Stütze und Belastung zugleich

  • Hallo zusammen.

    Hab mich hier mal angemeldet, weil ich vielleicht mal nen Rat von erfahrenen Hundehaltern brauche.

    Meine Schwiegereltern haben sich Anfang des Jahres einen Hund zugelegt. Meine Frau und ich wollten auch immer einen haben, jedoch fehlt uns dafür eigenltich die Zeit. Da mein Schwiegervater auch schon mit dem Gedanken gespielt hat(und er auch schon Rentner ist), haben wir uns sozusagen zu viert einen Hund geholt.

    Unseren Ben.

    Das Problem ist, dass mein Schwiegervater vor 4 Wochen ins Krankenhaus gekommen ist. Meine Schwiegermutter zu dem Zeitpunkt auf Reha weg war und der Hund sozusagen ne Woche bei uns schlafen musste. Wir mussten uns also jeden Tag aufs neue nen Aufpasser suchen, da wir so kurzfristig nicht von der Arbeit daheim bleiben konnten. Schließlich möchte man den Hund ja von jetz auf nachhert nicht 6 Stunden allein zuhause lassen.

    Meine Schwiegermutter ist zwar jetz seit 3 Wochen wieder daheim, allerdings fällt sozusagen gerade irgendwie ne Welt zusammen. Man muss sich plötzlich um soviele Sachen kümmern...

    Zwar haben wir den Hund bisher immer untergebracht und er entwickelt sich soweit eigentlich auch wirklich super. Aber egal was ich mache, ich denke immer unserem Hund würde es schlecht gehen.
    - Ob meine Schwiegermutter allein mit ihm zurecht kommt.
    - Ob unser Ben genug ausgelastet wird.
    - Ob er denn den ständigen "Aufpasser"-Wechsel gut verträgt.
    - usw. usw.

    Manchmal hab ich einfach das Gefühl, ich müsste noch mehr für den Hund tun. Dabei hat er jeden Tag 1,5 Stunden schon mit mir Auslauf. Meine Schwiegermutter geht auch immer nochmal ne Stunde mit ihm weg. Wir haben nen Garten in dem er rumtollen kann. Ich trainiere mit ihm jeden Tag 30-60 Minuten noch zusätzlich auf der Wiese nebenan. (Übungen wie Sitz, Platz, Bleib, Such und jag den "Kong")
    Sein Futter muss er sich Tag erst erarbeiten (Ich versteck den Napf im Garten und er muss ihn dann suchen). Dann spielt meine Schwiegermutter bestimmt auch nochmal ne halbe stunde am Tag mit ihm. Schmuseeinheiten bleiben natürlich auch nicht weg, wird auch ständig gemacht.

    Wir treffen eigentlich fast jeden Tag (mindestens alle 2 Tage) andere Hunde mit denen er so richtig schön rumtollen kann. Samstags wird dann alles in der Hundeschule für ne Stunde kompiniert.

    Ich denke mal, dass der Hund doch gut versorgt ist.
    Und trotzdem sagt mir mein Gewissen IMMER
    "Hoffentlich langweilt sich der Hund nicht"
    "Hoffentlich isser bei meiner Schwiegermutter immer brav"
    "Hoffentlich wirds mal ein guter Hund"
    "Hoffentlich stellt er gerade nichts an" (wenn er mal für 30 Minuten allein im Garten ist)

    Kennt jemand von euch sowas? Momentan frisst mich das seelisch regelrecht auf...[/img]

  • ne kenn ich nur, wenn ich mal den ganzen tag keine zeit für den hund hatte und er vier mal am tag für 10 minuten rauskam.

    du trainierst täglich ne stunde am stück? finde ich persönlich viel zu viel.
    lieber öfters kurze höchsten 15 minuten ist mmn effektiver, der hund kann sich garnicht solange konzentrieren, macht fehler und verliert die lust.

