Beschützerinstinkt oder Eifersucht?
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Hallo Leute.
Ich hab jetz nicht direkt ein Problem mit meinem Hund, aber mit dem Hund meines Nachbarn. Er hat nen Golden-Retriver-Labrador-Mischling (ca. 9 Jahre alt / Schulterhöhe ca. 75cm). Dieser spielt unwahrscheinlich gern mit unserem Hund (Schäferhund-Beagle-Mischling / 9 Monate) und ist auch öfters mit bei uns im Garten oder mein Hund eben beim Nachbarn.
Gestern war nun ne Freundin mit ihrem Jack-Russel-Terrier (ca. 9 Jahre) bei uns. Ihr Hund und meiner haben ne halbe Stunde im Garten rumgetollt und sich super verstanden.
Wie sie dann gehen wollte, is gleichzeitig der Hund meines Nachbarn aus dem Grundstück raus und ist direkt ohne Vorwarnung oder sonstiges auf den kleinen Jack-Russel los. Hat sich richtig festgebissen und mein Nachbar und ich hatten volle Hände zu tun um ihn dazu zu bewegen den kleinen wieder loszulassen. Natürlich wurde ich dabei vom kleinen auch noch gebissen und es gab hal ein kleines Trara danach.
Letzendlich is keinem groß was passiert, nur das ich hal jetz mit eingebundener Hand 3 Tage krank geschrieben wurde.
Es is schonmal sowas ähnliches passiert. Als von unserer Verwandschaft ein Golden-Retriver (4-Jahre) bei uns war, wollte ich meinem Nachbarn sein Hund mit zu uns tun, dass die Hunde eben zu dritt spielen konnte. Aber schon beim Annähern unserer Gartentür hat er dermaßen den anderne Hund angeknurrt und sofort richtig aggressives Verhalten gezeigt.
Der Hund meines Nachbarn is eigentlich ein richtig lieber Kerl. Der würde Einbrecher eher begrüßen als überhaupt mal an was böses zu denken. Der kann mit Kindern umgehen und bellt eigentlich wenn er sich mal verschluckt hat. ;-)
Umso schlimmer find ich eigentlich die Reaktion immer dann zeigt, wenn ein anderer Hund bei uns zu Besuch ist.
Is er evtl. eifersüchtig? Oder meint er, dass er unseren Kleinen vor den anderen Beschützen muss? Ich mein, der Jack-Russel is ja ca. 20 mal kleiner als der Große.
Kann mir vielleicht sogar jemand Tipps geben, wie man da was daran ändern kann? Wäre wirklich super, wenn man da mal paar Lösungsvorschläge bekommen könnte... -
9. August 2010 um 14:09
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Beschützerinstinkt oder Eifersucht? - Vor einem Moment
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Hallo,
einen Lösungsvorschlag habe ich nicht parat, würde aber an Deiner Stelle diese Situationen gar nicht mehr aufkommen lassen.
Ist bei Euch ein fremder Hund zu Besuch, muss der Nachbarshund doch nicht unbedingt dabei sein, oder?Das Verhalten des Hundes zu ändern, ist die Aufgabe des Halters und nicht Deine.
Sind die fremden Hunde ebenfalls Rüden gewesen? Vielleicht liegt es an der Gleichgeschlechtlichkeit

Eifersucht im menschlichen Sinne gibt es bei Hunden wohl weniger und dass er versucht, Deinen Garten zu bewachen, muss geändert werden,d enn das ist nicht seine Aufgabe, sondern Deine
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Ja, sind alles drei Rüden und keiner kastriert.
In Zukunft wird natürlich versucht diese Situation erst gar nicht mehr aufkommen zu lassen. Wie du sagst, darf der Hund meines Nachbarn dann eben nicht rauskommen... Pech gehabt!
Ich weiß nicht, ob er unser Grundstück "beschützt". Ihm isses ja völlig egal, was bei uns im Garten passiert, egal wieviel Leute da sind, ob Kinder durch die Gegend schreien oder sonstwas. Nur bei Hunden zeigt er das verhalten.
