Zeckenzange, -haken, -karte,.. und Prophylaxe

  • Hallo!

    Die Saison der unsinnigsten Tiere dieser Erde ist eröffnet. Die Zecken sind zurück.

    Enfernung

    Mir wurde es damals als Kind so gelehrt, dass eine Zecke niemals herausgedreht werden darf, denn dann hat sie die Möglichkeit viel Speichel in die Wunde zu spucken. Jetzt gibt es aber die Zeckenhaken, bei denen man drehen und nicht ziehen soll.

    Mit der Zeckenzange erwischt man manchmal den Kopf etwas schlecht. Bisher habe ich damit aber die letzte Zecke vom Sommer gut entfernen können. Hier gilt: ziehen statt drehen.... oder?

    Was von beiden Methoden ist denn nun richtig?

    Vorbeugung

    Chemie am Hund

    Von Zeckenhalsbändern hat meine Hündin starken Juckreiz bekommen. Zuletzt hatten wir das Scalibor im Einsatz es hat gut gewirkt, aber wie gesagt, das Kratzen wurde dadurch nicht besser. Habt ihr eine Altvernative?

    Spot-Ons sind mir ehrlich gesagt zu teuer und auch dort gab es Hautprobleme. Ich habe viel Kontakt mit meiner Hündin und auch ich reagiere schnell allergisch auf solche Sachen.

    Chemie im Hund

    Was haltet ihr von Futterergänzungsmitteln? Knoblauch ist ja nur in Massen giftig.. wie also sieht es mit sowas aus?: http://www.zooplus.de/shop/hunde/hun…re/luposan/7091

    Hat das jemand mal getestet?

    Hokuspokus um den Hund

    Bernstein, vor allem grüner Bernstein soll die Tiere abhalten. Dazu kann der geladene Stein ins Trinkwasser gelegt werden, oder der Hund trägt es um den Hals. Gibt es da Erfahrungswerte? Eine Bekannte kennt sich gut mit Steinen aus und ist Tierheilpraktikerin. Sie hat mir einen "richtigen" Stein ausgesucht und ich werde es mal testen.

    Clip für Halsband. Da gibt es doch diesen Clip der über Schwingungen arbeiten soll. Hatte jemand damit Erfolg?


    Würde mich über viele Erfahrungswerte vor allem von ALTERNATIVEN Bekämpfungen freuen, da wir die Chemie-Sachen nicht so gut vertragen.

    DANKE! :gut:

  • Hallo.

    Entfernung:

    Ob drehen oder ziehen ist eigentlich egal. Die Zecke soll nur nicht gequetscht werden. Bei mir geht leicht ziehend dabei wenig drehend am besten.

    Chemie am Hund:

    Wir nutzen Scalibor. Spot Ons sind mir zuuu übel. Scalibor immerhin nicht ganz so schlimm. Besser als Krankheiten von Zecken übertragen. Meine vertragen es ganz gut. Gekratzt wird auch, denke aber bei meinen eher, daß es am Halsband selbst liegt, als am Wirkstoff. Der Wirkstoff ist ja noch länger am Hund, deswegen dürfte es wenn Wirkstoffbedinges Kratzen nicht aufhören, sobald ich das Halsband ausziehe...

    Chemie im Hund: Vitamin B in hohen Dosen soll helfen. Kommt wohl auf den Hund/Mensch an.

    Hokuspokus:

    Bernstein: kenne keinen, der damit Erfolg hatte, probiere es demnächst wohl aber trotzdem mal selbst

    Tic-Clip: der eine ist total begeistert, andere sagen: eher mehr als ohne..


    Kokosöl, unraffiniert: hat bei Jabba gut geholfen, bei Bluey allerdings überhaupt nicht. Ist ne Sauerei es ständig ins Fell zu reiben. Aber als Alternative könnte man es mal probieren... Wirksam darin ist übrigens ne Fettsäure, die von Blutsaugern gemieden wird.

