Spezialisten und Erfahrungen bei seltenen Krankheiten
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Ich bin gerade echt geplätet von den vielen schweren Fällen mit Todesfolge.
Dann auch der Kummer und die Zweifel die einen Plagen...hätte, hätte usw.
Deswegen dieser Gedankenthread..oder vllt auch eher Gedenkenthread?
Denn aus solchen Schicksalen kann man viel lernen, für sich mitnehmen und vllt jemanden, der in einer ähnlichen Situation gerät schnelle Unterstützung in Form von Erfahrungen geben.Was ich da in Gedanken habe ist zB mike.s ihren Knochenprofi.
Mir ist es wurscht ob ich 10 oder 250km fahre um meinem Knirps die bestmögliche Versorgung bieten zu können.
Bestmöglich, da sehr viele Erfahrungen dahinter stehen, viele Beispiele gibt, Hunde die danach wieder laufen können....ein Elite-Knochenrichter
Aber wie ist es mit den anderen Erkrankungen....schweren Infekten etc....aufgrund der Seltenheit noch nicht wirklich bekannt und der TA des Vertauens hat sich vllt leider dahingehend noch nicht Weitergebildet.
In Gedenken der verstorbenen Hunde, ein Signal setzen....so waren die Symptome bei uns...das und das wurde gemacht, das und das hätte im nachhinein mehr Untersucht werden sollen....irgendwie, eine Hilfestellung für denjenigen der gerade in dem moment damit zu kämpfen hatt.
Eine Hilfe, damit dieser Wuff noch besser versorgt werden kann.
Und um himmels willen, ich will den TAs nicht den Rang des Profis absprechen, es ist in erster Linie....der Hundehalter hat eine Art Leitfaden, einen Weg an dem er sich grob orientieren kann....eine Liste an Dingen die beachtung finden sollten/müssen.Ich bin gerade noch tief erschüttert, deswegen das Chaos in meinem Text....
Fände es einfach gut, wenn Erfahrungen, wenn sie verarbeitet wurden, einen Platz finden, wo nachfolgende daraus lernen können...vllt auch Hilfe bei der suche nach DEM Spezialisten finden....ein Erfahrungsmanual zur Unterstützung anderer....Gruß Gwen
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Hi,
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Ich hoffe immer, dass wir an eine Tierärztin geraten sind, die im Falle des Falles sagt: "Kinder, mit sowas könnt ihr doch nicht zu einer Feld-, Wald- und Wiesenärztin wie mich kommen. Da geht mal am besten zu ..." (Zitat von unserer Hausärztin meiner Kinderzeit).
Wenn es wirklich eng würde, würde ich mich an die Tierärztliche Hochschule Hannover wenden.
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Ich finde diese Idee mit diesem Thread garnicht so schlecht.
Ich selbst habe meine Shari durch eine Infektion der Mykoplasmen (Hämobartonellen) verloren, die angeblich sehr selten beim Hund wäre.
Aber ich habe jetzt hier, ein 1/2 Jahr nach unserem verlorenen Kampf, etwas gelesen was mich erschütterte, denn die Symptome des anderen Hundes vor Einlieferung in die Klinik, Symptome in der Klinik, der Verlauf und der Ausgang ähneln sich wie ein Ei dem anderen.
Und auch ich grübel seit Tagen wie man TA´s vor allem in Kliniken daraufhin sensibilisieren könnte, das wenn ein Hund mit solch Symptomen eingeliefert wird, nicht nur ein großes Blutbild mit MMK Check macht sondern auch gleich bei der ersten Blutuntersuchung schon diese Infektion abklären läßt.
Wenn ein Hund schwer krank, aufgrund der Symptomnatik in eine Klinik kommt dann denke ich mir, ist es doch dem Halter egal ob er am Ende 2 oder 3 Blutuntersuchungen bezahlen muß, oder?
Da kommt es doch auf eine Untersuchung mehr oder weniger nicht drauf an!
Wichtig wäre doch das man weiß was der Hund hat und ob man und wie man therapieren kann.Ich schreibe mal kurz die Parallelen der 2 Hunde auf, für den Fall das mal ein weiterer Betroffener diesen Thread findet.