ICh geb dir auch recht, dass es nicht meine Aufgabe ist. Informationen sammeln is aber nie schlecht und vielleicht kann ich so meinem Nachbarn paar Tipps geben!
Is echt schade, dass ein so braver und ruhiger Hund in manchen Situationen so ausrasten kann.
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Zitat
a, sind alles drei Rüden und keiner kastriert.
Das könnte der Grund sein, denn bei nicht kastrierten Rüden kommt es schon mal zu Machtgehabe und derzeit gibt es läufige Hündinnen, da sind die Rüden oft noch schräger drauf.ZitatNur bei Hunden zeigt er das verhalten.
Vermutlich nur bei Rüden, oder?Deiner ist ja noch jung und für den ausgewachsenen Rüden kein Rivale, noch nicht, aber da die Beiden sich von kleinauf kennen, dürfte das auch kein problem werden
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Gehört fast mal mit ner Hündin ausprobiert. Allerdings dann nur mit Maulkorb!!!
Wobei ich als Hunde-Laie natürlich bei Versuchen recht skeptisch bin. So richtig einschätzen kann ich die Situation da natürlich dann nicht.
Mein Hund muss sich später auch mit Rüden vertragen, sonst bekommt er Ärger mit mir.
Gibt doch nix schöneres als rumtollende Hunde. Wenn er mal ne halbe Stunde mit 5 Hunden rumtobt, dann müsste ich im Gegensatz wahrscheinlich über 2 Stunden mit ihm Gassi gehen. 
Die Hündin unserer anderen Nachbarin war erst vor gut 2 Wochen läufisch.... weiß nicht, ob das so lange auf den Hormonhaushalt der Rüden hängen bleibt. Oder ob er allgemein ein Problem mit anderen Rüden hat. Wie gesagt, unseren kennt er ja von klein auf. Unserem Ben hat er nur einmal gezeigt, dass er beim Essen keinen Spaß versteht und seitdem lässt der kleinen den großen in aller Ruhe sein Schweinsohr kauen.

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Also: bei dem 9-monatige Rüden muss die Geschlechtsreife ja noch gar nicht eingetreten sein oder tritt gerade erst ein. Er wird deshalb auch noch nicht als ernstzunehmender Rivale betracht. Der 9-jährige Jack-Russel ist aus Sicht des Nachbar-Rüden ein unrechtmäßiger Eindringling in das Revier des Nachbar-Hundes und dazu noch ein Rivale. Dieser wird eben durch Biss aus dem Revier vertrieben, denn hier ist eben der Nachbarhund der Chef und hier hat kein Rivale etwas zu suchen. Der Hund sollte einfach nicht frei rumlaufen, wenn er solche ein Verhalten zeigt.
Also das ein Hund als revierbezogenes Tier in seinem eigene Revier mit einem potenziellen Rivalen "spielt", finde ich eine ziemlich vermenschlichte Sichtweise. Natürlich kann man mit dem Nachbarshund diese Verhalten gezielt abtrainieren und so seine Aggression auf ein erträgliches Maß herunterschrauben. Aber das er nun mit einem Rivalen "spielen" soll, dass würde ich nicht von ihm verlangen.
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Vermenschlichung nennt man sowas? Also ich kenne schon viele Rüden, die mit anderen Rüden kein Problem haben.
Es ist ja mein erster Hund, von daher bin ich ja noch kein richtiger Kenner. Aber werden Rüden immer zuerst Testen wer von beiden der Chef ist?
Wenn ich meine Gassi-Runde laufe, gibts da schon so paar Kandidaten, die keinen anderen Rüden neben sich dulden. Andererseits treff ich aber auch genügend Rüden, die mit anderen überhaupt kein Problem haben. Die wetzen über die Wiese, die jagen bei nem Stöckchen hinterher und keiner versucht auch nur ansatzweise dem anderen irgendwelchem Schaden zuzufügen.
