Hund aggressiv, kann ihm nicht mehr trauen!

  • Hallo!

    Ich weiß, dass es zu dem Thema "Hilfe, mein Hund ist aggressiv" schon viele Einträge gibt. Habe auch schon ziemlich viele davon gelesen, werde aber trotzdem nicht schlau daraus und hoffe, dass mich keiner steinigt, wenn ich kurz meine Situation mit Knut schildere und WIRKLICH um Hilfe bitte. Ich kann nämlich wirklich nicht mehr...
    Ich habe Knut, Corgimischling, 2 3/4 Jahre alt, mit einem Jahr aus dem Tierheim geholt. Er sei ein kleiner Macho anderen Hunden gegenüber; ich wollte auch einen Hund, der raus aus dem Heim muss und nicht unbedingt ein Schmuser ist.
    Dummerweise ist Knut, nachdem er sich nach einigen Monaten eingelebt hat, immer mehr zum Megamacho und Kinderschnapper geworden. Er knurrt meine Stiefgeschwister (10 jahre alt) an und schnappt nach ihnen, hat sie bisher noch nie genknappt. Das ist für mich Stress pur, wenn ich die Familie zuhause besuche...
    Beim Gassigehen war es nach den Wochen der Eingewöhnung so, dass ich ihn anleinen musste, wenn ich nen Hund gesehen habe. Wenn er ihn vor mir gesehen hat, ging die Rennerei los!
    Mittlerweile greift mein Hund alle Rüden an, die ihm nicht passen (das sind die meisten) und es ist egal, ob die in unsere Richtung laufen oder zwei Straßen von unserem Gassiweg am Weinberg entfernt hinterm Zaun hocken. Er muss nur ein Gebelle hören und läuft schon los! In der Hundeschule hat er sich auch mit anderen Hunden verbissen. Auch wenn ein Hund nen Kilometer hinter uns läuft, rennt er los...
    Dann fällt er die Hunde an, hängt sich an sie, beißt sie und meistens sind sie größer, stärker, er hat dann blutige Pfoten, ne rote Kehle,etc. ... Wenn ich ihn rechtzeitig an die Leine kriege, riecht er erst am Hund und fiept. Dann, wenn ich denke, dass der andere Hund einer von den wenigen ist, die Knut mag und mich traue ans Ableinen zu denken, greift er an, fletscht die Zähne und beißt zu.

    Okay, meine Beschreibung ist doch länger geworden, entschuldigt bitte! Aber das heutige Erlebnis als er bei einem Hundegebell bis ins Dorf gelaufen ist und dann über den Zaun in ein Grundstück rein zu den Hunden, hat mir gezeigt, dass die Hundeschule bisher kaum hilft. Wisst ihr Rat? Gibt es ein Konzept, nach dem ich mir nen Hundetrainer aussuchen soll? Was kann ich jetzt schon tun?

    Vielen, vielen Dank schonmal :smile:

  • Da hilft nur noch nen guter Hundetrainer...

    Wenn du sagst wo du herkommst kann dir vielleicht hier jemanden einen empfehlen, aber Tipps von Usern werden dich in diesem Fall glaube ich nicht weiterbringen... ;)

  • Ich bin mir sicher, dass Du der Auslöser für dieses Verhalten bist,
    wenn auch unbewusst und ohne das zu wollen.

    Daher brauchst Du einen Trainer, der mit DIR arbeitet
    und DIR erklärt, Deinen Hund zu lenken, statt Dich von ihm lenken zu lassen.

    Ich spreche immer von aktion - reaktion.
    In 90% der aggressiven Hunde agiert der Hund und er HH reagiert.

    Wenn Du was ändern willst, musst Du agieren, damit Knut reagieren kann.

    Ich kenne mich mit guten Hundetrainern in Deutschland nicht so aus,
    aber da kommen sicher noch eine menge guter Tipps für Deine Umgebung.

    Ach ja, schreib doch noch, in welchem PLZ-Gebiet Du wohnst.
    dann kann man Dir konkret jemanden empfehlen.

    LG
    Chrissi

  • Zitat

    Hallo!

    Danke für die schnell Antwort! :smile:
    Komme aus Bad Kreuznach bei Mainz in Rheinland-Pfalz. Habe bisher an einen Hundepsychologen/in gedacht?Bringt das was?

    lg

    Ich habe keinerlei Erfahrungen mit Hundepsychologen, aber wie gesagt es kommen bestimmt einige Leute hier aus deinem Umkreis und können dir jemanden gutes empfehlen. Schaue doch mal bei den PLZ-Threads (Gassigehtreffen etc.) vorbei, ob jemand aus deiner Gegend kommt.

    Viel Glück :)

  • Wow, vielen Dank erstmal, dass ihr trotz des leidigen Themas schreibt :smile:
    Ja, Maulkorb ist blöd: Er knurrt auch Menschen an, meistens Männer. das sind Freunde, die zu uns kommen, aber auch wenn wir irgendwohin gehen. Das kann auch schon mal ne Frau auf dem Zebrasterifen sein...Manchmal ist es drei Wochen okay und dann gehts wieder los...Jüngere Rüden fällt er auh zu 98% nicht an.
    Ich will halt nicht, dass er noch aggressiver wird als er schon ist, deshalb habe ich ihn bisher auch immer mal wieder abgeleint und nicht an nen Maulkorb gedacht...?
    Knut reagiert auch so, wenn er mit meinem Partner geht oder an der Leine von einem anderen gehalten wird z.Bsp. vom gelassenen Hundeschulenmensch....
    Meine Postleitzahl ist 55543 bis 55545. Ich kann aber auch aus dem Kreis 76829 unter der Woche mit nem Trainer arbeiten, das ist dann Landau/Pfalz!

    lg

  • Ich kann dir auch nur zum Trainer raten ... das ist der beste Weg und der sinnvollste.

    In deiner direkten Nähe kenne ich niemand, aber vielleicht läßt sich Alzey irgendwie im Wochenplan unterbringen. Dort trainiert Angela Wahner Hunde und ihre Halter. Ruf sie einfach mal unverbindlich an, erklär ihr dein Problem und schau, ob ihr zusammen arbeiten könnt und wollt.

    Gruß, staffy

  • Hallo,

    ich frage mich, warum du den Hund überhaupt noch ableihnst, nach dem du schon so viele schlechte Erfahrungen gemacht hast?! Mir ist schon klar, das ein Leinenleben für ein Hund nicht gerade das optimal ist, aber hier geht es nun mal auch um das wohl anderer Hunde...Wenn du ihn dennoch ableinen möchtes, würde ich dir raten erstmal ein Gehorsamstraining zu machen.
    D.H. du lernst dem Hund erstmal das er auf kommando zu dir zurück kommt und nicht weiter zu den anderen Hund rennt. Dabei kann dir ein sog. Schleppleinentraining helfen.
    Desweiteren finde ich die Idee mit dem Maulkorb zuminderst vorübergehend eine gute lösung, so gehts du entspannter mit deinem Hund gassi weil nichts passieren kann und er kann auch niemanden mehr verletzen.

    Grüße
    Kangaline

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