Probleme mit meinen 2 Dackeln, brauche mal Rat!

  • Hallo Ihr lieben Dogforumer!

    Ich erhoffe mir ein wenig Rat bei Euch. :muede2:

    Die Situation ist folgende:

    Ich (wir) haben 2 Dackelrüden ( unkastriert ), sie sind Brüder und werden nächsten Monat 2 Jahr alt.

    Leider kommt es mittlerweile vermehrt zu Problemen.

    Der eine ist von der Statur her der größere und kräftigere und ist in dem Gespann auch der Dominantere.
    Der kleinere ist meistens sehr unterwürfig.

    Meistens verstehen die sich sehr gut, schlafen auch in einem Korb und spielen zusammen.
    Nun kommt es aber immer öfter vor, daß der größere den kleinen so dominiert ( er bekommt dann eine Bürste und wird ganz steif) daß es manchmal regelrecht eskaliert und die sich ineinander verbeissen.

    Soetwas passiert , in meinen Augen, wohl aus Eifersucht. Der große will bei bestimmten Personen immer die erste Geige spielen ( auf den Schoß, zuerst begrüssen etc.) der Kleine darf dann gar nicht in die Nähe.

    Dazu kommt, daß der große gegenüber fremden Hunden sehr aggressiv reagiert und bei Besuch der fremd ist zuschnappen will.
    Heute ist es passiert, daß der Postbote ( Klischee :D ) klingelte, ich die Tür aufmachte und hinausging, mit einem Bein "schob" ich den Großen weg und da schnappte er in mein Bein!! Ich war so perplex, ich nahm nur das Paket und ging wieder rein. Dann hab ich ihn nur weggeschickt.
    Daß Paket ( war Futter drin) brachte später wieder daß Fass zum überlaufen....aber ich will es hier nicht zu lang machen.

    Vielleicht hat jemand einen Rat was ich machen kann.
    Bin grad sehr traurig und mutlos.

    Liebe Grüße!!

  • Da es nun gegen dich geht, würde ich mir schnellstens einen Hundetrainer ins Haus holen. Der soll sich euer Miteinander mal anschauen. Du hast ja auch eine nicht einfache Konstellation: 2 unkastrierte Rüden, aus einem Wurf...2 Jahre!!!! Alles Gute!!!

  • Hallo,

    mein erster Gedanke war "Suche Dir einen guten Trainer"

    Wie ist Dein Umgang mit den Hunden?
    Ich lese, sie dürfen auf den Schoß und dabei kommt es zu Eifersüchteleien unter den Hunden.

    Das würde ich direkt vermeiden, indem kein Hund mehr hochgenommen wird.

    Hier irgendwelche guten Ratschläge zu geben, ist in meinen Augen fahrlässig, denn der Dackel beißt zu. Um solche Attacken zu vermeiden, solltest Du einen Trainer nach Hause kommen lassen, der sich vor Ort ansieht, wie sich die Hunde verhalten.

    EDIT
    Leni, warum sollte das Nichtkastriert sein ein Problem darstellen? Was kann der Postbote dafür, dass die Hunde intakt sind und was sollte eine Kastra an dem Verhalten ändern?
    Reine Erziehungs- und keine hormonelle Sache

  • Ich seh das größere Problem ehrlich gesagt darin, das der etwas größere Dackel offenbar DICH nicht als Führungspersönlichkeit anerkennt - und daher schlicht und ergreifend "sein Ding" macht.

    Die Konstellation - zwei Brüder aus dem gleichen Wurf - ist tatsächlich auch eine Herrausforderung, aber nicht unlösbar.
    Und Dackel sind ja auch nicht ohne!

    Du brauchst einen Trainer, der auch mal ins Haus kommt. Verein oder klassische Hundschule nutzt da nix.
    Ich vermute (aber das muss natürlich vor Ort gründlich analysiert werden) das Du dem "Großen" ne Menge Frechheiten durchgehen läßt, weil es Dir garnicht als Frechheit auffällt.

  • Hallo...

    Ich würde ihn sobald er sich nicht benimmt raus schicken er hat nicht zu entscheiden wann du den kleinen streichelst das entscheidest ganz alleine du.

    Er entscheidet auch nicht wer rein kommt das entscheidest auch du. Weiß ihm einen festen Platz zu. Das auf dem Schoß nehmen würde ich in Moment erst mal Komplet lassen so bestärkst du ihn schließlich ist er dann noch höher. Er muss lernen das du alles entscheidest wen er begrüßen darf wann du streicheln möchtest und wann du spielen möchtest . Er muss auch lernen auf der Decke zu bleiben wenn du dich mit dem kleinen beschäftigst.

