JRT - Probleme in der Welpenschule/allg. Verhalten

  • Hallo,

    ich hab mich im Vorstellungsthread schon ausführlich zu meiner komplizierten Situation geäußert, bei Bedarf bitte dort nachlesen:

    https://www.dogforum.de/ftopic107814-1430.html

    Es geht darum, ich war jetzt mit Flocke (Jack Russel, 4,5 Monate alt) schon ein paar mal in der Welpenschule. Das Problem ist...er dreht dort völlig durch. Die erste halbe Stunde spielen dort alle Welpen zusammen in einem umzäunten Gehege. Danach werden verschiedene Grundübungen gemacht, zusammen mit den anderen Hunden und Haltern, z.B. angeleint im Kreis gehen, auf Kommando Sitz und Platz, Slalom gehen, bei Fuß usw.

    Aber sobald Flocke all die anderen Hunde sieht, ist absolut nichts mehr möglich...er zieht so sehr an seiner Leine, dass ich immer denke, er stranguliert sich gleich und er hört auf nichts, ich bin quasi völlig Luft, er hört auf kein Kommando, nciht mal wenn ich seinen Namen rufe, gar nichts. Ich kann ihm Leckerlies vor die Nase halten, es interessiert ihn überhaupt nicht. Auf fremde Menschen dort reagiert er...aber ich bin Luft.

    Zuhause geht alles recht gut, er hört auf Sitz und kommt immer auf Zuruf zu mir, er will abends immer kuscheln mit mir, freut sie wie Bolle, wenn ich von Arbeit komme, hat Trennungsängste wenn ich mich weggehen sieht...
    Also an der Bindung zwischen uns beiden kann es nicht liegen.

    Er ist einfach so dermaßen aufgeregt wegen der anderen Hunde. Wenn wir im Dorf spazieren gehen, funktioniert es auch einigermaßen, da lässt er sich auch von anderen Tieren durch mich ablenken.

    Aktuell haben wir aber auch den Fall, dass wir Besuch haben und die haben eine kleine Zwergdackeldame dabei. Tja, seit sie da ist ist nun zuhause dasselbe Spiel wie in der Hundeschule...er reagiert auf nichts, ist ausschließlich auf die Hündin fixiert. Die kleine will das gar nicht, weil eher ruhig und er ist so dermaßen abgedreht und aufgeregt, wie man es eben von JRTs kennt.

    Was kann ich tun?
    Beim ersten mal Welpenschule war halt alles neu, ok, beim zweiten mal halt auch noch...beim dritten mal wurde es aber nicht besser und auch danach nicht.

    Weiß nciht mehr, was ich machen soll.

    Was vielleicht noch wichtig ist: er ist nie aggressiv, immer freundlich zu allen Hunden und Menschen, will einfach nur mit jedem spielen. Wir nehmen ihn auch öfters unter Leute mit, zwecks Sozialiserung, da klappt es auch einigermaßen, nur in Gegenwart von Hunden eben nicht.

  • Du schreibst dass die Hunde dort erst mal eine halbe Stunde spielen dürfen. Ich halte es aber für sehr wichtig, dass es erst in den Freilauf geht wenn die Hunde angekommen und sich beruhigt haben. Will heißen fürs ruhig sein gibt es einen Freilauf.
    Läuft es so ab, dass ihr dort hinkommt, der hund zieht, zerrt, winselt, spinnt und ist nicht mehr ansprechbar, und noch bevor er runtergekommen ist darf er in den Freilauf wird er eine Verknüpfung sehr sicher anstellen: "Wenn ich nur arg genug quengle und nicht nachgebe, dann darf ich zu den anderen Hunden!"

    Wenn du merkst dass der Hund nur aufgedrehter durch die Welpengruppe wird such dir eine andere Hundeschule oder verzichte ganz drauf. Ich bin wirklich ein Befürworter von Hundeschulen, aber lieber keine Welpenspielgruppe als eine schlechte!


    Ich finde es wirklich gut dass du dich um den Hund kümmerst, aber wenn sich nicht alle miteinbringen, dann kann es sein dass du gegen Windmühlen arbeitest...

  • 1. Wieviele Welpen sind denn in so einer Gruppe?
    2. Es sollte eigentlich erst in Ruhe trainiert werden, und danach ist Spielzeit, oder? (ich war mit unserem Jack Russell nicht in der Welpengruppe, weil wir ihn erst mit 8 Monaten bekamen)
    3. Gespielt wird doch eigentlich erst nachdem etwas sinnvolles gelernt wurde, oder nachdem der Hund nicht mehr zerrt wie ein Verrückter.

    Ich denke du solltest dir besser eine andere Welpengruppe suchen, oder dort wo du bist Verbesserungsvorschläge anbringen.