  • Ich benutze das CDVet Abwehrkonzentrat und es hat super geholfen. Die ein oder andere Zecke hatte sich mal verirrt, aber VIEL weniger als ohne Mittel. Außerdem suche ich meine Hunde nach Spaziergang in Wald und Flur ab.

    Ob nun drehen oder nicht ... ich weiß es nicht. Ich drehe immer... :ops: Ich finde dann geht es besser.

    Prinzipiell spuckt eine Zecke schon Speichel in die Wunde wenn sie anbeisst, denn sie hat 1. ein blutgerinnendes Mittel in ihrem Speichel und 2. ein betäubendes Mittel, damit der Wirt nicht merkt das er einen Gast hat.

    Die Viren von FSME sind im Speichel der Zecke, d.h. sie können von Anfang an übertragen werden. Borrelien (Borreliose) haben die Zecken im Verdauungstrakt und werden erst später (ich glaube erst nach ca. 8 Stunden nach Anbiss) auf den Wirt "übertragen" (gekotzt *wäh*) oder wenn man die Zecke zu sehr stört, draufdrückt etc. (dann übergibt sie sich).

    Scheissviecher!!!! Mein Dad hatte schon Borreliose und mal abgesehen von den Hunden würden ich auch den Menschen sagen: Sich selbst absuchen, vorsichtig rausmachen und auf jeden Fall beobachten. Sollte man einige Zeit nach einem Zeckenbiss komische Symptome haben, Ärzte vielleicht nichts finden, dann lieber mal nen Bluttest machen lassen. Es haben schon Menschen jahrzentelang gelitten, weil keiner draufgekommen ist das es Borreliose sein könnte.

  • Huhu...

    Entfernung:
    Zecken soll man nur rausziehen, net drehen. Sagt jedenfalls mein TA und auch der Kinderarzt.
    Zeckenzange klappt bei uns garnet. Ich komm net an den Kopf damit und zerquetsch des Vieh eher. Ich nehm meine Finger :ops: , schnell, unkompliziert, einfach zu Handhaben.
    Der Haken ist mir persönlich zu fummelig.

    Zum Rest und Alternativen kann ich nix sagen, ich benutz Chemie (Exspot, sehr wirkungsvoll)

  • Zitat

    Hallo!

    Die Saison der unsinnigsten Tiere dieser Erde ist eröffnet. Die Zecken sind zurück.

    Weiß Gott; sie sind zurück, wahrscheinlich waren sie nie weg.


    Zitat

    Mir wurde es damals als Kind so gelehrt, dass eine Zecke niemals herausgedreht werden darf, denn dann hat sie die Möglichkeit viel Speichel in die Wunde zu spucken. Jetzt gibt es aber die Zeckenhaken, bei denen man drehen und nicht ziehen soll.

    Ich glaube entscheidend ist nicht so sehr dieses Drehen oder nicht Drehen, sondern dass man Z. nicht mit den Fingern anfassen und dabei quetschen soll. Ansonsten habe ich mit der Zeckenkarte die besten Erfahrungen gemacht. Zupf und weg isse...


    Zitat

    Chemie am Hund

    Spot-Ons sind mir ehrlich gesagt zu teuer und auch dort gab es Hautprobleme. Ich habe viel Kontakt mit meiner Hündin und auch ich reagiere schnell allergisch auf solche Sachen.

    Chemie im Hund

    Was haltet ihr von Futterergänzungsmitteln? Knoblauch ist ja nur in Massen giftig.. wie also sieht es mit sowas aus?: http://www.zooplus.de/shop/hunde/hun…re/luposan/7091

    Hat das jemand mal getestet?


