Herr Leon schlägt an - schnelle Hilfe gesucht!
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Hallo ihr Lieben,
obwohl es unzählige Threads zu diesem Thema gibt, möchte ich für unser aktuelles Problem doch einen eigenen Thread eröffnen.
Hier brauche ich nämlich ganz dringend Eure Erfahrung und Euer Fingerspitzengefühl.
Herr Leon ist, wie viele bereits wissen dürften, unser elfjähriger Hundeopa mit Stress- und Angstproblemen. Wir haben jedoch große Fortschritte gemacht und inzwischen kann Herr Hasenfuß ein fast normales (und glückliches) Hundeleben führen.
Nun sind wir umgezogen - aus der Innenstadt ins Grüne, vom dritten Stock ins Erdgeschoss.
Das Problem ist jedoch, dass Herr Leon anschlägt.
In unserer alten Wohnung war es durchaus auch so, dass Herr Leon verdächtige Geräusche gemeldet hat. Allerdings meist nur durch einmaliges Bellen.
Im Moment schlägt er für seine Verhältnisse recht häufig an - sprich zwei bis dreimal am Tag, manchmal weniger.
Im Grunde ist das auch völlig in Ordnung, da er die Geräusche vermutlich noch nicht einschätzen kann. Er weiß ja nicht, wie es klingt, wenn die Nachbarin (über uns) nach Hause kommt. In der alten Wohnung hatte er das ziemlich schnell raus und war dann entsprechend ruhig.
Da ich jedoch den Eindruck habe, dass es schon sauer aufstößt, möchte ich frühzeitig reagieren.
Da bin ich allerdings unsicher, was der richtige Weg ist ... und in punkto Kläfferei möchte ich mir einfach keinen Fehler erlauben.
Verbiete ich ihm das bellen bzw. bekommt er danach einen Anpfiff?
Möchte ich eigentlich nicht, weil es ja prinzipiell in Ordnung ist, wenn er verdächtige Geräusche meldet. Er hat uns da schon ein oder zweimal einen guten Tipp gegeben - z.B. Mülltonnen-Fremd-Benutzer entlarvt.Bestärke ich ihn, wenn er bestimmte Geräusche nicht meldet?
Hier habe ich bedenken, dass ich das Timing total vermassele oder ihn durch meine Anwesenheit bestärke.Mach ich gar nix und erkläre der Nachbarin, dass er sich noch eingewöhnen muss?
Habe ich schon gemacht und sie ist auch sehr freundlich. Ich denke trotzdem, dass es sie nervt (was ich verstehen kann). Hier fürchte ich auch, dass er es sich dauerhaft angewöhnen könnte.Was also tun?
Ich wäre wirklich dankbar für Tipps.
Euer
Känguruh -
18. Juni 2010 um 16:44
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Herr Leon schlägt an - schnelle Hilfe gesucht! - Vor einem Moment
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Ich habs ganz unspektakulär mit Lieblingsspielzeug, Futter und Markern umgelenkt.
Ideal wenn du ihn am streicheln bist, Geräusch kommt, du konzentrierst dich drauf, dass sich dieses Geräusch in keiner Weise auf dich auswirkt.. heißt:
-weiterreden, falls du dich grade unterhälst
-nicht anspannen
-Bewegung des Streichelns nicht unterbrechenBis er anschlägt.
Dann geht die Hand sofort weg bzw. hält still. Kein Streicheln mehr. Bis das Bellen aufhört. Da fängst du umgehend wieder mit Streicheln an.Oder du nimmst dir sein Lieblingsspielzeug in Reichweite und kurz bevor(!) er anschlagen würde fängst du an, Party um das Spielzeug zu machen. Wenn er bellt, beendest das Spiel umgehend. Ist er ruhig, geht´s sofort weiter.
Gleiches mit Lecker, falls er verfressen ist.
Es gibt Leute, die das mit Ablenken verwechseln.
Tatsächlich geht´s darum die Einordnung des Hundes zu ändern von "Geräusch = gefährlich, muss ich melden" zu "Geräusch = Leckerlie = gut" oder eben "Bellen bei diesem Geräusch = kein Streicheln bzw. Still sein = Streicheln"Achso P.S.:
Absolut wichtig ist natürlich immer, dass die tolle Handlung schon läuft, BEVOR er anschlägt. Sonst läufst du ohne extrem exaktes Timing gefahr, die falsche Handlungskette zu stärken. -
Zitat
Absolut wichtig ist natürlich immer, dass die tolle Handlung schon läuft, BEVOR er anschlägt.
