön klein angefangen.

  • Hallo
    also auf keinen fall bellen lassen, denn damit verängstigst du ihn total und bringt dich keinen schritt weiter.
    Grundsätzlich muss man sich erstmal bewusst machen das es für einen hund total unnatürlich ist alleine zu bleiben daher muss man es auch so oft wie es geht am tag üben in mini schritten. er muss begreifen das es nichts besonderes ist wenn du den raum verlässt.
    nimms nicht persönlich aber ich vermute das ihr die schritte zu groß gemacht habt ihr müsst aufjedenfall bei null anfangen sonst reskiert ihr ein trauma bei eurem hund.

    als zweiten schritt zum briefkasten zu gehen ist viel zu viel für den kleinen. :sad2:

    1 schritt
    hund ist im wohnzimmer, du gehst aus dem raum raus machst die tür hinter dir zu und im selben atmezug wieder auf. und das übst du für den anfang so oft wie es geht
    begründung: er soll gar keine angst empfinden wenn ihr die tür zu macht .er hat es ja noch gar nicht gerafft das sie zu ist und da ist sie schon wieder auf.

    2.Schritt
    wenn er beim ersten schritt stabil erscheint nach zwei bis drei tagen sollte es der fall sein.
    wieder raum verlassen tür zu machen, 5 sec warten und wieder rein. hund ignorieren (nicht ansprechen nicht anschauen). falls der hund nach 5 sec heulen sollte erst wieder reingehen, wenn er aufhört und von 5 sec auf 2 sec reduzieren.
    und gaanz langsam die zeit erhöhen

    ja und nun auf zeit üben, wenn er es schafft 10 min ruhig alleine zu bleiben könnt ihr anfangen euch mal durch die haustür zu wagen.
    aber auch da sind wieder sekundenschritte angesagt.

    nochmal was zur motivation, je langsamer ihr es angeht umso schneller kommt ihr ans ziel. die ersten sekunden bis zu einer minute ist ein kleiner kampf aber von einer minute auf zwei minuten ist nur noch halb so schwer. :smile:

    gruß jacky

  • hey...also unser sammy is auch 4 1/2 monate alt...anfangs hat er immer alles angeknabbert und zerstört und gejault wenn er alleine war...! das ging aber relativ schnell vorbei als er eben nicht überall mit hin durfte...!

    ein meiner meinung nach sehr zu empfehlender trick ist auch ein altes handtuch....besondere leckerlis...und ein fester knoten....! der hund is mindestens ne stunde beschäftigt und das alleine bleiben plötzlich garnicht mehr so schlimm. Also einfach ein altes handtuch nehmen und ausbreiten....paar leckerlis drauf....und dann das handtuch zusammenknoten! also sammy bleibt jetzt super gut alleine...! sehr geholfen hat auch, das sammy vor dem alleine lassen richtig ausgepowert wurde, so dass er viel zu erschöpft zum rumjaulen und abdrehen war! und wenn du nach hause kommst den hund nicht sofort begrüßen und betütteln usw...sondern ingnorieren...sonst lernt dein hund in einer erwartungshaltung zu bleiben weil es ja ganz toll abgeht wenn du wieder kommst. so kann er sich aber nicht beruhigen und wird immer wieder terz machen.


    hoffe konnte helfen.

    viel erfolg

  • Nicht verzweifeln! Das wird schon!

    Jeder Hund ist anders, und ich denke, du wirst schon EURE Methode finden, die funktioniert...

    Hier mal meine Erfahrung:
    Wir hatten unser Hundi von der ersten Nacht an in einem riesigen Faltkennel neben dem Bett. Da musste er Nachts rein und hat es auch gut angenommen.
    Tagsüber gabs dann immer wieder tolle Sachen im Kennel (lecker Kauartikel, Leckerchen, Kuscheln mit uns... (wie gesagt: großer Kennel))
    Und dann immer wieder Hundi in den Kennel, Leckerchen, Kennel zu, Kennel auf...
    Auf der Arbeit dann rein in ein Zimmer, Tür zu, Tür auf... usw...
    Mal Hundi angesprochen, mal nicht...

    Aber immer alles selbstverständlich und ohne Tamtam.

    Auch das mit dem Kennel (wir haben in allerdings nur rausgelassen, wenn er eine kurze Pause beim Bellen/Fiepen gemacht hat): kein Tamtam beim Rauslassen.

    Heute ist er 9 Monate alt und bleibt bis zu 7 Stunden alleine, ohne zu Bellen oder Mist zu machen.
    Ich power ihn bei der Zeit aber vorher gut aus, dann gibts traditionell einen Kauartikel, und gut ist.
    Er kommt nicht mal mehr mit zur Tür.
    Komm ich dann heim sage ich hallo, gehe durch, schau ob er Mist gemacht hat, und begrüße ihn dann.

    Habe Geduld! Das dauert halt alles!

    Ich drücke euch die Daumen!!!

  • genauso wie "grey ghost" es beschrieben hat, habe ich es mit meinem auch gemacht.
    und es hat auch super gut geklappt.

    also der kennel ist aufjedenfall auch ne möglichkeit! aber auch hier sind kleine schritte angesagt so wie es beschrieben wurde.

    viel spaß beim üben
    Gruß Jacky

  • Hallo, ^^

    Ich habe auch so ein kleines Problem gehabt, mit meinem kleinen Chihuahua .

    Lass ihn vorher sitz machen und sag am besten gar nichts, mach am besten das Radio an und dann kannst du aus dem Raum gehen. Erst für ein paar minuten. Jault dann dein Hund kommst du rein und sagst, "aus" oder "nein" das immer wieder wiederholen und die Zeiten immer verlängern. Irgendwann kann dein Hund alleine sein.

    Bei meinem hat es funktioniert damals.

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