  • Hallo,


    Zitat


    Meistens verstehen die sich sehr gut, schlafen auch in einem Korb und spielen zusammen.
    Nun kommt es aber immer öfter vor, daß der größere den kleinen so dominiert ( er bekommt dann eine Bürste und wird ganz steif) daß es manchmal regelrecht eskaliert und die sich ineinander verbeissen.

    Das würde ich zuerst ändern:
    Jeder Hund sollte seinen eigenen Schlaf - und Fressplatz haben, wohin sich jeder ungestört zurückziehen kann - für den anderen Hund ist dann die Tabuzone!


    Zitat

    Soetwas passiert , in meinen Augen, wohl aus Eifersucht. Der große will bei bestimmten Personen immer die erste Geige spielen ( auf den Schoß, zuerst begrüssen etc.) der Kleine darf dann gar nicht in die Nähe.

    Nur IHR bestimmt, welcher Hund nun auf dem Schoß bzw. in eurer Nähe sein darf. Den übrigen Hund bitte rigoros wegschicken.
    Übt es mit jedem Hund einzeln, dass derjenige auf seinen Platz zu gehen hat. Notfalls dort anbinden, das ist eine wichtige Übung, auch inpuncto Besuch und fremder Menschen, die zu euch kommen.

    Zitat

    Dazu kommt, daß der große gegenüber fremden Hunden sehr aggressiv reagiert

    Beschreibe das mal genauer, in welchen Situationen?
    Gegen alle Hunde oder "nur"Rüden?
    Im Freilauf?

    Zitat

    und bei Besuch der fremd ist zuschnappen will.
    Heute ist es passiert, daß der Postbote ( Klischee :D ) klingelte, ich die Tür aufmachte und hinausging, mit einem Bein "schob" ich den Großen weg und da schnappte er in mein Bein!!

    Wie gesagt, übt es unbedingt, dass jeder Hund auf seinen eigenen festen Schlafplatz geht.
    Ab heute geht kein Hund mehr mit zur Tür und checkt Besucher ab.
    Übt es, dass sie auf Kommando ihren Platz aufsuchen, dort auch bleiben (notfalls anbinden).
    Deine Tür, dein Haus, dein Besuch - nicht die des Hundes.
    Besucher (alle, auch bekannte) ignorieren beide Hunde völlig, nicht ansehen, nicht ansprechen, nicht anfassen, während jeder auf seinem Platz bleiben muss, bis ihr es ihnen erlaubt, aufzustehen.
    Sie sind Luft.

    Zitat

    Vielleicht hat jemand einen Rat was ich machen kann.
    Bin grad sehr traurig und mutlos.

    Der "Große" gibt in vielen Bereichen den Ton an, obwohl es eure Aufgabe ist, zu bestimmen:
    Welcher Hund Aufmerksamkeit bekommt, Besucher regelt ihr.

    Lasse keine Ressourcen herumliegen, kein Spielzeug, kein Futter, keine Leckerlies, nicht mal Reste auf dem Tisch oder Krümmel auf dem Boden. Fressbares sogar aus der Riechweite entfernen.

    Desweiteren solltet ihr beide Hunde aus dem Mittelpunkt eures Lebens nehmen:
    Schenkt ihnen weniger Aufmerksamkeit, Streicheleinheiten gibt es nicht auf Aufforderung des Hundes, Fressen dürfen sie nur bei Freigabe des Napfes, für Leckerlies verlange ein Kommando.
    Wenn du nach Hause kommst, ziehe in Ruhe Jacke, Schuhe etc. aus, räume dem Einkauf weg und ignoriere beide Hunde.
    Erst später kannst du jeden einzelnen zu dir rufen und beiläufig "Guten Tag" sagen.
    Wie sieht der Grundgehorsam aus?

    Da ihr einige Problem habt, würde ich mir an eurer Stelle noch einen guten Hundetrainer ins Haus kommen lassen.
    Er soll sich auch das Aggressionsverhalten gegenüber anderen Hunden ansehen.
    Da kann man von hier aus auch kaum einen Rat geben.

    Gruß
    Leo

  • Hallo!

    Danke schonmal für Eure Ratschläge.

