Wer darf Wesenstest/Tierheimabschiebung verlangen?
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Habt ihr viele Regeln in eurem zusammenleben (Hund & Du) oder lässt Du "auch mal fünfe gerade sein" im Umgang mit deinem Hund ?
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28. Juni 2010 um 17:54
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Wer darf Wesenstest/Tierheimabschiebung verlangen? - Vor einem Moment
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Okay, nun mal zu euren Fragen:
bungee:
Ja sie ist ein halber Labbi (siehe Signatur)
Ihr Vater ist ein Golden Retriever und ihre Mutter ein Labrador.In der Wohnung ist sie entspannter, schläft viel, da ist sie eigentlich die Ruhe selbst. Nur wenn sie draußen auf der Terrasse oder im Garten eine "Veränderung" entdeckt, oder Leute vorbeilaufen, dann knurrt und brummelt sie in sich hinein und stellt auch mal die Haare. Das hat sich allerdings in den letzten Monaten auch schon etwas gebessert.
Sie darf aufs Sofa, aber nicht ins Bett. Sie geht auch auf ihren Platz wenn wir sie dahin schicken und bleibt dort.
Wenn ich irgendwo reingehe, geht sie auch mal vor mir durch die Tür, das nehme ich nicht so genau.
Ihr Fressen darf sie auf unser Kommando hin fressen (nachdem sie uns mal als Welpe angeknurrt hatte, als wir an den Napf gefasst hatten)Draußen machen wir Apportieren, Suchen, und auch normales Spazierengehen mit zwischendurch Platz-, Fuß-, Bleib-Übungen und Abrufen. In der Wohnung machen wir auch manchmal Suchspiele und natürlich auch ausgiebiges Schmusen.
Das Aufgekratzt sein zeigt sich zuhause z.B. wenn Besuch kommt. Aber es ist eigentlich eher draußen wo sie Stress hat. Wenn wir irgendwo Gassi gehen, wo sie noch nicht war, dann tänzelt sie um mich herum und schnappt auch mal nach der Leine, will etwas im Maul tragen, oder aber (und das ist meistens der Fall) zieht sie an der Leine und lässt sich nicht ablenken, sie schnüffelt und zerrt und sie kann sich auf nichts mehr konzentrieren (zum Beispiel wenn ich sie rufe und sie dann mit einem Leckerlie für ihre Aufmerksamkeit belohnen will).
Und wenn wir irgendwo sind, dort z.B. was trinken wollen und sie sich dort aber vielleicht unwohl fühlt, dann winselt sie und hechelt und einmal hat sie sogar vor lauter Angst feuchte Pfotenabdrücke auf dem Boden hinterlassen.bibidogs:
Ich habe meine Tierärztin mal darauf angesprochen wegen Schilddrüse untersuchen lassen, sie meinte aber, dass sie nicht den Eindruck hat, dass Lexa was mit der Schilddrüse hat, denn dann würde man es ihr am Fell ansehen und sich bei ihr das Gewicht verändern. Sie riet mir mich an meine Trainerin zu wenden, aber wenn ich darauf bestehen würde, dann würde sie natürlich doch noch einen Schilddrüsentest machen.
Und ich hatte ja nun noch mal meine damalige Trainerin kontaktiert.Ein Beispiel noch vom Hundeplatz: Wir haben ein Fährtenfeld gelegt und ich dachte, dass Lexa das bestimmt Spaß macht, weil sie ja gerne sucht.
Was war? Sie schnüffelte nur halbherzig, ließ viele Leckerlies liegen und pinkelte sogar noch aufs Feld. Ich dachte sie wollte es markieren, aber meine Trainerin sagte, dass das zeigt, wie unaufmerksam Lexa ist und dass sie überhaupt nicht bei der Sache ist. Und dass sie dann auch noch "bei der Arbeit" gepinkelt hat wäre eigentlich so gesehen eine Frechheit. Da würde man auch sehen, wie unkonzentriert sie ist und so.
