Sammy knurrt und fletscht die Zähne!!! :-(

  • Du schreibst in dem anderen Thread, daß er gefletscht hat, als Frauchen ihn aus seinem Bett holen will, weil er reingemacht hat :???:
    Er ist seit der OP inkontinent geworden.
    Vor 3 Tagen ist er an der Pfote operiert worden.
    Der Hund ist euch noch fremd, es kann ja durchaus sein, daß er Schmerzen hat und sich auf seine Art wehrt, weil er Angst hat, ihm würde wieder weh getan, was ist mit der Pfote, sie ist ja bestimmt noch verbunden. Ist mit der Wunde alles in Ordnung?
    Ich hoffe sehr, daß der Trainer das alles in Betracht zieht.

  • Zitat

    Du schreibst in dem anderen Thread, daß er gefletscht hat, als Frauchen ihn aus seinem Bett holen will, weil er reingemacht hat :???:
    Er ist seit der OP inkontinent geworden.
    Vor 3 Tagen ist er an der Pfote operiert worden.
    Der Hund ist euch noch fremd, es kann ja durchaus sein, daß er Schmerzen hat und sich auf seine Art wehrt, weil er Angst hat, ihm würde wieder weh getan, was ist mit der Pfote, sie ist ja bestimmt noch verbunden. Ist mit der Wunde alles in Ordnung?
    Ich hoffe sehr, daß der Trainer das alles in Betracht zieht.


    Das was Du schreibst ist alles durchaus richtig und möglich. DiecSituation mit dem Bett war nur eine, es gab aber auch X Situationen in denen wir uns einfach nur ihm genähert haben und er schon begann zu knurren.

    Unsere Tiertrainerin kommt morgen gemeinsam mit uns zum Tierarzt um den Verband zu wechseln. So kann sie mit ihm auch mal sprechen und der Ursache hoffentlich auf den Grund kommen.

    Was mich stutzig macht ist aber folgendes:
    Am ersten Tag nach der OP war alles in Ordnung. Erst am zweiten Tag verlor er "Wasser" und begann mit diesem Verhalten.

  • Das mit dem -Wasser lassen- kenn ich so genau, weil es bei meinem ähnlich war, Ostern nach der OP. Habe gedacht er hätte was mit der Blase und es hat gut 1 Mon. gedauert, bis sich das wieder eingependelt hat.

    Schön das morgen die Trainerin mit kommt, bin mal gespannt was rauskommt.
    Hoffentlich rät die euch nicht wieder zum -Schnauzengriff- :/

  • Ich werde jeden produktiven Tip annehmen und meine Freundin und ich msind beide bereit eine Menge Arbeit auf uns zu nehmen und vor allem auch an uns zu arbeiten. Ich hoffe aber trotzdem dass es immer noch in irgendeiner Form mit seiner OP zusammen hängt. Lt. Trainerin hatten wir nämlich schon sehr gut gearbeitet und waren auf einem guten Weg, daher bin ich im Moment umso mehr irritiert.
    Sie riet uns auf jeden Fall ihn im Falle von Knurren und Zähne fletschen, ihn mit Ignoranz zu strafen bis er von alleine zu uns kommt.

  • ...also ich weiß ja nicht, ob ihr da die richtige Trainerin erwischt habt..

    Ich versteh grade eines nicht:

    Erst schreibst du, ihr habt den Hund durch ein scharfes NEIN und Schnauzgriff korrigiert..
    Jetzt schreibst du, ihr sollt ihn laut Trainerin ignorieren, wenn er das tut..

    Ich seh da jetzt folgendes Problem:

    1. Schnauzgriff ist schrott, lasst sowas. Wenn der Hund diese Kampfansage irgendwann mal ernstnimmt, verliert der Mensch.

    2. Erst wurde er bei Knurren und Fletschen korrigiert und zwar auch körperlich - das ist nicht immer clever. Erste Frage hier immer: WIESO knurrt der Hund jetzt? WAS genau will er grade bzw. will er grade nicht? Geht´s um Ressourcenverteidigung? Fühlt er sich bedroht? Hat er sich erschreckt oder ggf. Schmerzen? Und nur wenn zu all diesen Fragen eindeutig nichts zu finden ist, dann kann man sich vorsichtig fragen, ob der Hund es einfach wissen will. Und dann und nur dann korrigiert man im Sinne von Verbot dieser Reaktion. Das muss man dann aber auch durchziehn, egal wie stur der Hund drauf besteht, den Dicken zu machen.