Wie willste das denn machen ? Den ganzen Tag neben dem Hund sitzen oder den Nachbarn Uhrzeiten vorgeben, in denen sie nach Hause kommen dürfen ?
Was, wenn man nicht am Hund ist und er schlägt an ??Erstmal solltest du für dich klären, ob der Hund überhaupt, ab und zu, oder nie anschlagen soll !!
Die sinnvollere Variante wäre nie und das würde ich dem Hund erklären. Wenn er einfach nur bellt, ohne großes TamTam, dann würde ich mit nem ruhigen "Lass man, das is ok" den Hund zur Ruhe bringen. Das jedesmal entspannt, aber schon deutlich. Er soll ja wissen, daß er weder melden soll noch darf !Gruß, staffy
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Zitat
Absolut wichtig ist natürlich immer, dass die tolle Handlung schon läuft, BEVOR er anschlägt. Sonst läufst du ohne extrem exaktes Timing gefahr, die falsche Handlungskette zu stärken.
Fussel, das ist eine ganz tolle Methode und ich halte wirklich viel davon. Hier kommt ja allerdings eine große Unbekannte ins Spiel - der Zufall. Ich weiß ja nicht, wann die Nachbarn nach Hause kommen und der Hund anschlagen wird
und ich glaube ich würde ihn schon stark verunsichern, wenn ich ihn den ganzen Tag beschatte 
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Hallo,
es kommt darauf an was du dulden möchtest!

Wir dulden bei unseren 3 Hunden ein kurzes Knurren, Brummen, wenn sie Geräusche hören. Bellen ist tabu und wurde von Anfang an unterbunden.
Die Hunde verstehen schon sehr schnell was verlangt wird, wenn man es souverän und ohne Tamtam zu verstehen gibt.
Bei uns haben anfänglich Übungseinheiten mit einem kurzen, strengen "Nein" und auf den Platz schicken sehr schnell gefruchtet, das muss natürlich konsequent durchgesetzt werden.
Heute reicht ein ruhiges, leises "ist O.K." wenn mal länger geknurrt wird und sie müssen dann auch nicht mehr unbedingt in ihre Körbe.
Es klappt wunderbar und schont unsere Nerven und die der Nachbarn!

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Zitat
Wie willste das denn machen ? Den ganzen Tag neben dem Hund sitzen oder den Nachbarn Uhrzeiten vorgeben, in denen sie nach Hause kommen dürfen ?
Was, wenn man nicht am Hund ist und er schlägt an ??Erstmal solltest du für dich klären, ob der Hund überhaupt, ab und zu, oder nie anschlagen soll !!
Die sinnvollere Variante wäre nie und das würde ich dem Hund erklären. Wenn er einfach nur bellt, ohne großes TamTam, dann würde ich mit nem ruhigen "Lass man, das is ok" den Hund zur Ruhe bringen. Das jedesmal entspannt, aber schon deutlich. Er soll ja wissen, daß er weder melden soll noch darf !Gruß, staffy
Genauso. Bei uns hat das auch nu so twas gebracht. Wenn sie jetzt anschlägt gibts ein scharfes Schluss jetzt und sie weiß es ist Klappe halten angsagt. Bei uns im Haus wohnen nur nette Leute, die sie mag und die auch den Hund mögen, aber mich nervt es, wenn sie kläfft, nur weil sich die Nachbarin ins Treppenhaus traut. Da sie sich da dann auch schnell reinsteigert, Sheltie halt, half auch nur ein komplettes Verbot.
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Das is dieser Irrglaube, dass man das jedes Mal machen müsst, wenn der Nachbar heimkommt. So doof sind Hunde aber gar nicht. Die kapieren das auch, wenn mans meistens oder zumindest oft abtimen kann.
Das ist dann halt mal für ein paar Tage etwas stressig, dann isses aber auch gut und der Hund meldet ungewöhnliche Dinge auf dem Grundstück/im Haus nach wie vor.
