fehlende bindung oder was?

  • hi, also gesittet an der leine laufen kann er!!
    meine bedenken sind halt die, das wenn ich jetzt mit ihm leinen-spaziergänge mache, klar auch den rückruf übe, was ich eigentlich so auch von anfang an gemacht habe! das war so nie ein problem! das er wenn er dann von der leine kommt erst richtig gas gibt!!

    ich schildere euch einfach mal den spaziergang von heute morgen!!
    wohl gemerkt ich mach seit 2 monaten clicker-training ich hab als0 immer meinen futterbeutel mit dabei, er weß das auch!!
    also freundin und ich gehn auf einem flurstück los, zuerst sind die hund offline, auf einer großen überschaubaren wiese! dann gehn wir in den wald, da kommen die hunde an die leine, ich hab so ne 5-meter-leine!
    dann kommen wir nochmal an eine große wiese, wir lassen die hunde los, und dann passiert dann wieder das, daß lenny rennt und rennt und rennt, er kommt dann zwar auch, nimmt sein leckerchen usw. aber immer wieder bemerkt man dann, es scheint fast so, als müsste er sich selbst vor augen halten, da war ja noch jemand! (frauchen), so lenny kommt, macht sitz, ich clickere und er bekommt sein leckerchen, so jetzt läuft er wieder vor, und wir wollten die hund eigentlich sofort wieder anleinen, ich ruf, und er rennt und rennt in den wald, ich ruf noch lauter, und da hören wir auch schon stimmen, es waren leute mit ihren drei hunden.
    er kam dann auch nach mehrmaligem rufen, aber das kanns ja dann nicht sein. danach war natürlich nur leine, aber das interessiert den dann auch nicht wirklich, und ich bezweifle das er das überhaupt miteinander verknüpft. wie sagt meine freundin immer, er ist vollkommen bekloppt im kopf!!!

    lg kathi und der lenny

  • Bei meiner Großen ist das ähnlich, wie du das beschreibst. Als ich sie das erste mal in unserem Garten habe rennen lassen, habe ich regelrecht Angst bekommen angesichts ihrer Power und Schnelligkeit. Sie hat auch enorm viel Energie.
    Weil sie aber immer aus dem Garten ausgebüchst ist (trotz Zaun!) durfte sie ein paar Wochen lang nicht mehr rennen (bis wir alle Lücken etc. ausgebessert hatten). Sie konnte auch nur an der Schleppleine laufen. Und ich hatte nicht das Gefühl, dass sie darunter gelitten hat. Ganz im Gegenteil: Als ich sie erstmals draußen abgeleint habe, hat sie ihr Schleppleinentempo beibehalten.
    Inzwischen darf sie wieder in den (wirklichen großen) Garten ... Aber sie rennt nicht wirklich ständig drin herum. Die meiste Zeit liegt sie im Gras. Das heisst, trotz der Möglichkeit, viel zu rennen, tut sie es nicht.

  • Wenn er schon gesittet an der Leine geht, ist das doch schon prima.

    Nur- aus meiner Sicht wirst du mit Schleppleine keinen Erfolg haben, wenn du ihn immer zwischendrin ableinst. Schleppleine heißt wirklich für einen bestimmten Zeitraum Schleppleine, damit er sich eben nicht selbst belohnen und die Erfahrung machen kann, dass er auf rufen doch nicht kommen muss.

    Schleppleinentraining ist echtes Training und mehr als spazierengehen an der Schleppleine. Denn damit trainierst du im Grunde den Radius, den dein Hund nachher auch ohne Leine halten soll bzw. einen vernünftigen Rückruf. Die Leine selbst dient nur der Absicherung. Leinst du zu früh völlig ab, bevor sich das neue Verhalten automatisiert hat, ist er wieder wech und kannste von vorn anfangen. Automatisieren tut der Hund nur durch viele, viele Wiederholungen. Du kannst den Radius dann auch mal im eingezäunten Gebiet halten lassen bzw. irgendwo, wo du weißt, dass du interessanter bist als das herumdüsen. Damit er einfach lernt, dass das alles auch gilt, wenn die Leine nicht dran ist.

    Mit der Schleppleine zu einer Wiese laufen und ihn da rennen lassen und zigmal vergebens rufen ist jedenfalls kontraproduktiv. Daraus lernt dein Hund leider das Falsche. Wenn auf der Wiese getobt werden soll, dann tu es mit ihm zusammen- an der Schleppleine. Und baue Rückrufübungen ein.

  • Diese Raketenanfälle hat mein Hund auch immer wenn er mal ein paar tage zu kurz gekommen ist. Da hilft Fahrrad fahren ganz prima dagegen. Wenn ich jeden Tag fünf bis zehn Kilometer Fahrrad fahre (also nicht viel, aber mit diversen eingebauten Sprints) hört der Hund gleich zehnmal besser und ist einfach glücklich. Ich schiebs bei uns auf die Rasse. Als Beagle muss er sich manchmal einfach richtig auspowern und mal ein paar Kilometer im gestreckten Galopp zurücklegen.

