Beschäftigungen für überdrehten Welpen
-
-
Ich hab schon en paar Themen durchgeschaut und auch schon ein paar Ideen. Aber ich bräuchte trotzdem noch weitere Tipps.
Ich hab mich darauf eingelassen einen 5 Monatigen Schäferhundwelpen für eine Woche aufzunehmen. Nun ist er seit ein paar Stunden hier und ich bin jetzt schon fertig *seufz* Ich denk das es sich über die nächsten Tage bessert, aber Hilfe könnte ich eben gebrauchen...
Er ist halt sehr aufgedreht, ok verständlich neue Umgebung usw, aber nachdem seine Besitzerin schon gemeint hat, dass er total überdreht ist und wir ihn am besten immer Anleinen sollen (also auch in der Wohnung) was mal gar nicht geht... Brauche ich eben Beschäftigungen für ihn, damit er so ausgelastet ist, dass er ruhiger wird.
Wir waren seit heut Mittag schon 2 mal draußen. Einmal 1,5 Std (wollte gar nicht so lang, aber an der Straße zieht er extrem (vorallem Laub hinterher auf die Straße) und da bleib ich immer stehen bis ich wenigstens halbwegs seine Aufmerksamkeit wieder habe. Dh. ich brauche für kurze Strecken sehr lange, sobald wir auf der Wiese sind ist gut. Nur eben die "Stadt" ist super spannend und aufregend und man merkt auch das es ihm nicht ganz geheuer ist. Nachdem er eine stunde nach dem Spaziergang immernoch nicht ruhiger geworden ist und mir einen Haufen in die Wohnung gesetzt hat (ich denk aus Aufregung), bin ich eben nochmal raus. Nicht weit, nur an der Straße lang, damit er gucken kann und sich dran gewöhnt. Prompt hält eine Autofahrerin an und fragt was ich da eigentlich tu. Ich hab freundlich geantwortet, dass ich versuch im beizubringen nicht zu ziehen, vorallem den Blättern hinterher auf die Straße. Daraufhin meinte sie, dass Hunde links von einem gehen müssen und das wüsste man wenn man wenigstens ein bißchen Ahnung von Hunden hätte. Ok ich bin kein Spezialist, aber wenn der Hund zieht (und vorallem Richtung Straße) dann behalte ich ihn doch lieber auf der Seite weg von der Straße, oder etwa nicht???
Ansonsten hab ich nichts gemacht, außer immer wieder stehen zu bleiben und zu warten bis er aufhört mit Ziehen. seine Besitzerin meinte ich soll ihm eins auf die Schnauze geben wenn er einem Blatt auf die Straße hinterherzieht, aber das mach ich lieber nicht.
Was die Frage angeht: Warum lass ich mich auf sowas ein? Ich hab einfach die Hoffnung das der Hund hier ruhiger wird, wenn er den ganzen Tag Leute um sich rum hat und nicht soviel allein ist. Und ich kann halt schlecht "nein" sagen...
Sorry für die Länge....
- Vor einem Moment
- Neu
Hi,
Interessiert dich dieses Thema ? Dann schau doch mal hier *.
-
-
lass dich bloss nicht von wildfremden Menschen verunsichern - weder kenn sie dich, den Hund, noch die Situation!
wenn er die Stadt noch nicht kennt, ist das für ihn natürlich eine riesige Aufregung. Das würde ich jetzt eher reduzieren. Also mal 10min. der Strasse nach und dann wieder weg ins Grüne (wenn das geht). Sozusagen portionenweise an die Aufregung gewöhnen.
Zu Hause:
Wenn du mit ihm draussen warst und er immer noch aufgedreht ist, würde ich mir halt überlegen ob du ihn anbindest biss er sich beruhigt. Dann wieder losbinden = ruhig sein schafft Freiheiten.
Er muss sich natürlich auch erst an die neue Situation gewöhnen (und wenn er es begriffen hat geht er wieder
). Aber du kannst ihm schon klar machen dass bei dir gewisse Regeln herrschen.Du kannst ihn auch wenn er "rumtobt" z.B. mit seinem Körbchen zusammen in den Flur spedieren und die Türe zu machen bis er ruhig ist. Erst dann darf er wieder rein zu dir.
Auf keinen Fall würde ich mit so einem überdrehten Junghund zu Hause spielen. Das puscht ihn nur noch mehr hoch!
Du kannst auch mal versuchen ob du ihn zu dir nehmen kannst und ihm die Ohren von innen nach aussen ausstreichen. (TTouch) Und ihn mit ruhigen strichen massieren. Ruhig sein mit ruhiger Stimme belohnen, keinenfalls wieder hochpuschen.
Habt ihr einen Garten?
Dann kannst du dort mit ihm Denkspiele machen, das beschäftigt das Hirn. z.B. mehrere Becher, unter einem ist das Leckerchen - Hund darf probieren wo das Leckerchen ist.Oder du hast ein Leckerchen in einer Hand, zur Faust geschlossen. Er bekommt es nicht wenn er mit der Pfote daran kratzt, auch nicht wenn er in die Hand beissen will oder daran herum knabbert. Aber er bekommt es wenn er die Hand sachte anstupst oder abschleckt.