    Das mit dem Trainer ist mit Sicherheit die beste Möglichkeit, ich hoffe ich könnte da jemanden finden, der kompetent ist... und nicht soo teuer :muede2:

    Ich hatte im Übrigen nicht das Gefühl, daß das beissen konkret auf mich ging.
    Er wollte raus, ich versperrte ihm den Weg und da schnappte er einfach in Richtung Postbote ( mit meinem Bein dazwischen) aber das ist Spekulation.

    Generell hab ich irgendwie so eine Hemmung im Kopf, ich denke immer, wenn ich mit dem Großen strenger bin, dann lässt er seinen Frust an dem kleinen aus. Der Kleine gehorcht nämlich ganz gut.

    Ich muss auch gestehen, ich lebe hier mit den Hunden in einer nicht so super Konstellation.
    Die Hunde gehören mir, ich lebe aber im Obergeschoss des Elternhauses und die Hunde sind zu gerne bei meiner Mutter und eben im Garten.
    Nun ist es so, daß meine Mutter gar nicht Konsequent sein kann, und die Hunde einfach alles machen können :/

    Wenn meine Schwester zu Besuch kommt, ist daß auch so eine Situation: Der große sofort auf ihren Schoß und der Kleine wird angeknurrt.
    Ich hab meiner Schwester schon erklärt, daß dann der Große runtermuss. Aber irgendwie wollen die Leute in meiner Umgebung nur Hunde die einfach so funktionieren, daß da auch Erziehung hintersteckt, will keiner verstehen.

  • Zitat


    Das mit dem Trainer ist mit Sicherheit die beste Möglichkeit, ich hoffe ich könnte da jemanden finden, der kompetent ist... und nicht soo teuer

    Den solltest du unbedingt hinzuziehen, jemand, der gewaltfrei arbeitet und lasse dir bitte nicht erzählen, dass du den "Dominanteren" nun vorziehen sollst - das ist nicht die Lösung.
    Ihnen fehlt eine klare Führung, das Management hast du in der Hand.
    Lasse dir das von einem Trainer zeigen.


    Zitat

    Generell hab ich irgendwie so eine Hemmung im Kopf, ich denke immer, wenn ich mit dem Großen strenger bin, dann lässt er seinen Frust an dem kleinen aus. Der Kleine gehorcht nämlich ganz gut.

    Das ist menschliches Denken - der Hund fühlt so nicht, keine Sorge.
    Ich habe hier auch zwei unkastrierte Rüden und einen Stinkstiefel, wenn es ihm in den Kopf kommt... Klare Ansage machen, das ist die Devise. :D


    Zitat

    Nun ist es so, daß meine Mutter gar nicht Konsequent sein kann, und die Hunde einfach alles machen können :/

    Tja, das ist sehr ungünstig, aber um das Problem zu lösen und bevor du eine wilde Beißerei hast, ist nun ein erklärendes Gespräch notwendig.

    Zitat

    Wenn meine Schwester zu Besuch kommt, ist daß auch so eine Situation: Der große sofort auf ihren Schoß und der Kleine wird angeknurrt.
    Ich hab meiner Schwester schon erklärt, daß dann der Große runtermuss. Aber irgendwie wollen die Leute in meiner Umgebung nur Hunde die einfach so funktionieren, daß da auch Erziehung hintersteckt, will keiner verstehen.

    Ist immer schwierig, anderen klarzumachen, wie sie die Hunde händeln sollen, aber anders geht es nicht.
    In diesem Fall sollte kein Hund auf den Schoß.
    Um Probleme mit den Hunden zu lösen, musst du nun eine klare Ansage bei allen machen.
    Es sind deine Hunde, der Rest der Welt muss sich nun dem fügen, was DU sagst.
    Sonst wird das nichts.

  • Einen Trainer drüberschauen lassen, ist die erste Opsion!

    Doch kann ich ein paar Grundregeln mit auf den Weg geben, da sich die Aggression schon auf dich ausweitet und er sich somit in die Führungsposition drängt.

    Ab sofort wird es nicht mehr erlaubt:

    auf den Schoß, Couch, Bett etc. Trainiere ruhig aber bestimmt, das er auf sein Platz geht und dort bleibt.

    Kein Spielzeug herumliegen lassen und nur du beginnst und beendest das Spiel, eventuell erst mal gar kein Spiel.

    Mehr ignorieren und auf den Platz schicken oder evt. anleinen (Haken an die Wand), auch wenn es klingelt, also erst zum Platz und dann die Tür öffnen. Er hat an der Tür nichts verloren oder zu kontrollieren.