Ich weiss jetzt nicht, ob Lexas Verhalten auf ihrem Fährtenfeld aus Stress oder Angst war, ich glaube aber nicht, da war sie eben wieder aufgedreht und hibbelig.Beispiele wie sie reagiert wenn sie Stress hat, siehe oben (zerren, nicht ansprechbar, feuchte Pfotenabdrücke, winseln, ständiges Hecheln, die "Stressfalten" am Maul)
Im Wartezimmer bei der Tierärztin versucht sie sich auch manchmal hinter mich oder unter meinem Stuhl zu verkriechen.Daheim ist sie eigentlich nicht gestresst, da findet sie eher endlich ihre Ruhe und kann wieder entspannen und ist wieder ruhig.
@MissEmmy:
Allzu viele oder extrem strenge Regeln haben wir eigentlich nicht und ich kann auch mal "5 gerade sein lassen" (z.B. wenn sie bei Fuß sitzen soll und es nicht 100%ig direkt an meinem Knie ist oder so).
Dafür lege ich mehr Wert auf die Regeln, die mir wichtiger sind, z.B. dass sie nicht nachts bei uns oder bei den Kindern im Bett schläft.Zitatfür mich siehts eher so aus, als hätte dein Hund ziemlich viel Angst...
Ja das denke ich auch, obwohl sie ja schon von klein an bei uns ist und keine negativen Erfahrungen gemacht hat. -
Zitat
An Einzelstunden hatte ich auch schon gedacht, dann wäre schon mal der "Druck" der anderen Huschu-Besucher weg.
warum hast du da druck von den anderen?
ZitatMeine Trainerin bietet auch Einzelunterricht an, nur zur Zeit kann sie nicht, sie ist zu ausgebucht.
die einzelstd. würde ich bei jemandem anders nehmen.
ZitatAndere Huschu hatte ich auch schon mal kurz überlegt, sowas wie 'eine zweite Meinung einholen', aber ich dachte weil meine Trainerin Lexa eben von klein auf kennt und na ja...
ich finde die idee mit der zweiten meinung um klassen besser, als bei der alten trainerin zu bleiben.
bringt deine trainerin euch nicht bei, wie man einen hund runterfährt und motiviert, damit er überhaupt in der lage ist mitzuarbeiten? erzähl doch mal, wie so eine gruppenstd. abläuft, wieviele teilnehmer sind denn in der gruppe? wie hilft dir deine trainerin - was sagt sie, was du machen sollst, wenn dein hund "abwesend" ist?ZitatMit Einzelstunden würde ich vielleicht schon eher zurecht kommen, das muss ich noch mal ins Auge fassen.
tu das, wenn du an den richtigen trainer kommst, wirst du schnell vorwärts kommen, das wette ich.
gruß marion
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hört sich an, als wär der Hund tatsächlich stark unter Streß...
wie läuft "Besuch" bei euch zuhause ab?
Wer begrüßt den Besuch? Wie reagierst du, wenn sie den Besuch anbellt?
wie regelst du Hundebegegnungen?solange sie nicht so reagiert, wie sie das soll, würde ich mal so für zwei Wochen euer Verhalten ihr gegenüber umstellen: körperliche Zuwendung, Beachtung nur bei eurem Training. Sonst gar nicht.
Privilegien, wie auf Sofa gehen, streichen.
Geht sie dir aus dem Weg, wenn sie irgendwo liegt oder steigst du drüber?
Ab und an mal den Hund ruhig im Gehen anrempeln.
Zuhause täglich mehrmals ein "Schau" üben.
Außerdem sie zuhause in ihrer Bewegung ganz deutlich einschränken: Nur auf ihrem Platz lassen.
Auch, wenn es dir überflüssig erscheint, ich würde drauf bestehen, dass der Hund HINTER mir durch die Tür geht. (Nicht wegen der Tatsache an sich, sondern, dass du gezielt Verhalten einforderst - und bei der Ausführung konsequent bleibst). Ich hab mit Kyra angefangen, im Treppenhaus zu üben, dass sie nicht vorausläuft, sondern neben mir geht. Lief sie voraus, bin ich wieder hoch. Das fordert am Anfang viel Nerven. Lohnt sich aber. Damit legst du auch Grundlagen für das Verhalten draußen.Anfangs hat Kyra draußen gar nicht auf mich gehört, jetzt, nach 3 Monaten ist sie total aufmerksam. Befehle gebe ich nur ganz leise....
