Ronja mal lieb, mal richtig aggressiv...Grund..?????!!!

  • Hi - Grüßt Euch,

    ich/wir sind neu hier und hoffen auf gute Ratschläge.

    Versuche mal unser (klassisches) Problem zu beschreiben:

    Vorab: wir haben den Hund von einer Frau die uns eine dubiöse Geschichte erzählt hat, der Hund ist wohl evtl. aus dem Ausland an einen Mann vermittelt worden, der sie wohl "scharf" machen wollte (also den Hund - ist klar).

    Nachdem das wohl nicht so recht funzte (???), schenkte er den Hund der Frau von dem wir ihn jetzt haben (sie hatte ihn wohl ca. 2 Monate mit noch 2 anderen Hunden, katze und 4 Kindern in einer Wohnung).

    Auf den Übernahmevertrag warten wir leider noch, vom Tierarzt wurde die Chip Nummer schon eingelesen, die ist wohl aus D.? Stellen selber gerade Nachforschungen an.

    Nun aber zu unserem Problem, bitte helt uns:

    Ronja (Schäferhundmischling-8 Mo.)ist jetzt den 3. Tag da, folgt recht gut, sogar erstaunlich gut...., ABER....waren heute lange draussen und sie hat die Unart, fremde Leute, Radfahrer und teilweise Jogger massiv anzugehen und zu bellen und auf sie zuzurennen.

    Gebissen-geschnappt hat sie bisher nicht....aber knurren etc., das komische manchmal ist sie lammfromm, je entspannter "wir" sind, ist sie auch (klar!), aber manchmal geht sie ab...brutal..!

    Konnte leider noch nicht genau lokalisieren, was jetzt der Auslöser ist...: unser-mein Eindruck ist: sie mag keine Menschen die schnell auf uns (meine Freundin und mich zukommen), egal Jogger Radfahrer, Fußgänger...wenn sie sie von weiten sieht gehts meistens...oder mit ablenkung oder strengen Kommandos von mir.

    Auch Leute mit Kopftüchern oder "aufgeblasene Menschen" mag sie gar nicht - so mein Eindruck!

    Wenn relativ viel Platz ist, gehts auch gut, da wir aber öfters Hiken auf engeren Pfaden ist Ausweichen nicht immer einfach oder möglich!

    Wir waren mit ihr auch schon beim Tierarzt, der meint alles bestens: Gewicht (ca. 23 kg), Temp., Gang, Knochen, Körperbau, Ohren, Augen, Fell, Haut, Geschlechtsteil, Nymphknoten, Gebiß etc....!

    (Im Moment ist sie läufig, aber nicht kastriert!)

    Da war sie wie ein Baby....egal Wartezimmer, Doc, egal mann/frau...kein Anzeichen von Aggression...!

    Ob es sein kann, dass sie von mir verärgerte schwingungen aufnimmt, da ich mit einem Radfahrer kurz Ärger hatte, nachdem sie ihn kurz anbellte und darum....!

    Auch hat sie jedesmal wieder Angst ins Auto zu müssen, dass sie wieder weggefahren wird!?!

    Aber wie gesagt, daheim super lieb, ausser Tochter kommt mit Freund zu stürmisch oder mürrisch herein (oder Treppe herunter gestürzt: Erwachsen), das mag sie wieder gar nicht. Bellen...Knurren!

    Ist aber oft auf mein Kommando vorbei (obwohl erst 3. Tag).

    Wie ist Euer Eindruck..., meine Freundin und ich machen uns schon etwas Sorgen...!

    Wär lieb, wenn ihr/euch nochmal Zeit nemmt uns zu helfen..!

    Dank Euch schonmal...

    Schöne Grüße

    Ralf

  • Hallo Ralf,

    Du hast überhaupt keine Probleme - im Gegenteil, im Augenblick klingt es so als hättest Du noch großes Glück gehabt.

    Bei Hunden mit solch ungewisser dubioser Herkunft muss man wirklich mit allem rechnen (und glaub kein Wort, auch nicht dieser Frau!)
    Auch Du solltest damit rechnen das Deine Hündin nur jetzt noch so brav ist weil sie noch total verunsichert ist - im Laufe der Zeit könnte sie selbstbewußter werden und dann evtl. auch frecher.

    Grundsätzlich mögen Hunde keine lauten Menschen und unter Hunden ist es unhöflich (= Angriff) schnell aufeinander zuzulaufen.
    Das die Hündin Deine emotionallen Schwingungen spührt und diese sich auf sie übertragen ist ebenfalls völlig normal.

