Richtiger Weg überübermütigen Welpe zubändigen?

  • Oje oje...

    da ist es wieder - das Problemchen mit der genauen Beschreibung und der Unterstellung...

    Wo ist die Komponente Geduld bei den Empfehlungen durch die HuSchu? Wie kommst Du darauf, dass es die nicht gibt??? Wie bereits gesagt, arbeiten/leben wir seit 5 Monaten mit dem Hund. Natürlich probieren wir nicht heute das und Morgen das. Aber wenn ein NEIN und wegdrehen nach 6 Wochen nichts bringen, weil er uns dann von hinten attackiert, dann versuch ich eben etwas anderes. Oder sollte ich das nicht tun????

    Konkrete Vorschläge wären hilfreich und nicht immer Diskussionen über die richtige Bedeutung und Verwendung von Begriffen!!!

    Mein Menschenverstand weiß genau, das ich einen schlauen und frechen Hund habe (Labrador-Schäferhund Mix spricht dafür) - darüber beschwer ich mich nicht!

    Und ich habe den Hund in seinem kurzen Leben bereits so oft gaaaaaaaanz langsaaaaaam und sanft Ganzkörpermassiert, dass es bei anderen Hunden für 2 Leben reicht :D Keine Sorge - so fahren wir ihn auch runter. Ich lass mir dabei sogar sanft auf der Hand rumkauen und wenn es mal zu derb ist, dann zieh ich sie weg und mache ein Schmerzgeräusch dabei. Dann ist er sofort wieder sanfter.

    Bentley, das ist die Frage: Was ist falsch? Woran liegt es??? Deshalb haben wir ja Angst, dass es nie aufhört, weil wir Hilfe hatten/haben und weil trotzdem nichts anders wird :|

    Das seltsame ist: er benimmt sich fast ausschließlich zu Hause so "Rüpelhaft". Draußen bellt er so gut wie nie, hört wie ne 1, ist konzentriert etc. und es macht richtig dolle Freude mit ihm. Nur zu Hause, tickt er dann so aus und beißt einfach los.

    Ich stehe in der küche, wasche ab und er kommt angerannt und beißt mich. Er beißt auch fast nur in die Arme, was dazu führt das er immer an uns hochspringt. Nicht schön und für ihn auch nicht soooo gesund so viel zu hüpfen.

    Witzig, was andere so in meine Worte reinlesen - dabei habe ich doch Psychologie studiert...

    Natürlich habe ich keinen Minderwertigkeitskomplex und auch nicht jede Ungehorsamkeit wird gleich so bewertet, dass er mich nicht akzeptiert. Über viele Sachen lachen wir uns innerlich tot.

    Es ist eine Tatsache, dass der Hund über jeden Pups mit uns diskutiert und alles in Frage stellt. Er ist ein Kontrollfreak, der nichts verpassen darf und immer und überall dabei sein muss, um zu sehen, was passiert - andere nennen es neugierig. Wir kriegen ihn auch nicht dazu auf seiner Decke zu bleiben. immer wieder hinschaffen - manchmal 70-80mal hintereinander. Nach dem 3mal beißt er los, bellt wie ein irrer und tut alles um nicht das zu tun, was wir von ihm wollen.

    Es ist unser erster Hund und ich kenn leider niemanden, der auch so einen Charakterhund hat wie wir. In der HuSchu gibt es nur ganz liebe, brave Hunde. Da kommt keiner mit zerrissenen Jeans... Deshalb fragen wir uns eben immer: wann wird das besser? Wann lässt er das beißen sein? Kein anderer Hund den wir kennen, tut das :sad2:

    in meinen augen probiert er jeden tag aufs neue aus, wer hier wirklich das sagen hat und für mich heißt das - er erkennt die Rangordnung nicht an (noch nicht). Tut mir leid, das manche von Euch das nicht mögen, aber ich sehe das so. Das heißt ja nicht, dass unser Hund an sich ein böser Hund ist - das ist er NICHT! Es liegt bei uns - und deshalb schreib ich hier im Forum darüber. Um zu lesen, was ihr dazu sagt. Vielleicht hat jemand auch so einen frechen Beißer und sagt mir: hey es wird irgendwann aufhören...

    wenn ich ständig die entscheidungen meines chefs in Frage stelle, ist das nicht frech, sondern ich untergrabe damit seine Autorität und das ist mehr als neugierig und frech sein!!!

