Lea lässt sich nicht helfen!

  • Hallo ihr Lieben.Ich bin im Moment ziemlich ratlos. Meine Hündin Lea ist gestern in eine Glasscherbe getreten. Am Anfang hat es ziemlich geblutet,hat aber schnell wieder aufgehört.Die Wunde ist etwa 3-4cm gross, nicht sehr tief, aber es hängt etwas Haut ab.Nun zu meinem Problem. Lea kam vor einem halben Jahr zu uns.Zuvor lebte sie auf einem Bauernhof und wurde dort auch geschlagen.Sie hatte dort mit 5 Monaten einen Unfall und seitdem panische Angst vor dem Tierarzt.Behandlung klappt nurmit Sedierung undMaulkorb und sie ist danach tagelang kaum ansprechbar.Ich habe gestern mit Viel Ruhe und Geduld versucht, ihr einen Verband anzulegen,da geht gar nichts. Sie schreit, verkriecht sich und kommt trotz zureden nicht mehr raus.Sie hinkt heute zwar nicht mehr, aber ich habe halt Angst, dass Schmutz in die Wunde kommt.Mir bleiben eigentlich nur Zwei Möglichkeiten,sie mit Gewalt festhalten und behandeln oder die Wunde selbst heilen lassen. Wenn ich sie mit Gewalt festhalte.habe ich aber Angst,dass mein mühsam gewonnenes vertrauen, das sie mitlerweile hat, wieder zu verlieren. Vielleicht kann mir jemand einen Rat geben oder hat ähnliches schon erlebt. Viele Grüsse Eva Maria.

  • Mein Yannik war am Anfang auch so.
    Ich habe mich immer zu ihm auf den Boden gesetzt und ein bisschen an ihm rumgefühlt.
    Mal in die Ohren geguckt, ohne was zu machen und ganz langsam hatte er zu mir vertrauen. Später konnte ich dann auch Zecken ziehen, oder Verband anlegen.
    Zum TA gehen war bis zu seinem Tod ein Horror.

    Aber da hast du jetzt nichts von, wenn sie nicht mehr humpelt, würde ich mal abwarten.

  • Bruno, aus dem Tierschutz wurde früher mißhandelt, war früher auch so. Ich habe mich unten hingesetzt und alles nacheinander mal angefaßt, solange er es zuließ. Am Anfang nur kurz die Pfote und dann weitergekuschelt. Mit der Zeit blieb er immer ruhiger und konnte belohnt werden. Wichtig ist, es wirklich nur kurz zu machen und nicht übertreiben.

  • hol dir jemanden der das macht. damit der hund es nicht mit dir verbindet. geh dann aus dem raum raus. oder beiß eben in den sauren apfel mit dem tierarzt und der sedierung.

    und dann, mach das üben wie oben beschrieben. immer mit viel lob+ leckerlies, ganz langsam. dann klappt das auch.

    denn man muss dme hund doch mal ins maul gucken u.ä.
    oder lass dir ne schlaftablette beim ta geben und dann eben die behandlung. so das der hund müde wird.

  • Also, ich muss gestehen, wenn sie nicht mehr humpelt würde ich abwarten. Und sie mit homöpathischen "Mittelchen" wie Arnica oder Traumeel unterstützen. Aber lass dich da am besten in ner Apotheke oder bei ner THP beraten.

    Gleichzeitig würde ich aber sofort mit der Gewöhnung an ungewöhnliche Berührungen anfangen. Und im Zuge dessen auch mal die Beine entlang fahren und die Pfote berühren.

  • Hallo Eva-Maria,
    das Problem Tierarzt kenn ich bei meiner Leah auch, sie muss vor jedem Tierarztbesuch schlafen gelegt werden oder eine Beruhigungspille bekommen, sonst geht garnix. Sie schiebt totale Panik und schlüpft notfalls aus der Doppelsicherung von Leine und Geschirr, sobald sie nur tierarzt riecht. Das war von Anfang an so, ich weiss nicht, was für Erfahrungen sie in Ungarn gemacht hat damals.
    Am Anfang hat sie sich auch nirgends von mir untersuchen lassen, es hat in der Tat 1 jahr gedauert, bis ich sie jetzt soweit hatte, dass ich überall genauer hingucken konnte.
    jetzt in der aktuellen situation könntest Du versuchen, Dich zu ihr auf den Boden zu setzen und sie zu bürsten. Nicht wegen der Fellpflege, sondern um si eabzulenken, vielleicht gelingt es Dir dabei, immer mal einen Blick auf den Ballen zu werfen(so habe ich es gemacht, als Leah sich geschnitten hatte damals)
    Während Du sie bürstes mit der einen Hand, kannst vielleicht ganz sanft am Bein langstreichen. bleibt sie dabei ruhig, loben, loben,leckerchen rein.wenn nicht, probiers erst mal an den anderen Beinen, damit sie es nicht mit der wunde in Verbindung bringt.
    Mach das öfter am Tag mit ihr, dann hast Du immer einen Blick auf die Wunde. Die abstehende Haut würde ichnicht wegmachen wollen, i.d. Regel trocknet so ein Rautfetzen und fällt ab.
    Es kann schon was dauern, bis die Wunde heilt, achte darauf, dass sich der Rand nicht "aufwirft" und die Wunde geschwollen und mehr klaffend aussieht, dann wirst wohl um einen sedierten tierarztbesuch nicht rumkommen.
    Vielleicht hilft es ja auch bei Deinem Hund, meine Schnecke will immer erst an allem riechen, bevor sie sich was machen lässt. Ob das nun die Bürste oder die Zeckenzange oder ein Verband ist, sie muss das erst gründlich abschnüffeln.

    Viel Glück

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