Unsouveräne Dominanzbeziehung: vermeiden oder provozieren?

  • Zitat

    Man könnte auch sagen Bokey fordert von dem Labbi die Einhaltung der Etikette. :smile:
    Der Labbi ist in diesem Thema noch sehr unsicher aber scheinbar lernwillig.

    Genau :gut:

    Bei den beiden geht es nicht darum irgendwelche Plätze aus zu machen, sondern eher, dass der Labbi höfliches Verhalten gegenüber Bokey lernt/zeigt.

    Nichts anderes fordert Bokey in dem Moment ein (die anderen Situation kann ich nicht beurteilen, da nicht gesehen).

    Ich hab auch schon sooooo oft versucht aufdringliche Schnösel (oder sogar erwachsene Hunde, meißt Labbis oder liebestolle Rüden) von Ulexa fern zu halten, weil die es nicht raffen, wenn sie subtil droht (Imponierhaltung, einfrieren, harter Blick).
    Entweder die Distanz wird weiter unterschritten oder sie unterwerfen sich aktiv (Maulwinkellecken) was Ulexa nicht leiden kann (gerade die Labbis können es nicht lassen).
    Manche kommen auch angerannt und springen sie an, dann knallt es gleich.

    Da ich aber aus Erfahrung weiß, dass Ulexa eine Ansage ohne Verletzungen macht (meißtens drückt sie die Hunde nur runter oder schnappt diese ab- dann ist das Geschrei groß) und die Hunde danach verstanden haben, dass Ulexa ihre Ruhe haben möchte (was sie bei meiner Ansage nicht verstehen), lass ich sie machen, wenn die Schnösel aufdringlich werden.

    Wenn ich jetzt Hunde sehe, die mal kackfrech waren, die ignorieren Ulexa einfach, wenn denn drehen sie den Kopf weg und bleiben stehen.
    Hundi muss auch mal lernen dass nicht jeder spielen will :lol:

    Was ich unterbinden, wenn ängstliche (angst-aggressive) oder verängstigte Hunde auf dem Platz sind oder wenn Ulexa selber dort hin gehen will.


    P.S. Sara ist selber ein labbi und hat es gelernt (durch mehrmalige Wiederholungen :hust: ).

  • Zitat

    Die Bezeichnung 'Dominanter' Hund finde ich grundsätzlich unglücklich gewählt.
    Passender fänd ich 'dominierender' Hund, weil eben ein Hund nicht grundsätzlich dominant ist, sondern eher situationsbedingt.

    :gut:

    Zum Thema Dominanz an sich. Was vielleicht nicht jeder weiß, die Dominanztheorie ist wahrscheinlich die am meisten mißverstandene, allgemein angewendete Verhaltentheorie im Bereich Hundeverhalten. Sie wurde 1922 entwickelt, um das Verhalten von Hühnern zu erklären und vorherzusehen. Danach wurde sie von der Öffentlichkeit entdeckt und die Hackordnung der Hühner auf Hunde übertragen. Was natürlich ein großer Fehler war, denn Hühner sind Hühner und Hunde sind Hunde.

    Auch heute werden Hunde immer wieder als dominant bezeichnet, aber Dominanz ist keine dauerhafte Eigenschaft, sondern entsteht durch die Reaktion des Gegenübers.

    Dominanz im positiven Sinne dient dazu eine Beziehung zu klären und beinhaltet nicht automatisch aggressive Reaktionen. Im Gegenteil, je eindeutigier die souveräne Dominanz zu Tage tritt, um so schneller ist die Situation friedlich geklärt.

    Leider halten sich die Regeln aus der fehlgeleiteten Dominanztherorie bis heute hartnäckig.

    Was nun das Verhalten der beiden HUnde in diesem Thread angeht, so finde ich das nicht schlimm. Auch Hunde erziehen sich untereinander, regeln Dinge...und manchmal sieht das für den Menschen kurzfristig aufregend aus. Meine Hündin hat früher sehr gerne Junghunde erzogen, um Wochen später sie zu ihren Lieblingsfreunden zu erklären. Mich erinnert das alles manchmal an spielende Kleinkinder im Sandkasten, die auch sehr situativ reagieren, wenn plötzlich einer an die unbeachtete Schaufel ran will.

  • Zitat

    Bei den beiden geht es nicht darum irgendwelche Plätze aus zu machen, sondern eher, dass der Labbi höfliches Verhalten gegenüber Bokey lernt/zeigt.

    Zum Video: Wo zeigt der Labbi denn unhöfliches Verhalten :???:
    Es ist doch der helle Hund, der fixiert und dann losstürmt.
    Der Labbi würde den hellen Hund womöglich gar nicht beachten, wenn er nicht immerzu von Frauchen herangerufen würde.

  • Zitat

    Zum Video: Wo zeigt der Labbi denn unhöfliches Verhalten :???:
    Es ist doch der helle Hund, der fixiert und dann losstürmt.
    Der Labbi würde den hellen Hund womöglich gar nicht beachten, wenn er nicht immerzu von Frauchen herangerufen würde.

    Und woher soll Bokey wissen, dass der Labbi das nicht von sich aus macht? =)

  • Zitat

    Und woher soll Bokey wissen, dass der Labbi das nicht von sich aus macht?


    Er sieht doch, daß der Labbi ihn nicht fixiert, daß er zur Seite ausweicht, daß er irgendwo schnüffelt...

  • Zitat


    Er sieht doch, daß der Labbi ihn nicht fixiert, daß er zur Seite ausweicht, daß er irgendwo schnüffelt...

    Trotzdem läuft er direkt auf ihn zu........


    Außerdem weißt du ja nicht, wie sich der Labbi vorher verhalten hat, dass Bokey so reagiert

  • Zitat

    Trotzdem läuft er direkt auf ihn zu........

    Er möchte es aber gern vermeiden. Frauchen Labbi geht direkt auf den hellen Hund zu, der Labbi will eigentlich nicht und zeigt es auch. Und Bokey kann das sicher auch erkennen.

  • Zitat

    Hast du zur Kenntniss genommen, dass der Labbi sich zweimal flach hinlegen. Das kann als Angriffstellung verstanden werden.

    Das habe ich, aber er bleibt ja nicht liegen und fixiert, sondern springt sofort wieder auf und interessiert sich für ganz andere Dinge (bzw würde sich interessieren, wenn Frauchen ihn ließe)

  • Zitat

    Er möchte es aber gern vermeiden. Frauchen Labbi geht direkt auf den hellen Hund zu, der Labbi will eigentlich nicht und zeigt es auch. Und Bokey kann das sicher auch erkennen.

    Nein, Hunde erkennen so etwas nicht.

    Ich hab gesehen wie ein Labbi einen Dobermann untergebuttert hat, als dieser unten lag hat er ihn in Ruhe gelassen, das Herrchen vom Dobermann ist hingegangen und hat seinen Hund am Geschirr wieder hochgezogen, darauf hin ist der Labbi wieder auf den Dobermann drauf und hat den runtergedrückt.

    Der Labbi hat also dev. nicht bemerkt, dass der Mensch den anderen Hund hochzieht, sondern nur: der Hund steht wieder auf.

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