    Also ich kann dazu nur sagen, dass bei uns das "chemische" (was ist nicht Chemie?) Spot-on bisher die beste Wirkung getan hat. Allerdings habe ich festgestellt, dass diese *rschgeigen sehr wohl trotzdem auf ihm rumkrabbeln, sie saugen sich aber nicht fest. Alle Produkte auf Neem-Basis usw.: Da hatte ich den Eindruck, ich hätte den Hund genauso gut mit Wasser abreiben können, hätte die gleiche Wirkung. Knoblauch füttern habe ich bisher nicht versucht beim Hund, allerdings mal beim Pferd. Ergebnis, bei der als ungefährlich bezeichneten Dosis gleich Null. Keine Wirkung auf Mücken, Fliegen oder Zecken. (Desgleichen das beliebte alternative Mittel Teebaumöl. Teebaumöl großzügig und unverdünnt angewendet stinkt nach altsowjetischem Desinfektionsmittel und steht im Verdacht, Kontaktallergien auszulösen. Soviel zu "natürlich und ohne Chemie".) Hochverdünnt ist es glaube ich aber ganz gut gegen Schuppen bei fettigem Haar, aber das war ja nicht die Frage...

    Damit würde ich dann auch den "Hokuspokus um den Hund" gleich mit erschlagen: Zieht einem das Geld aus der Tasche und wirkt nur dann, wenn man ganz fest dran glaubt und eine Wirkung sehen WILL, imho. Aber ich habe es nicht ausprobiert.

    Gruß
    Petra

  • Hallo,

    wir haben irgendwo einen Zeckenhaken rumliegen. Damit habe ich bislang die besten Erfahrungen gemacht, einfach raushebeln.

    Und gegen Zecken trägt unser Hund den Hokuspokus-Tic-Clip-Anhänger.

    Wir sind zufrieden und haben einen Unterschied zu ohne und mit Anhänger bemerkt.

    Im letzten Jahr hatte Leja eine, max. zwei festgebissene Zecke. Wir sind viel auf Wiesen und Wald unterwegs, die eine oder andere labendige Zecke habe ich schon abgesammelt.

    Wir haben den Anhänger vor 2 Jahren zum ersten Mal ausprobiert, im April hat sie ihn bekommen. In der Zeit von Dezember bis April hatte Leja 5-7 feste Zecken, die sich teilweise echt schwer entfernen ließen.

    In der Zeit von April bis Dezember 08 hatte sie auch 5-7 feste Zecken (sie war zwischendurch läufig, da hatte sie die meisten Zecken). Die ließen sich ganz leicht entfernen, ein Teil der Viecher war auch schon abgestorben.

    Leja geht viel schwimmen und da hätte ich nicht das vertrauen zu irgendwelchen Spot-On´s, Sprays usw. Zudem ist das auch immer Gift, was im Körper des Hundes landet.

  • Das mit dem Kokosöl klingt auch ganz interessant. Genauso wie dieses "CDVet Abwehrkonzentrat". Da gibt es ja doch jede Menge.

    Wie wende ich das Kokosöl an? und wie oft? jeden Tag etwas damit einreiben?

    Den Bernstein lege ich auch ins Wasser, es schadet nicht und teuer war der schon gar nicht :)

  • Bei mir klappts mit den Fingernägeln auch besser als mit der Zange.

    Das ganze Chemiezeugs nehm ich nicht mehr das ist mir einfach zu giftig.
    Wenns draussen viele werden nehm ich Insektenspray, das kann man ja auch bei Kindern nehmen.
    Einfach ein bisschen übers Fell sprühen.

  • Bernstein ins Wasser bringt nix. Dann lieber nen Rhodonit ins Wasser tun, aber ohne schwarze Adern...

    Kokosöl muß unraffiniert sein, also duftend. Also bei mir hat es nur gewirkt, wenn ich Jabba nahezu täglich damit eingeschmiert habe. Bei Bluey hat es eigentlich gar nicht gewirkt. Muß man echt ausprobieren...

    Insektenspray gibt es ein gutes bei DM: NoZeck bzw. NoSquito... Beide Tropen-getestet und auch für Kinder und im Gegensatz zu Autan irgendwie biologisch. Ist aber halt nicht wasserdicht, die Hunde hassen es und es riecht etwas stark.

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!