Hilfe, kranker Hund uns Eifersucht auf Baby?!
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Hallo,
mein Hund ist 12, wir haben ihn vor 11 Jahren aus'm Tierheim geholt. Er ist ein sehr sensibler Hund, viel wissen wir nicht von seiner Vorgeschichte, nur dass er 2x im Heim war, konnte aber nichts für die Umstände. Er ist eigentlich ein lieber Hund, hatte nie viel mit Kindern zu tun. Dann haben Freunde von uns ein Kind bekommen, als Baby konnte es alles mit ihm machen. Dann, seitdem sie laufen konnte, wurde sie sehr wild und laut, das war ihm suspekt. Er hatte dann auch mit einem anderen Kind ein traumatisches Erlebnis, seitdem sind Kinder für ihn tabu.
Wie gut, dass wir nun selbst ein Kind bekommen haben.
9 Monate alt, bisher gab's nicht viel Kontakt, geht aber langsam los, dass unser Kind auch mal auf ihn zu krabbelt. Wir sehen das nicht so gern, denn er hat schon oft Kinder angeknurrt, und es hilft auch kein Schimpfen, es kommt von ganz tief.
Das an sich ist uns schon nicht geheuer, da liegt irgendwas im Argen.
Nun ist es so, dass unser Hund seit ca. einem Monat sich sehr verändert hat. Er wirkt etwas lethargisch, liegt viel rum, schläft sehr tief. Dann wiederum gibt es Phasen (mehrmals am Tag), da liegt er auf der Seite und zittert ganz doll, vom Hinterbein zum Vorderbein, der ganze Körper zieht sich zusammen. Beim Spazieren gehen merkt man ihm aber nichts mehr an, da ist er ganz der Alte, bewegt sich ganz anders. Er trinkt auch enorm viel und muß dementsprechend viel vor die Tür, auch nachts. Das ist etwas anstrengend, wenn er dann ständig umhergeht und weint weil er muss oder weil sein Trinknapf schon wieder leer ist. Manchmal verliert er auch ein paar Tropfen. Allerdings hat er auch schon 5x ins haus gemacht, das ist vorher nie vorgekommen. Diese Pfützen setzt er auch immer genau da, wo das Baby oft liegt.
Für uns ist es ganz schwer damit umzugehen, denn ist er so krank, oder ist es die Eifersucht, oder beides? Wie sollen wir uns da verhalten? Wir schimpfen ja schon, aber dann wiederum tut er uns auch leid, denn natürlich hat sich das Leben für ihn verändert, seitdem das Baby da ist. Wir wollen ihn ja nicht vernachlässigen, aber es lässt sich auch nicht ganz vermeiden!
Wir sind natürlich beim Arzt mit ihm gewesen, versuchen gerade herauszufinden, was genau los ist. Aber ich habe nun auch echt Angst, dass es was Ernstes ist und wir uns mit dem Gedanken vertraut machen müssen, dass es langsam zuende gehen könnte...
Hat hier jemand einen guten Rat für uns?
Vielen Dank,
kapara -
15. September 2010 um 21:05
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Zitat
Hallo,
, geht aber langsam los, dass unser Kind auch mal auf ihn zu krabbelt. Wir sehen das nicht so gern, denn er hat schon oft Kinder angeknurrt, und es hilft auch kein Schimpfen, es kommt von ganz tief.Da liegt schon mal euer erster großer Fehler:
Der Hund kann sein Missfallen an der Situation nur durch Knurren ausdrücken.
Er will damit sagen, dass euer Kind nicht auf ihn zukrabbeln und ihn in Ruhe lassen soll. Euer Hund fühlt sich durch euer Kind bedroht und bedrängt. Seid froh, dass er es ausdrückt und handelt entsprechend, indem der Druck herausgenommen wird und maßregelt ihn auf keinen Fall für seine Sprache!!!
Ihr lauft Gefahr, dass er demnächst nicht mehr knurrt, sondern gleich beißt!
Sorgt dafür, dass weder Kind noch Hund in diese Situationen gebracht werden.Verschafft dem Hund eine Ruhezone, wo das Kind nicht hinkommen kann und nehmt schnellstens Verbindung zu einem guten Hundetrainer auf.