    Vermeide einfach diese engen Wege so gut es eben geht, und lauf einen kleinen Bogen wenn Euch jemand entgegen kommt - dann wird sie recht schnell Vertrauen zu Dir fassen.

    Warum auch immer Ihr Euch so ein Ü-Ei ins Haus geholt habt - jetzt habt Ihr die Verantwortung, ganz egal wie sich diese Hündin verhält und entwickelt. Rechne bitte einfach damit, das ALLES mögliche passieren kann (vielleicht hat sie gebissen und wurde deshalb abgegeben), besonders bei Ressourcen (Futter, Schlafplatz, Territorium und eigener Mensch) solltest Ihr aufmerksam sein.
    Wenn Ihr Euch da nicht so auskennt oder unsicher seid, dann nehmt schon jetzt Kontakt zu einem guten Trainer auf, der Euch dann quasi das Hundeverhalten "übersetzen" kann - je früher man Fehlentwicklungen erkennt und gegensteuert desto besser.

    Sorgen muss man sich nicht unbedingt machen - nur einfach wissen was man tut. Machbar ist das ganz sicher.

  • Puh, diese dubiose Vorgeschichte lässt natürlich viel Platz für Mutmaßungen...was ist wohl mit ihr geschehen!? Was mir einfällt:

    1. Sie ist erst 3 Tage bei euch. Da wird sich noch viiiieeeel ändern, wenn sie sich erstmal eingewöhnt hat.

    2. Ist sie an der Leine, wenn sie fremde Leute anbellt, oder ohne?

    3. Wie genau versuchst du, das zu unterbinden?

    4. Wie genau ist ihr Verhalten, wenn sie jemanden verbellt? Was sagt die Körpersprache? Ist sie wirklich aggressiv oder vielleicht angstaggressiv?

    Mein erster Hilfe Plan wäre: Erstmal einen großen Bogen um die Leute machen, auf die sie so extrem reagiert. Je mehr Erfolgserlebnisse sie hat, desto schwieriger wirds. Und ich würde einen kompetenten Trainer zuziehen, um rauszufinden, warum sie so reagiert.
    Was ist denn die Kleine für ne Rasse?

  • Hi Susa,

    vielen lieben Dank für deine schnelle Hilfe!

    Wir haben den Hund geholt, weil er kostenlos war und wir nicht soviel Geld haben.

    Der Hund zeigte sofort Unterwürfigkeit, bei mir, als auch bei meiner Freundin (wohnen alle in einem Haus).

    Wir hätten evtl. die Möglichkeit den Wauz noch zurück zu geben..., der leidtragende ist der Hund.

    Ich reiste/lebte einige Zeit in Australia (WA) und erzog danach für einen Freund als back kam, einen "scharfen" Schäferhund Rüden.

    Der hatte eine ähnliche Problematik, nach ca. 3-4 Wochen eine deutliche Besserung.

    Allerdings ist es so, das meine FReundin leider eine Behinderung hat und sie sich Sorgen macht (auch gerade um die Pubertierende Tochter).

    Ich bin recht konsequent, da ich viele Jahre hauptberuflich als Trainer Spezialisten ausgebildet habe.

    DAs mit den WEgen gehen usw. sehen wir gleich. überlegen halt, ob wir ihn nicht evtl. zurück bringen sollten.

    Wir glaubten leider auch erst mehr, als dann letztendlich passiert ist..

    Bei mir zählt ein Wort - Punkt!

    Schöne Grüße

    Ralf

  • Tu dem Hund den Gefallen und geb ihn nicht dorthin zurück.
    Wenn Du ernsthafte Schwierigkeiten befürchtest (obwohl Deine Beschreibungen jetzt eigentlich nicht so klingen) - dann versuch lieber den seriösen Tierschutz einzubinden, das der Hund bei Euch quasi als Pflegestelle lebt und zur Vermittlung steht.

    Ansonsten nimm Deiner Freundin ihre möglicherweise berechtigten Sorgen (ich weiss nicht wie eingeschränkt sie ist) - und arbeite mit dem Hund. Normalerweise bekommt man diese Anfangsschwierigkeiten recht schnell in den Griff.
    Konsequentes und sicheres Handeln sind dazu eine Komponente, man muss aber seinen Hund auch "lesen" können - da hast Du vermutlich noch nicht allzuviel Erfahrung.
    Auch wenn Ihr wenig Geld habt könnte es diesbezüglich eine gute Investition sein, dafür 1-2 Trainerstunden zu nehmen
    (ggf. auch über den Tierschutz dazu Kontakte aufbauen)

  • Hi, auch Grüßt Dich,

    es ist ein Schäferundmischling (8 Mo-?).

    Glaube mittlerweile nicht mehr viel....(von der Frau).