    3. Jetzt sollt ihr den Hund plötzlich "mit ignorieren strafen" wenn er Knurrt und Fletscht. Mal abgesehen davon, dass ich bezweifle, dass ein Hund in dieser Situation Ignoranz als Strafe begreift - denn genau das will er ja. In Ruhe gelassen werden. Dass ihr weggeht, zurückweicht, sein lasst, was auch immer ihr grade vorhattet - zum andren muss er aufgrund der vorherigen Reaktion mit Schnauzgriff und Nein eigentlich davon ausgehn, dass Knurren und Fletschen ein guter Weg ist, sich durchzusetzen,...

    Also wenn schon nicht die Methode an sich - die ich persönlich einfach nicht logisch finde - dann finde ich hier doch zumindest die Kombination höchst fraglich..

  • Zitat

    Fühlt er sich bedroht? Hat er sich erschreckt oder ggf. Schmerzen? Und nur wenn zu all diesen Fragen eindeutig nichts zu finden ist, dann kann man sich vorsichtig fragen, ob der Hund es einfach wissen will.

    Dann sag Du Vollprofi mir mal bitte wie ich dies eindeutig ausschließen soll, wie sehr häufig und glaubwürdig zu lesen ist und auch von meinem Tierarzt bestätigt wird, sind Hunde sehr hart im Nehmen und äußern keinesfalls jeden Schmerz.
    Und meinem konnte ich das Sprechen bisher noch nicht beibringen.
    Weiterhin darf mein Hund mich ausser im Spiel unter keinen Umständen anknurren und die Zähne fletschen, dies ist die Aussage meines Tierarztes. Aber vermutlich zweifelst Du seine Kompetenz jetzt auch an.
    Wenn Du mal lesen würdest, dann würdest Du wissen dass ich keineswegs Fehler meinerseits ausschließe und bereit bin an mir zu arbeiten.
    Der Sinn dieses Threads besteht aber darin evtl. Erfahreungen mit "betroffenen" auszutauschen und nicht darin, jede meiner Aussagen zu sezieren.
    Das ist genau das Problem was 80% der Threads kaputt macht und von 3 Seiten sinnvoller Beiträge auf 30 Seiten anschwellen lässt.

    Über jede produktive Hilfe bin ich weiterhin dankbar.

  • Nun werde nicht mal gleich pampig ;)
    Fest steht, daß durch den Schnauzgriff kein Hund gefügiger wird, hätte ich das bei meinem gemacht, hätte ich wohl mit ihm kämpfen müssen.

    Fest steht doch, daß du einen Hund mit schlechter Vergangenheit bekommen hast und der jetzt eine Wunde an der Pfote hatte.
    Da kann es durchaus passieren, daß er alles durcheinander verknüpft und nicht mehr weiß was er machen soll.

    Also lass ihn doch soweit wie möglich in Ruhe bis das abgeheilt ist, dann kannst du ja weiter sehen.

    Und über die Aussage deines TA kann man sich streiten :/

  • Äh. Ja.

    Passt auf.

    Du kannst auf mich hören oder du kannst es lassen. Halt mich für doof, blöd, arrogant, ist mir alles wurscht, hör einfach auf mich, es kost dich nix. Ich krieg garantiert auch übel auf die Kappe wegen dem Beitrag hier, aber wayne...

    Steck dir nen schweren Schlüsselbund o.ä. ein, wenn du dich zu Haus bewegst. Sorg dafür dass deine Freundin auch einen bei sich trägt und zwar immer. Stellt sicher, dass ihr beide jederzeit was zum Werfen in der Tasche habt das wirklich Krach fabriziert.

    Du sagst, er knurrt euch an sobald einer von euch beiden in seine Nähe kommt. Es fing mit der Dame des Hauses an, jetzt ist es bei dir dasselbe. Da du hier schreibst nehm ich an, dass auch du die Orientierungsperson für den Hund bist, da ist die Reihenfolge logisch.

    Was der Hund nu ursprünglich mal wollte oder nicht wollte kann man nicht mehr feststellen, denn jetzt hat er innerhalb kürzester Zeit mitbekommen, dass er sich euch durch Knurren und fletschen vom Leib halten kann (denn ihr ignoriert ihn ja dann, also geht weg, wendet den Blick ab..). Und das praktiziert er jetzt.