    Ich bin der Rudelfüher bzw. mein Freund! wir organisieren, kontrollieren, beschützen,sorgen für das wohl des rudels und und und! So soll es doch sein? oder habe ich die vielen Bücher falsch interpretiert?

    Wie gesagt: er ist aufmerksam, frech, schlau und auch sehr lieb - nur diese Beißattacken lassen sich uns nicht erklären - noch dazu die Tatsache, dass er diese fast ausschließlich bei mir durchführt. Wenn ich einen Grund für diese Attacken erkennen könnte, ok. Aber so??? Einfach aus dem nichts. Manchmal aus dem Schlaf aufspringen und losbeißen???

    Negative Aufmerksamkeit ist auch Aufmerksamkeit JA!

  • TikiNz,

    ich verstehe auch überhaupt nicht, was das rüpelhafte Junghundverhalten nun mit "Rangordnung" zu tun hat.
    Bei euch stimmt die Kommunikation nicht.

    Am 14.06. hast du das in einem anderen Thread geschrieben:

    Zitat

    Wenn er jedoch zu ruppig mit uns umgeht, dann bekommt er was auf die Mütze. Sobald er springt, schnappen wir ihn uns hinter dem Nacken und schmeißen in auf dem Rücken. Gleichzeitig ein klares NEIN und dann noch kurz festhalten. Manchmal stachelt ihn das noch mehr auf - meistens jedoch weiß er dann Bescheid.

    Wenn du so etwas machst, musst du dich nicht wundern, dass es bei euch Probleme gibt.
    So etwas ist dermaßen contraproduktiv und vertrauensbrechend.
    Du schreibst viel über "Rangordnung", "Chef"und "Führungsposition" in deinen Beiträgen.
    Denkst du, dass du mit solchen Maßnahmen den Chef heraushängen lassen kannst?
    Das einzige, was du für deinen Hund bist:
    Nicht vertrauenswürding und unberechenbar!
    Das zeichnet keinen kompetenten "Chef" aus und so wird das auch nichts.

    Gruß
    Leo

  • Ich habe selbst jetzt einen Junghund (den 8.).
    Ausser das ganz selten, mein Ton mal etwas lauter wird, brauchte ich noch nie einwirken.
    Solange du deine Einstellung zu dem Hund nicht änderst und das ganze Rangordnungesgedöns vergisst, wird das nie was.

  • Zitat

    wenn ich ständig die entscheidungen meines chefs in Frage stelle, ist das nicht frech, sondern ich untergrabe damit seine Autorität und das ist mehr als neugierig und frech sein!!!

    Tja, wenn du einen kompetenten Chef hättest, würdest du so ein Verhalten doch nicht an den Tag legen, oder???

    Zitat

    Ich bin der Rudelfüher bzw. mein Freund! wir organisieren, kontrollieren, beschützen,sorgen für das wohl des rudels und und und! So soll es doch sein?

    Nein, du bist unberechenbar, warum, habe ich dir bereits oben beantwortet.
    Deine von mir zitierten Maßnahmen sind alles andere als beschützend und Sorge um das Wohlergehen deines Hundes.
    Du bist unkontrolliert, unbeständig und nicht souverän.
    Mal so - mal so.
    Wenn dein Chef Gewalt anwenden würde, um seine Position dir gegenüber klarzumachen, würdest du ihn als Choleriker oder sonst was bezeichnen.
    Was würdest du von ihm denken, wenn er das aus heiterem Himmel macht, obwohl du schwer in der Annahme bist, etwas aus deiner Sicht, völlig Normales gemacht zu haben?
    Was würdest du von ihm halten, wenn er dich unangekündigt für deine Superleistung auf's Kreuz werfen würde?
    Nichts anderes machst du mit deinem Hund.