Bei beiden Hunden:
Ca bis zu 12 Stunden vorher:
Freßunlust, allgemeine Unlust, viel Trinken.
zu den oben genannten Symptomen zus.bei unserer Shari: weißer, schleimiger Auswurf nach einem Würge- bzw. Brechreiz
(für mich nix unnormales, Shari hatte hier und da immer mal nach einem Würge- oder Brechreiz mit solch einen Auswurf.)zu den oben genannten Symptomen zus.bei dem anderen Hund: breiiger Kot
(Für die andere Betroffene auch nicht ausergewöhnlich, der andere Hund hatte auch hier und da öfter mal breiigen Kotabsatz, wäre nach Aussage vom Besitzer: typisch für die rasse, welche mit im Mix enthalten war.)Ansonsten Kot und Urin unauffällig, kein Fieber, Schleimhäute und Augen normal.
Unmittelbar vor Einlieferung in der Klinik: Urinabsatz mit Blut.
Bei beiden Hunden Ankunft in der Klinik: 40° Grad Fieber, gelbe Schleimhäute.
zusätzl beim anderen Hund: vergrößerte MilzBeide Hunde waren Hündinnen, übrigens waren beide 5 Jahre alt gewesen, bei beiden hat das Antibiotika nicht angeschlagen und auch das Cortison nur eine kurzzeitige Besserung dargestellt.
Beide Hunde sind nach 6 Tagen in der Klinik verstorben.
Beide hatten das gleich große Selbstzerstören der Roten Blutkörperchen.
Beide Hunde haben es nicht geschafft von selbst wieder mehr an roten Blutkörpern aufzubauen als zerstört wurden.Beide Hunde bekamen nach 5-6 Tagen Flüssigkeitsansammlung im Gewebe aufgrund der Gabe von Flüssigkeitszufuhr.
Beide hätten den 7. Tag nicht mehr erlebt.
Die Symptome vorher, der Verlauf der Krankheit und der Ausgang mit allem was in den Tagen dazwischen getan wurde ähnelt wie das eine Ei dem anderen.
Ach noch was gleiches, in beiden Hunden steckte ein Colli mit drin!!! Ob das vllt auch was zu sagen hat!
Die Unterschiede:
Shari: nachweislich Mykoplasmen
anderer Hund: nicht abgeklärtShari: keine MMK´s
anderer Hund: Borreliose un EhrlichoseIch gehe allerdings stark davon aus das diese beiden Krankheiten nicht direkt in Verbindung mit der Zerstörung der roten Blutkörperchen in Zusammenhang steht.
Soviel ich weiß,
Borreliose: schmerzhafte Gelenksentzündungen
Ehrlichose: Zerstörung der "WEIßEN" Blutkörperchen.Was allerdings möglich wäre - das eine indirekter Verbindung besteht. So wie man uns damals in der Klinik sagte: Eine in den Hintergrund geratene Krankheit gegen die der Körper kämpfte verursachte den Ausbruch der Mycoplasmen.
Das Immunsystem des Hundes hat sich auf die andere Krankheit /Krankheiten konzentriert und sozusagen die Mycoplasmen links liegen gelassen bzw nicht so stark bekämpft und somit konnte sich diese Infektion dann so stark und schnell ausbreiten.Bei Einlieferung in der Klinik kann man aber nicht immer solch eine Hintergrund Krankheit feststellen, da es sich z.B. auch nur um eine Erkältung gehandelt haben könnte die bei Einlieferung bereits bekämpft war.
Also je nachdem um was für eine Erkrankung es sich handelt, stellt man sie fest oder nicht. Also eine schwerwiegende Krankheit wird man wahrscheinlich feststellen können, wie es bei dem anderen Hund der Fall war.
Bei uns konnte man nix anderes feststellen.Ich mache mir seit Tagen auch so meine Gedanken darüber ob diese Erkrankung der Mykoplasmen wirklich so selten ist wie manche Tierärzte einem glauben machen wollen.
Ich vermute sogar das es einige Hunde und Besitzer mehr gibt die ihren Hund aufgrund solcher Symptomatik und Krankheitsverlauf verloren haben ohne das sie wissen woran genau der Hund verstorben ist.
Weil man garnicht darauf kommt auf diese Mykoplasmen zu testen.
Und wenn das der Fall wäre, das es noch andere unwissende gibt, dann wäre diese Erkrankung nämlich garnicht merh so selten.
Also ich weiß von unserer Klinik das wenn Shari z.B. noch sowas wie eine vergrößerte Milz gehabt hätte, wie es der andere Hund hatte, unsere Klinik dann viel eher auf die Mykos getestet hätte.