Du kannst aber erst draußen mit dem Hund anfangen zu arbeiten, wenn du seine Aufmerksamkeit hast. Dafür legt man i.d.R. die Grundlagen zuhause in der Wohnung (von drinnen nach draußen sozusagen).Kann dein Hund schon apportieren? Labbis gehen doch gerne ins Wasser, wär doch zzt. das ideale Beschäftigungsprogramm.. :)
was ist ihre Lieblingsbeschäftigung?
die würde ich ihr z.B. nur an ihr unbekannten Orten anbieten.
Und ich hab den Eindruck, dass du ihr zu oft Leckerlis gibst, kann das sein?
Nur die RICHTIGE Ausführung belohnen
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Marion:
Die Teilnehmeranzahl in der Hundeschule ist unterschiedlich, je nachdem wieviele an dem Abend eben da sind. Meist so ca. zwischen 6 und 8 Leute/Hunde.
Mit "Druck" in der Hundeschule meinte ich Druck, den ich mir unbewusst selber mache. Beispiel:
Wir sollen mit den Hunden hintereinander durch einen Geräte-Parcours laufen. Lexa soll als letzte gehen, damit ich Zeit habe und mit ihr Hindernis für Hindernis quasi in Ruhe machen kann. Das Warten kann Lexa aber auch schon wieder nicht leiden und wenn sie dann endlich dran ist, dann flippt sie herum.
Soll sie aber zuerst gehen, dann kommen ja die anderen hinter uns nach und müssen dauernd anhalten und warten, bis ich mit Lexa endlich das Gerät geschafft habe.
Beim Slalom um die Stäbe ist es besonders schlimm, weil Lexa das (noch) nicht richtig kann und auch zu unkonzentriert ist.
Oder das Thema "Platz und Bleib", Lexa kann das zwar gut, aber wenn das Warten zu lange dauert und sie dann plötzlich versucht aufzustehen, dann stehen die anderen Hunde teilweise auch auf und "wir sind dann wieder schuld" oder so.
Das meinte ich mit Druck, einfach das funktionieren in der Gruppe.Meine Trainerin sagt, ich soll ihr Ruhe vermitteln und zur Not kurz mit ihr aus der Gruppe rausgehen, ein paar Meter drumrum laufen und dann noch mal versuchen. Wenn Lexa allerdings 'herumpöbelt', dann muss ich konsequent sein und mir das nicht gefallen lassen, ich soll das Kommando energischer sagen und auf dem Boden aufstampfen (oder die Trainings-Discs oder eine 'Wurfkette' neben sie werfen), ich soll einfordern was sie tun soll und nicht zulassen, dass sie mit mir den Kasper macht.
bungee:
Ja sie apportiert gerne und das machen wir auch immer. Am liebsten hat sie ihren Ball, Frisbee bringt sie nicht gerne.
Eine Wasserratte ist sie nun nicht unbedingt, aber wenn wir an einem Bach sind, dann geht sie schon mal rein (mit den Pfoten) aber ein Vollbad nimmt sie eigentlich nicht gerne.
Am liebsten ist ihr eigentlich immer ihr Ball, oder ihr Kong an der Schnur.
Wenn wir ihn vergessen, tut es auch mal ein Ast, aber nur ungern, weil sie schon mal nach einem "Stöckchenunfall" operiert werden musste.
Ich würde sie manchmal fast schon als Balljunkie bezeichnen.Meine Trainierin sagte damals, dass es gut ist, wenn man weiss, was der Hund gerne tut und dass man die Vorlieben des Hundes doch prima in die Arbeit mit einbauen kann. Besser als immer nur Leckerchen.
Apropos Leckerchen: Also ich belohne sie eigentlich fast nur auf dem Hundeplatz während der "Arbeit" mit Leckerlie. Daheim wenn wir draußen Gassi sind, ist das Spielen ihre Belohnung. Obwohl sie verfressen ist, habe ich das Gefühl, dass ihr z.B. Spiel als Belohung mehr gibt und lieber ist... aber dann muss man ja auch wieder aufpassen, dass man sie nicht wieder dadurch aufpuscht.