    Wenn ich mal zu wenig Zeit für ihn hatte und schon merke dass er losdüsen wird sobald er kann geh ich auf eine relativ weit einsehbare Wiese und lass ihn dann auch erstmal ne halbe Stunde düsen, damit er sich die Energie rauslaufen kann. Ich ruf ihn dann auch nicht wenn es nicht unbedingt sein muss.

    Oder ich schick ihn schwimmen, das hilft auch.

    Wie viel gehst du mit ihm raus und gehst du nur spazieren oder machst du noch was anderes mit ihm? Mir klingt das einfach als wäre er unterfordert.

  • Zitat

    so lenny kommt, macht sitz, ich clickere und er bekommt sein leckerchen, so jetzt läuft er wieder vor, und wir wollten die hund eigentlich sofort wieder anleinen,

    huhu,

    leine ihn an, bevor er seine belohnung bekommt. :D

    gruß marion

  • wie gesagt ich mach uo, seit 2 monaten clicker-training, dann geh ich 2-4 mal die woche mit meiner freundin zusammen spazieren, ansonsten geh ich alleine, so im durchsschnitt sind das 2-2 1/2 stunden am tag. wenn ich wie jetzt im sommer viel mit ihm draussen bin, läuft er bei uns auf dem grundstück auch frei!!
    nur es war ja sonst nie so das problem! klar ist er immer schon so viel gerannt, aber was jetzt seit 2 wochen hier abgeht ist nicht mehr normal. ich hatte jetzt aber auch 4 wochen frei, und bin dementsprechend mehr mit ihm gegangen, vielleicht ist er auch ein adrenalin-junkie??
    ach ich weiß es nicht!!
    aber das mit dem fahrrad-fahren trau ich mich im moment noch nicht!!
    so leid wie es mir tut!!

    lg kathi und der lenny

  • Zitat

    Wie viel gehst du mit ihm raus und gehst du nur spazieren oder machst du noch was anderes mit ihm? Mir klingt das einfach als wäre er unterfordert.

    Muss nicht unbedingt Unterforderung sein. Meiner hatte von Anfang an ein dickes Trainingspensum (Clickertraining, also wirklich mit selber denken und so) und viel Bewegung- aber auch 10km Radfahren haben an dieser Verrücktheit nix geändert. Der Hund war einfach total hochgedreht und es brauchte mehrere Wochen, bis das auch nur ansatzweise besser wurde. Konzentrieren drinnen, Denkaufgaben, Lernen, alles kein Problem. Aber draußen war er derartig ablenkbar und hibbelig mit einer riesigen Erwartungshaltung in Richtung herumdüsen (womit er sich immer weiter hochputschte), die sicher auch durch den Vorbesitzer ausgelöst war. Zusammen mit einer miserablen Impulskontrolle war der Hund schlichtweg überhaupt nicht in der Lage, einen Rückruf als solchen wahrzunehmen und sich überhaupt so weit runter zu fahren, um auf irgendwas vernünftig zu reagieren.

    Mehr Beschäftigung hat in dem Fall mehr geschadet als genutzt. Es war wichtig, dem Hund Ruhe beizubringen.

    kathi: ich würde dir auch raten, die allermeisten Spaziergänge nicht unbedingt mit der Ablenkung einer Freundin und ihres Hundes zu versehen. Sicher ist es toll, zusammen spazieren zu gehen, aber solange der Rückruf nicht klappt, wenn du mit deinem Hund allein bist, musst du nicht erwarten, dass er ihn unter dieser Ablenkung schafft. Ein zweiter Hund ist immer eine Ablenkung. Ich weiß ja nicht, wie oft ihr zusammen geht, aber üben würde ich möglichst erst einmal mit deinem Hund allein und auf (wenigen) gemeinsamen Spaziergängen das Gelernte, bis es sicher sitzt, auch nicht abfragen, sondern da erstmal lieber die Leine dran lassen, bis der Rückruf ohne Ablenkung sicher klappt.

    Wenn du dich radfahren nicht traust... dann wirds für dich jetzt sportlich... :D Also... ihr zwei bewegt euch zusammen, ne? Joggen?

  • danke schon mal für eure tipps!!! :gut:

    er lässt sich jetzt nicht wirklich von der hündin meiner freundin ablenken!!

    sie läuft nämlich noch lange nicht so viel wie er!!!
    was mir jetzt aber auch einfällt, ich hab seit ungefähr 2 wochen mal wieder das futter von josera bestellt!! festival, und da ist ja auch getreide drin, richtig??
    ich vermute nämlich das er villeicht auch auf das getreide im futter reagiert und deswegen so hibbelig ist!!

    achso, noch was, was haltet ihr denn von diesem dna test??
    ich würd nämlich schon gerne wissen, was wirklich in lenny drin ist!
    so könnte ich vielleicht gezielter mit ihm arbeiten, was haltet ihr davon??