  • Tja, nach sechs Wochen hast du dann die Geduld verloren, da das Ignorieren, Wegdrehen und laute Aufschreien bei deinem "frechen" Hund nichts gebracht hat.
    Mit acht Wochen (habe nachgelesen) hast du ihn bekommen, folglich war die Beißhemmung mit 14 Wochen nach diesen Maßnahmen noch nicht eingetreten.
    Ab dann bist du mit deinen Reaktionen immer extremer und unberechenbarer geworden.
    Das Vertrauen ist angeknackst.
    Je mehr du auf das Beißen reagiert hast, umso schlimmer wurde es (negative Bestätigung).
    Leider hast du mit den richtigen Ansätzen in der Welpenerziehung aufgehört, als dein Hund noch in den Welpenschuhen war.
    Wie kann man nur bei einem 14 Wochen jungen Welpen schon aufgeben???
    Das zeugt eben nicht von Kompetenz - jetzt hast du den "Salat".

    Zitat

    dabei habe ich doch Psychologie studiert...

    Ahh ja, bei deinem Hund bist du leider psychologisch gesehen sehr ungeschickt vorgegangen, etwas mehr Geduld und psychologisches Verständnis in der Welpenzeit hätten dich weitergebracht, anstatt irgendwelche Begriffe wie "Rangordnung" oder "Chef" zu definieren und, sorry, krampfhaft zu versuchen das irgendwie in die Praxis umzusetzen.
    Nichts für ungut, aber leider war/ ist so mein Eindruck.

    Zitat

    Wenn er jedoch zu ruppig mit uns umgeht, dann bekommt er was auf die Mütze. Sobald er springt, schnappen wir ihn uns hinter dem Nacken und schmeißen in auf dem Rücken.

    Wo Wissen (und ich ergänze das Wort "Geduld") aufhört, fängt Gewalt an!

  • Wo Wissen (und ich ergänze das Wort "Geduld") aufhört, fängt Gewalt an

    Uiui, meine Hündin hat auch lange gebissen in ihrer Welpenzeit... Hab zwischenzeitlich auch gedacht, ich bin zu blöd ihr das abzugewöhnen. Aber irgendwann haben sich Geduld und Konsequenz eben ausgezahlt und nichts mit Nackenschütteln usw.
    Und bei uns war das mit vierzehn Wochen auch noch nicht gegessen.
    Und da war auch oft ein böses Knurren dabei, wenn man sie z. B. abends noch mal aus ihrem Körbchen genommen hat, dass sie noch mal pullerte.
    Heute können wir die wildesten körperbetonten Spiele machen, wo sie auch knabbern an den Händen ohne das irgendwas weh tut.
    Manchmal versteht ich´s nicht. Man erwartet doch auch von Babys/Kleinkindern nicht, dass alle im selben Alter anfangen zu laufen, zu sprechen, nicht mehr in die Hose machen usw.
    Jeder Welpe ist anders und es verläuft alles nicht nach Schema F. Sind doch keine Roboter...sondern Lebewesen. Und dann kommt es ja auch noch auf die Besitzer an....

  • Zitat


    Und bei uns war das mit vierzehn Wochen auch noch nicht gegessen.

    Bei keinem meiner Welpen war das mit 14 Wochen vorbei - das kann bei einigen Monate dauern, bishin zur Pubertät.
    Bei uns ging es auch ohne brachialer Gewalt weg, eben mit Geduld und Konsequenz, ohne zu maßregeln.
    Geht alles, bei jedem Hund!

  • Ich finde es wirklich Schade das dieser Thread hier in einen "Jeder hackt auf jedem rum" abdriftet....

    Damit ist keinem geholfen und man regt sich sinnlos auf - denkt an euer Herz =)

    Ich habe bewusst nicht jeden Beitrag gelesen um mir mein eigenes Bild zu machen.

    Und ja, dieser Hund wird von der Reaktion der TS nicht sterben und wie es aussieht keinen bleibenen Schaden haben. Es gab schon genügend Threads nach"Oh nein, mein Hund hat eine von mir bekommen". Die Gründe seien mal dahingestellt. Leider (oder zum Glück?!) verzeihen uns unsere treuen Seelen den einen oder anderen Fehler ohne nachtragend zu sein.