Wenn sie apportiert, oder wenn sie abgerufen wird und sofort kommt und so, dann gibt es natürlich auch nur mal ein freudiges "fein, prima"Thema im Weg liegen:
Wenn sie nur minimal im Weg liegt, so dass ich noch gut an ihr vorbeikomme ohne über sie drübersteigen zu müssen, darf sie liegen bleiben. Wenn sie mir aber z.B. richtig im Weg steht und mir absichtlich keinen Platz macht, dann rämple ich sie mit meinem Knie zur Seite (und/oder schicke sie weg, bzw. auf ihren Platz).
Sitze ich auf dem Sofa und Lexa kommt zu mir ohne mich quasi dabei zu stören, dann darf sie bleiben (wir genießen es ja auch sie zu kraulen und so). Aber wenn sie sich breit macht und es mir zu eng wird, dann schicke ich sie runter auf ihren Platz, wo sie dann auch ohne Probleme bleibt.Thema Besuch:
Generell freut sie sich wenn jemand kommt. Ganz selten knurrt sie erst mal sicherheitshalber, aber sie ist fast immer "in freudiger Erwartung" wenn es klingelt. Bellen tut sie nicht. Das Knurren und Haare stellen ist zum Glück ganz selten wenn Besuch kommt und gleichzeitig ist sie dann aber auch neugierig und wedelt trotzdem mit dem Schwanz und bringt ihm ihr Kissen oder Spielzeug und so.
Besuch kommt rein und Lexa begrüsst schwanzpeitschend. Sie springt nicht hoch (das hatten wir ihr zum Glück schon bald abgewöhnt). Immer hat sie etwas im Maul, sie muss immer etwas tragen/bringen.
Sie ist ganz aufgeregt und schwänzelt um einen herum, beschnüffelt den Besuch und weicht nicht von der Seite. Egal wie der Besuch reagiert, ob er Lexa ignoriert oder sie auch sofort begrüsst, ihre Schwanzpeitsche im ständigen Einsatz dauert es dann eine Weile, bis sie sich wieder beruhigt hat und dann legt sie sich einfach irgendwohin.Hundebegegnungen haben wir bei unseren Spaziergängen selten, da es in unserer Nachbarschaft kaum Hunde gibt.
Auf dem Hundeplatz zeigt sie sich den anderen Hunden gegenüber meist unterwürfig, schnuppert zu den anderen Hunden und legt sich dann unterwürfig vor sie hin.
Wenn in der Huschu die Hunde ab und zu mal kurz frei rennen dürfen, dann hat sie nicht so wahnsinnig viel Interesse und da knurrt sie dann auch schon mal einen an der ihr zu Nahe kommt, aber sie rennt trotzdem gerne mit ihnen herum, geht aber nicht so sehr auf die anderen zu.Wenn wir beim Gassi gehen unsere Nachbarn treffen, dann macht sie nichts, treffen wir aber zuhause dieselben Nachbarn ein paar Minuten später wieder an der Treppe oder im Hof, dann spielt sie Wachhund und brummt oder wufft sie kurz an.
Auch wenn sie durchs offene Fenster den Nachbarn draußen reden hört, den sie aber eigentlich gut kennt, wird trotzdem kurz geknurrt/gewufft.
Also Revierverhalten und/oder Unsicherheit
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Lies mal bitte den Beitrag von Fluffy:
ZitatAlles anzeigenDas kann ich bestätigen. Die Unterfunktion beim Hund kann nicht nur eine
Hyperaktivtät auslösen, sondern kann auch Angst und Panik beim Hund auslösen. Leider steckt die Forschung über die Funktion der SD beim Hund
noch in den Kinderschuhen. Hier mal mein Bericht über unsere Erfahrungen. Ist leider SEHR lang, aber kürzer habe ich es nicht geschafft.
Mein DRINGENDER RAT, an alle die einen „Panik-Hund“ haben:
Lasst eure Hunde auf Schilddrüsenunterfunktion testen!!!!!
ICH bin kein Tierarzt und kann darum auch nur aus eigener Erfahrung
berichte. Bitte bedenkt DAS, bei allem was ich zu dem Thema schreibe.Leider wissen viele Tierärzte noch nicht viel über die SD, da es noch nicht
ausreichende, bzw. keine Studien über die SD bei Tieren gibt.Ich berichte euch über unsere Erfahrungen und „Erfolge“ bei unserem Fluffy.
