• Hallo!
    Luna (13 Wochen) freut sich immer soo sehr wenn jemand zu ihr kommt oder sie streichelt (egal wer, auch ich). Aber wenn man sie nur kurz streicheln will, muss man gleich damit rechnen, dass sie zuschnappt. Zwar kann sie einen nicht blutig beißen (nur als sie meine mutter gebissen hat, doofe stelle am finger), aber das tut schon ganz schön weh.
    Wenn ich mit ihr übe, also wenn sie beißt sage ich Nein, komme ich mir irgendwann dämlich vor, wenn ich 10 minuten lang zu ihr Nein sage. Sie hört einfach nicht auf zu beißen... :headbash:

    :hilfe:

  • Hallo,
    an deiner Stelle würde ich SOFORT wenn sie beißt aufhören und weggehen und und dein Hund ignorieren.
    So merkt dein Welpe dass er was falsch gemacht hat bzw. keine Gegenreaktion kommt.
    Liebe Grüße und viel Erfolg

  • Hey du,

    jeder Welpe "beißt", das ist völlig normal.
    An euch ist es, ihr beizubringen, dass das weh tut und nicht geduldet wird.

    Wenn du "Aus" sagst - kennt sie das Kommando denn überhaupt mit 13 Wochen schon verlässlich?

    Die gängige Methode sieht so aus, dass du laut quietscht, wenn sie dich beißt, aufstehst und das Spiel beendest, ohne sie weiter zu beachten. Damit lernt sie: wenn ich zu doll beiße, tut es weh und der Spaß ist vorbei.

    Es kann ein Weilchen dauern, bis sie das verinnerlicht hat. Auch kann es sein, dass sie dann eventuell in die Beine oder Füße geht, weil sie etwas übermütiger ist. In diesem Fall solltest du versuchen, sie ganz ruhig von dir wegzuschieben und sie weiter zu ignorieren. Wenn ihr dadurch der Spaß nicht vergeht, müssen die Haxen im Zweifel eben mal auf´s Sofa.

    Hat sie sich beruhigt, kannst du sie loben und versuchen weiter zu spielen oder sie zu streicheln. Wird sie wieder zu ruppig, das gleiche Spiel von vorne :D

    Noch viel Spaß mit dem Welpenwahnsinn!


    EDIT: Sorry, du sagst ja ´Nein´- meine Frage bleibt trotzdem die gleiche. Besonders, wenn du es 10 min vor dich hinsagst, bezweifle ich, dass sie wirklich weiß, was du von ihr willst.

  • Zitat

    Sorry, du sagst ja ´Nein´- meine Frage bleibt trotzdem die gleiche. Besonders, wenn du es 10 min vor dich hinsagst, bezweifle ich, dass sie wirklich weiß, was du von ihr willst.

    Hallo,

    wenn die kleine Schnappschildkröte das Kommando "Nein" noch gar nicht kennt, erreichst Du mit der ewigen Nein-Sagerei im Worst-Case sogar, daß sie die Beißerei mit "Nein" verknüpft.

    Ein Abbruchkommando sollte richtig gut sitzen, bevor man es in solchen Situationen anwendet.

    Bereits beschriebenes Vorgehen ist da sinnvoller.

    Liebe Grüße

    BETTY und Ronja

    PS.: Kann diese Definition "Welpe BEIßT" echt nicht mehr lesen, sorry. Daß Welpen kleine Schnappis sind, ist doch Grundlagenwissen...die beißen nicht in dem Sinne.

  • Diese "Beißen" zeigen alle Welpen. Das muss aber ganz klar und deutlich jedes Mal konsequent verboten werden. Die Hund entwickeln sonst keine ausreichende Beißhemmung gegenüber Menschen und können später schneller dazu neigen, mal richtig zuzuschnappen.

    Also es ist wirklich sehr wichtig, dass der Hund Respekt vor dem Menschen lernt und weiß das das beißen von Menschen weder in die Hand, noch in die Schuhe, noch in die Klamotten erlaubt ist und zwar nie.

    Es kommt ja auch darauf an, wie du das "Nein!" sagst. Wenn du es mit einer freundlichen Stimme sagst, denkt der Welpe natürlich das du das Beißen super findest und du wirst es verstärken. Am besten den Welpen lauter ansprechen, dann weggehen und ihn ein paar Sekunden ignorieren. Aber er wird immer wieder versuchen zu schauen, wie weit er bei dir gehen kann, das ist ganz normal. Ansonsten s. Vorgänger-Posts.

  • Zitat

    Diese "Beißen" zeigen alle Welpen. Das muss aber ganz klar und deutlich jedes Mal konsequent verboten werden. Die Hund entwickeln sonst keine ausreichende Beißhemmung gegenüber Menschen und können später schneller dazu neigen, mal richtig zuzuschnappen.

    Also es ist wirklich sehr wichtig, dass der Hund Respekt vor dem Menschen lernt und weiß das das beißen von Menschen weder in die Hand, noch in die Schuhe, noch in die Klamotten erlaubt ist und zwar nie.

    Hat die Beißhemmung nicht mehr etwas mit der Intensität als mit der Neigung, zu beißen, zu tun?
    Und schnappen ist doch nochmal etwas ganz anderes, da ich es als Übersprungshandlung sehe - hinter dem wirklichen Beißen steht doch eher eine ´Absicht´.
    Wurde mir jedenfalls mal so erklärt.

