kreuzbandriss bei labradorhündin

  • hallo,

    wir haben da ein problem - unsere 2 1/2 jahre junge labradorhündin lara leidet seit langer zeit an schwierigkeiten beim aufstehen, sie hebt nach dem liegen ihr rechtes hinterbein hoch und hinkt immer für eine weile, dann geht es wieder. wie geschrieben, immer nach längeren ruhezeiten. zunächst haben wir vermutet, dass dies vom vielen toben kommen könnte. lara ist sehr agil, tobt sehr gern und rennt entsprechend wie eine wilde. bei einem tierarzt bekamen wir zunächst die aussage, dass sie nur an muskelkater leide, sei also ganz normal. aber so normal fanden wir das nicht. die probleme blieben. immer dasselbe bein. jetzt haben wir lara in einer tierklinik vorgestellt. sie wurde dort geröntgt und die diagnose stand schnell fest. lara hat im rechten hinterbein einen kreuzbandriss und muss operiert werden. morgen ist der termin und wir sind alle sehr in sorge, dass auch alles gut geht. der dortige tierarzt hat uns schon darauf vorbereitet, dass lara eine zwei - drei monatige schonzeit über sich ergehen lassen muss. also kein rennen, kein toben. auch wohnen wir nicht ganz ohne treppen und da müssen wir vorsichtig sein, auch was das gassigehen betrifft. daher unsere frage: wer von euch hat erfahrungen, weiss, worauf wir achten müssen und wie wir am besten lara beschäftigen können.

    vielen dank im voraus

    latrinchen

  • Hallo,
    leider oder besser gesagt zum Glück, hab ich keinerlei Erfahrung, ich wollte euch nur alles Gute für die morgige OP wünschen und dabei ganz dezent deinen Beitrag hochschieben ;) , in der Hoffnung dir kann noch jemand helfen, der sich auskennt!

    Gute Besserung und alles Gute für Lara!

  • habe auch noch keine erfahrungen, aber zum thema beschäftigung:
    kopfspiele sind sicherlich super. hab zbsp ma nen bordercollie bei wetten dass gesehn, der seine spielzeuge unterschieden konnte und immer das richtige gebracht hat. Damals hat die frau glaub auch erzählt, dass er krank war und sie ihn ja irgendwie beschäftigen musste...

    vielleicht auch tricks beibringen, wie auf kommando bellen, oder schlecken oder sonst sowas, was nich auf die beine geht

    LG Bea

  • Hier sind auch die Daumen gedrückt :smile:

    Mit Lucy haben wir es gerade durch... Die ersten Tage nach der OP wollte sie überhaupt nichts machen. Dann irgendwann wurde es mit der Auslastung tatsächlich schwieriger... Das Problem bei Lucy war auch, dass sie selbst bei Denkaufgaben anfangs völlig überdrehte, so nach dem Motto: ja, jipieh, endlich mal irgendwas, flipp rum... Mit zunehmender Dauer der Gassie-Runden wurde es dann besser

    Was wir z.B. gemacht haben: Gassi-Runden möglichst viel variieren, viel neue Umgebung oder da gehen, wo sie viel zu schnuppern hat. Dann haben wir eine Übung gemacht: Futterstück werfen und in Zeitlupe drauf zu. Oder Futterstück ins Gras werfen und suchen lassen. Später, als es ihr was besser ging, habe ich sie auch nach Mäusen buddeln lassen. Zielobjektsuche geht durchaus auch, falls der Hund halt wirklich ruhig und konzentriert sucht.
    Dann Kausachen, Kong, Auspackspiele mit Futter... generell das ganze Futter ruhig "erarbeiten" lassen.
    Als wir mit der Physiotherapie angefangen haben, kamen da ja dann auch noch eine Reihe von Übungen zusammen, die wir über den Tag hinweg machen durften.
    Am schlimmsten waren die ersten Wochen, wo sie das Bein quasi gar nicht belasten durfte und auch die Physiotherapie-Übungen noch nicht stattfanden.

    edit: wir haben von der Klinik einen Plan mitbekommen, was wir genau in den ersten Tagen/Wochen machen dürfen und was nicht. Wenn du so etwas nicht bekommst, kann ich das gerne hier zusammen fassen. Wobei es vielleicht auch etwas von der OP-Methode abhängt?! Bei Lucy war es eine TPLO

  • danke für eure beiträge. unsere lara wurde wie oben geschrieben gestern operiert. alles lief gut und lara hat heute früh ihr frühstück bekommen und mit gutem appetit gefressen. sie hat eine große "tüte" um und ist damit ziemlich orientierungslos - aber wer ist das nicht. wir haben ihr den napf hochgehalten und sie konnte so gut fressen. nachts haben wir lara vorsorglich in den garten getragen, weil sie fiebte und wir auch dachten, dass sie auch mal müsste. aber sie machte nichts. bis jetzt nicht. sie liegt auf ihrer weichen matratze, das operierte knie liegt frei, also sie liegt nicht darauf.

