Kleinkind anknurren, anbellen

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  • Hallo liebe Foris

    Ich schreibe hier im Namen einer Bekannten, mit der ich öfters spazieren gehe... Ihr Hund ist bald 2 Jahre alt.

    Zum Problem: Ihr Hund reagiert im Wald oder auf Flächen immer wenn plötzlich ein Mensch oder anderer Hund kommt mit Bellen/knurren und auf diesen Menschen zugehen. Er ist eigentlich sehr gut erzogen und wirklich ein toller Hund. Er hört auch meistens beim Rufen etc., aber heute leider gar nicht...
    Als wir im Wald spazieren waren heute, war weit weg im Wald eine Mutter, die ihr Kleinkind in den Gebüschen laufen liess...Wir kamen um die Ecke und der Hund hat sie sofort gesehen...als dann meine Bekannte gerufen hat, ist er zwar zuerst stehen geblieben, aber dann ging er trotzdem auf diese Mutter zu, die natürlich total panisch ihr Kleinkind hob und schrie, sie solle ihr Hund zurückrufen...die Mutter bewegte sich hektisch in die entgegengesetzte Richtung...was natürlich den Hund veranlasste aus Neugier schauen zu gehen...Die Mutter schon mit Holz-Stock in der Hand, während meine Bekannte immer noch versuchte zurückzurufen und davon rannte, weil ihr Hund dann normalerweise immer hinterher kommt...was er dann schlussendlich auch tat! Sie ging zur Mutter und entschuldigte sich, die packte natürlich sofort ihr Zeug und hat wahrscheinlich für die nächsten Wochen genug Wald gesehen....
    Meiner Bekannten war es überhaupt nicht recht, sie versucht wirklich immer das Beste und ihr Hund ist ansonsten wirklich top. Ich riet ihr mit dem Schleppleinentraining zu beginnen. Noch am gleichen Tag hat sie sich die Schlepp zugelegt und als ich sie ein paar Stunden später wieder im Wald sah, war ihr Hund an der Schlepp (ging sie sofort nach dem Vorfall kaufen)! Ich war total begeistert, weil sie wirklich alles daran setzt, dass es gut wird. Nun war dies aber so ne Sache mit dieser Schlepp...sie verwickelte sich beim Spielen etwas um den Hund und dann machte sie sie drab...ich hab leider keine Erfahrung mit Schleppleine...würdet ihr empfehlen sie beim Spielen abzunehmen (so lange das Gebiet überschaubar ist? Oder gibt es da Tricks, damit man sich nicht verheddert?
    Vielen Dank für eure Tipps!

  • Hallo BorderLover,

    welche Schleppleine benutzt denn Deine Bekannte?
    Ich favorisiere runde wasserabweisende flexible geflochtene (nicht gedrehte -die zwirbeln sich auf) Nylonseile, die sich nicht so mit Wasser vollsaugen.
    Je nach Hundegröße zwischen 6-8mm dick, keine Handschlaufe, ca. 10 Meter lang.
    Darin verwickeln sich die Hunde im Spiel zwar, mal, lernen aber damit umzugehen und kommen wieder frei, sie gewöhnen sich schnell daran.
    Ansonsten wäre auch immer jemand dabei um mal zu entwirren.
    Allerdings geschieht das bei uns mit Halsung eher selten. Beim Geschirr sehe ich das recht oft, daher spielt unsere nicht mit Hunden die ein Geschirr tragen (auch nicht ohne Schlepp).
    Ansonsten darf sie in eingezäuntem Areal auch ohne laufen und spielen.

    Freilaufen mit Schlepp im Wald ist auch kein Problem, zumindest bis jetzt nicht.
    Unser "Zwerg" beherrscht es mittlerweile ihren Weg an der Schlepp zurückzufinden, wenn sie sich mal verheddert hat.
    Ein paar Mal haben wir ihr den Weg zurück gezeigt, seit dem geht das erstaunlich gut.

    Ich wünsche Deiner Bekannten und dem Hund viel Erfolg, vielleicht lässt sie sich die Methode (es gibt verschiedene), mal von 'nem Profi zeigen, das ist sicher die beste Lösung.

  • Wir haben die Neggeloh Schweißleine ... ist zwar nicht ganz billig aber super leicht und super zu reinigen. Das verheddern bleibt in Maßen und ansonsten muss man lernen die Schleppleine richtig zu führen. Sprich im Normalfall immer den Teil aufwickeln der nicht benutzt wird und wenn der Hund einen größeren Radius hat, Leine zugeben.

    Wir halten es so (bei uns sind es Radfahrer), dass Max frei läuft, da er super abrufbar ist und wenn wir einen Fahrradfahrer sehen, dann sichern wir ihn mit der Schleppleine, um sicherzustellen, dass wir auf ihn einwirken können, wenn er sich wie ein Spacko benehmen möchte.

    Bei gutem Grundgehorsam würde ich einen Hund nie grundsätzlich an die Schlepp verbannen. Wenn es nur ein Einzelproblem ist, dann würde ich ihn dann absichern, wenn es nötig ist ... heißt natürlich ich muss alles vor dem Hund sehen :) .