    Übrigens, mein Hund darf mich beißen und durfte es immer :D Nur nicht so, dass es mir weh tut und das hat er gut verstanden.
    Ich darf ihn auch so zwicken, dass es ihm nicht weh tut - gleiches Recht für alle.
    Der "Respekt", den er mir dabei entgegen bringt ist jener, dass ich jederzeit alleine durch ruhiges Ansprechen das Spiel in eine Kuscheleinheit umlenken kann (in der wir uns gegenseitig unsere Wunden lecken) oder einfach aufstehe und gehe - ohne dass er irgendeinen Protest dagegen führt.

    In dem "ich-beiße-nach-Allem"-Alter würde ich das vielleicht nicht empfehlen, da ist es erst Mal wichtig, dass Hundi nicht alle Hosen kaputt reißt und Hände blutig zwickt, aber es generell zu verteufeln, finde ich auch nicht ganz richtig :roll:

  • Zitat

    Hat die Beißhemmung nicht mehr etwas mit der Intensität als mit der Neigung, zu beißen, zu tun?

    Ja, im Spiel der Welpen. Wenn ein Welpe zu stark gebissen wird, stößt er einen Schmerzschrei und beißt den "Angreifer" noch fester - der Welpe verknüpft dann zu festes Beißen mit Schmerz. So entwickelt sich die erste Beißhemmung schon im Welpenalter - also hängt dies mit der Intensität zusammen. Im Spiel mit anderen Hunden beißen Hunde dann also nicht so fest zu das es wehtut und können das einschätzen.

    Aber der Mensch ist ja kein Hund. Eine gute Beißhemmung gegenüber dem Menschen erkennt man daran, dass der Hund noch nicht mal seine Schnauze zuklappt, wenn die Hand zufällig mit seinen Zähnen in berührung kommt. Der Hund darf Menschen nie "beißen" auch nicht mit geringer Intensität im Spiel. Das ist meine Meinung. Was ist zum Beispiel wenn Kleinkinder im Haus sind und der Hund wird übermütig beißt sie mit leichter Intensität ins Auge o. ä.? Oder beißt sie nur leicht und das Kind hat für immer Angst vor Hunden? Das wäre mir zu gefährlich. Hunde sind Tier und nicht berechenbar. Mein Hund "beißt" mich nicht. Wenn ich meine Hand in seine Schnauze legen, lässt er sie offen. Mit anderen Hunde kann sich mein Hund gern im Spiel so viel "Beißen" wie er möchte, aber nicht mit mir oder anderen Menschen.

  • Zitat

    Diese "Beißen" zeigen alle Welpen. Das muss aber ganz klar und deutlich jedes Mal konsequent verboten werden. Die Hund entwickeln sonst keine ausreichende Beißhemmung gegenüber Menschen und können später schneller dazu neigen, mal richtig zuzuschnappen.


    Genau das kann nach hinten losgehen. Eine Beisshemmung ist die Fähigkeit, den Kieferdruck zu dosieren. Das muss der Welpe üben können, um es zuverlässig zu lernen. Mit einem strikten Verbot kann er dies nicht lernen, es ist bloss verboten und kann deshalb nicht geübt werden. So ein Hund lernt nicht, mit Menschen viel sorgfältiger umzugehen, er lernt bloss, dass es aus unerfindlichen Gründen verboten ist, menschliche Körperteile mit den Zähnen anzufassen. Packt er in der Not doch mal zu, tut er dies viel härter, weil er keine Chance bekam, eine echte Beisshemmung gegenüber Menschen zu erlernen.

    Fazit: Der Welpe darf, soll anfänglich sogar seine Zähne einsetzen im Spiel mit Menschen. Durch unser Feedback wird er lernen, dies viel sanfter zu tun als im Spiel mit Artgenossen. Erst wenn er dies verinnerlicht hat, kann man den akzeptablen Druck noch weiter herunterfahren, bis er schliesslich nur noch auf Aufforderung touchiert.

    Das Vorgehen wurde schon beschrieben: echter(!) Schmerzlaut, Spielabbruch. Und Ausdauer. ;)

  • Ich habe immer in den höchsten Tönen "Aua" gequietscht, Welpen quieken ja auch los, wenn ihnen etwas weh tut. Dann habe ich meinen Hund einige Minuten ignoriert. Irgendwie hat sie wohl verstanden, dass beißen bedeutet, dass es dann weder Spiel noch Steicheleinheiten gibt.

  • MissX

    Sind wir nicht in diesem Spiel, kann ich ihm auch problemlos meine Hand in den Mund legen und seine Zähne untersuchen.
    Es ist ja nicht so, dass jedes Spiel so aussieht - es hat ein genaues Startsignal; ich setze mich zu ihm hin und haue mit der flachen Hand 2x auf den Boden.
    Auch wird nur in die Hände, niemals in die Füße, ins Gesicht oder sonst wohin "gebissen".
    Genau so kennt er seine Spielpartner: meinen Vater, meinen Freund und mich. Sonst sind alle Hände tabu. Und es funktionierte, selbst in der gröbsten Rüpelzeit, immer einwandtfrei.

    Die Gefahr liegt bei uns weniger bei Kleinkindern, als bei meiner Oma. Sie ist künstlicher Bluter und hat eine regelrechte Papierhaut.
    Ich bin schon sehr bedacht darauf, dass gerade solche Spiele, eben weil ich weiß, dass ein Hund nicht zuverlässig immer nach dem selben Muster agiert, kontrolliert ablaufen und würde es sicher nicht tun, wenn ich auch nur den Ansatz eines Problems darin erkennen würde.

    Diese Art des Spielens wurde mir im Übrigen damals sogar von einer Trainerin empfohlen, da sie meinte, nur so würde mein Hund "meine Beschaffenheit" wirklich kennen lernen.
    Und diesen Eindruck habe ich auch wirklich.

    Man kann es halten, wie man will, wer es für sich oder seinen Hund schädlich findet, soll es eben lassen :ka:

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