Wie kann ich ihm das wieder abewöhnen?
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Wir haben mit unserem Willi (6 Monate alt) ein kleines Problemchen.

Wenn wir mit ihm Gassi gehen, blafft alles an was Beine hat . Er dreht dann richtiggehend durch und lässt sich auch nicht wirklich von seinem Gekläffe ablenken. Er wirkt dann stimmlich richtig aggresiv, bleibt allerdings immer in meiner Nähe.
Wenn er zu Hause bellt, reicht eigentlich ein "Schluss" oder "NEin" das er damit aufhört, Aber beim Gassi gehen hab ich überhaupt keine Chance ausser ihn weiter zu ziehen.

Es ist für mich ziemlich unverständlich was ihn dazu treibt. Hab ich irgend einen Fehler gemacht? Oder liegt es vielleicht nur am Alter, das ihm die Ohren auf Durchzug stehen lassen.
Hat irgendjemand nen Tipp wie ich mich am besten verhalte? ISt nämlich lästig, da der Herr sogar Vögel und Schmetterlinge anblafft.

Gruß
Sandra und Willi
- Vor einem Moment
- Neu
Hallo,
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Ich gehe mal mutig davon aus, dass er es anblafft, weil er unsicher ist?
-> dazu müsstest du mal genauer beschreiben, wie er blafft. wie ist die mimik? die ohren? fixiert er das anzubellende? oder schaut er immer wieder weg? wie hält er die rute?unter vorbehalt mal 2 ansätze:
ist es wegen unsicherheit würde ich es je nach sitution einfach ignorieren. der mensch neigt ja dazu, dass "schluss" oder "nein" selber immer lauter zu bellen
warum sollte er also aufhören, wenn du so schön mitmachst?
sag einfach gar nichts, bleib nicht mal stehen, sondern geh einfach weiter.oder du zeigst ihm die sachen. eine umherwehende tüte, ein schmetterling, eine komische skulptur, ein kinderwagen, ...
notfalls frag die leute, ob er mal schnuppern darf. aber dazu sollte er ruhig sein. vielleicht verabredest du was mit bekannten, auf die du dann freundlich zugehst und deinen hund so lang er bellt, links liegen lässt.aber du solltest dich eher für eine sache entscheiden. deine beschreibung war noch etwas ungenau.
du bist doch auch sicher mit ihm in einer hundeschule. frag doch deinen trainer mal. der kennt deinen hund und kann die situation besser einschätzen. -
Hallo Sandra,
ich habe zwar gesucht, aber nicht gefunden, was Willi für eine Rasse ist?
Warst Du mit ihm in der Hundeschule?
Gruß
Bianca -
Willi ist ein Mischling undefinierbarer Rassen.

in einer Hundeschule sind wir noch nicht. Bin auf der suche aber bisher noch nicht fündig geworden.
Unsicherheit? Das kann schon sein! Wir waren bisher immer "alleine" im Wald unterwegs. Jetzt bei besserem Wetter begegnet man doch mal jemand. Der Tipp mit dem Bekannten ist sicher gut, nur bellt er die nicht an. Alle Bekannten werden freudig begrüßt. Eben nur "Fremdes".
Von der Mimik, Gestik wirkt er unsicher. Braucht er dann einfach Zeit um sich daran zu gewöhnen. Wie gewöhn ich ihn daran. Soviel wie möglich unter Leute gehen?
Ach das ist so schwer zu beschreiben.