  • Huhu...
    wir hatten/haben genau das gleiche Problem auch mit JRT (Mix) und wir waren immer im Mittelpunkt aller Aufmerksamkeit. Samstag besuchen wir eine andere HuSchu wenn das nicht klappt, verzichte ich ganz drauf. Zuhause klappt es wenn Kaja mit anderen Hunden spielt. Sie hört und alles läuft prima (in der HuSchu konnten/ wollten die Trainer das gar nicht glauben). Ich denke sie ist einfach mit so vielen Hunden (5-8, alle größer weil sie die Kleinen zu dolle drangsaliert hat) total überfordert. Wir haben jetzt 5 Wochen HuSchu Pause gemacht und mehr dazu gelernt als dort. Samstag ist die letzte Chance, klappt es nicht, wars das.
    LG

  • ich finde die halbe stunde am stück spielen zu lang. nachdem gearbeitet wurde zwischendurch mal höchstens 5 minuten. so 2-4 mal. dann würde mich das im kreis laufen mit sitz und platz stören. mmn sollten in einer welpenstunde verschiedene untergründe, geräusche, gegenstände etc kennengelernt werden. sitz und platz sollten ein ganz kleiner teil nebenbei sein. was ich am aller wichtigsten finde ist, das der hund lern hunde sind zwar toll, aber herrchen/frauchen ist 100 mal besser.

  • Erst einmal vielen Dank für eure Antworten!

    @ Padua...wir wohnen im Raum Magdeburg, auf dem Link, den du mir gegeben hast ist Sachsen-Anhalt quasi leer...schade.

    Naja, ich weiß eben nicht, wie das sonst in Welpengruppen abläuft. Die Sache ist ja, bei den meisten anderen Hunden aus der Gruppe funktioniert es ja.
    Derzeit sind es 8 Hunde, es kommen wöchentlich welche hinzu, die älteren, die aber schon soweit sind, steigen in die nächste Gruppe auf (Begleithundetrainung und/oder Agility).

    Der Tipp von seiten der Trainer dort war der, das wir die nächste male erst einmal mit Flocke nur zum spielen kommen sollen, damit er eben erstmal vorrangig mit anderen Hunden in Berührung kommt und dann bei den Trainingsübungen mehr zuzusehen, als direkt mitzumachen, um Flocke nach und nach an die Anwesenheit der anderen Hunde zu gewöhnen. In der Hoffnung, dass er sich mit der Zeit beruhigt.
    Ich fahre morgen auf jeden Fall nochmal hin und werde sehen, wie es läuft.

    Man hat dort angebracht, dass evtl. die Bindung zwischen mir und dem Hund nicht groß genug ist und er sich deswegen so sehr von mir ablenken lässt.
    Das glaube ich aber ehrlich gedagt nicht. Ich denke eher, dass ich mich in solchen Situationen nicht gut genug durchsetzen kann. Mir fehlt eben völlig die Erfahrung mit Hunden und nicht umsonst sagt man ja, dass JRTs keine Anfängerhunde sind :sad2:
    Aber das ist ja nun wieder eine andere Geschichte, der kleine ist da und nun müssen wir das Beste daraus machen.

    Zumindest einen kleinen Erfolg konnte ich gestern verbuchen...trotz dass die kleine Zwergdackeldame noch da war, ist es mir abends ein paar mal gelungen, Flocke von ihr weg zu locken, seine Aufmerksamkeit auf mich zu lenken. Und er hat durch Bestechung ein paar mal "Sitz" gemacht. :smile:

    Ich hoffe einfach, dass das mit viel Geduld noch etwas wird.
    Betrachtet man die Lebenserwartung dieses Hundes und das Alter meines Schwiegeropas, ist völlig klar, dass man Freund und ich den Kleinen früher oder später 'erben'. Nur aus dem Grund häng ich mich da ja so rein

    @ Maxima...im Mittelpunkt alles Aufmerksamkeit, ja das trifft es auch bei mir :hust:
    Setzt sich dein JRT denn gegen die anderen, größeren Hunde durch? Unserer ist dort auch der Kleinste...das stört ihn selbst aber überhaupt nicht.
    Seit letzter Woche hat er dort aber eine Freundin, eine Foxterrierdame. Seitdem waren alle anderen Hunde völlig egal.
    Schreib doch bitte, wie es bei dir morgen läuft, würde mich interessieren!

    Habt ihr vielleicht noch irgendwelche Tipps für mich, wie ich den Kleinen zur Ruhe bekomme, wenn er zieht und fiept, weil er eben ins Spielgehege will?
    Das geht ja schon los, wenn wir dort auf den Parkplatz fahren, weil er direkt weiß, wo er ist.

    Viele Grüße und danke an alle!

