Der Setter und ich - Teil 1 - Verstaendigungsprobleme.

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  • Zitat

    @ naijra

    Mit keinem Stress meine ich dass er ein sehr relaxter und freundlicher Hund ist, er ist sehr ruhig und entspannt. Klar ist er ab und an mal gestresst aber das ist jeder mal, also es ist nicht mehr als bei irgendeinem anderen Hund.


    Ok, das ist ja schon mal gut, wenn er grundsätzlich relaxt und freundlich ist. Aber wenn du was von ihm willst, mit ihm kommunizierst, was forderst, muss er ständig beschwichtigen - merkst du was? Ich mache mir auch keine Gedanken über mal ein Beschwichtigungssignal, aber du hast es als charakteristisch beschrieben, und da hat es schon was zu sagen. Gerade, wenn du vorher anders gestrickte Hunde wie Schäfer&Co hattest. Britische Gundogs haben meist einen ungewohnten Mix von Weichheit und Passion. Die machen oft auch dicht mit der üblichen deutschen Jagdhundeausbildung, weil da zuviel Druck gemacht wird.

  • Huhu Arti,

    Mit Erziehungstipps kann ich dir nicht wirklich weiterhelfen - aber da hast du ja auch schon einiges an Tips bekommen.

    Aber ich hätte noch eine Idee zur "Geruchsbelästigung". Ist denn bei dem Settertier schon mal eine gründliche Entgiftung gemacht worden? Ich habe einige Hunde in der Kundschaft die ähnliche Probleme hatten, teilweise noch richtig derbe Hautprobleme wahlweise von Billigfutter oder teuerstem TA Futter - alle hörten aber auf zu "müffeln" nachdem sie gründlich entgiftet wurden und auch der Darm saniert wurde.

    Vielleicht wäre das ja mal eine Idee für euch?

    LG

    Ines

  • Ich denke es liegt auch einfach daran dass er ein Strassenhund ist und wer weiss was erlebt haben koennte. Aber prinzipiell hast du Recht, er ist sehr weich. Vieles was er tut, tut er auch (noch) aus Unwissenheit. Er lebt ja erst seit Januar bei Menschen. Ich will ihn auch nicht ueberfordern und wenn man es genau nimmt, sind die Dinge ausser dem Jagen ja Lapalien. Ich habe sie nur allgemein mit reingepackt falls jemand was dazu weiss. Dass der Kerl stinkt ist mit Sicherheit mein kleinstes Problem.

  • Zitat

    Ich fand das von Staffy nicht falsch, ich wusste nur nicht genau was sie damit meint, ich war mir da unsicher. Wir arbeiten aber am Schlecken und es wird immer besser. :).
    Das mit der Distanzlosigkeit ist auch schwer zu beschreiben. Er haengt nicht an mir, den ganzen Tag. Nur WENN er kommt, dann sehr nah. Und nicht an den Koerper, sondern ans Gesicht zB. Er darf sich gerne bei mir ankuscheln und neben mir liegen aber er darf nicht bedraengen. Ich weiss nicht ob der Unterschied klar ist.

    Ich schon wieder... :D Ich kenn den Unterschied sogar recht gut, das könnt nämlich shcon wieder mein Riesenbaby hier sein.

    Ich hab bei ihr im Laufe der Zeit gemerkt, dass es Kuschelformen gibt, die sie toll findet, die ich aber fürchterlich finde und andersrum Varianten, mit denen ich gut klarkäme, die aber nicht das sind, was sie gern hätte. Bei uns heißt die Lösung, dass wir völlig neue Wege gehen: Wir kuscheln überhaupt nicht auf der Couch und sie kommt auch nicht an, sondern ich setz mich abends für einen gewissen Zeitraum zu ihr in die Kudde und dort darf sie dann für ein paar Minuten auf meinem Schoß hängen. Das ist für mich meine "Abschaltsituation" vor dem Schlafen, für Maja ist es die tägliche Krauleinheit und wir haben so beide etwas davon. Vielleicht wäre das bei euch auch hilfreich, wenn ihr versucht, einen Weg zu finden, wie ihr seinem Kuschelbedürfnis nachgehen könnt, dass ihr beide euch auch dabei wohlfühlt. :)


    LG, Henrike

  • Hunde stinken übrigens auch wenn sie Stress haben. Sollte dein Setter also öfters mal ordentlich unter Stress stehen - das Schlecken deutet ja auch darauf hin, der Stress kann auch mental sein - dann ist es gut möglich dass sein Fell so stinkt wegen der Ausschüttung gewisser Stoffe.