    mein hund kommt am tag ca. 2h raus. trainiert wird bis zu vier mal wöchentlich auf dem hundeplatz. zuhause machen wir vllt mal ein paar kunsstücke und wenn er lust hat spielen wir etwas im garten. beim spatziergang suchen wir uns dinge zum rauf und rüberspringen, balacieren, rmlaufen etc.
    und er ist glücklich damit. wenn ich länger als eine stunde an stück mit ihm unterwegs bin, merke ich, dass er keine lust mehr hat. er hat gepinkelt, geschnüffelt, sich leckerlies verdient. die ersten 20 minuten läuft er noch vor, und schnüffelt viel, dann wird es weniger. die letzten 10 minuten latscht er nurnoch hinter mir her.
    zu den hunden beim gassigehen hat er igentlich nie kontakt. entweger will ich es nicht oder er will es nicht. früher bin ich in einer hundegruppe mitgegangen. er hatte stress, wurde unverträglich. er hatte sogar angst, wenn uns mehr als drei hunde entgegen kamen. kontakt hat er nur zu einigen vereis hunden und zu den zwei beaglen von bekannten. seitdem ist er nicht mehr aggressiv an der leine und frei geht er ihnen aus dem weg.

  • Hmm, anscheinend isses dann wirklcih genug, was ich mitm hund so treibe.
    Beim Gassi gehen kommt es eigentlich jedesmal so vor, wie du es beschreibst, anfangs zieht er noch, irgendwann läuft er schön nebenher und am Ende trappelt er dann so hinter mir nach.

    Auch wenn der Hund noch klein is, irgendwie denkt man immer, wenn die nur so faul rumliegen langweilen se sich und man will ihnen hal was gutes tun und se beschäftigen. das ein welpe seinen schlaf braucht weiß ich. er bekommt auch immer längere pausen von 1-2 stunden zwischendurch.

    Wenn ich höre, wie oft andere leute mit ihrem hund unterwegs sind bzw. eigentlich gar nicht richtig mit ihm trainieren, dann bekommt unserer eigetnlich genügend abwechslung.

    Ich sags mal so, der Hund is wie ein Kind für mich geworden. MAn will ständig sein bestes und wenn man mal nicht dabei sein kann, macht man sich hal immerzu gedanken drüber.

  • Ich gehe jetzt nur mal auf die Gefühlslage ein, denn ich gehöre sicher nicht zu den Hundeprofis. Wir mussten unseren Hund von heute auf morgen in eine Hundepension geben, wir mussten unseren Hund von heute auf morgen für ca. 6 Std. morgens allein lassen, die Wintermonate waren schrecklich, weil wir abends gar nicht mehr viel machen konnnten, also alles in allem habe ich seit 6 Monaten ein permanent schlechtes Gewissen. Aber: dem Hund geht es offensichtlich gut. Vielleicht muss man das einfach mal aus Hundesicht sehen: Ich kann schlafen, wann ich will, ich habe immer genug zu essen, ich werde bespaßt, gekrabbelt, gekuschelt, ich gehe 2 Std. am Tag laufen, spielen, schwimmen, ich gehe am Wochenende in die Hundeschule, ich habe jede Menge Hundekumpels, ich werde geliebt... es gibt sicher Hunde, die besser hören und besser erzogen sind, aber es gibt sicher noch sehr viel mehr Hunde, denen es wesentlich schlechter geht. Also, ich denke, aus Hundesicht sind wir dennoch ein gutes zu Hause !

    Gruß Lilibeth

  • Unser Ben ist jetz 4,5 Monate alt.

    Ich denke mir gehts von der Gefühlslage her wie Lilibeth, nur dass unser Hund ja eigentlich alles hat, was er braucht. Und davon auch reichlich.

    Wie gesagt, hatten wir vorher nie nen Hund und man möchte hal, dass es dem Hund immer gut geht.

    Lilibeth hat aber vollkommen recht, aus Hundesicht gesehen wird er wirklcih zufrieden sein. Er is im Prinzip nur Nachts allein und sonst höchstens mal für ne Stunde. wenn ich hör, dass andere ihre Hund von heute auf Morgen 6 Stunden allein lassen mussten und die Hunde dabei trotzdem gut darauf reagieren, dann kann ich ja wirklich weng beruhigter sein...

    Wie ich schon gesagt hab, ich glaub ich mach mir da einfach zuviel Sorgen udn zuviel Stress.

  • würde auch mal sagen, wenn er zu Hause ruhig ist und ncith auafmüpfig ständig irgendwas machen will/ muss ist er doch mit sicherheit ausreichend ausgelastet. Ihr macht doch wirklich vieles.

    LG Bea

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