Du kannst auch in ein grosses Duschtuch ein paar Leckerchen einwickeln und einen lockeren Knoten machen. Dann motivierst du ihn das Leckerchen zu suchen. Hilf ihm nur wenig, aber so dass er erfolgreich ist.
etc. etc.
-
nur zu der Autofahrerin:
im Grunde ist es egal auf welcher Seite der Hund läuft - es wird eben meist links beigebracht, damit man die rechte Hand frei hat, um jemandem die Hand zu geben (dass ist die Erklärung, die ich kenne)
aber ICH halte es für sinnvoller, den Hund immer auf der von der Straße abgewandten Seite zu führen - einfach zu dessen Sicherheit.
lg -
Je mehr du mit ihm nun machst, umso aufgedrehter wird er werden. Zwischendurch mal ein kleines Leckerchen-Suchspiel oder so ist in Ordnung, ebenso kleine Konzentrations-Übungen, ansonsten muss man die Kurzen manchmal einfach zur Ruhe zwingen, weil sie freiwillig kein Ende finden. Und grad mit 5 Monaten ist es eigentlich aufregend genug, die Welt zu entdecken und in eurem speziellen Fall noch, sich an die neuen Leute und die neue Wohnung zu gewöhnen, da braucht es nicht mehr viel an Bespaßung :)
Stell es dir wie das übermüdete Kleinkind vor, das schon absolut knatschig ist und dringend Schlaf bräuchte, sich aber vehement weigert, ins Bett zu gehen (man könnt ja was verpassen) und deswegen immer weiter aufdreht, um ja nicht einzuschlafen
So ungefähr ist das auch bei Welpen. Und so wie das Kleinkind Eltern braucht, die es dann dennoch ins Bett bringen, so braucht der Hund wen, der ihm zeigt, dass nun Feierabend ist :)LG, Henrike
-
Danke schonmal für die Antworten!
Ihr seid also auch der Meinung, dass ich ihn anbinden soll bis er ruhig ist und dann Leine wieder ab??
Dazu muss ich sagen, dass er jetzt ruhig in der Ecke liegt, halb schlafend zumindest. Davor ist er vor sich hinjammernd durch die Wohnung. Er verliert aber grad auch Zähne, da fühlt er sich bestimmt auch nicht so toll..Also min. 3 Mal am Tag 30min und dann vllt noch en paar Mal zwischendrin kurz bächlein machen gehen und sonst schauen, dass er ruhig liegt, zur Not mit Leine?
Was sagt ihr zum Blätter hinterherjagen? Was ist die beste Methode, dass er da sein Interesse verliert?
-
-
Ich würde das mit den Blättern ignorieren und einfach weiter gehen.
Du hast ihn ja zum Verwahren bei dir und nicht um ihn eine Rundumerziehung angedeihen zu lassen
Womit du ihn gut ausgelastet bekommst ist, wenn er mit anderen Hunden, am besten in seinem Alter oder eben auch spielwütig, spielen lassen könntest. Und danach nach Hause, ab ins Körbchen und aus die Maus.
Evt hilft es ihm runterzukommen, wenn du ihn ein wenig in den Schlaf kraulst. Vielleicht bleibt er auch besser alleine für sich liegen, das musst du mal ausprobieren.Ansonsten finde ich deinen Plan gut. Wobei es nicht sklavisch sein muss. Aber grundsätzlich als Linie: Draußen toben, drinnen Ruhe.
Wie klappt denn seine Stubenreinheit?Mit dem Anleinen: Bitte nur machen, wenn du es auch durchhältst. Wenn er angeleint wurde, weil er sich beruhigen soll, musst du mit dem Ableinen warten, bis er ruhig ist. Evt. tobt und jault er und probt den Aufstand - wenn du ihn dann abmachst, hast du genau das Gegenteil erreicht.
Gemeint war übrigens, ihn auf seinem Platz anzubinden, falls er da immer wieder aufstehen will und nicht zur Ruhe kommt.Zum Zahnen: Hast dir die Besitzerin was zum Kauen mitgegeben?
-
Hihi die Erinnerung, dass ich ihm keine Rundumerziehung geben brauche war gut... muss ich mir öfters mal in Erinnerung rufen.
Also bei den Blättern ist das halt schon so, dass er heftig zieht, d.h. wenn ich da weitergeh muss ich ihn mitziehen... Bisher bin ich eben stehen geblieben bis er einigermaßen ruhig ist, allerdings zieht er natürlich gleich wieder Richtung Blatt wenn ich wieder los geh. Deshalb bin ich teilweise auch einfach weiter (was dann natürlich nicht so schön aussieht). Also einfach nur ignorieren wird wohl nicht so einfach gehen... Würdet ihr ihn auf dem Gehsteig die Blätter ins Maul nehmen lassen?
Mit anderen Hunden spielen wird schwierig, zum Einen weil ich hier niemanden kenn und zum Anderen, weil er Geardien hatte und auch wenns anscheinend jetzt gut ist, sollte man da keine Risiken eingehen...