    Mein Welpe war ähnlich.

    Ja, ich habe des öfteren einen sehr hohen Blutdruck bekommen.

    Ja, ich hätte sie oft am liebsten an die Wand geschmissen.

    Ja, es war eine Geduldsprobe nicht auszurasten und den Hund beim nächsten TH abzugeben (naja gut... das könnte ich eh nicht ^^)

    Ja, es hat gedauert bis sie nicht mehr ständig überall reinbiss (oder knabbte) und Ja, es WAR anstrengend.

    Ja, sie hat auch ihr Körbchen bestiegen OBWOHL sie ein sehr unsicherer, unterwürfiger Hund ist (naja gut, bei dem unsicher gibts ne Einschränkung... bei uns knapsen gabs das selbstverständlich nicht da war sie raufer schlechthin ^^ ).

    Aber was dir, liebe TS auch klar sein sollte ist, dein Hund ist noch ein Baby... klein, unschuldig (oder auch nicht) und hat wie kleine Kinder nur Flausen im Kopf. Man sagt Nein - es wird trotzdem gemacht. Kenne ich zumindest bei Kindern sowie bei Hunden.

    Die Erziehung ist nicht mit einem halben Jahr abgeschlossen, sodass man sagen kann der Hund müsste mit 14 Wochen schon hören. Neee, der hat erstmal genug andere Sachen zu tun... mal zu schauen was er alles darf z.B. (bzw. er macht natürliche Dinge und es liegt an uns als Menschen ob er sie danach weiterhin macht oder wir es schaffen die Neigung künstlerisch umzulenken). Dich kennenlernen... und die Welt natürlich auch.

    Nach welchen Situationen wird er denn wild? Nachdem ihr draußen wart? Nachdem er geschlafen hat? Wenn er weiß, das irgendwas passiert? Oder (wie bei meiner) immer mal wieder zwischendurch?

    Das mit dem Besteigen war bei ihr als eine Übersprungshandlung zu sehen. Immer wenn ihr was zu viel war gings los... und wie. Sie war kaum zu beruhigen :roll:

    Das knappen war einfach weil sich irgendwas lustig bewegte und das sehr interessant zu sein scheint mal zu gucken ob man das auch essen kann (Ja, es tat weh). Das hat relativ lange gedauert bis sie mal merkte das es nicht lustig ist uns zu knapsen.

    Ich habe von Kuscheltierzerrspielen dann auf sehr Körperbetonte spiele umgeswitcht. Sprich: Mit den Händen. Wenns zu doll wurde habe ich aufgehört... Heute ist es so (ich will immer nochmal mit den Händen spielen), dass sie selbstständig losläuft und ein Kuscheltier holt - da kann sie doller raufgehen.

    In ihren wilden Phasen habe ich sie oft in den Arm genommen, sodass sie mich nicht erwischen kann und gewartet das sie sich beruhigt. Ignorieren brachte nichts auch ein nein nicht - sie wurde wilder.

    Oder aber sie hat eine Auszeit in der Küche bekommen - manchmal mussten es 10 Minuten sein.. Es ging immer wieder los sobald sie rauskam.

    Aber das alles habe ich über Monate gemacht... um mir einen Hund zu erziehen der sich doch schonmal hinlegt wenn er Müde ist und nicht voll aufdreht.

    Gebe deinem Hund Zeit zu verstehen was du von ihm möchtest. Wenn er es dann hat, dann für immer. Und das ist zumindest mein Ziel. Wenn du ihn bedrohst, versteht er den Sinn nicht. Er macht nicht absichtlich etwas falsch - er kann es einfach noch nicht anders kennen.

    Es ist wirklich anstrengend, ich weiß, aber es lohnt sich. Für dich und für deinen kleinen :)

    So und das war nun viel mehr von mir als ich wollte - wer es sich durchliest, danke, ich habe es nicht nochmal getan und hoffe ich wiederhole mich nicht und keiner fühlt sich angegriffen :smile:

    edit: Viel viel mehr.... sorry :ops:

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