Fluffy wurde am 20 September 1998 geboren und ist mit acht Wochen bei uns
eingezogen. An seinem ersten Silvester (98/99) war er knapp 14 Wochen alt
und fand die Welt noch rosarot und Schlafen, Essen, Trinken und Gassie -Runden
waren seine Hauptbeschäftigungen, Silvester war gar kein Thema, dass hat er
völlig verpennt. Im laufe seines ersten Lebensjahres, machte er wie alle Hundekinder
die Erfahrungen mit plötzlich auftretenden Knallgeräuschen, z.B. Fehlzündungen eines Autos, Gewitter, heftigen Regen der auf die Fensterbretter und an die Scheiben trommelte, ein platzender Luftballon vor einem Kindergarten usw.
Um jetzt alle die Geräusche aufzulisten, die für Fluffy zur „Bedrohung“ wurden,
würde das den Rahmen sprengen, es kamen ständig neue Geräusche dazu und der Gipfel war dann die Fußball WM 2006. Da wir ja in der Multi -Kulti - Stadt Berlin leben, wurden nicht nur die Tore der Deutschenmannschaft mit Feuerwerk „gefeiert“,
sondern alle Nationen, die hier so um uns rum wohnen ließen es auch krachen. Fluffys Angst steigert sich immer mehr, wenn er nur aus dem Fernseher die Geräuschkulisse eines Fußballspiel hörte, brach er schon in Panik aus, er hatte diese besonderen Geräusche einer Fußballübertragung mit Knallen verknüpft. Handballspiele, Tennis, Autorennen oder sonst irgendwelche Sportübertragungen waren kein Problem, von der Zeit an war es nicht mehr möglich ein Fußballspiel mit TON anzusehen. Er zitterte, speichelte, sprang in die Badewanne/ Duschtasse, sein Herzschlag stieg von 74 (Normalwert bei Fluffy) auf 140, er pullerte auch in die Badewanne und legte sich dann in den Urin. Er verkroch sich unters Bett, versuchte sich durch Wände zu kratzen und war dann überhaupt nicht mehr ansprechbar. Es war nicht nur für den Hund unerträglich, sondern auch für uns, die wir mit ansehen mussten wie unser bester Freund gelitten hat. Wir haben in seinen ersten zehn Lebensjahren
viele Dinge ausprobiert um ihm und dadurch auch uns das Leben zu erleichtern.
Angefangen von ignorieren über trainieren mit und ohne Geräusch -CD, TTouch,
(habe ich extra ein Wochenend-Seminar gemacht) eigentlich alles was man so liest
oder in der Hundeschule gesagt bekommt.
2003 lernte ich Günther Bloch kennen und die erste Frage die er mir stellt, nachdem
ich ihm gesagt habe, dass ich einen Bearded Collie habe, war: „Und wie ist es mit der Geräuschempfindlichkeit bei deinem Beardie“. Ich erzählte ihm, was wir schon alles ausprobiert hatten und er sagte mir dann: „Kannste bei einem Paniker alles vergessen.“ Wir dachten, na prima dann müssen Fluffy und wir halt damit leben.
Wir sind fast jedes Jahr über Weihnachten und Silvester aufs „Land“ gefahren, immer da hin, wo es nicht schon zwischen Weihnachten und Silvester knallte. Wenn wir in Berlin bleiben mussten, hat Fluffy am Silvesterabend „Vetranquil“ bekommen, leider hatte uns keiner gesagt, dass dieses Medikament die Muskulatur lahmlegt, aber der Hund ALLES mitbekommt, was um ihn herum passiert, Geräusche noch viel verstärkter wahrnimmt, er aber nicht in der Lage ist sich dagegen zuwehren.
Wenn wir heute daran denken, was wir dem armen Kerl damit angetan haben, dreht sich uns der Magen um. Wir gehen heute davon aus, dass sich dadurch seine Ängste und Panikattacken noch verstärkt haben.
Im November 2007 hat Günther Bloch mir die Adresse von einer Tierärztin aus München gegeben und hat erzählt, dass diese TÄ eine Studie/Doktorarbeit über die Geräuschempfindlichkeit bei Bearded Collies schreibt und gefragt ob wir an dieser Studie nicht teilnehmen möchten. Ich habe dann natürlich Kontakt zu der Frau aufgenommen und wir haben vereinbart, dass unsere beiden Hunde teilnehmen.
