Er lässt sich nicht unterkriegen...

  • Hallo zusammen,

    ja, der Titel des Threads triffts eigentlich genau. Unser Benny (Golden Retriever, 14 Wochen) hat leichte :roll: Probleme mit der Unterordnung. Egal ob von erwachsenen Hunden oder von anderen Welpis, er ist der Meinung: Ich bin der Chef und falls es mal kurz gefährlich wird, schmeißt er sich zwar auf den Rücken, macht aber sofort weiter. Und gibt auch nicht auf.
    Weshalb ich jetzt euren Rat bräuchte... der gestrige Vorfall.
    In der Verwandtschaft gibt es noch einen anderen Welpen. Sie ist ein Labbi und 3 Wochen jünger als Benny. Jedenfalls war sie in ihrem Laufstall als wir in die Küche kamen. Benny an der Leine. Er hat nichts anderes zu tun, als hinzugehen und sie anzuknurren und das war meiner Meinung nach keine Spielaufforderung. Wie sollen wir uns dann verhalten? Ich will ihm ja kein Knurren "abgewöhnen", aber schon verständlich machen, dass sowas total überflüssig ist. Auch beim gemeinsamen Spiel lässt er sich nicht unterbuttern. Und wird nach einer Zeit einfach total pampig und knurrt. Ich habe das Spiel daraufhin beendet und Nein gesagt. Aber ob das richtig war.
    Ich hoffe einfach nichts zu verpassen und möchte verhindern, einen Rüden zu bekommen der ständig nur am Pöbeln oder Stänkern ist und sich nie und nimmer Unterwerfen kann.

    Viele Grüße und danke für eure Antworten!

  • Ein 14 Wochen alter Welpe will noch nicht die Weltherrschaft an sich reißen. Er hat das Konzept mit dem Unterwerfen einfach noch nicht verstanden. Er hat noch auf keinen souveränen Althund getroffen, der WIRKLICH mal von ihm verlangt hat, sich hinzulegen und stillzuhalten (und die Klappe zu halten) und erst wieder aufzustehen, wenn dieser ihm das erlaubt.

    Ihr habt halt einfach einen ganz normalen, frechen Welpen, der jetzt durch die Welt geht und einfach mal guckt, wie die Welt so auf ihn reagiert. Wichtig ist, dass die Welt ihm dann auch zeigt, dass gewisse Verhaltensweisen unerwünscht sind :)

    LG, Henrike

  • da kann ich mich meinem Vorredner nur anschließen - wenn was unerwünscht ist, ignorieren ggf. auch mal kurz wegsperren (eine Auszeit geben) und wenn er was richtige macht sich freuen, wie ein kleiner König, mach Dich ruhig zur Pfeile.

    Und lass das bitte mit dem Schnauzengriff, falls Du diesen anwendet, das verschlimmert nur alles.

    Bist Du in einer Hundeschule? Würde Dir empfehlen eine gute Hundeschule zu suchen, da lernst Du richtig, wie Du mit Deinem Hund umgehen musst.

    LG Sandra

  • Zitat

    Er hat noch auf keinen souveränen Althund getroffen, der WIRKLICH mal von ihm verlangt hat, sich hinzulegen und stillzuhalten (und die Klappe zu halten) und erst wieder aufzustehen, wenn dieser ihm das erlaubt.


    Seh ich ganz genauso :gut:
    In einer guten Welpengruppe gibt es so einen Hund, das würde ich anstreben ;)

  • Also von Schnauzgriff und allem was in diese Kategorie fällt halte ich sowieso nichts und würde ich nie anwenden.

    Wichtig ist mir einfach, dass ich den Zeitpunkt nicht verpassen, an dem ich ihm zeigen kann, das sein Verhalten nicht toll ist und ihm gleichzeitig als Welpe zu sehen, der einfach spielen will.

    Und diesem Althund ist er scheinbar wirklich noch nicht begegnet.

    Wir gehen in die Welpenstunde bzw. sind im Moment noch auf der Suche nach dem Richtigen für uns. Am Samstag gehen wir wieder. Aber auch da hat er sich bisher aufgeführt. Einen anderen quasi "eingesperrt", der ist wo reingeklettert und Benny hat ihn nicht mehr rausgelassen.

