er will abends nicht mehr mitgehen...

  • hallo ihr lieben!

    vor einer weile gab es ja ein ziemlich lautstarkes gewitter, muss ungefähr eine woche her sein, ganz genau weiß ich es nicht mehr.
    jedenfalls musste er ja trotz des wetters irgendwann raus zum pipi machen. diese letzte runde abends erledigt immer mein freund.
    wir müssen auf unserer pipirunde immer über eine große kreuzung, danach geht es durch von großen büschen und hecken abgegrenzte wege, wo wir teddy dann ableinen, er ist da normalerweise 100% zuverlässig.
    letztes silvester hatte er leider ein ziemlich schlimmes erlebnis mit einem böller, der ging nämlich nur wenige meter vor uns hoch. das hat ihn sehr ängstlich gemacht bei knallerei.
    naja, mein freund machte den hund also von der leine (etwas früher als ich das tue, aber es wäre wohl 3 meter weiter genauso weitergegangen) und ging weiter, weil hundi stehen blieb, um zu schnüffeln. in dem moment muss es wohl gedonnert haben, mein freund dachte sich nichts weiter dabei und drehte sich einige sekunden später zum hund um - der war aber nicht mehr da.
    er war zurück gelaufen und stand, als mein freund hinter ihm her rannte mitten auf der straße. :schockiert: er muss völlig verwirrt gewesen sein, wollte nur noch nach hause.
    soviel zur vorgeschichte, zumindest denke ich, dass es daher kommt.
    seitdem, sagte mein freund mir gestern, will teddy abends nicht mehr mit ihm mitgehen nach draußen. wir wohnen im 2. stock und der hund bleibt auf jedem treppenabsatz stehen, solange bis mein freund ihn schon sehr deutlich dazu auffordert mitzukommen. ich befürchte, dass teddy jetzt dieses schlimme erlebnis beim gewitter mit dem rausgehen mit meinem freund wenn es dunkel ist verbindet, denn morgens ist das gassi gehen kein problem und wenn ich mit ihm gehe ist er auch völlig normal.
    er scheint ja nun wirklich angst zu haben oder? wie mache ich diese verknüpfung wieder "rückgängig" bzw. wie nehme ich ihm nun die angst, es kann ja nicht so weiter gehen....

    danke schonmal für eure tipps ;)

  • Hallo,

    ich bin nicht sicher, ob das wirklich was bringt bzw werden sicher noch bessere Ideen und Vorschläge kommen.

    Aber was wenn dein Freund unter tags mit ihm geht? Oder morgens mit ihm geht? Also wenn es noch hell ist? Wenn er merkt, dass ihm untertags nichts mit deinem Freund passiert, fürchtet er sich abends vl auch weniger/nicht mehr? Habt ihr das schon versucht?

    Viel GLück jedenfalls!

  • mein freund geht ja regelmäßig tagsüber mit ihm, meist morgens und das mehrmals die woche. wenns hell ist, geht teddy auch ganz normal mit, nur eben nicht wenns dunkel ist.

  • Hallo,

    wäre es denn eine Möglichkeit mit dem Hund abends mit dem Auto irgendwo hinzugehen und dort Gassi zu gehen?

    Wenn er merkt, dass nichts passiert, dann könnte sich das Ganze wieder in Luft auflösen.

    Oder, Dein Freund trägt den Hund raus und bleibt stur bei der Gassirunde.
    Wenn er merkt, dass nichts passiert, dann wird sich das wieder bessern.

    Achtet nur darauf, dass kein Gewitter im Anzug ist.

    Liebe Grüße

    Steffi

  • Ich hatte dasselbe Problem mit Xenia nach Sylvester, an Neujahr wollte sie garnicht raus und danach noch zwei Wochen lang abends wenn es dunkel war. Ich habe ihr Geschirr statt Halsband umgemacht (damit sie sich nicht rauswindet) und bin einfach gegangen. Ohne großartig auf den Hund einzugehen. Es hat zwar ein bißchen gedauert (ca. zwei Wochen halt) aber irgendwann hat sie gemerkt das ja garnichts passiert.

  • huch, hab gar nicht mehr geschaut, ob noch wer antwortet :roll:

    also, ich habe festgestellt, dass mein freund (irgendwie typisch mann) immer mit engelszungen auf ihn einredet, hab ihn dann angewiesen, das mal deutlich und entschlossen zu sagen und siehe da, hundchen kam, zwar nicht begeistert, aber er kam :smile:
    er ist ja schon alt und seit letztem silvester (da ging ein paar meter vor uns ein böller hoch, richtig laut und mit rauch) ist er sowieso empfindlich, was knallerei angeht.
    ich wollte letztens auch mit im los, als es gedonnert hat, da wollte er auch nicht mit... lässt sich nun leider nicht vermeiden, immer mal wieder bei gewitter rauszumüssen.
    ich glaub ich erinnere meinen freund noch mal dran, hundi dann an der leine zu lassen, beim letzteen mal, wollte er zurück nach hause laufen... :schockiert:

    meint ihr, dass das noch besser wird nach einer weile? er wird im oktober 13, hat einen tumor in der nase (wir wissen nicht, bis wo der gewachsen ist, d.h. er könnte irgendwann aufs hirn drücken) und wir vermuten alzheimer. oder müssen wir uns damit wohl eher abfinden?
    es ist ja nicht so, dass er sich mit aller kraft wehrt, er bleibt einfach stehen und guckt gequält weg, wenn man an der leine zupft, lehnt er sich dagegen und bei netten auffordern, dass er mit soll, kommt er nicht. wenn man deutlich wird, dann kommt er.

    ich dachte eben, vielleicht gibt es eine möglichkeit, ihm zu zeigen, dass ihm nichts passiert. es geht auch nur ums treppenhaus, sobald man ihn dann aus dem haus hat, läuft er einigermaßen normal mit.

  • Ich würde bei dem alten Hund mal versuchen mit Bachblüten was zu machen, viell. hilft das ja.

    Wenn er eh etwas ängstlich ist würde ich ihm die immer geben.

  • Hallo,

    ich denke nicht, dass sich da noch viel machen lässt.
    Ihr müsst aber ja auch nicht bei Gewitter spazieren gehen, sondern wartet dann halt ab bis es vorbei ist, oder geht vorher kurz.

    Alte Hunde entwickeln oftmals Eigenheiten und ich gestehe es ihnen auch zu.
    Ich würde nicht mehr allzu viel an ihm rumdoktern, sondern ihn so nehmen wie er ist. Klar, dass er laufen muss wenn kein Gewitter ist, aber bei Gewitter würde ich ihm seinen Willen lassen.

    Bachblüten können helfen, aber dass er dadurch bei Gewitter spazieren gehen möchte, bezweifel ich.
    Er wird vielleicht im Haus ruhiger sein und das ist ja auch schon was.

    Liebe Grüße

    Steffi

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