    Meine persönliche Prognose wäre, dass der nächste Schritt der wird, dass er nicht mehr irgendwo liegt oder sitzt oder steht und dort anfängt, sondern dass er z.B. in die Küche kommt, sich in die Tür stellt und dann das Knurren anfängt... oder dann wenn einer von euch - vermutlich zuerst deine Freundin - in einer Ecke hantiert und nicht wirklich weg kann außer am Hund vorbei.

    Wenn es dazu kommt, sofort das Ding aus der Tasche und mit Wucht neben(!!!) den Hund auf den Boden gepaart mit einem NEIN das gern auch die Nachbarschaft hören darf. Wenn du es bist und dich traust, mach dabei zwei energische Schritt auf den Hund zu, deiner Freundin würd ich das nicht empfehlen.

    Sollte das passieren, holt euch bitte sofort einen anderen Trainer und sagt dem, dass euer Hund (3 Monate bei euch, zweifelhaste Historie) euch stellt.


    Wenn man nämlich mal die Tomaten vom armen Hund mit schlimmer Vergangenheit von den augen nimmt, dann fällt auf, dass der Hund abgegeben wurde, weil er die Kinder gestellt hat bei der Familie vorher...


    P.S.:

    Wenn ein Hund sich bedroht fühlt, zum Beispiel indem du ihn anschauend direkt auf ihn zugehst, dich über ihn beugst oder ähnliches oder auch schnöde irgendwas auf den Armen trägst, das ihm Angst macht, dann wäre es in dem Moment völlig richtig, wenn der Hund knurrt und damit ausdrückt "Ey Kollege, ich weiß nicht, was das werden soll aber ich find das gar nicht witzig, bleib mir vom Leib!"

    Da verbiete ich das Knurren nicht, denn sonst hab ich irgendwann einen Hund, der in der situation nicht mehr knurrt. Der wartet dann einfach, bis du nah genug dran bist und dann beißt er.

    Wenn ein Hund Schmerzen hat oder sonstige gesundheitliche Störungen kann das zu willkürlicher Aggresion führen. Scheinträchtige Hündinnen werden zum Beispiel gern mal Aggressiv. Viele auch in der Läufigkeit. Wenn das vom TA abgecheckt ist, ist ja alles gut, aber es ist eine Möglichkeit die immer im Hinterkopf sein muss, denn 100% weißt du nie ob vor fünf Minuten eine Wespe im Zimmer war, dein Hund sie "gefangen" hat und nun irgendwo Stiche und Schmerzen. Und wenn du in dem Moment dann einwirkst, kannst du dich die kommenden Wochen erst mal mit Vertrauensaufbau beschäftigen, sofern der Hund nicht auf dich losgeht.

    Ressourcenverteidigung ist was, das man als Hundehalter nicht gebrauchen kann, zumindest nicht einem selbst gegenüber, aber das zu verbieten führt in die falsche Richtung, da sind wir wieder beim Vertrauensaufbau, so dass der Hund weiß, er kann sein Futter/Spielzeug/seinen Platz aufgeben, er kriegt ihn wieder oder wahlweise dass du sein Futter gar nicht willst, wenn du dich zum Napf hinbewegst etc. Da muss man also von der andren Seite dran und die Bindung zum Hund stärken, nicht die völlig natürliche Reaktion des Hundes abstellen.

    Und dann gibt´s da noch die seltenen Momente, in denen ein Hund es wissen will und mal antestet, ob er nicht vielleicht doch stärker ist als du. Und in dieser und NUR in dieser Situation macht es Sinn, einzuwirken, weil der Hund in dieser Situation durch das Knurren und Fletschen etwas ausdrückt, was du unterbinden willst und musst, nämlich einen auf dicke Hose zu machen.

  • Ich finde die Schilderung von Fusselflitz, was nun folgen kann, sehr anschaulich ... und leider auch zutreffend.

    Wenn der Trainer zum Schnauzgriff geraten habt, sucht Euch nen anderen.
    Und ich hoffe, der Tierarzt hat medizinisch mehr auf dem Kasten. Denn die Aussage, dass ein Hund den Halter nicht anknurren darf, finde ich ziemlich fatal.

    Nach vielen Jahren hat unser Hund gelernt, dass er (wieder) knurren darf und ich bin darüber sehr froh. Denn ein Hund, der ohne Knurren gleich zum Angriff übergeht, ist nicht wirklich lustig!

    Dass der Hund sich nun nach 3 Monaten so verhält, mag mit der OP zusammenhängen, aber vermutlich einfach damit, dass er nun bei Euch "angekommen" ist.

    Ich wünsche Euch wirklich viel Glück!

    Viele Grüße

    Doris

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