  • Hallo Alexandra,

    ich les mich hier gerade durch... es geht also um DAKOTA?
    Der Setter ist ein seltsames Wesen? Wenn du seltsam positiv belegst, bin ich damit einverstanden :smile:

    Die fehlende Individualdistanz ist kein rassetypisches Problem. Was weißt du über seine Vergangenheit?

    Draussen jagte er was das Zeug haelt und das tut er ebenfalls immer noch. Wir arbeiten dran. Ansonsten ist er sehr pflegeleicht, bleibt alleine so lange wie man es von ihm verlangt, bellt nicht, ist super lieb und vertraeglich (ausser mit Huskies, die hasst er wie die Pest) und man kann ihn ueberall mit hinnehmen.

    Jepp! Jagen durfte er bisher wahrscheinlich, wie er wollte und nun hast du das "Problem", es in den Griff zu bekommen. Ich kann dir nur sagen, es ist eine Menge Arbeit (wenn überhaupt machbar) und alles was du benötigst ist GEDULD. Mein JUSTIN hat 6 Jahre beim spanischen Jäger seine Arbeit verrichtet - das merke ich, denn er ist sehr selbständig in dieser Beziehung -, dennoch lässt er sich in bestimmten Bereichen abrufen, wenn ich den Zeitpunkt nicht verpasse.
    CODY (bei uns seit Sept. 2009) ist eine ganz andere Haus-Nr. (eine Jagdsau schlechthin), er läuft seit Wochen ausschließlich an der langen Leine, wir arbeiten daran mit Longe-Training usw. und ich bin mir im Klaren darüber, dass es noch lange dauern wird.

    Ich kann dir nur raten, konsequent bei der Leine zu bleiben, bis er sicher abrufbar ist. Jedes Ausbrechen, jeder "Erfolg" für ihn wirft dich um Meilen zurück!

    Das Fressverhalten von DAKOTA erinnert mich ebenfalls an CODY. Er haut sein Futter weg wie nix, er schlingt ohne Punkt und Komma. Deshalb haben wir einen speziellen Napf mit Hindernissen drin, damit es ihm wenigstens etwas schwieriger gemacht wird. Auch Leckerchen nimmt er eher "schnappig" aus der Hand - immer noch, trotz Übungen.

    Der Fellgeruch/-gestank hat scheinbar Fütterungsgründe. Dazu kann ich dir aber nix Gescheites sagen, denn das Problem habe ich überhaupt nicht bei meinen Jungs.

    Sei konsequent, aber sanft zu deinem Setter. Alles andere wäre verkehrt!
    HALT und STOPP sind lernbar, habe bitte GEDULD. Der Engländer ist sehr schlau und lernfähig. Und du hast dir mit ihm den triebigsten Setter in's Haus geholt ;-)
    Die Bindung an dich muss erst wachsen, das kann auch ein Jahr dauern.

    Lieben Gruß!
    Bettina

  • Vielen Dank fuer deinen Post :). Inzwischen weiss ich tatsaechlich was ich mir da ins Haus geholt habe, aber das macht nichts denn Jagdhunde fangen an mich zu reizen. Allgemein bevorzuge ich Hunde, die eine "sinnvolle" Aufgabe haben bzw schoen mit dem Menschen zusammenarbeiten koennen. Ich werde mich bemuehen, einen Mittelweg fuer uns beide zu finden, so dass wir entspannt miteinander arbeiten koennen.

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