Ich werde jetzt nicht schreiben, was wir im Vorfeld alles an Fragebögen ausfüllen mussten und was wir alles am Telefon besprochen haben. Ich schreibe es aber nur aus dem Grund nicht, weil ich dann das Forum sprängen würde, es waren alles Sachen, die auch für uns OK waren.
Im Mai 2008 kam sie dann nach Berlin und hat dann 5 Stunden mit uns und unseren Hunden verbracht, auch darüber kann ich verständlicher Weise nicht alles schreiben.
Nur soviel, dass wir mit den „Maßnahmen“ die wir dann in den folgenden 12 Wochen anwenden sollten, nicht einverstanden waren und wir uns dann gegen eine weitere Teilnahme an dieser Studie entschieden haben.
ABER und jetzt kommt es, von dieser TÄ hörten wir das erste Mal, dass es einen zusammen Hang zwischen einer Unterfunktion der Schilddrüse und Angstverhaltender Hunde bestehen kann. Ich habe dann sofort versucht an Studien über SD-Erkrankungen beim Hund zukommen, leider war es nicht möglich. Was ich aber recherchieren konnte, war dass auch SD-Werte die grenzwertig sind, dass heißt die Werte sind eigentlich noch im Normbereich mit leichter Tendenz zur Unterfunktion, die eigentlich noch keine Medikation bedarf. Unsere Tierärztin hat sich dann sachkundig gemacht und wir haben zusammen beschlossen, dass Fluffy
SD-Medikamente bekommt, dass war Ende November 2008, gleichzeitig haben wir auch mit unserer TÄ vereinbart, dass Fluffy zu Silvester kein Vetranquil bekommt, sondern ein Psychopharmaka. Wir haben mit einer ganz geringen Dosierung von Forthyron 400 angefangen und nach 10Tagen, hatten wir den ersten Erfolg!!!! Auf der letzten Pinkelrunde, hat es geknallt und für uns stand fest: „ Fluffy steigt in die Leine, versucht zu flüchten, ist nicht mehr ansprechbar, Runde beendet, ab nach Hause“.
Dem war NICHT SO!!!!!! Er hat kurz den Kopf gehoben, gelauscht so nach dem Motto, kommt da jetzt noch ein Knall? Dann ist er in die Richtung aus der der Knall kam weitergelaufen, nach ca. 100 Meter knallte es wieder, Fluffy drehte sich ganz
ruhig ohne zittern oder Rute klemmen um und lief langsam in die andere Richtung.
Ich bin dann mit ihm auf die andere Straßenseite gewechselt und wir sind langsam
nach Hause gelaufen, vor der Haustür hat er sich animieren lassen, noch einen Puscher zumachen und dann sind wir ins Haus. Für uns war diese Reaktion nach
10 Jahren unfassbar, wir schämen uns nicht, dass wir geheult haben. Wir lassen jetzt
alle 3-4 Monate eine Blutuntersuchung machen, um einfach sicher zu sein, dass die
SD-Werte im grünen Bereich sind. Jetzt nach einem Jahr der Medikation, kann ich sagen, wir haben das Richtige getan, Fluffy wird seine Angst nie ganz verlieren, dazu sind 10 Jahre Panik einfach zulange. Heute ist es so, dass wir wieder Fußball mit Ton anschauen können und Fluffy schläft direkt unter dem Fernseher, selbst bei heftigem Gewitter reicht es meist aus, dass wir Fenster und Türen schließen. Wenn es doch zu heftig wird, legt er sich hinter die Couch, aber ohne speicheln, zittern oder
sonstige Anzeichen von Panik. Auf der Straße ist es dann so, dass die Rute nach unten geht, es kann auch sein das er etwas zittert und vermehrt hechelt. Er zeigt aber auch ganz deutlich an, dass ihm die Situation nicht geheuer ist und er nach Hause will. Er reagiert aber auf mein Ansprechen, nimmt auch meist ein Leckerchen
und wir gehen dann an lockerer Leine nach Hause. So wie es jetzt ist, können wir alle ganz gut mit leben. Im Frühjahr habe ich ein Wochenendseminar bei
Dr. Udo Gansloßer gemacht und mit ihm über das Verhalten von Fluffy seid der Medikation berichtet und er hat gesagt, dass Fluffy wohl das erste Mal in seinem Leben, die richtigen SD-Werte hat und das ein Zusammenhang zwischen
SD-Unterfunktion und Angst besteht. Darum noch mal mein dringender Rat, sprecht mit eurem TA und lasst die SD bei euren Hunden untersuchen. Bitte euren TA, dass er sich mit den Problem, die die SD verursachen kann auseinander setzt.Da wird auch nicht wegen dem Fell/Gewicht o.ä. auf das Problem mit der SD geschlossen.