    Das Futter würde ich nur noch per Hand geben und nur wenn er es sich erarbeitet, also für Gehorsam.

    Z.B. Geht auf Befehl auf seinen Platz und bleibt dort, ein Leckerchen oder kleine Ration vom Futter geben und er muss danach weiter verbleiben.

    In ruhigen Zeitpunkten vorüben, nicht erst wenn es an der Wohnungstür klingelt.

    Wenn er sich steiff macht und den anderen Dackel attakieren will, frühzeitig reagieren (schon die Anfänge unterbinden) und dazwischen gehen. Dabei hilft, um nicht selber attakiert zu werden, eine lange Hausleine am Geschirr innerhalb der Wohnung, das du ihn jederzeit an dieser Leine wegführen kannst.

    Jeder Besuch der eintritt, muss den Hund unbedingt ignorieren, wenn er auf seinem Platz liegt und nur wenn er sich ruhig verhällt, liegt es an dir wann oder ob er den Besuch begrüßen darf.

    Diese Dinge immer ruhig (nicht schreien) im kurzen, souveränen Ton und sofort reagieren wenn es nicht ausgeführt wird.

    Z.B: Er rennt beim Klingeln zur Tür, du sagst: "Auf dein Platz", keine Reagion, also wortlos den Hund, an die schon am Hund hängende Leine, nehmen und zu seinem Platz führen oder dort festmachen, wenn er nicht bleiben will.

    Vorausetzung ist ein sehr konsequente Weg und immer wiederkehrende, ruhige, souveräne Handlungsweise! ;)

    Wenn ihr aber sehr unsicher seit, sollte unbedingt ein Fachmann draufschauen, ehe es eskaliert! :schauen:

  • Zitat

    Ich hatte im Übrigen nicht das Gefühl, daß das beissen konkret auf mich ging.
    Er wollte raus, ich versperrte ihm den Weg und da schnappte er einfach in Richtung Postbote ( mit meinem Bein dazwischen) aber das ist Spekulation.

    Das macht doch in der Sache keinen Unterschied - der Herr Hund meint er kann seinen Willen notfalls mit seinen Zähnen durchsetzen! Er beißt!
    Stell Dir nur mal vor was für ein Theater Du jetzt schon hättest wenn es kein Dackel sondern bsp. ein Schäferhund wäre ....

    Zitat

    Ich muss auch gestehen, ich lebe hier mit den Hunden in einer nicht so super Konstellation.
    Die Hunde gehören mir, ich lebe aber im Obergeschoss des Elternhauses und die Hunde sind zu gerne bei meiner Mutter und eben im Garten.
    Nun ist es so, daß meine Mutter gar nicht Konsequent sein kann, und die Hunde einfach alles machen können :/

    Wenn meine Schwester zu Besuch kommt, ist daß auch so eine Situation: Der große sofort auf ihren Schoß und der Kleine wird angeknurrt.
    Ich hab meiner Schwester schon erklärt, daß dann der Große runtermuss. Aber irgendwie wollen die Leute in meiner Umgebung nur Hunde die einfach so funktionieren, daß da auch Erziehung hintersteckt, will keiner verstehen.

    Nun - wenn Du es nicht schaffst es Deiner Familie deutlich zu erklären, dann wird das früher oder später Dein Hund tun. Mit den Zähnen natürlich.
    Und dann ist das Geschrei groß ...

    Bei der Trainersuche achte auf folgendes:
    - keine Vorkasse, keine 10er-Karten oder sonstwie längeren Zahlungsverpflichtungen
    - ausführliches Erstgespräch, im idealfall sogar kostenlos oder zumindest zu überschaubarem Festpreis. In Deinem Fall idealerweise direkt bei Dir zuhause
    - keine irgendwie gearteten Hilfmittel (Disk, Wurfketten, Sprayhalsbänder, Halti usw. usw.). Ein guter Trainer arbeitet sowieso in erster Linie mit dem Menschen, daher braucht man für den Hund keine "Spezialgerätschaften"
    - das Training sollte so aufgebaut sein, das DU lernst Deine Probleme zukünftig selber rechtzeitig zu erkennen und richtig gegenzusteuern. Es sollte also auch im überschaubaren zeitlichen Rahmen bleiben und Dich nicht zum Dauerkunden des Trainers machen.
    - respektiere Dein Bauchgefühl. Wenn Du mit der Persönlichkeit des Trainers nicht warm wirst, dann wirst Du von diesem Menschen auch nichts lernen. Dann zögere nicht zu wechseln.

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