hund vs. radfahrer... wie trainieren?

  • Zitat

    Hinsetzen oder Ablegen hat nur den Nachteil, dass man selbst in der Zeit nicht voran kommt. Wenn sich der Hund aber gar nicht interessiert, im Idealfall auch noch an die Seite geht und dem Anderen Platz macht, dann reicht das vollkommen aus. Und das lässt sich ebenso leicht ausbilden wie Hinsetzen oder Ablegen.


    genau darauf möchte ich hinaus.
    mir wär es am liebsten, wenn der hund sich garnicht für radler interessiert. genau das möchte ich erreichen.
    denn es ist oft unmöglich radfahrer als erster zu sehen. die rasen bei uns im die ecken, dass sich selbst der hund erschreckt.

    wie hast du das trainiert, dass sich dem hund die radler egal sind?

  • Zitat

    Siehe den 3. Eintrag auf Seite 1


    du hast da was falsch verstanden. ich fahre kein fahrrad mit dem hund.
    in dem moment, wo der radfahrer zu nahe kommt, rennt der hund schon bellend n stück hinterher. da kann ich auf ihn einreden wie ich will.

    daher der gedanke, fahrradfahrer uninteressant zu machen. durch gewohnheit

  • Warum denn nicht dem Hund am Fahrrad Auslauf gönnen? Mache ich mit meinen beiden doch auch. Das macht Hunden allgemein Spaß. Und, weil du schnell unterwegs bist, muss der Hund, wenn er sich entfernt, natürlich ganz ordentlich laufen, um dich wieder einzuholen. Das erstickt manches Vorhaben schon im Keim.

    Ich habe immer die Leine in der rechten Hand am langen Arm. Mit der Linken lenke ich das Fahrrad. Geht ganz gut. In "gefahrlosen" Gegenden laufen meine beiden Hunde auch frei am Fahrrad.

  • Hi,

    mit Freunden zu trainieren finde ich eine gute Idee. Ich persönlich würde schon eingreifen wenn der Hund auch nur einen Funken Interesse am Fahrradfahrer zeigt. Das würde ich unterbinden und ein Alternativverhalten anbieten und belohnen.

    Ich persönlich finde Ablegen oder -setzen sinnvoll. Schon aus dem einen Grund das es dem Fahrradfahrer signalisiert "Ich habe den Hund im Griff und nehme Rücksicht". Außerdem ist mein Hund so sicher platziert. Alternativ rufe ich meinen Hund zu mir und lauf im lockeren Fuß vorbei.

  • Zitat

    Schon aus dem einen Grund das es dem Fahrradfahrer signalisiert "Ich habe den Hund im Griff und nehme Rücksicht".

    Wenn es darum geht, hatte ich neulich ein Top-Erlebnis: Ich kam mit meiner läufigen Hündin am Fahrrad auf einen Spaziergänger mit Hund zu. Kurz vorher schickte der seinen freilaufenden Hund so 50 m auf das Feld, ließ ihn ablegen und rief ihn wieder zu sich, nachdem wir die beiden passiert hatten.

    Das muss nicht so sein, aber in der Situation war es vermutlich die beste aller denkbaren Lösungen. Und als erfahrener Hundehalter habe ich den Mann im Vorbeifahren auch ordentlich gelobt :smile: .

  • Ich find die Idee mit den Freunden mit Fahrrad gar nicht so schlecht - würde sie allerdings für hartnäckige Fälle ein wenig abwandeln: sobald der Hund einem Radler hinterherjagt, soll der jeweilige radelnde Freund irgendwas laut klapperndes fallenlassen (bitte nicht Richtung Hund!!), sodaß der Hund einfach erschrickt..... Natürlich sofort loben, wenn der Hund dann selbständig zum Hundeführer zurückkehrt.
    Und damit mich jetzt nicht alle steinigen, die Warnung vorab: dieses bitte NUR UND AUSSCHLIEßLICH mit Rücksicht auf das Temperament des Hundes - wenn das Kläffen eher Unsicherheit ist, wird die Methode eher noch mehr Unsicherheit zur Folge haben, das würd ich nur mit einem wirklich jagenden Hund tun, wenn das alleinige Gewöhnen an Radfahrer nicht hilft und er penetrant weiterjagt!
    Ich finde, die Methode hat den Vorteil, daß sie unabhängig vom Hundeführer ist und davon, ob dieser aufpaßt oder nicht. Ansonsten wirst Du nämlich immer das Problem haben, daß der Hund erstmal scannt, ob Du aufpaßt, wenn nicht, rennt er wieder mal hinterher , wenn Du aber aufpaßt, funktionierts - aber eben nur dann...... (so macht´s meiner mit den lieben Hasen- und Reh-Spuren - sobald ich nur für 5 Pfennig abgelenkt bin - "...uuuund tschüßßßßß!", passe ich auf, läßt der sich von Spuren abrufen, als hätte er nie welche gerochen...). Dagegen, wenn der Hund die Erfahrung ein paarmal nacheinander macht, daß beim Hinterherjagen irgendwas laut wird (das kann auch einfach ein böses "Hey! AB!!", verbunden mit Handzeichen in Richtung Hundeführer sein, das der Radler von sich gibt, und dem Hund deutlich macht, daß er beim Radler unerwünscht ist und zum Hundeführer gehen soll), wird er das Jagen an sich mit dem Mißerfolg Klappern oder "Angemotztwerden" verbinden, unabhängig davon, ob der Hundeführer grad aufpaßt - und es deswegen die Jagerei grundsätzlich sein lassen....
    Ich tendiere normalerweise nicht zur "harten Methode", aber wenn ich mir vorstelle, was passieren kann, wenn ein Radfahrer durch einen jagenden Hund erschrickt (gerade ältere Leute, die eh unsicher fahren!), das Lenkrad verreißt etc., oder gar durch einen Radler jagenden Hund angesprungen wird - da ist mir doch lieber, wenn ich sicher sein kann, daß der Hund künftig ganz sicher keinen Radler mehr auch nur anguckt...
    Ansonsten auf alle Fälle den Hund, solange Du nicht gaaanz sicher bist, daß er nicht mehr hinterherjagt, auf ALLE Fälle an die Leine (Schlepp), und Freilauf nur in Gegenden, wo Du Radler auf 7 Meilen Entfernung vorher siehst und den Hund ranrufen kannst (oder wo eben keine Radler sind...), und zusätzlich am Gehorsam arbeiten (Abruf), Supersignal oder was auch immer, das ist ja hier schon zur Genüge beschrieben im Forum.
    LG, und viel Erfolg!
    BieBoss

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