    unsere fragen: ist es normal, dass lara noch nichts muss? der arzt meinte, dass dies mit der narkose und den medikamenten zu tun habe, aber dass es schon so lange andauert...ihr erstes fressen nach der op bekam sie um acht uhr heute morgen. gewöhnlich machte sie sich zwei stunden danach immer bemerkbar, auch morgens beim aufstehen musste sie gleich in den garten und pippi machen.

    wie denkt ihr, können wir das treppensteigen vereinfachen? wir wohnen zwar parterre aber in den garten sind es 12 stufen und nach vorn raus acht. wir haben sie getragen aber 28 kg lebensgewicht geht mächtig auf die wirbelsäule. wir haben schon an holzplatten gedacht, die wir an die treppen auflegen und sie langsam ohne steigen hinunterlaufen kann.

    liebe grüße
    latrinchen

  • noch ein kleiner nachtrag:

    at lucy_lou - vom kliniktierarzt haben wir weiter gar nichts bekommen. auch keinen plan. nur mündliche anweisungen, die sich auf das reduzieren, was wir bisher auch schon getan haben - aber fragen sind halt da und montag müssen wir mit lara auch in die klinik zum ersten check.

    kannst du uns bitte den plan schicken? das wäre super - danke.

  • Was für eine OP ist es bei deinem Hund denn geworden? Ich weiß wirklich nicht, ob dieser Plan auf andere OP-Methoden übertragbar ist.

    Da ich keinen Scanner habe, fasse ich mal zusammen:

    1.-3. Tag:

    - 2-3x täglich beugen und strecken des Kniegelenks (wobei es sehr viel Sinn macht, sich das von einem Physiotherapeuten oder dem Arzt zeigen zu lassen!) der Hund liegt dabei
    - 4-6x täglich Kältekissen für 15 Minuten aufs Knie
    - nur kurze Pipi-Runden

    4-14.Tag:

    - 2-3x täglich Beugung und Streckung des Kniegelenks
    - 3x15 Minuten Kühlpackung täglich
    - Spaziergänge bis maximal 10 Minuten am Stück, nur angeleint
    - Massagen (zeigen lassen, Physiotherapie)

    2.-4. Woche:

    - 2-3x täglich Beugung und Streckung des Kniegelenks
    - nach Bedarf Kühlung
    - bis 15 Minuten Spaziergang, nur angeleint
    - langsam auch Beginn der eigentlichen Physiotherapie

    5.-12. Woche:

    - 2-3x täglich Beugung und Streckung des Kniegelenks
    - nach Bedarf Kühlung
    - 30-45 Minuten Spaziergang, immer noch nur an der Leine
    - Physiotherapie

  • viell. könntet ihr zwei dicke Bohlen nebeneinander auf die Stufen legen, dort könnte sie laufen.
    Habt ihr keine Baustelle in der Nähe wo ihr sie mal ausleihen könnt.

  • danke für eure nachrichten -

    at lucy - lou: danke für deinen plan, denke, dass wir dies mit dem arzt in der tierklinik absprechen müssen. was für eine opmethode gemacht wurde, weiß ich nicht. auch was genau gemacht wurde, kann ich auch nicht sagen. eben kreuzbandriss und op. mein bruder hatte lara am freitag von der klinik abgeholt. er hat ein großes auto und für lara natürlich passender, als den kleinwagen, den ich fahre. zu meinem bruder haben sie nicht viel gesagt, nur dass alles okay ist und sie sich schonen muss, auch war der behandelnde arzt nicht mehr da, nur die schwestern (aber auch dafür gibt es eine akte). hmm. ich finde es selbst komisch, dass wir so wenig informiert wurden. nur sagten sie vor der operation, dass sie erst bei der op sehen werden, was genau gemacht werden muss. insgesamt kommen wir bereits auf 1000 euro. ganz schön - nun hoffen wir, dass nichts weiter passiert und wir montag bessere infos erhalten.

    ich finde es nur merkwürdig, dass wir kaum infos bekommen - ich denke, dass selbst bei einem menschen mit ähnlichem schaden genaue informationen vor einer op vorliegen und sich der patient darauf einstellen kann, was passiert und gemacht wird. warum ist es bei lara nicht so? warum erhalten wir so wenig auskunft - oder ist es "normal"?

    at bentley: die idee mit den bohlen ist nicht schlecht, nur haben wir keine baustelle in der nähe...wir werden es mit den holzplatten mal ausprobieren.

  • Nein, normal finde ich das nicht. Wir wurden sehr umfassend beraten, über verschiedene OP-Methoden aufgeklärt und haben hinterher auch noch mit der Ärztin gesprochen, die operiert hat.

    Dann fragt Montag mal genau nach :smile:

    Viel Glück und gute Besserung!

    edit: kühlen ist auf jeden Fall wichtig und bei uns hat auch Traumeel-Salbe gut geholfen :smile:

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