Tumor Pflege (Fibro Sarkom)
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TanjaFipsi -
29. März 2010 um 01:02
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Das wäre eine große umstellung für ihn, und da er immer noch moppelig ist gleich doppelt so schlimm. Er jagd ja so gerne und da versuch ich mir vorzustellen wie das mit 3 beinen geht der am laufenden auf Wiesen nach Mäusen gräbt ;-)
Hallo,
ich habe als Tierphysiotherapeutin sehr viel mit dreibeinigen Hunden zu tun und kann Dir nur ehrlichen Gewissens berichten, dass Dein Hund auch als Dreibeiner noch jagen, durch die Gegend flitzen und buddeln kann - beim Buddeln müßte er erst ein paar Übungs-MINUTEN einlegen, bis er die Dreibeiner-Buddel-Technik drauf hat, aber ein passionierter Mäuse-Buddler läßt sich in seiner Leidenschaft durch nichts abhalten.Mein Bedenken bei einer späteren Amputation wäre eher - dass erstens der Tumor schon woanders hin gestreut hat, die Gefahr wird ja umso größer, je länger der Ursprungstumor da ist und dass zweitens der Hund für eine OP irgendwann zu alt wird, bzw. noch andere Erkrankungen hinzukommen, die eine Op riskanter machen.
Einer meiner Lieblingspatienten, Galgo Maria, an der Hinterhand gelähmt, ist kürzlich erst mit seinem Rolli seiner Halterin aus der Hand gegangen und querbeet hinter einem Hasen hergeflitzt - naja, eigentlich kein Grund zur Freude, aber ein einziges Bild der Lebensfreude, die auch ein an der Hinterhand gelähmter Hund haben kann.
Hier mal ein paar Infos zu Dreibeinern - als Überlegungs- und Entscheidungshilfe:
http://www.tierphysiotherapie-homburg.de/news/wissenswe…ibeinige-hunde/LG, Chris
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Hi,
Interessiert dich dieses Thema ? Dann schau doch mal hier *.
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Hallo Tanja.
Ich würde an deiner Stelle nochmal gründlich über eine Amputation nachdenken.
Wie sehr es die Lebensqualität einschränkt kann man z.B. hier sehen:
http://www.youtube.com/watch?v=1yGHTr6JeHc&feature=related -
Wie alt ist denn dein Hund? Ich würde auch eher zu der Amputation tendieren. Ich habe auch schon einige Dreibeiner beobachtet (auf Teneriffa beim Tierschutz und in der Praxis) Keiner hatte Probleme. Wenn der Tumor anfängt zu stören ist es vielleicht schon zu spät. Zumal dein Hundi ja nicht jünger wird! Und somit auch das Narkoserisiko weiter wächst. Und nur weil jetzt nichts gestreut hat, heißt das nicht, dass er nicht in ein paar Tagen, Wochen oder Monaten streut! Was wenn du einen Tumor hättest? Würdest du warten?
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Wie sehr es die Lebensqualität einschränkt kann man z.B. hier sehen:Ja, da hast Du ein schönes Beispiel! Deiner?
Tanja:
Versuch mal nicht zuuuu menschlich zu denken - Hunde "wissen" nicht darum, ob sie behindert sind, oder nicht, es ist ihnen gelinde gesagt schnurzpiepegal, ob sie vier oder drei Beine haben.Denk noch mal in Ruhe über die Option Amputation nach und frag ggf. noch einmal in einer TK nach.
LG, Chris
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Nein, nicht meiner, meine beiden besitzen noch 8 Beine.
Allerdings würde ich bei einem Fibrosarkom am Bein amputieren (plus vielleicht Chemo und Strahlung), da ich schon mehrere dreibeinige Hunde gesehen habe und nicht der Meinung bin, dass es die Lebensqualität so stark einschränkt dass ich dem Krebs den Hund überlasse.
Es gibt sogar Dreibeiner die Hundesport machen und auf Freilaufwiesen die 4-beiner abhängen. Weniger selbstbewusst o.ä. scheinen sie mir auch nicht zu sein. -
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@ Fenchurch Glaubst du das so ein Chemie Cocktail gut für seinen Tumor und seinen Körper ist? Er zerstört nicht nur den Krebs sonbderen die anderen Organe gleich mit. Ich nenn nur mal ein Beispiel: Entwurmungstabletten - Ganz ganz böse bei älteren Tieren! Hab ihn vor seiner Colitis bis zu 4 mal Jährlich entwurmt und seitdem er dieses Problem hatte ist sein Darm komplett empfindlich geworden. Deshalb werd ich in Zukunft nur noch Kotproben abgeben. Durch die ständige gabe von Antibiotika kam da einiges aus dem Ruder und es wurde durch eine Darmsanierung mit Moor auch nicht besser, sondern schlimmer (hab ich mal darüber berichtet)
Wie alt ist dieser Wauzi in diesem Video? Respekt das er das so gut kann. Nur tut er sich bei seinem Gewicht noch sehr leicht was das rennen betrifft. Bevor eine amputation in Frage kommt würd ich erst mal an seinem Gewicht schrauben das er auf seine 25 kg kommt weil auch das eine belastung sein kann.