  • Zitat

    Bei gutem Grundgehorsam würde ich einen Hund nie grundsätzlich an die Schlepp verbannen. Wenn es nur ein Einzelproblem ist, dann würde ich ihn dann absichern, wenn es nötig ist ... heißt natürlich ich muss alles vor dem Hund sehen .

    da hab ich aber mal ne frage: wenn du deinen hund dann an die SL nimmst wenn du wie in eurem fall nen fahrradfahrer siehst...dann ist/wird/bleibt ein Fahradfahrer für deinen hund doch immer "was besonderes" oder? wäre es dann nicht sinnvoller die SL immer dran zu lassen bis auch dieses Problem gelöst ist?

    lg alexandra

  • Nein, weil ich den Radfahrer vor meinem Hund sehe :D und ihn willkürlich an die Schlepp nehme um ihn abzusichern. Ich mache das immer zu einem Zeitpunkt, wo er voll ansprechbar ist und wo er freudig zu mir gelaufen ist ... der Fahrradfahrer kann z.B. noch zig Meter weg sein, ich sehe ihn als Punkt am Horizont, dann nehm ich Max an die Schlepp (oder halt Leine). Er kann das gar nicht direkt verknüpfen, weil der Fahrradfahrer zu dem Zeitpunkt noch gar nicht sein Interesse geweckt hat :).

    Wie gesagt, ein Hund der in vielen Situation nicht ansprechbar ist, würde ich generell an der Schlepp lassen, einen Hund der nur "ein Problem" hat, da würde ich die Schlepp nur beim Problem (bzw. frühzeitig) einsetzen oder einfach die normale Leine nehmen. Da finde ich es total überflüssig die ganze Zeit eine Schlepp zu nehmen. Aber darüber scheiden sich natürlich auch die Geister.

  • Hallo BorderLover,

    Klar, die Mutter hatte Angst und wollte ihr Kind und sich schützen, denn sie kannte den Hund ja nicht und wenn der Hund dann noch bellt, ist die Angst und Reaktion dieser Mutter auch verständlich.

    Super hat Deine Freundin reagiert. Sie hat sich entschuldigt und mit dem Kauf einer Schleppleine alles richtig gemacht. Wer so im Handumdrehen reagiert, schafft es auch schnell, dem Hund das nötige beizubringen.

    Lg Edgar und Mini

  • Ich sehe das mit der Schleppleine im Spiel kritisch, da die Verletzungsgefahr auch für andere Hunde sehr hoch ist.

    Ich denke, der Hund hat jetzt einige Male Erfolg gemacht, weil die Leute Angst vor ihm bekommen haben und das Verhalten gilt es zu unterbrechen, bzw. soweit darf es garnicht mehr kommen.

    An ihrer Stelle würde ich mir einen Trainer suchen, der mit ihr gezielt im Alltag daran arbeitet.
    Ein Stoppsignal wäre da zum SL Training am geeignesten, damit der Hund garnicht erst weiter auf die Leute zu geht.

    Das sie in der Situation weggelaufen ist, Hut ab, es hätte auch anders ausgehen können.

    Sie sollte sich schnellstmöglich einen Trainer suchen, der ihr hilft, an dem Problem zu arbeiten.

    Gruß
    Bianca

  • Hallo zusammen und vielen Dank für die vielen Antworten.

    Sie hat sich selber eine Schleppleine gemacht, hat das passende Seil gekauft und dieser Verschluss dazu (der Händler hat ihr gezeigt wie's geht). Es ist eine leichte, runde, geflochtene Leine...

    Ja, der Hund gehört ihrem Sohn und sie schaut tagsüber zu ihm. Der Sohn trainiert wirklich sehr sehr viel mit ihm und geht auch vier Stunden die Woche zum Trainer (Begleithund-Ausbildung und alles drum und dran). Ist also wirklich ein sehr gut erzogener Hund. Es hat wahrscheinlich wirklich was mit dem Flegelalter zu tun.

    Heute hatte sie die Schleppleine nicht mehr dabei, da der Sohn anscheinend nicht so begeistert war und zuerst mit dem Trainer abklären wollte, ob das nötig ist... Der Hund gehorcht ihm auch sehr gut, wenn er ihn ruft und davon rennt, kommt er praktisch immer. Die Mutter (also meine Bekannte) meinte dann, dass das bei ihr aber nicht 100% der Fall sei und sie so eine Situation einfach nicht mehr haben möchte. Heute hat sie daher besonders aufgepasst und kaum sah sie von weitem Jemand (mit Kind) hat sie den Hund immer an die normale Leine genommen, bevor der Hund diese Person erst gesehen hatte....ging so weit ganz gut...
    Ich bin gespannt was der Trainer dazu sagen wird...ob er gute Tipps hat...

  • Da verstehe ich den Sohn nun absolut nicht. Es ist doch normal, dass das Gehorsam nicht bei allen gleich ist. Eine Schleppleine ist kein Zwangsmittel und hier steht ja wohl im Vordergrund, dass keine anderen Leute belästigt werden.

    Ich finde es gut, dass deine Freundin mit sehr viel Bedacht gehandelt hat und somit vermieden hat, dass es erneut zu so einem Vorfall kommt. Das Verhalten ist normal ... das hat mein Hund auch gemacht, als er jung und wild war ...

  • Zitat

    Das Verhalten ist normal ... das hat mein Hund auch gemacht, als er jung und wild war ...

    Du findest das Verhalten normal?? :???:

    Hm, bei einem 2jährigen Hund, der an sich ein gutes Gehorsam hat, wie die TS schreibt, finde ich das Verhalten nicht normal.

    Gruß
    Bianca

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