  • Zitat

    er lässt sich jetzt nicht wirklich von der hündin meiner freundin ablenken!!

    Woher weißt du das? Nur, weil er nicht zu ihr hin rennt und nicht mit ihr spielt? Ablenkung kann sehr subtil sein, das muss nicht direkt ersichtlich sein. Ich hatte ja eine alte Hündin, die ging zeitweise mit und die beiden interessierten sich scheinbar null füreinander unterwegs. Dennoch war es für meine Kleine eine große Ablenkung- ich habe das später gezielt genutzt.

    Schon allein die Tatsache, dass deine Freundin dabei ist, ist Ablenkung. Denn du wirst dich auch auf sie und nicht mehr 100% auf deinen Hund konzentrieren. Vergiss nicht, dass das bereits die nächste Schwierigkeitsstufe ist, wenn bei euch beiden allein alles klappt.

    Futter kann auch eine Rolle spielen (ist da Mais drin?), aber in diesem Fall sicher nicht die tragende Rolle, schon garnicht nach gerade mal 2 Wochen. Da dran zu drehen, kann sinnvoll sein, aber nach meinem Eindruck ist eure Hauptbaustelle ein Schleppleinentraining und Aufbau eines sicheren Rückrufes- so unbequem das auch sein mag.

    Meine Hündin hatte gerade ein Stressproblem nach dem Tod der alten Hündin und das wurde durch Änderung der Ernährung besser. Sie ist in so einer Phase auch hibbelig und nervös, reagiert über. Aber Gelernt ist gelernt und das meiste funktioniert dennoch. Insofern denke ich icht, dass da euer hauptsächliches Problem liegt.

    Gezielter arbeiten- ich weiß nicht. Irgendwie klingt es erstmal danach, als wären da Grundlagen fällig, die man ohne DNA-Test schaffen kann. Ehrlich- ich würd das Geld lieber in Trainingsstunden anlegen. Wobei du das sicher auch allein angehen kannst, aber halt ernsthaft. Pack die Sache an, nimm dir die Schleppleine und dann trainiert ihr. Wenn du das ernsthaft durchziehst, werdet ihr bestimmt Erfolg haben.

  • Huhu,

    ich finde Ingrid2´s ansätze interessant.

    Wir haben zunächst versucht, dem Bewegungsdrang am Fahrrad gerecht zu werden. In der ersten Woche war es auch okay. Nur dann genügte ihm die Strecke nicht mehr und wir dachten, er braucht einfach mehr. Also gut, längere Strecke gefahren, wieder für ne Woche okay, dann dasselbe Spiel.

    Irgendwann als wir täglich bzw alle 2 Tage fast 3 Stunden mit dem Fahrrad in schnellem Tempo unterwegs waren, und er danach immernoch nicht Ruhe gab, haben wir bemerkt, da stimmt etwas nicht.

    Wir haben ihn nicht "ausgelastet", sondern seine Ausdauer auchnoch zusätzlich "trainiert". Sprich, er brauchte immer mehr, um danach zufrieden zu sein. Also haben wir es langsam wieder runtergefahren und jetzt gibt es Fahrrad einmal die Woche. Ich möcht mir ja keinen Marathon-Dauersprinter heranziehen :D

    Seit wir ruhiger machen, und er nicht mehr dauernd rennen darf (vorher täglich 2 mal freilauf unterwegs, jetzt 3 mal die Woche in eingezäuntem Grundstück), genügt es ihm schon wenn ermal eine Stunde rumfetzen kann, und die "normalen" Spaziergänge an der Leine lasten ihn wesentlich mehr aus, als zu der Zeit, als er noch auf täglich 2 Stunden reines Fahrrade-Rennen trainiert war (is ja logisch).

    Jetzt legt er sich daheim hin und pennt, vorher rannte er noch weitere 2 Stunden aufgedreht in der Bude herum und liess sich kaum ruhig halten.

    Hat sich aber auch deshalb gebessert, da wir ab nem gewissen Zeitpunkt nurnoch ruhig gemacht haben, Ruhe trainiert, immer wieder wortlos und ruhig auf seinen Platz gebracht, da ihn am Ende sogar herumschwirrende Fliegen gepushed haben -.-

    Für den Kopf clickern wir. Ansonsten ist bei unserem Hundi zur Zeit einfach weniger mehr. Da er, wenn wir zuviel betreiben, einfach keine Ruhe mehr findet (was denke ich beim Hütehund sowieso eher schwer ist da sie eher auf Ausdauer gestimmt sind).

    VLG
    N.

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