Stubenreinheit ist ok, wie gesagt vorhin hat er mir nen Haufen reingesetzt, war aber aauch Durchfall, ich denk das war die Aufregung, denn wir waren ja erst ne Stunde zuvor groß draußen.
Ballspielen macht er, ich denk das müsste man auch mal draußen an der Ausziehleine probieren, damit er gar nicht auf die Idee kommt, dass die wohnung zum Toben da ist.
Kauknochen hat er dabei und eben anderes Spielzeug, aber so wirklich zum kauen nutzen tut ers nicht
EDIT: So wir waren ja vorhin nochmal ne große Runde, dabei haben wir doch einen Spielkameraden getroffen, das hat richtig gut geklappt. So wirklich Ruhe geben will er jetzt allerdings nicht. Hätte halt gern rund um die Uhr Aufmerksamkeit.
-
Hallo,
hast Du mal versucht ihn zu ignorieren wenn er Aufmerksamkeit möchte?
Schau ihn nicht an und streichel ihn auch nicht.Wegen der Blätter würde ich einfach "Nein" sagen und "Weiter" und einfach weiterlaufen.
Ansonsten schaut er ja den Blättern so lange hinterher bis er sie nicht mehr sieht und er sollte ja lernen, dass er die Blätter in Ruhe lassen soll.Gut, Du hast ihn ja nun nicht wirklich lange und da ist schon die Frage ob Du Dich überhaupte erzieherisch betätigen möchtest.
Wie läuft es denn nun?
Liebe Grüße
Steffi
-
Heute ist er schon ruhiger, lag jetzt auch ein paar Mal ne stunde an meinen Füßen und hat gepennt.
Die Blätter sind natürlich immernoch absolut unwiderstehlich, versuch sein Gehabe dann so gut wie möglich zu ignorieren und einfach weiterzulaufen (was bei der Zieherei schon recht schwierig ist). Wenn er ein Blatt erwischt lass ich ihn einfach, weil ich denke ich machs nur noch interessanter wenn ich es ihm immer wegnehm.
Ansonsten ignorier ich es wenn ich arbeiten will und er Aufmerksamkeit möchte, das stachelt ihn sonst nur an. Nur eben Dinge wie aufs Sofa springen oder an mir rumknabbern kann ich schlecht ignorieren, die werden unterbunden. Wenn er dann nich ruhiger wird, wird er kurz angebunden, wenn er ruhig ist wieder los.
Ich denk viel wird sich in der Woche nicht ändern, bin schon froh, dass er es heut schon ein paar Stunde am Stück aushält Ruhe zu geben. Draußen ist auch nur halb so schlimm, weil das nur eine kleine Strecke ist wo er wirklich zieht. Im Park ist er der absolute Traumwelpe
Gruß
-
jetzt muss ich dochmal....fragen wie geht ihr mit so Pöblern um?
Ich find ja es klappt mittlerweile echt gut, er hört zu 90% und ist auch in der Wohnung meistens ruhig. Ich schau grad, dass ich bei dem Wetter auch mehr Zeit bei ihm im Garten verbring. Und allein bleibt er auch mal ohne Probleme, genauso muss er nicht mehr ganz so oft raus, das "Halten" klappt also auch recht gut.
Soweit so gut, das einzige Problem ist noch die Zieherei an der Straße und ja die hat sich auch schon gebessert. Denn Anfangs musste ich wirklich jeden Schritt stehen bleiben. Nun bleib ich die ersten 100 meter alle paar schritte stehen und dann wirds immer besser bis wir ganze strecken durchmaschieren können.Dennoch werd ich tatsächlich täglich von irgendwelchen Fremden angemacht, was ich da mit dem Hund tu. In diesem konkreten Fall eine ältere Frau, die jeden Vormittag am Fenster hängt. Sie hat mich heut zum zweiten Mal angemacht, warum ich denn den Hund so zieh. Ich hab ihr erklärt, dass er mich zieht und was ich ihrer Meinung nach denn anders machen soll. Ihr Antwort "ihn laufen lassen", ich hab ihr gesagt, dass ich ihn schlecht auf die Straße rennen lassen kann und er das macht weil er das noch nicht kennt, daraufhin gab sie mir den grandiosen Tipp ich soll mit ihm Schritt halten. Und wenn ich das nicht schaff muss ich eben woanders langlaufen, wo es ihm nichts ausmacht.
Ich weiß, dass es Blödsinn ist, hab ihr auch gesagt, dass sie keine Ahnung hat und abgewunken. Trotzdem macht mir es eben was aus angepöbelt zu werden. Wie geh ich am Besten damit um?
Ich hab ihr auch gesagt, dass es nicht mein Hund ist, daraufhin meinte sie, dann dürfte ich ihn erst recht nicht ziehen.Nochmal zum Klarstellen, ich zieh in gar nicht (also noch nicht mal der Ruck an der Leine der durchaus auch üblich ist), ich bleib wirklich nur stehen, sag "langsam" oder "bei mir" warte bis er ruhig ist und marschier weiter. Wenn er brav läuft wird durchmaschiert, wenn nicht, eben alle paar schritte stehen geblieben.
- Vor einem Moment
- Neu
Jetzt mitmachen!
Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!