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wie jule schon geschrieben hat - immer ruhig bleiben und seine unsicherheit nicht verstärken.
du kannst auch versuchen ihn mit einem anderen befehl aus der situation rauszuholen - zum beispiel sitz, platz oder fuß. durch die unterordnung gewinnt er wieder mehr sicherheit und muss nicht mit dir um die wette bellen.
du schreibst, dass er bei dir in der nähe bleibt. es könnte laso auch sein, dass er dich beschützen möchte. indem du ihm zeigst, dass du die kontrolle behältst, kann er sich entspannen. -
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Beschützen?!!!
Wenn ich mir so genauere Gedanken machen, kläfft er immer wenn meine Jungs nicht in unserer unmittelbaren umgebeung sind. Und sich denen einer nähert. Muss ich nochmal genau drauf achten.
Ruhig bleib ich eigentlich meistens, wenn es auch sehr schwer fällt nicht mit ihm um die Wette zu bellen. Sitz, Platz und was auch immer hilft nicht, denn dann bellt er in der angegebenen Position weiter.
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Bleib ruhig und lenk ihn nicht ab, sondern signalisier ihm, dass alles in Ordnung ist, dass er auf dich bauen kann.
Wichtig ist, dass dein Hund lernt, dass die Dinge des Alltags normal sind. Also bleib so normal wie möglich.
Kommandos würd ich komplett weglassen, versuch ruhig nonverbal zu kommunizieren.
Ich hab in Unsicherheitssituationen Hundi nicht beachtet, mich manchmal hingehockt, einfach nichts gemacht und Hundi sich beruhigen lassen.
Bei Bandit lösen heute noch Dinge wie grosse Plakate, Maibäume usw. Unsicherheit aus. Ich beachte ihn nicht, zwing ihn aber auch zu nichts, so dass er sich alles in Ruhe und freiwillig anschauen kann.
Meine körperliche Nähe gibt ihm die nötige Sicherheit.
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Wie weist du ihn denn zurecht?
An deiner Stelle würd ich damit aufhören, immer nur in einsamen Waldgebieten spazierenzugehen. Laufe in Wohngebieten, in der Stadt, im Dorf, in der Nähe von Bahnhöfen oder Einkaufspassagen. Er muss lernen, dass Menschen etwas normales sind. Das lernt er aber nicht, wenn er alle Jubeljahre mal einen sieht.
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Zitat
Wie weist du ihn denn zurecht?
An deiner Stelle würd ich damit aufhören, immer nur in einsamen Waldgebieten spazierenzugehen. Laufe in Wohngebieten, in der Stadt, im Dorf, in der Nähe von Bahnhöfen oder Einkaufspassagen. Er muss lernen, dass Menschen etwas normales sind. Das lernt er aber nicht, wenn er alle Jubeljahre mal einen sieht.
Da hast du vollkommen recht.
Wenn er nur Bäume kennt, muss er ja auch vor Menschen Angst haben.Wir haben jetzt entschieden häufiger in der "Öffentlichkeit" spazieren zu gehen. Was ziemlich doof ist wenn man direkt am Wald wohnt.
Ansonsten funktioniert es jetzt ganz einfach. Willi ist meistens vollkommen entspannt, weil Frauchen entspannter ist. Es lag anscheinend wirklich an seinem Beschützerinstinkt. Denn je mehr er "getobt" hat, desto weniger Leine hab ich ihm gelassen. Je mehr er gekläfft hat, desto peinlicher war es mir.

Ich bin jetzt meistens völlig entspannt und so wurde der böse Fahrradfahrer plötzlich uninteressant. Die Fussgänger sind zwar interessant aber jetzt keine Bedrohung mehr. Das einzigste wo er seine Chance nutzt, ist wenn uns jemand entgegen kommt, der seine Angst vor Hunden zeigt. Er beschränkt sich dabei aber auch auf ein bedrohliches Knurren.
Was aber ziemlich schnell uninteressant wird, weil es Frauchen ja urplötzlich "egal" ist.Manchmal ist es so einfach, wenn man blöd gefragt hat und Fremde ihre Sicht der Dinge preis geben.
DANKE!
Lieben Gruß
Sandra und Willi, der bestimmt wieder mal ne "blöde" Frage aufkommen lässt

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Tipps zum häufigeren Spazieren in der "Öffentlichkeit":
1. geh in ruhigeren Zeiten mit ihm an öffentliche,belebte Plätze - also nicht gleich Samstag zum Markt - Du kannst mit ihm in ein Einkaufszentrum gehen, auf den Bahnhof, zur Bushaltestelle... aber achte darauf, dass die Orte zu der Zeit nicht allzu stark belebt sind - das weckt nur wieder den Beschützerinstinkt
2. auch wenn es doof aussieht und andere sich sicher wundern: geh DU zuerst an diese Orte und schau Dir die Umgebung (Bank, Wartehäuschen, Mülleimer etc.) genau an. Dein Hund weiß dann, dass er sich auf Dich verlassen kann, weil Du bereits alles kontrolliert und abgesichert hast.
3. such Dir eine Bank oder irgendwas zum sitzen
4. nimm etwas zum kauen für Deinen Hund mit - kauen entspannt
5. nimm Dir ein Buch oder auch etwas zu Essen für Dich mit - Dein Hund wird folgendes merken: hier kann es nicht gefährlich sein, denn mein Frauchen wäre nicht so blöd an einem unsicheren Ort zu lesen und etwas zu essen - Du strahlst dann Ruhe und Gelassenheit aus und Dein Hundi wird das merken und auch ruhiger werden
6. lass ihn neben Dir oder unter der Bank Platz machen (meistens legt sich meiner von selbst hin, wenn ich ihm was zu knabbern gebe) und von dort kann er sich dann ganz ruhig alles anschauen (Leine kannst Du ja an der Bank festmachen - so kann er doch mal noch einen Meter hin und her laufen)
7. nach einigen Versuchen kannst Du dann den Umgebungslärm und Besucherverkehr erhöhen - Du wirst sehen, er wird dann viel ruhiger sein
Bei uns hat es bisher immer super funktioniert

Viel Spaß!
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