  • ich steh dem etwas kritischer gegenüber. rangordnung und dominanz kann in einem rudel geklärt werden, aber nicht von hunden die man nur unregelmäßig trifft. da finde ich ist eher der halter dran dazwischen zu gehen.

    ich kenne benny, wir (snoopy und ich) treffen uns ca. 1 mal in der woche zum gassi gehen. snoopy ist ein souveräner "alt" rüde (3 jahre) und hat benny schon mehrfach zu verstehen gegeben, dass er lästig ist. kurzzeitig zeigt das auch immer wirkung. aber wie welpen so sind, kommt er immer wieder an.
    gestern ist die situation kurzzeitig fast eskaliert, benny lag auf dem rücken und snoopy drohend über ihm, ich bin dann dazwischen, weil ich snoopy auch zeigen will, dass ich herr der lage bin, danach konnten wir relativ entspannt unsere runde zu ende laufen...

    aber wie gesagt, unterordnung etc. von anderen/fremden hunde sehe ich skeptisch...

  • Ihr müsst wissen wie ihr das macht, sind ja eure Hunde ;)

    Ich kann dazu nur sagen, ich hatte selbst so ein Exemplar. Der hat sich mit 11,5 Wochen mit einem zweijährigen Jack russel angelegt, der ihm daraufhin in der Schnauze gehangen ist. Mein Hund hat nichtmal einen Zucker gemacht, sich abgeschüttelt und weiter provoziert. (war am Geländer unserer damaligen HuSchu)
    Jeder Trainer meinte, der Hund lässt sich nicht unterkrigen, der ist eine harte Sau usw usw.

    Eine Stunde später kam eine vierjährige Cockerhündin. Die ist nur an ihm vorbeigegangen und er ist gelegen. Das hat es vorher und nachher nie wieder gegeben. Allerdings hat er daraufhin auch sein provozierendes Verhalten soweit eingestellt, dass es überschaubar war.

    Ein wirklich souveräner Hund muß bei einem Welpen nicht körperlich werden, da reicht ein Blick.
    Bei uns hat das gut geklappt. Wenn ihr das selbst regeln wollt, klar geht auch, ist halt um einiges schwieriger. Wenn es aber an souveränen Hunden mangelt, bleibt euch ja keine Wahl.

    Dann würde ich das unangemessene Verhalten jedesmal mit einer Auszeit "strafen". So lange bis Welpi sich beruhigt und merkt, es ist immer vorbei wenn er sich "blöd" benimmt.

  • Zitat

    Dann würde ich das unangemessene Verhalten jedesmal mit einer Auszeit "strafen". So lange bis Welpi sich beruhigt und merkt, es ist immer vorbei wenn er sich "blöd" benimmt.

    Das finde ich schon auch die beste Möglichkeit.

  • das zeigt, dass Du einen sehr selbstbewussten Rüden hast... und damit auch ein ganz toller Hund draus werden kann, wenn man wie Du schon sagst, den Zeitpunkt nicht verpasst.

    Meine Emma z. B. ist sehr sensibel, sie hört sehr gut, bleibt auch immer in meiner Nähe, ist aber in Situationen, die sie nicht kennt, sehr panisch. Das fängt schon an, wenn wir mit meinem kleinen Auto fahren, uns sie auf die Rückbank muss, das ist ihr schon zu viel, weil wir sonst meist mit dem großen Auto fahren und da springt sie in den Kofferraum.

    Ich hab dafür aber immer ein sehr entspannten Spaziergang, weil sie niemals weglaufen würde, weder zu anderen Menschen oder zu anderen Hunden, es sei denn sie kennt diese.

    Muss aber auf der anderen Seite wirklich aufpassen, dass ich sie nicht überfordern darf und sehr ruhig mit ihr umgehen muss.

    Das wichtigste ist dass Du eine gute Bindung zu Deinem Hund aufbaust, das er Dir vertraut. Das kannst Du verstärken, indem Du mit ihm spielst, Du dich mit ihm beschäftigst, ihn auch mal beschützt und ihn die große weite Welt zeigst.

    Viel Spass mit dem Kleinen

  • Zitat


    Das wichtigste ist dass Du eine gute Bindung zu Deinem Hund aufbaust, das er Dir vertraut. Das kannst Du verstärken, indem Du mit ihm spielst, Du dich mit ihm beschäftigst, ihn auch mal beschützt und ihn die große weite Welt zeigst.

    Viel Spass mit dem Kleinen


    Danke. :smile: An Bindung mangelt es nicht. Er lässt mich beim Spaziergang nur seeehr selten aus den Augen. ;)

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