Die SD ist so vielfältig und genau deshalb würde ich sie testen lassen:
http://www.afghans4u.de/gesundheit/Hypothyroidism1.html
http://www.afghans4u.de/gesundheit/Hypothyroidism2.htmlGruß
Bibi -
scheint mir so zu sein, dass dein Hund meint, noch zu viel selber regeln zu
müssen.. kleine Ursachen, oft große Wirkung...erste Maßnahmen für zuhause:
1.
ich würde generell das Begrüßen des Besuchs unterbinden - schick sie konsequent auf ihren Platz.
Die Einzige, die den Besuch begrüßt, bist du, bzw. die anderen menschlichen Mitglieder des Haushalts. Weise am besten deinen Besuch an, den Hund komplett zu ignorieren (auch nicht angucken) - und du schickst sie wieder auf ihren Platz. Habt ihr ne Art Flurtür, so dass sie vll. gar nicht in den Flur kann?2.
auch wenn du eigentlich an ihr vorbeikommen würdest, forder es ein, dass sie dir Platz macht. IMMER!!!! :)3. Sorge dafür, dass sie sich, solange ihr noch Baustellen habt, ausschließlich auf von dir festgelegten Plätzen aufhält. Führ sie dahin konsequent zurück.
4. Kann sie "schau"? Falls nicht, würde ich das mit ihr öfter zuhause üben.
Falls ja, täglich mehrmals (ruhtig mindestens 10 mal am Tag) einfordern.
- Da darf die Belohnung auch ein Leckerli sein :) - Langsam die Dauer, wo sie dich angucken soll, ausdehnen. -
Zitat
Meine Trainerin sagt, ich soll ihr Ruhe vermitteln und zur Not kurz mit ihr aus der Gruppe rausgehen, ein paar Meter drumrum laufen und dann noch mal versuchen. Wenn Lexa allerdings 'herumpöbelt', dann muss ich konsequent sein und mir das nicht gefallen lassen, ich soll das Kommando energischer sagen und auf dem Boden aufstampfen (oder die Trainings-Discs oder eine 'Wurfkette' neben sie werfen), ich soll einfordern was sie tun soll und nicht zulassen, dass sie mit mir den Kasper macht.
bestätigt meinen eindruck, dass du mit einem anderen trainer viel besser zurecht kommen würdest. mit einzelstd. soweiso.
gruß marion
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würde Marion da grundsätzlich recht geben.
eine Ergänzung:
Deine Trainierin scheint zu beobachten, dass du gegebene Befehle nicht konsequent durchsetzt. Kann das sein?Solange der Hund unter Streß steht, sind die vorgeschlagenen Mittel allerdings völlig daneben!
Ich würde stattdessen in erster Linie erstmal dran arbeiten, dass du für deinen Hund zum Nabel der Welt wirst (erste Maßnahmen zuhause, siehe oben). :) -
Hey...
also einige Tipps wurden ja schon gegeben und das mit dem Trainerwechsel kann ich mich nur anschließen! Manchmal braucht man auch ein paar Anläufe, bis man den richtigen Trainer für sich und seinen Hund gefunden hat....
Ansonsten : Dinge die ihr Stress und Angst bereiten vermeiden..So etwas muss man in ganz kleinen Schritten aufarbeiten...
Was ihr evt mal versuchen könntet wäre das Arbeiten mit dem Futterdummy...
Und was ich noch so sagen kann...Nichts ist umsonst. Ich würde sie für jedes Leckerlie, für jeden Kaukram etc "arbeiten" lassen...Sei es ein simples sitz...
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