Dieser sollte nicht nach dem Rangordnungsprinzip und mit Strafmaßnahmen arbeiten, völlig gewaltlos und ohne Hilfsmittel.ZitatEr wirkt etwas lethargisch, liegt viel rum, schläft sehr tief. Dann wiederum gibt es Phasen (mehrmals am Tag), da liegt er auf der Seite und zittert ganz doll, vom Hinterbein zum Vorderbein, der ganze Körper zieht sich zusammen. Beim Spazieren gehen merkt man ihm aber nichts mehr an, da ist er ganz der Alte, bewegt sich ganz anders. Er trinkt auch enorm viel und muß dementsprechend viel vor die Tür, auch nachts. Das ist etwas anstrengend, wenn er dann ständig umhergeht und weint weil er muss oder weil sein Trinknapf schon wieder leer ist. Manchmal verliert er auch ein paar Tropfen. Allerdings hat er auch schon 5x ins haus gemacht, das ist vorher nie vorgekommen.
Was sagt denn der Tierarzt dazu?
Welche Diagnostik wird betrieben?ZitatFür uns ist es ganz schwer damit umzugehen, denn ist er so krank, oder ist es die Eifersucht, oder beides? Wie sollen wir uns da verhalten?
Wahrscheinlich wohl beides - das MUSS abgeklärt werden.
Macht sofort einen Termin bei einem (guten!!) Hundetrainer und der Tierarzt muss genaue Diagnostik betreiben.ZitatWir schimpfen ja schon, aber dann wiederum tut er uns auch leid, denn natürlich hat sich das Leben für ihn verändert, seitdem das Baby da ist.
Schimpfen ist, ich wiederhole mich, völlig falsch!
Gruß
Leo -
Könnt ja mal auf Diabetis untersuchen lassen. Jedenfalls bei Menschen ist es dann auch so das sie viel Trinken, wenns noch nicht entdeckt und Behandelt ist/wird.
Also es gibt Windeln für Hunde. Ganz leicht im Internet zu finden.
Glaube nicht das es am Kind liegt und das es dir so vorkommt, das er nur da pfützen macht, wo das Kind oft liegt ist sicher einbildung.
Soviel Schimpfen würd ich da garnicht, sondern ihn eher als Alt und Krank ansehen. Natürlich müsst ihr da besonders aufs Kind aufpassen. Auch Hunde können Demenz Krank werden, also besonders gut mit dem kind aufpassen.
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Zitat
Dann haben Freunde von uns ein Kind bekommen, als Baby konnte es alles mit ihm machen. Dann, seitdem sie laufen konnte, wurde sie sehr wild und laut, das war ihm suspekt. Er hatte dann auch mit einem anderen Kind ein traumatisches Erlebnis, seitdem sind Kinder für ihn tabu.
Warum habt ihr es zugelassen, dass das Baby alles mit dem Hund machen durfte?
Wie habt ihr reagiert, als dem Hund das laufende Kind immer suspekter wurde?
Wie hat sich das bemerkbar gemacht?
Was waren eure Schlussfolgerungen daraus?Um welches traumatisches Erlebnis mit Kind handelt es sich denn noch?
Wie kam es dazu?Es spielen bei dem Hund wohl zwei Dinge eine Rolle:
Kindern ist er aus verständlichen Gründen nicht wohlgesonnen und wahrscheinlich ist er krank.
Strafe ist nun wirklich das Letzte, was er benötigt.
Ihr braucht Hilfe durch einen Trainer, der euch zeigt, wie man Hund und Kind auf einen Nenner bringen kann. -
Danke schonmal für die Antworten. Fühle mich ein wenig gestärkt, denn wir schimpfen ja auch gar nicht richtig, auch wenn einem gesagt wird: "ihr mußt schimpfen, er muss merken dass er untergeordnet ist..." Er guckt auch schon immer so, also weiß er schon, dass es eigentlich nicht ok ist. Mir tut er einfach furchtbar leid, kann gar nicht mehr auf ihn sauer sein.
Seit das Baby da ist, hat er auch noch nicht geknurrt. Bei anderen Kindern aber, und da haben wir mit ihm geschimpft. Es ist auch wirklich so, dass das eine Kind ziemlich schwierig ist und ich ihn da auch verstehen kann, dass er es einfach nicht mag. Will halt seine Ruhe haben. Nur hat man jetzt natürlich schon Angst um das eigene Kind. Allein lassen wir sie auch nie.Der Tierarzt hat nach einem ersten Blutbild auf Schiddrüsen getippt, nun bekommt er seit drei Wochen Hormone. sein Verhalten hat sich seitdem nicht geändert. Wir sind Freitag wieder beim Arzt.
Meine Schwägerin hat nun gesagt, dass ihr Hund genau die gleichen Symptome gezeigt hat ( Westie) und er wurde letzte Woche eingeschläfert. Er war war auch 12, Verdacht auf Keuscher-syndrom (?!?) Habe ich nie von gehört, soll aber wohl nicht heilbar sein. Jetzt habe ich natürlich Angst, denn das klingt so endgültig...