    Also wir haben ihr eine Flexi-Leine gekauft, sie war lang an der Leine und haute dann ab.

    Ich mein nicht, das es ein Angstbellen ist, ich würde es als Aggression werten.

    Was uns Angst macht ist, das wir den Auslöser noch nicht erkannt haben und ich nicht immer da sein kann.

    Meine Frauen daheim haben dann eben (verständlicher WEise) Angst, ausserdem werten wir das als Grenzüberschreitung.

    Bei uns ist sie ganz lieb, Unterwürfigkeit, folgt...alles...läuft wirklich supi..., ABER...auch Katzen, andere Hunde alles k.P.!

    Eher mit den anderen Menschen...!

    Wenn wir ihn frei laufen lassen, machten wir bisher erst 1-2 mal (zwecks den 3 Tagen), an einem sehr ruhigen WEiher, keine Probs..läuft kurz vor-nach-zurück, schaut-kontrolliert und kommt auf Kommandos..!

    Aggression unterbinden tue ich mit AUS Kommandos und beruhigender Ansprache (also Lob, wenns sichs noch abwenden ließ, ansonsten muss ich Muskeln spielen lassen und sie halten), sobald ich Aggression bemerke (wenn vorher weggehen, Bogen etc. nicht funzt!).

    So, hoffe habs gut genug beschrieben!?!

    NGR

    Ralf

  • Wie groß ist denn die Hündin...seit Ihr sicher, das sie erst 8 Monate alt ist...ich frage nur, weil sie ja schon läufig ist.
    Wenn Ihr sie behalten wollt, würde ich wirklich einen Hundetrainer beauftragen...oder bist Du selber Einer? (ich hab das aus Deinen Text nicht ganz herauslesen können).

    Ist sie eher ängstlich?
    Vielleicht wird sie eher der teritorialer Hund oder entwickelt in ein paar Monaten einen Schutztrieb...wirklich schwer zu beurteilen, da der Hund erst ein paar Tage bei Euch ist.

  • Zitat


    Ich mein nicht, das es ein Angstbellen ist, ich würde es als Aggression werten.

    Was uns Angst macht ist, das wir den Auslöser noch nicht erkannt haben und ich nicht immer da sein kann.

    Meine Frauen daheim haben dann eben (verständlicher WEise) Angst, ausserdem werten wir das als Grenzüberschreitung.

    Naja, gehen wir mal davon aus, dass sie tatsächlich "scharf gemacht" werden sollte...dann ists natürlich kein Wunder, dass sie so auf fremde Menschen reagiert. Wer weiß, wwas da mit ihr passiert ist und mit welchen Mitteln da mit ihr gearbeitet wurde...

    Zuhause knurrt sie auch manchmal, wenn ihr euch stürmisch bewegt, oder? Hab ich das richtig verstanden?

  • Nochmal ich :smile: ,

    danke schon mal für Eure ganzen Kommentare.

    Also zu meinem Beruf: nein ich bin kein Hundetrainer, setzte mich mit dem Thema seit Monaten massivst auseinander und trainierte schon mal für einen Freund einen Schäferhund Rüden (erfolgreich).

    Beruflich arbeitete ich als Selbstschutztrainer und bildete u.a. Bodyguards aus. Also Menschen eine Ausbildung zu geben wo`s ums überleben geht.

    Von daher kenn ich mich mit dem Thema Aggression und Körpersprache lesen etc. relativ gut aus..(mein auch beim Hund).

    Das Problem ist, das wir uns relativ schnell entschließen sollten/wollten bevor die Woche jetzt wieder mit dem ganzen Trubel kommt.

    Ach nochwas, uns gegenüber (meiner FReundin und mir) überhaupt kein Problem. Sehr brav, sehr folgsam...aber bockige Tochter+großer stämmiger Freund....da hat sie ein Problem (allerdings konnten wir das junge Pärchen noch nicht wirklich davon überzeugen, sich mit unserem neuen Hund auseinanderzusetzen, da sind andere Sachen wichtiger).

    Ich denke, sie hat jetzt schon einen absoluten Beschützerinstinkt und ist sehr auf uns bezogen (wenn einer wegggeht beim Wandern z.B. Gebüsch suchen, jault sie...)

    Schlafen im Schlafzimmer vor der Tür, ansonsten immer dicht bei mir, läuft Frauli zu weit weg, wird sofort geschaut.

    Steht einer auf, Treppe rauf/runter muss/will sie mit...!

    Wert ich als positiv, nur als erklärung...!

    So, jetzt könnt ihr euch ganz gut ein Bild machen, denk ich!

    NGR

    Ralf

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