Das war auch bei uns klar das Ziel, dass sie nach wie vor meldet, aber eben nicht den andren Mieter.
Bei meiner hat´s anschlagen drinnen ein paar Tage gebraucht, bis wir´s hatten.
Als sie zwischenzeitlich mal überlegt hat, auf die Klingel anzuschlagen, warens 10 Minuten.Is halt schön kontrollierbar, so ne Klingel.
Aber wenn man sich da ein Wochenende lang konsequent dransetzt und dran arbeitet, isses imho auch gut.
Ja nachdem ob sie schon auf die Schritte im Treppenhaus ansetzt, kann man da auch schön mit nem Assistenten üben. Sollte aber keiner aus dem direkten Umfeld sein, die Schritte erkennt der Hund i.d.R.
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Zitat
Bei meiner hat´s anschlagen drinnen ein paar Tage gebraucht, bis wir´s hatten.
Ich denk der Hund wohnt im Zwinger ?Was der Hund dann aber nicht weiß ist, daß er nicht bellen soll ! Er lernt lediglich, daß du ihn manchmal streichelst und aufhörst, wenn er bellt. Warum sollte er das bellen lassen, wenn du 5 m weg stehst ?
Gruß, staffy
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Zitat
Ich denk der Hund wohnt im Zwinger ?
Sie schläft, vor alle im Sommer, mitunter im Zwinger, weil´s ihr drinnen zu warm wird. Aber ansonsten ist der Hund im Hof/Garten oder drinnen, wenn wir nicht grad Gassi oder auf dem HuPla sind.
ZitatWas der Hund dann aber nicht weiß ist, daß er nicht bellen soll ! Er lernt lediglich, daß du ihn manchmal streichelst und aufhörst, wenn er bellt. Warum sollte er das bellen lassen, wenn du 5 m weg stehst ?
Also mal davon ausgehend, dass mein Hund, obwohl Mali, nicht der Einstein unter den Hunden per se ist, lernt sie - genau wie jeder andre Hund - ganz simpel das, was der Hund bei richtiger Konditionierung immer lernt. Reiz/Aktion = gutes Gefühl/Vorteil oder Reiz/Aktion = schlechtes Gefühl/Nachteil.
Das ist auch der Grund dafür, dass auf überregionalen Wettkämpfen Hunde gute Plätze laufen, die mit Futter- [Ergänzung] oder Beutetreiben aufgebaut sind. Weil sie eben nicht bis an ihr Lebensende alles nur für Leckerchen machen, sondern weil die Verknüpfung zwischen Übung und positivem Ergebnis irgendwann so stark ist, dass man das Futter abbaut und es ohne funktioniert, weil der Hund gelernt hat, dass die Übung ein gutes Gefühl produziert.
Der Hund hat ja grundsätzlich durchaus das Bestreben, sich gut mit mir zu stellen bzw. von mir gelobt zu werden, weil das was Gutes ist. Ich muss ihm nur vermittelt kriegen, dass Bellen bei Geräusch X doof ist und Still sein toll. Das kann ich, indem ich ihn Anschnauze, wenn er bellt - also auf negativem Weg. Oder ich lass ihn merken, wie toll ich´s finde, wenn er ruhig ist - also auf positivem Weg.
Und grad beim Anschlagen ist immer das Problem, dass der Hund mich missverstehn kann und denkt, ich belle mit, wenn ich rummotz.
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Danke für die vielen Tipps

Mein primärer Gedankengang war ja, was kann ich tun, ohne dass es sich negativ auf sein Stress- und Angstverhalten auswirkt. Natürlich ist das für Euch pauschal nicht zu beantworten aber das ist es, warum ich so ein Geschiss um eine eigentlich kleine Sache veranstalte

Mir hat der Beitrag von Staffy zu Denken gegeben. Ist es wichtig, dass er manchmal anschlägt oder ist es nicht gerade für einen Stresshund sinnvoll die Sache ganz konsequent zu regeln und jegliches Anschlagen zu verbieten. Ich denke schon.
Staffy, würdest Du es zusätzlich mit Statisten üben?
Ich würde jetzt eher dazu tendieren, gar nicht groß auf das Anschlagen einzugehen sondern einfach ein Abbruchkommando zu geben - ganz ruhig und freundlich.
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