Wegen der Narkose mach ich mir jetzt nicht unbedingt große Sorgen da ich es doch mittlerweile ganz neue sanfte Verfahren gibt und ein Risiko gibt es immer...egal ob alt oder jung...oder etwa nicht?. Er ist nicht Herzkrank (ist ja öfters bei Boxern der Fall) und es geht ihm gut. Wir müssen jetzt dann eh zum Impfen und dann werd ich nochmal ein EKG veranlassen und nochmal Ultraschall machen lassen.Lunawazi er stört nicht. Ein Fibro Sarkom ist eine fremde Fleischart (hab mir das etliche mal erklären lassen weil ichs nie verstanden hab) die nicht weh tut.
Was ich tun würde wenn ich Krebs hätte? Gute Frage! Kommt darauf an in welchem Alter und was es für einer ist.
Dieser Onkologe hat mir auch klipp und klar gesagt das man schauen muss was man tun kann und was sinnvoll ist. Und ich frage jetzt mal direkt Hundehalter die erfahrungen mit einer hemo haben was das für auswirkungen hat. Kannte selber einen Hundebesitzer der einen Boxer hatte und eine Chemo veranlasst hat. Es hat nichts gebracht und der Hund ging schön durch die Hölle weil er total verkrebst war. Trug am ende sogar Windeln weil der Durchfall nur noch lief...Und der Tumor könnte auch nach einer Amputation noch streuen. Ist wie beim Menschen Krebs ist nicht heilbar wenn du irgendwo eine Zelle hast weißt du das du daran sterben wirst (wenn du nicht vorher überfahren oder erschossen wirst). Es sei denn es passiert ein Wunder, oder die Misteltherapie hat erfolg und bringt das wachstum des Tumors zum stoppen. Bei meiner 2 TÄ gab es auch mal einen Schäferhun der einen bösen Tumor hatte und er wurde fast 16. Glück oder ausnahme?...
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Wie alt ist denn dein Hund? Ich würde auch eher zu der Amputation tendieren. Ich habe auch schon einige Dreibeiner beobachtet (auf Teneriffa beim Tierschutz und in der Praxis) Keiner hatte Probleme. Wenn der Tumor anfängt zu stören ist es vielleicht schon zu spät. Zumal dein Hundi ja nicht jünger wird! Und somit auch das Narkoserisiko weiter wächst. Und nur weil jetzt nichts gestreut hat, heißt das nicht, dass er nicht in ein paar Tagen, Wochen oder Monaten streut! Was wenn du einen Tumor hättest? Würdest du warten?
Wird im Oktober 13. Er ist ja auch noch der letzte von seiner Familie der lebt. Die ganzen Geschwister starben im Alter von 5 und 7 an Krankheit und Unfall. Mutter starb vor knapp 2 Jahren mit 11 1/2 an Nierenversagen...
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Ich meinte auch nicht stören im sinne von "wehtun" sondern eher einschränkend für die Bewegung.
Ich war letztens auf einem Seminar mit Thema Tumore...da schaue ich nachher mal rein ob da was steht. -
Ist klar das ich einiges beachten muss. Und ansonsten ist er sehr Lebensfroh...hat aber hin und wieder andere alters weh wehwehchen

Würdest du tun? Find ich lieb von dir!

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Hmmm ich würde auch an eine Amputation denken... Tiere gewöhnen sich wirklich schnell an die neue Situation und mit einer Physiotherapie an eurer Seite glaube ich nicht, dass ihr allzugroße Probleme hättet... finde das Ding schon echt enorm!!!
Möchte dir auch deine Misteltherapie nicht madig machen, aber ich glaube nicht, dass es ihm wirklich helfen kann. Ich vertraue eigentlich sehr auf homöopathische Mittel, Bruno bekommt wegen seiner Spondy auch Medis, aber NUR homöopathisch... aber bei sowas gemeinem und fiesem wie Krebs, da glaube ich nicht an Erfolge. Ich denke schon, dass es positiv unterstützen kann, aber ich kenne leider auch viele Beispiele (auch in der Humanmedizin), wo Leute vollkommen auf sowas gesetzt haben und der Tumor währenddessen weitergewachsen und gestreut ist.
Du hast doch noch letztens Röntgenbilder gemacht und es sah nicht nach Metastasen aus. Also ist doch jetzt (noch) ein guter Zeitpunkt, um noch was unternehmen zu können.
Denk bitte nochmal drüber nach und sprich mit deinem Tierarzt drüber, ich glaube du würdest deinem Hund noch einige schöne Jahre schenken...Alles Liebe für euch!
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