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Ich wiederhole es zwar, es wurde schon geschrieben, aber bitte nicht schimpfen!!!!
Wenn er sensibel ist, wird das Verhalten um so schlimmer, weil er immer mehr Angst bekommt.
Auch das Knurren nicht verbieten, es ist die Warnstufe, nach der Warnstufe könnte ein schnappen kommen und das soll es ja nicht.Er ist ein alter Hund, scheinbar krank und jetzt das Kind.
Bitte lasst ihn untersuchen, nehmt eine Urinprobe mit, ganz wichtig und lasst die Nieren und auf Diabetes untersuchen.
Hier kann man Rüdenwindeln bestellen:
http://www.pons-vom-wartturm.de/ruedenwindeln/Bitte lasst Euch vom Tierarzt auch über Demenz bei Hunden aufklären.
Vielen Hunden hilft Karsivan, eventuell hat er auch Wasser im Körper, dass er deswegen soviel pinkeln muss.Schau mal hier:
https://www.dogforum.de/ftopic92015.htmlDa haben sich ganz viele Hundehalter mit alten Hunden zusammen gefunden.
Vielleicht magst Du dazu stoßen.
Auch wenn Dein Hund alt ist, es gibt immer Mittel, die ihm helfen können.Lieben Gruß
Bibi -
Trainer und einen vernünftigen Check-Up beim TA einschließlich großen Blutbild...
Bei den Symptomen geistert mir u.a. Epilepsie im Kopf rum, Diabetis und noch andere Dinge.
Birgit
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Zitat
Es ist auch wirklich so, dass das eine Kind ziemlich schwierig ist und ich ihn da auch verstehen kann, dass er es einfach nicht mag. Will halt seine Ruhe haben
Du solltest konsequent die Kinder von dem Hund fernhalten, auf jeden Fall fremde Kinder.
Und lass deinen Hund in einer guten Tierklinik untersuchen, man kann auch alten Hunden helfen, wenn eine genaue Diagnose vorliegt.
Ihr solltet dem Alter des Hundes Rechnung tragen, das seid ihr ihm schuldig.
Das ist meine Meinung dazu. :| -
Zitat
Der Tierarzt hat nach einem ersten Blutbild auf Schiddrüsen getippt, nun bekommt er seit drei Wochen Hormone. sein Verhalten hat sich seitdem nicht geändert.
Getippt hat er oder hat er eine handfeste Diagnose, einschließlich sämtlicher Schilddrüsenwerte?
Diabetes?
Harnwegsinfekt?
Urin - Nierenwerte?
Große Blutbild?
Sämtliche Stoffwechselerkrankungen wurden ausgeschlossen?
Herz-Sonografie?usw.
Mache einen Termin in einer großen Tierklinik, dort haben sie mehr Untersuchungsmöglichkeiten und Fachärzte.
Das ist keine Sache für einen Haustierarzt.Sein Verhalten gegenüber Kindern ist in den Griff zu bekommen, ich denke, der Hund hat zwei Probleme:
Krankheit und Kinder!
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Epilepsie - er hatte mal eine Zeit lang ein paar Krampfanfälle, das ist aber Jahre her. War unregelmäßig und hörte halt ganz auf, da wollte die Tierärztin nicht medikamentös behandeln weil sie es nicht für nötig befand. Krämpfe habe ich aber in letzter Zeit nicht beobachtet...
Das Kind von unseren Freunden durfte als Baby alles machen, aus seiner Sicht. Damit meine ich: auf ihn zukrabbeln, ihn anfassen, streicheln, seine Lefzen anheben, etc. Er kümmerte sich null darum. Später dann wurde sie laut und umberechenbar, da wendete sich das Blatt. Wir haben ihr dann immer klar gemacht, dass sie ihn in Ruhe lassen soll, er möchte das nicht. Und das traumatische Erlebnis mit dem anderen Kind, aud Sicht meines Hundes: er springt aus dem Kofferraum des Autos, ein kleines Mädchen steht da und wartet auf ihn, aber schreit/kriescht so laut und hoch, wie es nur ein kleines Mädchen kann. Seitdem kann er kleine Kinder gar nicht mehr leiden - kein Wunder. Nun ist das Thema Kinder wohl durch.
Unser Kind muss eben lernen, von Anfang an dem Hund seinen Raum zu lassen.Ja, krank und irgendwo einfach nicht mit der Situation zufrieden, da kommt wohl beides zusammen. Mir ist jetzt einfach nur wichtig, dass er nicht noch mehr leidet und wir auch eine Diagnose bekommen, mit der man etwas anfangen kann und dem Hund helfen kann!!!
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