  • Hallo

    Hättest du die Möglichkeit auch mal an einem anderen Tag zur Hundeschule zu fahren? Dann könntest du üben das es nur dann in Richtung Eingang geht, wenn er gesittet an der Leine läuft. Da wird allerdings nur einmal üben nicht ausreichen.
    Ich würde eher die Spielzeit verkürzen und die Trainingseinheiten mitmachen, eventuell ein gutes Stück entfernt von den anderen Hunden.

    VG Yvonne

  • Ja sie setzt sich durch, hat keine Probleme mit den Großen.
    Bei uns war das so, dass wenn wir zur Hundeschule kamen, die Hunde keinen Leinenkontakt zu den anderen haben durften, was ja grundsätzlich ok ist. das Problem war, dass wir dann teilweise 15 min auf der Leine standen (bis alle anderen dann eingetrudelt sind) um den Hund kurz zu halten (alle Hundebesitzer im Kreis) und Kaja dann natürlich noch mehr aufgedreht hat. Und auf dem Platz noch mal 10min bis alle Probleme geklärt waren. Für meinen Hund war das einfach nichts. Klar soll sie auch lernen sich ruhig zu verhalten, aber bei so einem jungen Hund mit dem Temperament war das einfach eine unzumutbare Situation. Als sie dann anfing zu bellen, hieß es der Hund ist überfordert. Jetzt hat sie trotzdem täglichen Hundekontakt auch zu jüngeren Hunden und alles läuft wie am Schnürchen. Die Hundeschule hat mich ganz dolle verunsichert und das hat mein Hundi auch gemerkt. Die letzten Male habe ich mich dann ausschließlich auf meinen Hund konzentriert, Kommentare und Blicke hin genommen und das gemacht was mein Bauchgefühl mir gesagt hat. Als es endlich vorbei war, war ich erleichtert. Und ob das der Sinn einer HuSchu ist? Ich bin echt mal gespannt, wie es morgen läuft. Schaue es mir erst einmal unverbindlich ohne Hundi an bevor ich mich wieder anmelde und wieder verunsichert dar stehe.
    Übrigens finde ich dieses Temperament an meinen Hund einfach klasse und seit ich gelernt habe damit besser und souveräner umzugehen ist es einfach nur schön und so wie ich es mir immer gewünscht und vorgestellt habe. Ich habe mich bewusst für diese Rasse entschieden und teilweise dachte ich echt oh, oh ob das nicht doch die falsche Entscheidung war? Mittlerweile ist Kaja auch um einiges ruhiger geworden. Wichtig ist einfach, dass man konsequent bleibt und sich nicht aus der Ruhe bringen lässt durch nichts und niemanden. Über den Dingen stehen und auf die Bedürfnisse des Hundes eingehen. DU bist der, der die Regeln vorgibt und wenn man tausend mal "Nein" und "Aus" sagt. Wenn Kaja abdreht sag ich "Kaja, Nein" "Mach Platz" und halte sie einfach zurück und ruhig. Notfalls halt ich sie einfach fest, bis ich merke das sie entspannt. Im Auto ist das schwer umsetztbar, aber da beachte ich sie einfach gar nicht. Bellt sie sag ich "Nein" und nichts anderes und das immer wieder (mit tiefer Stimme) dann merkt sie, oh Frauchen ist über mein Verhalten böse, dann lass ich es mal lieber. Bei uns klappt das gut. Und das A und O sind einfach Leckerlies. Superleckerlies nehm ich immer in Situationen mit, in denen ich weiß, dass es schwierig werden könnte. Hundeschule beispielsweise. Dann sag ich Kaja komm Leckerlie, und zack steht sie neben mir. Der Nachteil ist, dass die ganze Hundeschar dann neben einem steht, aber gut damit muss man dann halt leben. Superleckerlies sind bei uns ganz klein geschnittene Fleischwurststückchen. Das wird schon, nur nicht verrückt machen!!!
    LG

  • Das Forum ist voll mit Fragen hinsichtlich solcher Welpengruppen:

    https://www.dogforum.de/ftopic113726.html

    Da hab ich es auch schon mal geschrieben: Mein Hund wurde in der Huschu zum Hundewiesenjunkie. Ich finde es unfair, einen jungen Hund erst "totzuspielen" und dann noch von ihm zu verlangen, dass er was lernen soll. DAS schafft ein Hund nicht ,und schon gar nicht ein junger.

    Wenn Du mit Deinem Hund arbeitest, dann sollte er zur Belohnung MIT DIR spielen dürfen, und nicht mit seinen Hundekollegen.

    In vielen Hundeschulen werden diese Probleme hausgemacht und stellen einen sicheren Umsatz dar, wenn man sowas wieder rausarbeiten muss.

    LG Sabine

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