Hab mich heut schon mit meinem Nachbarn unterhalten. Zukünftig muss da einfach besser aufgepasst werden. Und sollte bei uns ein fremder Hund sein, darf er eben ohne Leine nicht mehr vor die Tür.
Bin ja wie gesagt froh, dass nichts alzu schlimmes passiert ist und wir aus dem Vorfall lernen können.
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Zitat
Vermenschlichung nennt man sowas?
Naja, menschlich gedacht halt
Zitat
Es ist ja mein erster Hund, von daher bin ich ja noch kein richtiger Kenner. Aber werden Rüden immer zuerst Testen wer von beiden der Chef ist?Jein. Normalweise gehen Hunde jedem Kampf aus dem Weg. Sie regeln das durch Körpersprache: ein Hund 1 zeigt die Zähne, Hund 2. zieht z. B. die Rute ein, macht sich klein usw. - der Hund weiß bescheid, dass sich Hund Nr. 2 unterworfen hat => ein Kampf ist unnötig. Dies ist bei Hunden der Fall die gut sozialisiert wurden sind, d. h. in der prägenden Junghundphase ausreichend Kontakte mit anderen Hunden hatten. Es sollt also der Normalfall sein. In Ausnahmefällen sind 2 Hunde genau gleich "stark" und es reicht die Körpersprache nicht mehr aus. Aber zuerst wird immer versucht allein mit Körpersprache und Lauten die Situation zu klären. Da Mein Hund ist jetzt 13 Jahre und hat etwa jeden 2-3 Tag Kontakt mit anderen Hunden. Mein Hund wurde in all den Jahren nicht einmal gebissen und hat auch keinen anderen Hund gebissen. Das ist also der Normalfall, dass Hunde ihre Rangordnung nur durch Körpersprache klären.
Aaaaber es ist der Hund deines Nachbarn. Und das Revier dieses Hundes hört nicht einfach mit dem Gartenzaun auf. Es kann eben auch noch dein Grundstück mit einschließen. Es könnte sein, dass sich genau dieser Hund 10 km von seinem Revier entfernt ganz friedlich gegenüber diesem Rüden verhalten hätte. Aber hier ist nun mal das Revier des Hundes und da verhält sich jeder Hund aggressiver als auf neutralem Boden. Ich würde auch nicht einfach ein wildfremde Hündin in unseren Garten lassen, wo sich unser Hund aufhält. Mein Hündin kann mit Hunden bei uns im Garten spielen, aber die kennt sie dann auch vorher und die Rangordnung ist durch Körpersprache geklärt. Das ist nun mal ihre Revier und die Umgebung auch und das würde sie gegen unbekannte Eindringlinge verteidigen, genauso wie euer Nachbars-Hund. Allerdings kann ich meinen Hund zurückrufen, wenn z. B. ein fremder Hund an unserem Zaun langgeht und mein Hund weiß, dass das aggressive Verhalten nicht erwünscht ist, in dem ich es ihr konsequent immer wieder verboten haben z. B. andere fremde Hunde am Zaun zu verbellen. So z. B. kann man die Aggressionen runterschrauben und es kommt dann normalerweise nicht zu Beißunfällen. Wenn aber dieses aggressive Verhalten in der Vergangenheit mehr oder weniger ignoriert wurde, kann es sich immer weiter steigern. Vielleicht hat der Hund in seiner Prägephase auch nicht ausreichend Kontakt zu Hunden ==> er reagiert aggressiver als erwünscht.
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Zitat
Golden-Retriver-Labrador-Mischling (ca. 9 Jahre alt / Schulterhöhe ca. 75cm).
Sorry, völlig o.T., aber 75cm Schulterhöhe bei nem Golden- Retriever/ Labrador- Mix? Boah
. Da ist ja unser Bernhardiner- Mix nur 5cm größer! - Vor einem Moment
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