Auch bekam ich im nachhinein gesagt das wenn Hunde solch eine Infektion mit Mykos haben meistens eine defekte, kranke oder gar keine Milz mehr haben.Jetzt stellt sich bei mir nämlich die Frage warum bei dem anderen Hund nicht gleich auch auf diese Mykos getestet wurde.
Waren die TA´s in der Klinik unwissend über diese Mykos, oder sind manche TA´s nicht genug sensibilisiert auf diese Erkrankung weil es so schön heißt: das dies so selten ist?
Schön wäre, wenn man durch diesen Thread vllt auch noch andere Betroffene finden würde.
Denn mein Weg wird auch noch ein anderer sein, damit TA´s bei Hunden die mit solch Symptomatik eingeliefert werden auch mehr ein Augenmerk auf diese Möglichkeit der Infektion werfen.
Allerdings muß ich zu diesem eröffneten Thread noch sagen, das ich nicht glaube das sich den jemand durchlesen wird, wenn er akkut hilfe für sein Tier braucht.
Da dieser Thread in Zukunft bestimmt riesig lang und umfangreich werden wird.
Und dann wird jemand, dem sein Tier schnelle Hilfe oder Infos/Tipps braucht sich diesen langen Thread nicht durchlesen, aufgrund der Zeit die man dann zum lesen braucht.P.S.: Ich habe den 2.ten Hund als "anderen Hund" benannt, weil ich nicht weiß ob sich die Betroffene hier meldet bzw schon stark genug ist sich hier zu melden.
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Diesen Threas finde ich sehr gut. Vielleicht könntet ihr am Anfang in fetter Schrift die Symptome beschreiben in Kurzform. So kann man die Symptome kurz überfliegen und zum nächsten weitergehen, wenn sie nicht zur Krankheit passen oder genauer nachlesen.
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Jemand der dringend Hilfe braucht wird sicher nicht die Geduld haben einen langen Thread zu durchforsten....unter anderem kann man sich da auch sicher verhaspeln und in der Not etwas evtl anderes als die vorliegende Krankheit sehen.
Aber es gibt ja genug User die sich das durchlesen, dazulernen und dann auch hilfestellung geben können da man hier sehr schnell an die nötigen Informationen kommt.
Wichtige Hinweise wie eben eine dritte Blutuntersuchung oder Organe die zusätzlich kontrolliert werden sollten.
(und entsprechende Posts kann man dann ja verlinken)Gruß Gwen
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Zitat
Jemand der dringend Hilfe braucht wird sicher nicht die Geduld haben einen langen Thread zu durchforsten....
Da gibt es ja die Möglichkeit, HIER erstmal Tipps zu sammeln und vielleicht macht sich dann wer die Mühe, das Ganze übersichtlich in ganz kurzen Stichworten noch mal aufzulisten.
Für den Anfang wäre es schon hilfreich, Stichworte fett zu markieren....
Dann kann man schnell über den Text huschen und nur kurz nach den fettgedruckten Stichwörtern Ausschau halten...
Z. b. halt Mykoplasmen wie im Beitrag oben...
LG, Chris
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ZitatAlles anzeigen
Ca bis zu 12 Stunden vorher:
Freßunlust, allgemeine Unlust, viel Trinken, Matt und Müde, breiiger Kot und oder weißer, schleimiger Auswurf nach BrechreizAnsonsten Kot und Urin unauffällig, kein Fieber, Schleimhäute und Augen normal.
Unmittelbar vor Einlieferung in der Klinik:
Urinabsatz mit Blut.
Bei Ankunft in der Klinik:
40° Grad Fieber, gelbe Schleimhäute, vergrößerte Milz.Weitere Diagnose in der Klinik:
Zerstörung der roten Blutkörperchen.
Hämathokritwert so niedrig oder sinkend soweit das man kurz vor einer Bluttransfusion steht.Unbedingt abklären auf:
MMK, vor allem auf Babesien, Anaplasmose
Mycoplasmen PCR test
Coombs Test
und andere Anämien.Meint Ihr in etwa so?
Hab dann mal den Anfang gemacht.Ein Vorschlag noch von mir dazu wäre, das wenn jemand zu dem ein oder anderen geschilderten Fall noch was beizusteuern hat, es sinnvoll wäre dies immer mit "Zitat" zu beantworten, damit dann zu einem Symptom-verlauf alles untereinander zusammen steht.
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